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Übersicht > Medien > Bücher > Buchtitel > L

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Die gute Ausstattung. Die Abbildungen werden geschickt mit dem Text verflochten

Nachteile:
zu nah an Perversität, Zwanghaftigkeit und Tabu. Und garstig!




Zu nah am Tabu!
Bericht wurde 1951 mal gelesen Produktbewertung:  befriedigend
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Mario Vargas Llosa: Das Lob der Stiefmutter (El elogio de la madrasta)
Suhrkamp, 1989, 195 Seiten, gebundene Ausgabe

Der Autor:
Geboren 1936 in Peru, ging 1959 nach Madrid und später nach Paris. 1966 zog er seinen Wohnsitz nach London. Mit Inkrafttreten der neuen peruanischen Verfassung von 1980 zog er wieder nach Lima, seit 1987 ist er dort politisch tätig. Nach seiner Wahlniederlage 1990 und der Veröffentlichung seiner Autobiographie „Der Fisch im Wasser“ in der der Schriftsteller das politische Establishment Perus angriff, ist Llosa in seiner Heimat umstritten.
1996 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels bei dessen Überreichung er zu Sanktionen gegen Diktaturen aufrief. Er lebt heute in London und Lima.

Die Story:
An ihrem vierzigsten Geburtstag findet die sinnliche und schöne Dona Lukrezia, die frisch gebackene Ehefrau Don Rigobertos auf ihrem Kopfkissen einen Brief ihres zehnjährigen Stiefsohnes Alfonsito:

>>Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Stiefmutter!
Ich habe kein Geld, um Dir etwas zu schenken, aber ich werde ganz viel lernen, und dann werde ich Klassenbester, und das ist dann mein Geschenk. Du bist die Beste und die Schönste und ich träume jede Nacht von Dir.
Noch einmal herzlichen Glückwunsch!
Alfonso<<

Lukrezia beobachtet daraufhin den engelgleichen Jungen und ist beunruhigt. Sind die Berührungen dieses Kindes tatsächlich noch unschuldig? Erwacht schon die Sexualität?
Nachdem Alfonsito sie im Bad beobachtet, beschließt sie, ihm gegenüber zurückhaltender zu sein, worauf der Knabe mit einem Abschiedsbrief reagiert: er droht sich das Leben nehmen, wenn seine Stiefmutter nochmals so grausam und kalt zu ihm ist. Seine Stiefmutter reagiert auf die Annäherungsversuche Alfonsos nicht als \"Mutter\". Am Ende kriegt er sie doch „rum“, es kommt, was kommen muss…… der gehörnte Ehemann weist sie trotz seiner Obsession für sie aus dem Haus, der Knabe frohlockt.

Meine Meinung:
Literarisch und sprachlich bestimmt ein Meisterwerk. Vargas Llosa kann durch seine Erzählart gekonnt fesseln. Die Kapitel sind recht kurz, so daß es sich hervorragend als „Bettlektüre“ eignet. Auch die Ausstattung des Buches mit den zahlreichen farbigen Abbildungen erotischer Gemälde ist ansprechend.
Der Roman behandelt das Thema der inzestuösen Erotik. Mir ist aber bei dem Thema etwas unbehaglich zumute, Erotik hin oder her, nach meinem Geschmack zu nah am Tabu wenn es um ein Kind dabei geht! Auch wenn dieses scheinbar bitterböse ist!
Don Rigobertos tägliche rituelle Waschungen und Zeremonien im Bad, erscheinen mir dazu noch sehr zwanghaft.

>>Sein Darm war wie eine schweizer Uhr: diszipliniert und pünktlich leerte er sich stets zu dieser Stunde, vollständig und ohne Anstrengung, als sei er glücklich, sich der Policen und Lasten des Tages zu entledigen […]Don Rigoberto schloß ein wenig die Augen und drückte sanft. Mehr war nicht nötig: er spürte sogleich das wohltuende Kitzeln im Mastdarm und das Gefühl, dass dort drinnen, in den Höhlungen des Unterleibs, etwas Folgsames sich auf den Weg machte und bereits die Richtung jener Ausgangspforte einschlug, die sich weitete, um ihm den Durchgang zu erleichtern.>>

Jaaa, interessant, wie man diesen täglichen Vorgang in Worte fassen kann….aber brauche ich das wirklich?
Ich jedenfalls hab das Buch nicht gerne gelesen.
Und ob es sich als Geschenk – eignet? Da muss man den zu Beschenkenden schon sehr gut kennen, um einzuschätzen, ob ihm/ihr diese Themen „liegen“ und man da nicht danebenlangt.

Dieser Testbericht wurde von crashtestdummie auch für Ciao, Yopi, Mymeinung und Dooyoo erstellt. Ich freue mich über viele Leser und Bewertungen!


Geschrieben am: 03. Nov 2006, 12:25   von: crashtestdummie



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