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Übersicht > Unterhaltung > Kinofilme > Drama > Schindlers Liste

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Eine sehr beeindruckende Biographie in ebenso beeindruckenden Bildern.

Nachteile:
Die Wahrheit hinter der Geschichte.




Zitat Schindler´s: "Na und? Ich bin Deutscher!"
Bericht wurde 4831 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 3 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Der Titel vom Bericht ist ein Satz der Schindler sprach, als er irgendwann auf einer Frage die Antwort: "aber ich bin doch nur ein Jude", bekam. Für ihm machte es einfach keinen Unterschied was oder wer jemanden war. Jude, Deutscher, Pole - für ihn war es (nach seiner Wandlung) alles egal und er respektierte den Mensch um sein Wesen, nicht um seine Herkunft oder Religion. Gerade diese Wandlung ist es, die diesen Film zum MUß macht.

Der Film (1993) ist eine Biographie in Bilder. Schwarzweiße Bilder und mit Handkameras gedreht um den Zuschauer in die Zeit zurückzuversetzen. Damit er noch eindringlicher wirkt, wurde der Film überwiegend an Originalschauplätzen gedreht. Um die Wirkung der Bilder noch zu verstärken, wurde an vier Stellen Farbe benutzt. Einmal am Anfang des Filmes, als man die Kerzen zum Sabbath entzündet werden, um den Anfang des Holocausts zu symbolisieren. Einmal in der Mitte des Filmes, ein Mantel eines Mädchens auf einem Leichenwagen erscheint Rot, um den Höhepunkt dieses Wahnsinns zu symbolisieren. Die andere zwei Stellen verrate ich nicht, aber wenn man sie sieht, wird man die Symbolik, die Spielberg mitgeben wollte, direkt verstehen.

°*° FILMINHALT °*°
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Oskar Schindler. Kaufmann, Alkoholiker, Frauenheld. Ende 1939 kommt er nach Krakau in der Hoffnung dort seinen Vorteil in der Rüstungsindustrie zu machen. Das die Juden deswegen ausgebeutet, abtransportiert und ermordet werden interessiert ihm wenig. Durch Bestechung gelingt es ihm sogar jüdische Arbeiter zu bekommen; diese müssen schließlich nicht bezahlt werden und somit geht der ganze Gewinn an Schindler, der es sich wirklich gut gehen läßt. In der Fabrik stellt er einen Juden ein, Itzhak Stern, der ihm die billigen Arbeiter beschaffen soll. Es ist Stern, der Schindler später die Augen öffnet und ihm hilft die Flucht und Unterbringung in der Fabrik, der Juden zu organisieren.

Eines Tages werden "seine" Juden abgeholt und auf Transport gestellt. Sie landen in dem Lager Plaszow. Schindler kann nicht zulassen, daß man ihn seine gewinnbringende Arbeiter einfach so wegnimmt und macht sich auf nach Kommandant Göth, der Lagerführer. Durch Bestechung gelingt es Schindler die Juden wieder zu befreien und wieder zurück in seine fabrik zu bringen. Ab diesen Tag geht in Schindler eine Veränderung vor.

Er hat jetzt im Lager gesehen, was wirklich mit den Juden geschieht und findet dieses Verhalten der Nazis unmenschlich und unverzeihbar. Er versucht die Juden zu retten indem er eine Fabrik in Mähren kauft. Da dort Arbeiter benötigt werden, bedient Schindler sich von seinem Geld und seinem Einfluß und er läßt Stern eine Liste aufstellen mit den Namen der deportierten Juden aus seiner fabrik. Er sucht das Lager Plaszow auf und bedrängt den Kommandanten Göth massivst und es gelingt ihm "seine" Juden frei zu kaufen. Er hat sie als unversichtbar für den Kriegseinsatz dargestellt.

Der Krieg nähert sich dem Ende und die Russen kommen immer näher. Schindler muß fliehen, weil er Mitglied der NSDAP war (erst aus Überzeugung, später als Deckmantel) und muß jetzt die Entnazifizierung fürchten - und somit die Todesstrafe. In seinem Koffer befindet sich einen Brief "seiner" Juden, die er zur Flucht verholfen hatte; sie bezeugen darin, daß Schindler frei jeglicher Schuld an den Juden und deren Verfolgung bzw. Ermordung ist.

°*° FILMFAKTEN °*°
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Oscar für 1993 für "Schindlers Liste" (Bester Film)
Oscar für 1993 für Allan Starski, Ewa Braun (Ausstattung)
Oscar für 1993 für Steven Zaillian (Drehbuch)
Oscar für 1993 für John Williams (Musik)
Oscar für 1993 für Janusz Kaminski (Kamera)
Oscar für 1993 für Steven Spielberg (Regie)
Oscar für 1993 für Michael Kahn (Schnitt)

Nominierungen für wietere Oskars gingen an: Oscar-Nominierung für 1993 für Liam Neeson (Hauptdarsteller)
Oscar-Nominierung für 1993 für Christina Smith, Matthew Mungle, Judith A. Cory (Make-Up)
Oscar-Nominierung für 1993 für Ralph Fiennes (Nebendarsteller)
Oscar-Nominierung für 1993 für Anna Biedrzycka-Sheppard (Kostüme)
Oscar-Nominierung für 1993 für Andy Nelson, Steve Pederson, Scott Millan, Ron Judkins (Ton) QUELLE: http://www.cyberkino.de/entertainment/kino/106/106454.html

Spielberg wollte den Film so authentisch wie möglich machen und interviewte vorher viele Zeitzeugen. Er unterhielt sich mit Schindlers Witwe Emillie, sowie mit Juden die damals bei Schindler arbeiteten. Die Wohnung, das Lager, die fabrik usw. sind alles Originalschauplätze und durch die Handkameras und Schwarzweißinszenierung, wird der Film mehr als nur Unterhaltung; es wird ein bewegendes Zeitdokument.

Darsteller: Liam Neeson (Oskar Schindler), Ben Kingsley (Itzhak Stern), Ralph Fiennes (Amon Goeth), Caroline Goodall (Emilie Schindler), Jonathan Sagalle (Poldeck Pfefferberg), Embeth Davidtz, Martin Semmelrogge (SS Waffen Mann).

Als Vorlage wurde eine Novelle von Thomas Keneallly, sowie Tagebücher von Emmilie Schindler und Zeitzeugen benutzt. Die Kinoversion hat eine Länge von 197 Minuten; die Videoversion wurde um 10 Minuten gekürzt.

°*° HINTERGRÜNDE °*°
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Oskar Schindler wurde am 28. April 1908 in Zwittau geboren; damals war das noch Österreich-Ungarn - heute ist es die Stadt Morray in Tschechien. Schindler wuchs in Wohlstand auf und mit dem Gedanken für Geld alles kaufen zu können. Er war schon als Jugendlicher ein gerngesehener Gast in vielen Bars und hatte immer ein bis zwei Freundinnen am Arm.

Daß er nach Polen ging und dort die Fabrik kaufte, war nur auf Profit ausgelegt und er handelte am Schwarzmarkt ohne Ende um seinen gewinn zu vergrößern. erst durch den Geschätfsführer und Buchhalter Stern wurde er aufmerksam auf die Lage der Juden. Nach den Abtransport seiner Arbeiter in 1942, gingen ihm die Augen endgültig auf. Er gab sein ganzes Vermögen aus um Juden zu retten.

Er floh nach Argentinien, verließ aber in 1958 seine Frau und seine Geliebte um wieder nach Deutschland zurückzukehren. Den Rest seines Lebens würde er hin und her pendelen zwischen Deutschland und Israel und kümmerte sich immer noch um "seine" Juden; dabei war er selbst schon längst nicht mehr reich. In 1962 wurde Schindler von der israelischen Regierung eingeladen um in den Garten der Gerechten einen Baum zu pflanzen der mit seinem Namen versehen ist. Seine Frau würde in 1968 einen Orden bekommen, aber niemals den Titel "Gerechte". Schindler starb in 1974 in Hildesheim und wurde beigesetzt in Jerusalem. Die Liste mit den Namen wird heute im Museum Yad Vashem aufbewahrt. Mittlerweile hat man herausgefunden, das Schindler kurz vor seiner Flucht, noch eine zweite Liste an der SS übergeben hat; auch hierauf wieder 1200 Namen. Diese Juden überlebten den Krieg...er war vorüber ehe man den geplanten Abtransport verhindern konnte.

Übrigens war Schindler privat ein Säufer, Spieler und ein Despot und kaum fähig Familie und Ehe zusammenzuhalten. Am Ende seines Lebens war er alleine und verarmt.

°*° GEDANKEN °*°
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Ein Film der nachdenklich macht und berührt. Ein Film der verstehen läßt und auch Unverständnis aufruft. Der Film zeigt sehr viel von der Realität und gerade das ruft das Unverständnis und das Grauen hervor. Wie kann es Menschen geben, die aus Vergnügen Juden vor dem Frühstück erschießen? Und doch hat es diese Person gegeben in der Gestallt von u.a. Lagerkommandanten Göth. Teilweise ist der Film monströs; nicht wegen den Bildern, sondern wegen der Konfrontation mit der Geschichte, die man sich gefallen lassen muß. Ob man will oder nicht; diesen Film wird man sich bis zum Schluß ansehen. Die Geschichte läßt einem nicht los.

°*° ABSCHLIEßEND °*°
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FSK liegt bei 12 Jahre. Trotzdem würde ich alle Eltern empfehlen sich den Film zusammen mit den Kindern anzusehen; es werden Fragen kommen, die man als Verantwortlicher nicht im Raum stehen lassen darf. Dieser Film bietet die Möglichkeit Geschichte und Hintergünde rüberzubringen in verständlichem Kontext ohne zu verurteilen oder verfremdet darzustellen; deswegen griff Spielberg auch auf Schwarzweißinszenierung und Handkameras zurück - der Zuschauer soll nicht nur sehen, sondern auch spüren wie es in der Zeit war.

°*° MEHR WISSEN? °*°
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° Den Holocaust lehren?
http://www.erzwiss.uni-hamburg.de/Inst01/Projekt/JF/ilschind.htm

° "Schindlers Liste" - eine wahre Geschichte
http://www.spiegel.de/sptv/themenabend/0,1518,226833,00.html (alles zur Dokumentation inlusive Vorschau, siehe weiter unten im Text)

° Das Museum Yad Vashem über Oskar Schindler.
http://www.shoa.de/p_oskar_schindler.html

In diesem Sinne - "Wer nur ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt" (Zitat aus dem Thalmud).

Erstveröffentlichung meines Berichtes: 26.12.2002 bei www.ciao.de
Copyright Ilonka Liska.


Geschrieben am: 21. Mar 2003, 16:18   von: 15081965



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