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    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Frieden für Palästina/Israel.

Nachteile:
Es herrscht Krieg.




Wie das neue Israel entstand - Jetzt oder nie! (4)
Bericht wurde 1207 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 6 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Vorsicht Folge 4!

Das Thema habe ich in 12 Portionen unterteilt. Es handelt sich um eine Arbeit, die ich 1996 zusammen mit einem israelischen Freund (Journalist und Militärhistoriker) für den Bertelsmann-Verlag nach gründlichen Recherchen erstellt habe.

Der Umfang beträgt etwa 26 DIN-A-4-Seiten. Das Copyright, die Nutzungs- und Verwertungsrechte liegen bei uns - und zwar exklusiv.

Bisher im Netz veröffentlicht bei Hitwin im September 2001 und bei ciao im Oktober 2001. Bei anderen Netzanbietern nur in Teilen.

Um den Israel-/Palästinakonflikt und um die gegenwärtige Weltlage - insbesondere die Rolle der USA und die deutsche Involvierung - verstehen zu können, halte ich es für unerläßlich, der historischen Wahrheit im Zusammenhang mit der Gründung des Staates Isrel im Jahre 1948 auf den Grund zu gehen.

Hier geht's weiter:

Am 9.5.48 gingen die Kämpfe im Korridor weiter; diesmal gelang es den Flugzeugen einige Bomben über Beit Mahsír zu werfen, aber die Hügel entlang der Jerusalem-Straße wechselten mehrmals die Hände, und Rabins Kämpfer erlitten immer wieder Verluste.

Am Nachmittag stürzte der einzige mittlere Bomber des kleinen Luftdienstes ab; keiner der sechsköpfigen Besatzung überlebte. Der Angriff auf Safed verzögerte sich immer noch und Ben Gurion mußte einer Delegation von den Siedlungen am Toten Meer sagen, dass er ihnen weder Verstärkung noch schwere Waffen geben kann.

Auch um die innere Einheit im Yischúv gab es Sorgen: Innerhalb der Haganá war Ben Gurion seit einigen Wochen in einen Machtkampf mit seinen eigenen militärischen Führern verwickelt. Während sie an der Tradition des Untergrunds festhalten wollten, bedrängte er die Haganá immer stärker, sich völlig und schleunigst in eine reguläre Armee zu verwandeln.

Seit dem 3. Mai führte dies zu einer Führungskrise mit gegenseitigen Rücktrittsdrohungen sowohl von Ben Gurion als auch seitens der Abteilungschefs im Haganá-Stab. Den Chef der Landesführung der Haganá, Yisraél Galíli, versuchte Ben Gurion gar seines Amtes zu entheben – vergeblich; ein klares Zeichen für die Grenze von Ben Gurions Macht.

Außerhalb der politischen Autorität des Yischúv standen die zwei kleinen rechten Untergrund-Organisationen Étzel und Léhi , die eine wichtige Rolle beim Befreiungskampf gegen die Briten in der Mandatszeit spielten. Würden sie sich sang und klanglos dem neuen Staat unterordnen, oder würde es zu einem Bürgerkrieg mitten im Krieg kommen?

Den Étzel, mit etwa 2.000 Mitgliedern viel kleiner als die Haganá, hat der 35jährige Menahém Begin geführt; nur kurz zuvor, nach dem britischen Abzug aus Tel Aviv, ist er aus der tiefen Konspiration aufgetaucht: Mit dichtem Bart und schwarzer hassidischer Tracht gab er sich als ein ultrafrommer Jude, und konnte sie jetzt ablegen.

Begin erklärte wiederholt, daß er den Étzel zur Verfügung des neuen Staates stellen würde, lehnte aber vehement den Teilungsbeschlusses ab: Die Teilung war für ihn Verrat an das ganze Land Israel, und er verkündete dies in dem Étzel-Geheimsender immer wieder.

Während der Geheimverhandlungen über die Eingliederung des Étzel in der neuen Armee erweckte er manchmal den Eindruck, er würde seine Organisation als unabhängige bewaffnete Kraft weiter bestehen lassen. Er hatte am 26. April einen Großangriff von Tel Aviv aus auf Jaffa begonnen – ohne die Haganá zu informieren.

Ein Hinweis auf verborgene Absichten? Noch mühsamer ging es mit dem Léhi, mit etwa 500 Mitgliedern die kleinste und extremistischste Organisation: Der starke Mann im Léhis dreiköpfiger Führung, Yitzhák Schamír, war in Paris nach einer abenteuerlichen Flucht aus britischer Haft gelandet.

In Palästina gab es inzwischen immer wieder Reibereien zwischen Léhi und der Haganá, die Anfang Mai 1948 in einer Serie gegenseitiger Entführungen in Haifa mündete.

Nur die Besonnenheit und das Verhandlungsgeschick von Leví Schkolnik (bald hebraisiert Eschkól) verhinderten eine Eskalation, die auch womöglich in Blutvergießen enden könnte. Eschkól, ein stämmiger, energischer 53er und Ben Gurions inoffizieller Vize für alles Wirtschaftliche, war wohl die menschlichste Gestalt in einer Führungsgruppe von ernsten bis fanatischen Monomanen, und sicherlich der einzige mit einem Sinn für Humor.

Er wurde geschickt, um mit dem Léhi zu verhandeln, und erreichte die Freilassung aller Entführten. Inzwischen erledigte sein junger Assistent alle Aufgaben im Bereich Personal und Beschaffung, ein talentierter 25jähriger Parteisekretär aus der Jugendbewegung mit ernster Miene und dichterischen Ambitionen namens Schim’ón Perski (bald hebraisiert Péres). Demnächst wurde er mit der Verwaltung der neuen, noch kleinen Marine beauftragt.

Auch sie sollten alle Ministerpräsidenten des Staates Israel werden – aber zunächst mußten sie ihn mitbegründen.

Am 10. Mai 1948, während Scharét auf dem Weg nach Palästina war, schafften es Rabins Palmáh-Kämpfer, im Korridor die meisten beherrschenden Höhen südlich des Westteil der Jerusalem-Straße zurückzuerobern.

Das 4. Bataillon war bereits in den Kämpfen in Jerusalem ausgeblutet, wo Juden und Araber in Erwartung des britischen Abzugs um die Schlüsselstellungen in der Stadt gerungen hatten; es hatte 60 Gefallene und 140 Verwundete gegeben.

Jetzt mußte es stundenlang auf den eroberten Hügeln verharren und die wütenden Gegenangriffe Tausender von arabischen Dörflern abwehren, fast immer in Handgranatenweite, also aus höchstens 20 Meter Entfernung.


Geschrieben am: 12. Oct 2001, 21:21   von: Reve



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