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Übersicht > Medien > Bücher > Buchtitel > E > Engelsturm, der

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung



und ENDE!
Bericht wurde 1069 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

„Der Engelsturm“ ist der vierte und letzte Teil von Tad Williams Fantasy-Reihe über die drei großen Schwerter. Wiederum muß der Leser sich durch mehr als 800 Seiten kämpfen die er für € 9,90 erwerben kann. Die Reihe besteht aus folgenden Büchern:

Teil 1 – Der Drachenbeinthron
Teil 2 – Der Abschiedsstein
Teil 3 – Die Nornenkönigin
Teil 4 – Der Engelsturm

Wiederum wird der Leser mitten in die Handlung geschmissen, es ist also nicht sonderlich sinnig, diesen Teil als Einzelbuch zu kaufen, auch wenn man am Beginn eine Zusammenfassung der vorhergehenden Ereignisse findet.

Auch wenn das Buch wiederum temporeich geschrieben ist, finden sich im mittleren Teil einige Längen in denen mir zu viel Handlung in Träumen der Figuren spielt. Trotzdem gewinnt die Geschichte durch eine gewisse Eigendynamik der Ereignisse, die die Figuren einfach zum handeln zwingt. So finden sich alle Figuren im Zentrum des Sagenlandes Osten Ard wieder: der uralten Burg Hochhorst, die einst vor deren Vertreibung des Elbenvolkes deren Regierungssitz A’sua war. Der Ort ist nebenbei das symbolische Zentrum an der sich die für die Geschichte wichtigsten Ereignisse abspielten. Der Engelsturm ist wiederum das Zentrum der Burg.

Hier wurde vor langer Zeit der Sithi (eine Art Elbenvolk)-Prinz Ineluki wahnsinnig und starb im Kampf gegen die Menschen, woraufhin sich das Sithivolk in seine eigenen Welt zurückzog, um dort in Melancholie zu versinken. Mit Hilfe der Nornen (Verwandte der Sithi) erwacht Ineluki als Geisterwesen und will seine Burg zurückerobern. Auf dem Hochhorst regiert der mittlerweile komplett verrückte König Elias unter dem Einfluß von Ineluki und dem verbündeten fiesen Priester und Berater Pryrates, der wiederum seine eigenen Ziele verfolgt. Währenddessen kämpft sich Prinz Josua zum Hochhorst vor um seinen Bruder Elias zur Vernunft zu bringen – begleitet von einer Armee, die dem König abgeschworen hat. Von anderer Seite beschließen die Sithi in diesen Kampf einzugreifen – ist doch eigentlich Ineluki einer der ihren die wirkliche Bedrohung, die das Land mit Chaos, Sturm und Schnee überzogen hat. Von anderer Seite tauchen Simon, die Hauptfigur der Reihe und seine Geliebte Miriamel auf. Während außerhalb die Burg belagert wird, gelangen die drei großen Schwerter endlich in den Engelsturm. Die Zusammenkunft dieser drei Schwerter soll die Ankunft Inelukis verhindern.

Wiederum schön gemacht ist die Beschreibung der unzähligen Figuren, welche die ebenso zahlreichen Handlungsstränge bevölkern – auch wenn die Zahl der allein der Figuren, die entweder vollkommen oder wenigstens teilweise am Rande des Wahnsinns dahintreiben kaum noch zu überschauen ist. Hochhorst scheint die Zentrale des Irrenhauses Osten Ard zu sein. Interessant ist, daß der Leser endlich mehr von dem mysteriösen Sithivolk erfährt, die in den vorhergehenden Teilen meiner Ansicht nach leider ziemlich zu kurz kamen.

Tad Williams hat seine Geschichte vielfach im Zusammenhang mit alten Legenden um verstorbene Könige, Ritter, Weise und andere Gestalten Osten Ards geknüpft (dabei ein ganz klein wenig auf die Artus-Sage geschielt) und ist nun in der Verlegenheit die Andeutungen und Prophezeiungen der alten Erzählungen in der aktuellen Geschichte auszulösen, was ihm ziemlich gut gelingt, wenn er mir auch in mancherlei Beziehung zu dick aufträgt. Am Ende sind viele nicht mehr das, was sie zu sein schienen. Zu den gut gelösten Rätseln gehört aber die Erkenntnis über Simon und seine wahre Identität. Alles was darüber hinausgeht ist hart an der Grenze und wirkt zu weit hergeholt oder inkonsequent, als könne der Autor einige der Figuren einfach nicht sterben lassen, was aber wieder zur Folge hat, das diese störend im Wege stehen und irgendwie untergebracht werden müssen.

Auch der eigentliche Showdown mit Ineluki ging mir zu schnell und zu einfach. Der letzte Kampf ist typisch für Fantasyfilme oder meinetwegen auch für Indiana Jones, es passiert eigentlich nicht sehr viel neues. Trotzdem fehlt mir der letztes Kniff dabei. Noch simpler entledigt sich der Autor der fiesen Nornenkönigin Utuk’ku der Urururgroßmutter (Nornen und Sithi sind fast unsterblich) und Verbündeten Inelukis. Bums, ist ihre Macht weg und fertig. Für meinen Geschmack haben die Miesköppe allesamt einfach nicht zu richtig ihr fett weggekriegt, da wäre mehr drin gewesen!

Für Simon aber werden alle heimlichen Träume, die er selbst immer als Utopie abtat endlich wahr.

Letztendlich kann man aber für den ganzen Vierteiler nur eine Empfehlung aussprechen.


Geschrieben am: 10. Oct 2002, 21:40   von: Vampire-Lady



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