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Übersicht > Essen > Suppen > Maggi

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung



Suppenkasper goedefeld
Bericht wurde 1591 mal gelesen Produktbewertung:  k/a
Bericht wurde 6 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Hallo lieber Leser.

Was tut ein echter Norddeutscher, wenn ihm die Matjesbrötchen ausgehen, sein Magen ihm aber durch erhöhten Lärmausstoß überdeutlich signalisiert, daß es dringend Zeit wird, selbigen mit Nahrhaftem zu füllen?

Er kocht sich was leckeres.
Doch da liegt auch schon das Problem. Was kocht ein kleiner König, dessen Frau freitäglich dem Familienfrohsinn entsagend zu ihren Eltern entschwindet, um den dort lebenden Huftransportorganismen den Kuhsaft zu entlocken?

Nun, da kommt ihm das kleine bunte Päckchen Tütensuppe, welches er als Gastgeschenk bekommen hat, wie gerufen.

Nun muss man dazu sagen, daß es in Norddeutschland nicht unbedingt üblich ist, Tütensuppen für DM 1,79 als Gastgeschenk zu verschenken, aber es soll ja Leute aus dem Berliner Umland geben, die nicht wissen, daß der Norddeutsche sich lieber Matjesbrötchen oder Kieler-Sprotten schenken lässt.
Aber ich komme vom Thema ab.

Ich habe mich also entschieden, diese kleine Tüte mit Frühlings-Suppe (der Chinese sagt Flühlings-Suppe) zu vernichten, mir, sozusagen, durch den Kopf gehen zu lassen.

Doch schon in der Kochanleitung beginnen die Probleme. Man nehme einen Schneebesen...was? Ich muss mein Lexikon zur Hilfe nehmen, um festzustellen, daß es sich dabei nicht um den ... nein, ich bin keine Hausfrau und muss sowas nicht wirklich wissen. Ich suche also einen Topf (der soll sauber sein?...verd...) mit Deckel und den Griff mit dem Drahtgewusel.

Wichtig für Menschen wie mich ist natürlich die Kochanleitung, die nicht nur darauf hinweist, daß man den Inhalt und nicht den Beutel selber ins Wasser geben muss, sondern auch eine Kochzeit von nur fünf Minuten verspricht.
Im Prinzip muss ich aber nichts weiter tun, als den Beutelinhalt in kochendes Wasser einrühren und 5 Minuten kochen lassen. Das kann sogar ich!

Nun aber der Reihe nach:

Die Verpackung ist nicht nur schön bunt, sondern auch informativ.
So erfahre ich natürlich so kurz wie nötig, wie man sein Süppchen kocht und das dabei 4 Portionen (1 Liter) herauskommen sollen, also gerade genug für einen richtigen Norddeutschen Hunger.

Neben einem Kochtip aus dem berühmten Maggi-Kochstudio, den ich nicht beachte, denn dazu müsste ich Kohl putzen, erfahre ich auch, daß in der Suppe der sagenhafte Anteil von 10% Gemüse sein Unwesen treibt.
Zudem befinden sich mal wieder Dinge in der Suppe, die ich im ersten Moment keineswegs für Lebensmittel gehalten hätte, wie z.B. Weizendunst (Ich wusste biszu diesem Moment nicht einmal, daß es sowas gibt!), E631, E627 und Mononatriumglutamat. Da ich leider kein Lebensmittelchemiker bin, muss ich Euch die Erklärung für die Inhaltsstoffe schuldig bleiben.

Auch finde ich auf der Verpackung mehrere Telefonnummern, über die ich sowohl maggi als auch den Mutterkonzern Nestlé erreichen kann, um meine Fragen zu stellen oder einfach nur ein Rezept zu bekommen.
Das kann ich natürlich auch auf der Homepage von Maggi, die da lautet: www.maggi.de .

Aber nun zur Suppe.
In der Tüte, die innen durch eine Alu-Schicht gegen Nässe geschützt wird, finde ich kleine trockene Nudeln und viel Staub, der mit Trockengemüse (sagenhafte 10%, siehe oben) durchsetzt ist.
Jetzt fragt sich der interessierte User zu recht, wie die Suppe in Pulverform in die Tüte kommt.
Naja, Frau Maggi kocht zu Hause in ihrer Einbauküche die Frühlingssuppe vor und Herr Maggi hängt sie im Garten zum trocknen auf (die Suppe, nicht Frau Maggi!). Dann muss man die Suppe nur noch in die Tüten packen und diese zukleben. Eigentlich ganz einfach, oder?

Nun, inzwischen kocht mein Wasser und ich habe die Tüte, die sich im übrigen gut aufreißen lässt, schon geöffnet. Der Duft, der aus der Tüte kommt...nun eigenlich sollte das eine eigene Meinung wert sein...ist sehr würzig, um es einmal nett zu umschreiben.

Ich verbringe also nun den Tüteninhalt in das kochende Wasser, welches mir heute ausnahmsweise nicht angebrannt ist.
Sofort färbt sich der Inhalt des Topfes hellrotbraun. Ein hübsches und Appetit anregendes Rotbraun. Auch schwebt nun ein herzhafter Duft durch die Küche.
Der Blick in den Kochtopf jedoch ist ernüchtern. Die wahnsinnigen 10% verschrumpeltes Trockengemüse haben sich an der Suppenoberfläche gesammelt und stellen nun weniger als 2% des Suppeninhaltes dar. Ich bin begeistert und hole meine Lupe.
Das Trockengemüse wird jedoch im Laufe des Kochvorganges, den ich sehr inerresieert beobachte (Ich habe ja auch Hunger), zu einem ansehnlichen Feuchtgemüse (oder wie heißt das jetzt?).

Nun stoßen wir in die Tiefen der Frühlingssuppe vor.
Unter dem an der Oberfläche schwimmenden und sich mit gewürztem Wasser vollsaugenden ehemaligen Trockengemüse befindet sich eine dicke Schicht Nudeln, die natürlich auch mal trocken waren.
Daher empfiehlt Stiftung goedi-Test, den Inhalt während des Kochens gelegentlich umzurühren.

Die Würzmischung, natürlich auch staubförmig, hat das Wasser nicht nur in eine angenehme Farbe getaucht, sondern verwandelt es in ein zugegebener Maßen schmackhaftes Süppchen das durch die bereits erwähnten Zutaten zur Suppe wird.

Doch jetzt will ich es wissen!
Die 5 Minuten Kochzeit, die im übrigen nur die Zeit ab dem Einfüllen des Geschmackstaubes angibt, ist vorbei.
Je nach dem ob ein sauberer Topf vorhanden ist, dauert es bis zu 10 Minuten um die Suppe verzehrbereit zu haben.

Ich eile also zum Geschmackstest.
Rein optisch bietet sich mir ein leckeres Bild, auch wenn die Suppe recht dünn geraten ist. Hier sollte man bedenken, daß die Nudeln am Topfboden liegen. Nur dem Bild auf der bunten Tüte will sich das Original nicht anpassen. Hier ist der Computer mal wieder besser als das Original, will sagen, die Kelle auf dem Foto enthält mindestens 50% zum Verzehr geeignete Feststoffe...meine Suppenkelle nur 10%. Ob ich die Tüte lieber mitgekocht hätte, um den Anteil an Feststoffen zu erhöhen?
Egal, füllt Euch auf jeden Fall zu letzt auf, damit Ihr das Dicke bekommt.

Auch Geruchstechnisch ist diese Suppe in der Lage, meine Geschmaksnoppen zur Speichelproduktion anzuregen und dem Magen zu signalisieren, daß Rettung naht.

Doch jetzt, Löffel zum Mund und Kopf zu zum Genießen.

Ohhhhhh.....zu meinem Erstaunen kann man die Suppe essen, ohne sich Sorgen über die Folgeschäden zu machen.
Die Maggi-Frühlingssuppe erfreut meinen Gaumen mit einer herzhaften und dennoch leichten Kreation aus Nudeln, Gemüse (10% im Trockenzustand) und sehr leckerem Suppenwasser.

Ich kann mich jedoch nicht überwinden, mir einen größeren Vorrat der Suppe zuzulegen, da für mich immer noch ein deutlicher Unterschied zu einer frischen Suppe besteht und Maggi mir und meinem Magen ein völlig anderes Werbebild von der Suppe verspricht, als man real erreichen wird, dennoch bin ich nicht abgeneigt, dem Stress des Suppekochens zu entsagen und mir ab und zu eine Frühlingssuppe von Maggi zu gönnen.

Und eines noch, diese Suppe macht nicht dick, außer wenn man sie literweise zu sich nimmt, denn die 224Kcal. je Tüte sind nicht wirklich gefährlich, zumal der Durchschnittsdeutsche mit weniger als einem Liter Suppe pro Mahlzeit auskommen dürfte.

So, die Suppe ist weg und ich geh jetzt auf Klo...und dann hol ich mir ein Matjesbrötchen!...goedi


Geschrieben am: 31. Aug 2001, 15:17   von: goedefeld



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