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Übersicht > Games > Brettspiele > Brettspiele C > Carcassonne

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung



Spiel des Jahres 2001 – verdient?
Bericht wurde 1997 mal gelesen Produktbewertung:  k/a
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Um die Antwort gleich vorweg zu nehmen: meines Erachtens nicht wirklich (um’s mal mit den Worten der Jugend auszudrücken). Allerdings habe ich keinerlei Vergleichsmöglichkeiten da ich bisher keines der nominierten Spiele ausprobiert habe, nicht einmal eines aus der Auswahlliste, doch ich kann mir nicht vorstellen, dass keines dabeigewesen ist das ein wenig ausgetüftelter, komplexer oder einfach spannender ist.

Meine persönlichen Kriterien für ein gutes Spiel sind, zum einen dass ich ständig mit Denken und Tüfteln beschäftigt bin und zum anderen, dass ich mein Spiel stets mit der richtigen Taktik und Strategie aufbauen und kontrollieren kann und natürlich, dass ich meinen Mitspielern das Spiel zur Hölle machen möchte, denn tief in mir drin sitzt nun mal ein kleines Teufelchen das eine diebische Freude daran hat, wenn sich beim Spielen die Gemüter erhitzen und alle meine Mitspieler eine Stinkwut auf mich haben *freu*.

Hier ist die Grundidee von Carcassonne für mich schon mal sehr reizvoll, denn durch geschicktes Legen kann ich verhindern, dass meine Mitspieler ihr Ziel erreichen. Nun ist der richtige Zeitpunkt gekommen, die Regeln zu erklären:

Erst natürlich zur Ausstattung: diese fällt sehr sparsam aus was wiederum den Vorteil hat, dass das Spiel im Vergleich nicht sehr teuer ist.

Wir bekommen ein Spielbrett mit den Feldern 1 bis 50 das dazu verwendet wird, die Punkte der einzelnen Spieler zu kennzeichnen, denn es werden innerhalb des Spiels sofort einzelne Punkte für bestimmte Aktionen vergeben und dann nochmals in der Schlusswertung.

Wir erhalten 72 Lanschaftskarten, diese zeigen Stadtteile, Strassenabschnitte, Kreuzungen, Wiesenstücke, Klostergebäude oder mehrere der genannten.

Und natürlich die Spielfiguren in verschiedenen Farben für fünf Spieler, insgesamt acht Stück pro Farbe, einer davon wird auf die Wertungstafel gesetzt somit verbleiben sieben zum Einsetzen während des Spiels, wir nennen sie „Gefolgsmänner“.

Spielvorbereitung:

Die Startkarte ist fest vorgeschrieben, diese wird offen in die Mitte des Tisches gelegt. Die restlichen Landschaftskarten werden gemischt und in mehreren Stapeln verdeckt daneben gelegt. Das ist schon alles und es kann losgehen.

Spielablauf:

Wer an der Reihe ist führt folgende Aktionen aus:

- eine Landschaftskarte ziehen und anlegen
- einen Gefolgsmann setzen, wenn man möchte (man muss nicht)
- sofort werten, wenn die Aktion Punkte bringt.

Punkte bringen folgende Aktionen:

- eine Strasse fertigstellen
- eine Stadt errichten
- ein Kloster umschliessen oder
-
- einen Bauern an einer fertiggestellten Stadt haben, dies aber nur in der Schlusswertung.


Also wer eine Landschaftskarte zieht versucht sie an die bereits liegenden sinnvoll anzulegen. Sollte es einmal der Fall sein, dass dies nicht möglich ist wird das Plättchen komplett aus dem Spiel genommen.
Anlegen kann man jeweils natürlich sinnvoll: Strasse an Strasse, Stadt an Stadt, Wiese an Wiese. Manche Menschen haben ein wenig Schwierigkeiten damit, dies ohne Ausprobieren zu erkennen, dann dauert es ein wenig länger. Ein Anlegen Ecke an Ecke ist nicht zulässig, die Karte muss also immer anschliessen. Habe ich gelegt, kann ich mich zwischen den folgenden Möglichkeiten entscheiden, meinen Gefolgsmann einzusetzen:

- als Wegelagerer auf einer Strasse
- als Ritter in einen Stadtteil
- als Mönch in ein Kloster oder
- als Bauern auf einer Wiese.

Ich kann meinen Gefolgsmann allerdings nur auf das Plättchen setzen, welches ich gerade gelegt habe. Daraus ergibt sich natürlich auch meistens, als was ich ihn einsetzen kann.
Lege ich ein Plättchen, auf dem nur ein Kloster auf einer Wiese steht, kann mein Gefolgsmann natürlich auch nur ein Mönch oder ein Bauer sein. Habe ich keinen Gefolgsmann gesetzt, darf das aber auch kein anderer Spieler tun, denn es darf immer nur auf das gerade gespielte Plättchen gesetzt werden und dass ist in diesem Fall meines, also darf auch nur ich setzen.

Auch darf ein Gefolgsmann nur auf einer Strasse, einer Stadt oder einer Wiese eingesetzt werden, wenn dort noch kein anderer steht (gilt auch für meine eigenen Männer). Diese Regel wird dann interessant, wenn durch geschicktes Anlegen Strassen, Städte oder Wiesen miteinander verbunden werden. Bei einem Kloster kann dies nicht passieren, denn ein Kloster ist immer nur ein Plättchen gross.

Werden Strassen, Städte oder Wiesen verbunden, erhält der Spieler die Punkte, der die meisten Gefolgsmänner eingesetzt hat. Bei Gleichstand erhalten beide Spieler die Punkte.

Was bringen die Wegelagerer, Ritter, Mönche und Bauern?

Wegelagerer sitzen auf Strassen, die noch nicht abgeschlossen sind und bleiben auch so lange dort sitzen, bis das der Fall ist. Abgeschlossen ist eine Strasse, wenn sie an beiden Enden durch eine Kreuzung, eine Stadt oder ein Kloster endet. Dies kann auch der Fall sein, wenn ich gar nicht selbst dran bin, ein anderer Spieler also meine Strasse beendet. In diesem Fall erhalte ich für jedes Plättchen, auf dem meine Strasse verläuft einen Punkt den ich auf der Wertungstafel sofort vorgehe und mein Gefolgsmann kehrt in meinen Vorrat zurück.

Meinen, auf einer Stadt eingesetzten Ritter erhalte ich zurück, sobald eine Stadt fertiggestellt wurde. Ich erhalte dann für jeden Stadtteil wieder sofort pro Plättchen zwei Punkte, ist auf einem Stadtteil zusätzlich ein Wappen abgebildet erhalte ich auch hierfür pro Wappen zwei Punkte.

Für einen Mönch, der auf ein Kloster gesetzt wurde bekomme ich während des Spiels neun Punkte, sobald das Plättchen auf dem das Kloster abgebildet ist, voll umschlossen ist. Also auch pro Plättchen einen Punkt. Nach Umschliessen, aber nur dann, erhalte ich meinen Gefolgsmann zurück. Dies ist natürlich nicht so einfach, denn ich muss erstmal acht Plättchen legen und solange ist mein Gefolgsmann aus dem Spiel, aber neun Punkte auf einen Schlag sind ja auch nicht zu verachten. No risk, no fun.

Nun kommen wir zu den Bauern und die sind nicht ganz so einfach zu erklären. Einen Bauer darf ich auf eine Wiese setzen, aber nur dann, wenn auf dieser Wiese noch kein anderer Bauer sitzt. Dies gilt ja für die anderen Landschaftsteile wie Strassen und Städte auch, nur da ist es übersichtlicher. Wenn also ein Spieler einen Bauern setzen möchte sollte sofort überschaut werden, ob die Wiese noch frei ist. Mein eingesetzter Bauer bringt nur am Ende des Spiels Punkte, ich bekomme ihn also während des Spiels auch nicht zurück weshalb ich mir seinen Einsatz auch sehr gut überlegen sollte. Allerdings kann er mir eine Menge Punkte bringen, denn ich erhalte für jede fertiggestellte Stadt, die an die Wiese grenzt vier Punkte inder Schlusswertung. Da während des Spiels auch immer wieder Wiesen miteinander verbunden werden muss ich natürlich im Auge behalten, wieviele Bauern an die bereits fertigen Städte gesetzt wurden, denn auch hier erhält der Spieler die vier Punkte, der die Mehrzahl der Bauern auf den angrenzenden Wiesen besitzt. Bei Gleichstand erhalten wieder alle die Punkte.

Nochmal kurz zu den einzelnen Wertungen. Es wird während des Spiels immer sofort gewertet, wenn etwas fertiggestellt wurde. Natürlich schafft man es nicht, alle Strassen, Städte und Klöster fertigzustellen, daher werden in der Schlusswertung jeweils auch die angefangenen gewertet, jedoch nur mit einem Punkt. Die fetten Punkte erhält man hier für die Bauern, wie oben beschrieben pro Stadt vier Punkte.

Zu den Regeln war’s das jetzt auch eigentlich schon.

Die Taktik ist klar, ich versuche natürlich während des Spiels durch Einsatz von Wegelagerer, Ritter und Möch schon Punkte zu ergattern, allerdings steht mir nur eine begrenzte Zahl an Gefolgsmännern zur Verfügung so dass ich immer darauf achten sollte, mal wieder eine Strasse abzuschliessen oder eine Stadt fertigzustellen, damit ich Leute wieder abziehen kann. Natürlich erhalte ich für eine lange Strasse oder eine grosse Stadt mehr Punkte, aber die Frage ist, ob ich sie jemals fertig kriege, denn das wollen meine Mitspieler natürlich verhindern indem sie in meiner Nachbarschaft allerhand unpassende Plättchen ablegen, die es mir fast unmöglich machen, ein passendes für die noch offenen Felder zu ziehen.

Natürlich würde ich am liebsten auf jede Wiese einen Bauer setzen, damit ich nachher in der Schlussabrechnung einen Haufen Punkte kassieren kann, doch dann habe ich vielleicht keine Gefolgsmänner mehr und ziehe ein Kloster... das frustet und im nächsten Spiel habe ich immer einen Gefolgsmann über!

Ich denke, die Regeln und die Taktik sind klar, mehr fällt mir dazu auch nicht ein. Wie gesagt haut es einen nicht vom Hocker und ich frage mich, ob es sich lohnt ein Spiel zu kaufen, dass mit Carcassonne nominiert war? Denn wenn dieses Spiel die Auszeichnung „Spiel des Jahres“ erhält, was kann ich dann von den anderen erwarten? Vielleicht erklärt uns Harald Schrapers im Kommentarteil, was den Ausschlag für die Auszeichnung gegeben hat? Das wäre echt nett von ihm. Vielleicht hab ich auch den wirklichen Sinn noch nicht verstanden?

Als Vorteil könnte man anführen, dass die Regeln schnell erklärt sind und eigentlich keine Streitpunkte aufkommen können. Ich sehe das allerdings schon wieder als Nachteil, denn ich mag eben einfach komplexe Spiele bei denen man schon mal über etwaige Zweideutigkeiten diskutieren kann und gemeinsam die logischste Lösung erarbeitet.

Carcassonne ist nicht schlecht, aber auch nicht wirklich ein Reisser. Ein wenig Geschick braucht man schon, auf jeden Fall die Gabe räumlichen Vorstellungsvermögens und eine Spieleranzahl von mehr als drei, denn zu dritt ist es einfach nur langweilig.


Geschrieben am: 02. Sep 2001, 12:25   von: players-club



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