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Übersicht > Unterhaltung > Kinofilme > Action > James Bond - Stirb an einem anderen Tag

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
zum ersten Mal Pierce Brosnan, Halle Berry, u.v.m.

Nachteile:
2. Mal Surfen, unsichtbare Auto, Rick Yune




Pierce, NOW you’re James Bond!
Bericht wurde 1518 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Ich bin ein großer Fan von James Bond, aber lange habe ich mir Zeit gelassen, bis ich in sein neustes Abenteuer gegangen bin, sein 20. offizielles. Warum? Zum einen wollte ich mir vorher die Konkurrenz noch anschauen, nämlich „Triple xXx“, um den Herausforderer von Bond zu sehen. Dies lief für Herrn Bond aber harmlos ab, denn „Triple xXx war in meinen Augen eine herbe Enttäuschung, so dass Bond diesem Film kaum unterliegen konnte. Oder vielleicht doch? Immerhin habe ich einige äußerst vernichtende Kritiken über das neuste Abenteuer des Superagenten gelesen und dann gab es noch einen Makel, der für mich schon vorher feststand: Pierce Brosnan als James Bond. Mit ihm als Bond konnte und wollte ich mich einfach bis vor diesem Film nicht anfreunden. Er stritt in meiner internen Rangliste der Bond-Darsteller schon seit seinem ersten Abenteuer mit Opa-Bond Roger Moore um den Platz Nr. 5 in der Bond-Darsteller-Liste hinter Sean Connery, George Lazenby und Timothy Dalton.

Also war ich doch schon ziemlich kritisch eingestellt, doch ob diese Kritik berechtigt war, werdet ihr nun lesen dürfen.

I N H A L T
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James Bond (Pierce Brosnan) hat mal wieder einen schweren Auftrag zu erledigen. Er muss einen Waffen- und Diamanten deal sabotieren, an dem Colonel Moon (Will Yun Lee) aus Nordkorea beteiligt ist. Colonel Moon ist der Sohn von General Moon (Ken Tsang), des Führers von Nordkorea, dessen Interesse hauptsächlich in einer Aussöhnung mit dem „Bruder“ Südkorea liegt. Sein Sohn Colonel Moon selbst, verfolgt andere Ziele: Er will Südkorea erobern. Bond gelingt es den Deal zum platzen zu bringen, doch nach einer atemberaubenden Verfolgungsjagd, verbunden mit dem (scheinbaren) Tod von Colonel Moon, gerät Bond in die Gefangenschaft der Nordkoreaner. Nach 14 Monaten brutalster Folter wird er überraschend freigelassen, aber für einen hohen Preis: Er wird ausgetauscht gegen den Nordkoreaner Zao (Rick Yune), den er bei der o.g. Aktion schwer verletzt hat.

Bond’s überraschender Austausch hat einfache Gründe: Seine Vorgesetzten, allen voran M (Judi Dench) denken, dass er Geheimnisse an die Nordkoreaner verraten hat, und hatten Angst, er würde noch mehr verraten. Ihm wird daraufhin auch sein 00-Status, seine Lizenz zum Töten entzogen.

Doch Bond wäre nicht Bond, wenn er das auf sich sitzen lassen würde. Er bricht aus dem Krankenlager aus und macht sich auf die Suche nach Zao, denn zu Recht vermutet er, dass dieser weiß, wer der wirkliche Verräter in den Reihen des Mi6 ist. Die Spur führt ihn nach Kuba, wo Zao sich in einer fortschrittlichen Klinik einer Operation unterziehen lassen will, durch welche per DNA-Übertragung seine Identität komplett geändert werden würde. Dort trifft er auch zum ersten Mal auf Jinx (Halle Berry), die auch hinter Zao her zu sein scheint. Ihnen entkommt Zao noch einmal knapp, doch getrennt voneinander nehmen beide die Spur erneut auf, die sie nun zu dem reichen Diamantenbesitzer und Exzentriker Gustav Graves (Toby Stephens) führt. Zur Beobachtung von diesem ist auch schon Bonds Kollegin Miranda Frost (Rosamund Pike) eingeteilt, allerdings seit 3 Jahren ohne Ergebnisse.

Doch nun wo Bond und Jinx dort auftauchen, gibt es schnell Ergebnisse über Gustav Graves zu berichten, und einige davon sind sogar für einen hartgesottenen Agenten wie James Bond äußerst überraschend.

M E I N U N G
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Äußerlich entspannt saß ich in meinem Kinosessel, innerlich aber sehr aufgeregt: Wie würde das neueste Abenteuer von Mr. Bond werden, doch schon nach wenigen Minuten, passte sich meiner innerlicher Zustand dem äußeren an, denn die furiosen Anfangsszenen ließen mich erst einmal jede Zweifel und jede Kritikerstimme an dem neusten Bond-Abenteuer vergessen. Atemberaubende Verfolgungsszenen mit dem Hoovercraft konnten mich schnell begeistern und als nach dem ungewöhnlichen langen Vorspann Bond in Gefangenschaft geriet, setze der Film zu einem der Highlights in der Bond-Geschichte an.

Das Intro kam: Zum ersten Mal in der Bond-Geschichte läuft dabei das Intro nicht nur mit dem Titelsong und den sich in verschiedenen Elementen und anderen Dingen schlängelnden Mädels ab, sondern die Handlung setzt sich währenddessen fort. Meiner Ansicht nach sagenhaft sind die üblichen Elemente der Bond-Intros verknüpft mit den Folterszenen und dazu absolut passend Madonnas Titelsong. Ja, Madonnas Titelsong, über den man sicher geteilter Meinung sein kann, wenn man ihn solo hört, der aber zu diesen Sequenzen meiner Ansicht nach nicht nur perfekt passt, sondern diese noch einmal aufwertet.

Nach diesen ersten Momenten blieb mir schon etwas die Spucke weg, denn dieses Intro wird seinen festen Platz in der Bond-Geschichte haben, aber auch aus einem anderen Grund. Der von mir so vielgescholtene Bond-Darsteller Pierce Brosnan schauspielerte. Er läuft nicht mit der eiskalten Miene rum, die man von ihm bisher gewohnt war. Er bringt so erst einmal die Strapazen, die er erleiden musste in den Anfangsszenen glaubhaft rüber, aber auch danach setzt sich das ganze fort. Er ist nicht mehr der Super-Bond vorangegangener Filme, er macht Fehler und er zeigt Emotionen (was nicht ganz so neu ist), aber Pierce Brosnan gelingt es in meinen Augen zum ersten Mal diese Emotionen auch wirklich überzeugend rüberzubringen, so überzeugen wie vor ihm nur Connery, Lazenby und Dalton Emotionen und das (doch recht seltene) Leiden von Bond zeigten. Bei den Schauspielern Connery, Lazenby und Dalton, die alle großen Einfluss auf das Drehbuch nahmen war Bond keine perfekte Maschine und das kam auch gut rüber. Bei Moore und Brosnan war er bisher eine perfekte Maschine bzw. die Szenen, welche das widerlegen sollten, waren unglaubhaft geschauspielert (meiner Ansicht nach). Doch dies ist nun vorbei und Brosnan überholt damit in meiner Rangliste den Opa-Bond Moore.

Doch das ist nicht das einzige, wovon ich mich als Bond-Fan zu Begeisterungsstürmen hinreißen ließ. Fast wunderbar inszeniert sind zahlreiche Reminescenzen an die alten Bond-Abenteuer, das zeigt sich natürlich ganz deutlich in der Szene als Halle Berry aus dem Wasser steigt, eine fast 1:1 Kopie, der legendären Szene mit Ursula Andress, aber setzt sich in einer anderen Szene in meinen Augen noch besser fort. Wenn Bond zum ersten Mal auf den neuen Q (John Cleese) trifft und man dort allerhand Gegenstände aus den früheren Abenteuer, so den legendären Raketenanzug und die noch legendäreren Messerschuhe, die sofort Erinnerung an Bonds großartigste Gegnerin Lotte Lenya wach rufen.

Doch aus das Umfeld von Bond stimmt selten wie nie, allen voran Halle Berry, die ein selten selbstbewusstes Bond-Girl spielt. Sie lässt sich lange Zeit von Bond nix sagen, was früher undenkbar gewesen wäre, erst spät muss Bond sie retten (dann aber gleich zweimal) und sie bekommt ihren eigenen Showdown, was ebenfalls großartig inszeniert ist der doppelte Kampf Bond gegen einen Oberbösewicht und Halle Berry gegen die Handlangerin des Oberbösewichts, dabei immer wieder hin und hergewechselt zwischen diesen Kämpfen. Dies hat selten ein Bond-Girl gedurft. Aber noch in anderen Szenen schlägt Halle Berry eine neue Epoche der Bond-Girls an. Zum ersten Mal „benutzt“ ein Bond-Girl Bond (normalerweise läuft das ja anders rum ab), zum ersten Mal wird Bond ins Bett gezerrt und sie ist weg, als er aufwacht und zum ersten Mal in einem Bond-Abenteuer gibt es richtigen Sex auf der Leinwand. Bisher kam ja immer der Schnitt zur postkoitalen (schreibt man das so?) Szene, diesmal nicht. Ob das nötig war, ist natürlich fraglich, ich denke, es zeigt wenigstens wieder mal das Bond moderner geworden ist und dass man endgültig in anderen Zeiten angekommen ist (früher wäre eine solche Szene allein schon wegen der Sittenwächter und irgendwelchen Gruppen undenkbar gewesen).

Aber auch eine zweite Person im Umfeld von Bond sorgte bei mir für große Begeisterung. Der neue Q, und das hielt ich nicht für möglich. Schon als Assistent von Desmond Llewlyn machte John Cleese eine gute Figur, aber dass er den großen Llewlyn, den Rekord Bond-Darsteller nach dessen Tode wirklich ersetzen können würde, hielt ich für unmöglich, aber er überzeugte mich und brachte mit seinem eigenen britischen Humor und seiner etwas steifen Art doch eine ganze neue (den Film bereichernde) Seite ein.

Aber auch die Kulissen sind traumhaft, allen voran die bezaubernden Straßen von Kuba (wobei dieser Teil des Films in Spanien gedreht wurde, denn bei einer Drehgenehmigung für Kuba sagte Fidel Castro: „No“), die Eiswüste in Island oder die legendären Jaws-Wellen vor Hawaii in der Eröffnungsszene (die dem Zuschauer allerdings als Wellen vor Nordkorea verkauft werden).

Aber auch schwächere Szenen hat der neue Bond. Während die erste Surf-Szene noch atemberaubend ist (was sich auch damit zusammenhängt, dass diese mit echten Surfern und ohne Computer gedreht wurden), wirkt die 2. Surf-Szene von Bond auf Island doch in höchstem Maße lächerlich und auch unecht. Bonds neuestes Gadget und diesmal neben der bewährten Uhr auch einziges, sein Auto ist auch eher ein Kontra-Punkt als ein Pro-Punkt. O.K. Bond’s Autos konnten schon immer mehr, als man zu der Zeit erwartet hat, aber unsichtbar. Bitte, bleiben wir doch mal auf dem Boden, dass ist doch jetzt etwas zuviel des Guten.

Auch die Bond-Bösewichte können mich leider nicht 100% überzeugen, wobei auch keiner enttäuscht. Während Toby Stephens als schmieriger Exzentriker Gustav Graves noch am ehesten überzeugen mag (und zudem eine hervorragende Szene im Fechtkampf mit James Bond hat), fallen Rick Yune und Rosamund Pike doch etwas ab, wobei man bei beiden sagen muss, dass sie nicht schlecht sind, sondern dass sich einfach nur Licht und Schatten bei ihrer schauspielerischen Leistung zu stark abwechseln. Vor allem bei Rick Yune hätte ich es mir gewünscht, dass sein Hass auf Bond etwas stärker zum Ausdruck kommt.

Kameratechnisch kann das neuste Bond-Abenteuer dagegen wieder voll überzeugen. Dies liegt vor allem natürlich an dem hervorragenden Intro (s.o.), aber auch teilweise zwar abgekupferten (Matrix), aber nichtsdestotrotz den Film bereichernden Effekten.

Und auch die Story ist wieder ein klarer Fortschritt, so ließ sich der Bond zum einen zum Glück nicht von irgendeinen Anti-Bin-Laden-Welle mitreißen und zum anderen schafft es der Film auch, und das obwohl die „Bösen“ aus Nordkorea kommen auch, dass Nordkorea nicht als der Schurkenstaat hingestellt wird, als den in manche Leute aus kriegstaktischen Gründen unbedingt sehen wollen, sondern in diesem Film ist die Führung Nordkoreas eher auf einen Ausgleich mit dem Süden bedacht, braucht dazu aber die Unterstützung des Westens um sich gegen die Hardliner in den eigenen Reihen zu wehren. Aber auch sonst ist die Story vor allem äußerst spannend (schon mal ein klarer Pluspunkt gegenüber „Triple xXx“), actionreich ohne dabei ins lächerlich abzudriften (bis auf die wenigen Ausnahmen) und auch größtenteils für einen Bond-Film ungewöhnlich plausibel, wobei man hier sicher ein paar Abstriche machen muss, vor allem in 2 Punkten, so ist es doch etwas verwunderlich, wie auf Island nur bestimmte Elemente des Eispalastes schmilzen und genauso ungewöhnlich ist es, wie dem MI-6 die Identität des Spions in den eigenen Reihen so lange verborgen bleiben konnte.

Einen Punkt muss man noch sagen: Der Titel ist sowohl im Original als auch in der deutschen Übersetzung so beknackt wie selten ein James-Bond-Titel war.

Aber über diese wenigen negativen Dingen kann man geflissentlich hinwegsehen, da der Rest des Films viel Action und Spannung bringt und einen Pierce Brosnan, der sich in meinen Augen, jetzt auch wirklich James Bond nennen darf.

Actiongeladene 8 Punkte auf meiner 10er Skala!!!

D A T E N
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Titel Deutschland: James Bond 007: Stirb an einem anderen Tag
Originaltitel: Die Another Day
Genre: Action
USA/England, 2001, FSK 16, Laufzeit: 134 Minuten

Darsteller: Pierce Brosnan (James Bond), Halle Berry (Jinx), Toby Stephens (Gustav Graves), Rosamund Pike (Miranda Frost), Rick Yune (Zao), John Cleese (Q), Judi Dench (M), Michael Madsen (Damian Falco), Will Yun Lee (Colonel Moon), Samantha Bond (Miss Moneypenny), Colin Salmon (Charles Robinson), Lawrence Makoare (Mr. Kill), Emilio Echevarria (Raoul), Anna Edwards (Scorpion Girl), Ken Tsang (General Moon), Simon Andreu (Dr. Alvarez)

Regie: Lee Tamahori
Produzenten: Barbara Broccoli, Michael G. Wilson
Drehbuch: Neal Purvis, Robert Wade
Musik: David Arnold Titelsong: Madonna
Kamera: David Tattersall
Ausstattung: Ute Bergk, Peter Lamont
Schnitt: Andrew MacRitchie, Christian Wagner
Kostüme: Lindy Hemming

W E I T E R F Ü H R E N D E * I N F O R M A T I O N E N
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Offizielle Homepage: http://www.jamesbond.com

Internet Movie Database: http://german.imdb.com/Title?0246460

Online Filmdatenbank: http://ofdb.persephone.net-build.de/view.php?page=film&fid=28751

Deutsche Fanpage: http://www.jamesbondonline.de

© Björn Becher 2003


Geschrieben am: 04. Apr 2003, 11:43   von: Bjoern.Becher



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