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Übersicht > Karriere > Zeitarbeit

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
man sammelt Erfahrungen

Nachteile:
schlechte Bezahlung, häufig wechselnde Einsätze, wenig Betreuung




Moderner Sklavenmarkt oder Arbeitsplatz von heute
Bericht wurde 6552 mal gelesen Produktbewertung:  mangelhaft
Bericht wurde 4 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Hallo,

nun meine letzten Tage auf dem Zeitarbeitsmarkt scheinen gezählt und so möchte ich euch meine Erfahrungen hier niederschreiben. Nun das es sich um die recht große Zeitarbeitsfirma Randstad handelt kann man deutlich an der Kategorie erkennen.

Also los, wir begeben uns ins alte römische Reich genauer gesagt auf einem Sklavenmarkt. Dort können wir uns Sklaven aussuchen, die bestimmte arbeiten verrichten und das auch nur für eine bestimmte Dauer, denn dann sind sie entweder vom Hunger erschöpft oder sie rennen weg. In der heutigen Zeit heißt das Zeitarbeit oder auch neudeutsch Personalleasing. Nun anders als bei den Sklaven im römischen Reich hat man als sogenannter Zeitarbeiter ein paar Rechte und auch viele Pflichten, aber das unterscheidet sich nicht von einem „normalen“ Arbeitsverhältnis. Zeitarbeit bedeutet eigentlich nichts anderes als Firmen, deren Auftragslage plötzlich sehr gut geworden ist, das aber auf absehbarer Zeit nicht so bleiben wird, Personal zu überlassen, das dann diese Aufträge erledigen kann. Aber auch Urlaubs und Krankheitsvertretungen können durch solche Zeitarbeitsfirmen geschickt aufgefüllt werden, so das die Lücke die durch das Fehlen eigenen Personals nicht zu groß wird. Das war es dann eigentlich schon was an unter Zeitarbeit oder eben Personalleasing zu verstehen hat.

Sicher tauscht die Frage auf für wen dieses Konzept eigentlich besonders interessant ist. Da fallen mir, und meine Erfahrung zeigt das es so ist, zwei Personengruppen ein. Das sind zum einen die, die nichts gelernt haben oder ihre Lehre aus was für Gründen auch immer abgebrochen haben. Genau dieses Personal wird sehr häufig als Produktionshelfer eingesetzt, wo es dort leicht zu erlernende Tätigkeiten ausführt. Aber auch Berufsein- oder wiedersteiger können durch Zeitarbeit ihren Nutzen daraus ziehen. So ist es mit Hilfe der Zeitarbeitsfirma wesentlich leichter in bestimmter Unternehmen zu gelangen und dort kann man sehr viel Berufserfahrung sammeln, zumal die ständigen Wechsel der Einsätze einem schnell Einblicke in die verschiedenen Arbeitsabläufe der Betriebe gibt. Für alle anderen ist eine solche Arbeitsstelle nur bei einer gewollten Veränderung im Arbeitsleben sinnvoll, denke ich.

Wie fängt man aber bei einer solchen Firma im meinem Falle Randstad an ? Ja das war bei mir nicht ganz so einfach. Zuerst versuchte ich den modernen Weg über das Internet und schreibe eine Kurzbewerbung auf den Seiten von Randstad uns schickte sie auch ab. Danach passierte ein paar Tage gar nichts und so hatte ich das auch schon fast vergessen, als doch noch das Telefon für ein kurzes Gespräch klingelte. Thema dabei war eigentlich Flexibilität und Mobilität, zwei der wichtigsten Voraussetzung in diesem Geschäft. Die Stimme am anderen Ende sagte mir dann nur das sich die nächstgelegene Niederlassung sich mit mir in Verbindung setzen würde und einen Termin vereinbaren würde, was allerdings nicht passierte. Ob nun gewollt oder nicht ich kümmerte mich selber um die Sache und rief bei der Niederlassung an und schon hatte ich den gewünschten Termin. Nachdem meine Unterlagen gesichtet wurden, stand einer Einstellung eigentlich nichts mehr im Wege. Lächerlich nur das sich Wochen nach der Einstellung eine Mail in mein Postfach verirrte, die mir sagte das ich weiterhin für Randstad interessant bin und sie weiter nach einer Tätigkeit für mich suchten. Schon hier kam das Gefühl das die Leute nicht mit einander reden, aber ich ließ mich noch nicht beirren.

Der Arbeitsvertrag sieht aus wie jeder andere Arbeitsvertrag auch. Man ist also Angestellter bei Randstad und bekommt auch sein Geld von dort und nicht wie einige annehmen von der Firma, wo man seine Arbeit gerade verrichtet. Auch in Zeiten, wo man keinen Auftrag hat bekommt man sein Geld, nach den im Arbeitsvertrag festgeschriebenen Stunden, was nichts anderes heißt es werden 7 Stunden am Tag bezahlt, auch wenn man nicht arbeiten geht. Auch Überstunden ab der 40.01 Stunde in der Woche werden bezahlt und das mit einem Zuschlag von 25 %. Nachtarbeitszuschläge gibt es natürlich auch. Aber nun kommt die Stunde der Wahl.

So hat man bei Randstad die Wahl zwischen zwei Lohnsystemen. Das ein System sagt das man 30 Tage Urlaub hat, Vermögenswirksame Leistungen bekommt und 4 % des Jahresverdienstes als Bonus oder auch Weihnachtsgeld genannt.
Das andere System verzichtet auf VL und Bonus und man hat nur 21 Tage Urlaub. Bis dahin ist die Wahl noch recht leicht, aber dann kommt der Haken. Denn bei dem ersten von mir beschriebenen System ist der Stundenlohn geringer als bei dem anderen und das um etwa 10 Prozent. Meine Erfahrung zeigt, das es Sinn macht das zweite System zu nehmen wenn man mit dem Gedanken spielt nur kurzfristig bei Randstad zu bleiben, das andere hingegen für diejenigen die doch ein paar Tage länger bleiben wollen. Die Probezeit beträgt wie bei allen anderen auch 6 Monate. Einen Verpflegungszuschuß bei Abwesenheit von der Wohnung mehr als 8 Stunden bekommt man steuerfrei zu seinem Lohn. Die Bezahlung selber ist nicht das gelbe vom Ei, zumal wenn man bedenkt das die Unternehmen Zeitarbeit teuer bezahlen müssen.

Hat man sich also für ein Lohnsystem entschieden und den Arbeitsvertrag in der Tasche so geht es auch schon zum ersten Einsatz. Also man hat keine Zeit sich lange auszuruhen. Meist geht es direkt nach der Vertragsunterzeichnung zum arbeiten. Hier zeigt sich schon man muß recht flexibel sein. Meine Erfahrungen bei den Einsätzen reichen von sehr positiv bis hin zu sehr schlecht. Dort zeigte sich vor allem wer schon einmal mit Zeitarbeit gearbeitet hat oder nicht. So herrscht immer noch die Meinung vor das genau die Arbeiter den angestammten Personal die Arbeitsplätze streitig machen wollen. Nun ich kann sagen in keinem meiner Einsätze hätte ich auch nur mit dem Gedanken gespielt irgend jemanden seinen Arbeitsplatz wegnehmen zu wollen. Nun gerade große Unternehmen haben schon häufig mit Personalleasing zu tun gehabt und so wird man dort auch direkt eingewiesen, es wird einem gezeigt was zu machen ist. Andere Betriebe hingegen sind der Meinung man wüßte ja schon alles und eine Einweisung wäre überflüssig oder wird nur flüchtig gemacht. Hier zeigt sich wieder man sollte flexibel genug sein, sich schnell auf eine neue Situation einstellen zu können. Was mich persönlich ein wenig störte ist immer die Fahrerei. Nun ich hatte noch Glück und ich mußte nur selten weit weg, doch man sollte sich nicht auf sein Glück verlassen und so sind Entfernungen bis 100 km oder weiter nicht selten.

Sicherlich wissen so einige noch nicht wirklich wie man zu diesen Einsätzen überhaupt kommt. Naja das ist auch recht leicht geregelt, denn man muß nichts anderes machen als sich bei der Niederlassung erkundigen, was denn für einen anliegt. Dort allerdings so meine Erfahrung wird man einem genau das geben, was gerade frei ist egal ob das mit der Qualifikation übereinstimmt oder nicht. Häufig wird man sich unterfordert fühlen du nur selten habe ich Aufträge bekommen die mich forderten und somit auch Spaß machten. Nun besonders wichtig wäre eine Betreuung der Mitarbeiter, das endet allerdings bei kleinen Präsenten zu Weihnachten. Hat man ein spezielles Problem so wird zuerst geschaut ober ein Kunde etwas dagegen haben könnte, was ja auch legitim ist, denn Randstad ist kein Wohltätigkeitsverein. Was mich dabei aber immer wieder störte ist die Tatsache das man das deutlich zu spüren bekommen hat. Und genau das ist ein großer Kritikpunkt an Randstad. Von seinen Mitarbeitern wird Flexibilität verlangt aber die Struktur selber im Innendienst lässt eine solche kaum zu. Was meine Betreuung in Einsätzen angeht so kann ich in meinem Fall ein mangelhaft vergeben. Ja einmal war ein Disponent am Arbeitsplatz, aber auch nur weil der Kunde sich beschwert hatte, ansonsten hat sich bei mir nie jemand blicken lassen auch nicht wenn die sowieso im Haus waren. Auch hier sieht man erst der Kunde dann der Mitarbeiter. Das allerdings führt schnell zu einer Unzufriedenheit, die sich dann aber auch auf die Arbeitsleistung niederschlagen wird. Diese Unzufriedenheit wird dann versucht durch gemeinsame Veranstaltungen wieder wett zu machen, was allerdings nur teilweise gelingt, denn viele Mitarbeiter, so auch ich, verspürten gar kein Verlangen mehr an solchen teilzunehmen.

Was mir da noch einfällt ist die Weiterbildung. Weiterbildung damit wirbt Randstad, aber in meinem halben Jahr Tätigkeit bei dieser Firma war die einzigste Weiterbildung mit dem Thema „Wie verhalte ich mich bei dem Kunden“

So sollte jemand mit dem Gedanken spielen bei Randstad anzufangen noch ein paar Tipps in Kurzfassung:

1. Lohnabrechnung überprüfen
Meine Lohnabrechnung war nun in 6 Monaten 2 mal offensichtlich falsch, was ich schon mehr als lächerlich empfinde. Man verlangt korrekte Arbeit und so verlange ich auch eine korrekte Abrechnung. Hier wird es auch keine Diskussionen geben, von diesem Standpunkt wird mich keiner abbringen.

2. Arbeitsvertrag
Mein Arbeitsvertrag enthielt einen Fehler und zwar war die Probezeit falsch angegeben, was auch unverzeihlich ist, denn dieses Dokument ist ja die Grundlage für die Arbeit die man zu verrichten hat.

3. Zuschüsse
Zuschüsse für Fahrten oder Verpflegung sind grundsätzlich verhandelbar. So kann man bei weiteren Entfernungen schon einmal danach fragen. Freiwillig rücken sie gar nichts raus, das würde ja den nicht gerade geringen Gewinn schmälern.

Fazit
Also wie auf dem Sklavenmarkt im alten Rom habe ich mich wirklich dank Tarifvertrag mit Verdi und Betriebsrat nicht gefühlt, aber ich habe mich auch nicht wirklich wohl gefühlt in dem Laden zumal man immer wieder zu spüren bekam man ist nur der, der die Arbeit macht, denken solle man besser anderen überlassen. Das wurde nicht so direkt gesagt aber so das man es verstehen konnte. Die Fehler und Unzulänglichkeiten sind dem Marktführer auf dem Gebiet der Zeitarbeit in Deutschland alles andere als würdig. Man sollte schon soviel Erfahrung mitbringen das so etwas nicht passiert. So kann ich auch keine Empfehlung aussprechen und die Bewertung ist auch nicht sonderlich gut. Mag sein das es sich hier um Einzelfälle handelt, aber aus vielen Einzelfällen wird ein Gesamtbild, was alles andere als gut ist.

mfg
Traxdata


Geschrieben am: 18. Feb 2003, 01:39   von: traxdata



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