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    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Bewußteres Essen.

Nachteile:
Meine Lactose Intoleranz.




Chaos im Darm. (Lactose Intoleranz)
Bericht wurde 12599 mal gelesen Produktbewertung:  ungenügend
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Lactose Intoleranz
„Chaos im Darm“


EINLEITUNG.
Magenschmerzen, Darmkrämpfe und Durchfälle sind Symptome, die eine Darmgrippe signalisieren können. Unangenehme Zustände, die mich oft beglückt haben – Zeiten, die mich gezwungenermaßen oft auf meiner Toilette oder in meinem Bett verweilen ließen. Eine vom Arzt eindeutig festgestellte Infektion meines Darmes. Ein Zustand, der sich für gewöhnlich nach einiger Zeit und mit ärztlicher Behandlung wieder legt.

Übelkeit und Durchfall stellen sich ein, was Essen weniger gut ist oder weil bestimmte Bestandteile der Nahrung nicht vertragen oder verdaut werden können: Das Essen kann zu fett sein oder der Darm kann einen Bestandteil der Nahrung nicht verarbeiten. Milchzucker ist es in meinem Fall.

Oder es sind Bestandteile dabei, die nicht verdaut werden können; dieser Bestandteil hat einen Namen: Lactose - Milchzucker, der im Dünndarm während der Verdauung nicht gespalten werden kann. Dieses milchzuckerspaltende Enzym namens Lactase ist zu gering vorhanden oder es fehlt, und verursacht bei Nahrungsmitteln, in denen Milchzucker vorhanden ist einen Reizdarm – Magenschmerzen, Durchfälle, Darmkrämpfe, heller Stuhl und Übelkeit sind die Folge. Die Toilette wird zum häufigen Aufenthaltsort und der Darm rührt sich und schmerzt, auch wenn nichts mehr geht ist dauernd das Gefühl da, dass trotzdem noch Stuhl nachkommt, weil es der durch Milchzucker (Lactose) gereizte Darm signalisiert. Ein Ausnahmezustand.


*** Schleichend hat bei mir die Lactose Intoleranz begonnen. ***

Anfangs waren es nur leichte Magenschmerzen, die ich auf meinen beruflichen Stress zurückführte. Nach und nach musste ich häufiger auf die Toilette, kein auffälliger Stuhl, keine Schmerzen. Dann plagten mich Durchfälle - speziell nach dem Genuß von Lebensmitteln, in denen sich Sauerrahm befand – den konnte ich bei Kochen und Essen weglassen. Meine Darmtätigkeit normalisierte sich für einige Zeit. Stutzig wurde ich, als ich nach dem Genuß von diversen Käsesorten Beschwerden (Magenschmerzen, schmerzhafte Blähungen) bekam und sich mein Stuhl nach dem Genuß dieser Nahrungsmittel in ein helles Braun färbte – kein Durchfall. Ich reduzierte meinen Käsegenuß schweren Herzens – hart für einen Käseliebhaber. Die Symptome legten sich, alles normalisierte sich.

Magenschmerzen und Darmbeschwerden mit Durchfall häuften sich, sogar Kaffee mit ganz wenig Milch haben nach und nach begonnen, mich zu plagen – eine so häufige Darmgrippe konnte ich mir nicht vorstellen. Ein Kaffee mit einigen Tropfen Milch veranlasste schon ein Chaos in meinem Darm: Ich konnte mich kaum mehr als einige Meter von der Toilette fortbewegen, schon eilte ich wieder dorthin: Durchfall, Schmerzen im Bauch – Darmkrämpfe. Grauenhaft. Ein Zustand, der sich über einige Jahre eingeschlichen hatte und schlimmer wurde. Müdigkeit stand an der Tagesordnung, ich konnte immer nur schlafen. Egal wie lange ich geschlafen hatte, ich war immer müde.

Meine Verzweiflung ließ mich bei meinem Arzt vorsprechen und ihm meine Sorgen erzählen – ich wusste nicht mehr weiter. Er äußerte den Verdacht auf Lactose Intoleranz und veranlasste einen Atemtest: Zu diesem Atemtest erschien ich an diesem Tag nüchtern (ohne etwas gegessen zu haben. Ähnlich wie beim Alkotest (ein ungewöhnlicher Vergleich, vom Prinzip her jedoch der beste) musste ich in ein Röhrchen blasen, um einen Nüchternwert meiner Atemluft zu erhalten. Danach bekam ich einen Krug, mit einem halben Liter Wasser, dem Milchzucker (Lactose) beigemengt wurde.
Zwei Stunden lang musste ich nun im Intervall von einer halben Stunde wieder in dieses Röhrchen blasen. Nach der ersten halben Stunde veränderte sich der Wert dieses Testes nur unmerklich, doch ich merkte, dass mein Magen und mein Darm zu schmerzen begannen. Kurz bevor ich zum zweiten Test zum „ins Röhrchen blasen“ wieder erscheinen wollte, musste ich auf die Toilette laufen – mit Müh und Not schaffte ich es dorthin. Grauenhafte Schmerzen und starker Durchfall; die gesamte Menge Wasser mit Milchzucker hatten meinen Darm auf Hochtouren gebracht – mit mehr als zehn Minuten Verspätung erschien ich wieder, um das nächste Mal meinen Atemtest zu machen. Der Wert war sprunghaft angestiegen. Bis zum Ende der zwei Stunden war der Wert weiter gestiegen. Meinem Arzt teilte ich mit, dass mein gesamter Bauchraum schmerzen würde – und kombinierte noch nicht, dass dies vom Milchzucker stammen könne. Auch berichtete ich ihm, dass starker Durchfall - kurz nach dem Trinken des mit Milchzucker versetzten Wassers – eingetreten war. Die Verdachtsdiagnose hatte sich nun bestätigt und ich hatte Klarheit.

Der Milchzucker löste dieses Chaos in meinem Darm aus. Ein Bestandteil, der nicht nur in Milch oder Käse vorhanden ist, sondern in allen Milchprodukten wie Joghurt, Topfen, Sauerrahm. Auch in Schokolade und Eis; Produkte die mir meine Darmbeschwerden verursachten – auch die anfänglichen Magenschmerzen, die ich auf Stress zurückführte.


*** Die Ernährung. ***
Für die Lactose Intoleranz, auch Pseudoallergie genannt (weil das milchzuckerspaltende Enzym Lactase fehlt), hat mir mein Arzt einen Diätplan mitgegeben. Hier stehen alle Produkte, die ich in meinem Fall streng vermeiden soll: Milch, Haltbarmilch, diverse Käsesorten, Schoko- und Eisprodukte, Fertigprodukte sind tabu (Packerlsuppen, Suppenwürfel, Fertiggerichte im Packerl, Nahrung aus der Dose – alles, das was ich so gerne gegessen habe), sehr viele Sorten von Wurst – die Liste ist ewig lang.

Mittlerweile reagiert mein Darm auch auf die Suppenwürze Maggie mit Krämpfen und Durchfall. Ca. zwei "Spritzer" dieser Würze in die Suppe reichen, um das Chaos in meinem Darm auszulösen.

Ein Lichtblick für mich:
Es gibt jedoch zwei Käsesorten, die ich auf Grund des geringen Milchzuckeranteiles essen darf: Tillsitter von Woerle und Bergbaron von Traungold – 10 dag darf ich in der Woche genießen.

*** Folge. ***
Ich halte mich sehr streng an meinen Diätplan und lebe seither schmerzfrei, ohne Durchfall und habe keinen Reizdarm mehr, auch kein Sodbrennen. Die Umstellung war eher heftig, denn alle Lebensmittel, die ich vor meiner Diagnose (bevor der Darm auf Milchzucker gereizt reagierte) essen durfte, sind tabu. Bei diversen anderen Lebensmitteln gucke ich mittlerweile nach, ob bei den Inhaltsstoffen Milchzucker angeführt ist. Ist das nicht der Fall, dann esse ich dieses auch nicht. Einigen Nahrungsmitteln ist dieser Bestandteil jedoch beigemengt und nicht angeführt. Bei Unsicherheit bleibt mir die Entscheidung: Probieren geht über Studieren. Bei einer Reaktion (Sodbrennen, Magenschmerzen, Darmkrämpfe, Durchfall) ist für mich der Fall dann klar. Mit einiger Erfahrung lernt man recht schnell, auch unbeschriftete Lebensmittel richtig einzuschätzen.

In meiner Küche gibt es seit dem nur noch selbst gekochtes Essen ohne Zusätze von Packerln. Sehr vorteilig, denn ich überlege mir sehr genau, was ich esse – vor allem wann und wie. Gemüse gibt es seither sehr viel. Einige Kilos überflüssigen Körpergewichtes haben sich seit meiner Diagnose vor einem Jahr dauerhaft von mir verabschiedet – sehr zu meiner Freude.

Essen wir, mein Mann und unsere Freunde, in einem Gasthaus, dann bin ich bei der Auswahl meines Menüs sehr vorsichtig – notfalls bestelle ich Salat ohne Dressing (in den meisten Dressings sind milchzuckerhaltige Zutaten dabei) mit der Bitte nach extra Öl und ein wenig Salz, kein Essig – ist mir zu sauer.

Eines ist meinem Mann und unseren Freunden, seit der Ernährungsumstellung, aufgefallen:
Ich esse sehr scharf. Chilli ist mittlerweile mein Lieblingsgewürz geworden!

Calcium, wichtig für den Knochenbau, ist in Milch und Milchprodukten enthalten – durch meine Diät führe ich dieses Calcium nicht auf herkömmlichem Weg meinem Körper zu. In regelmässigen Abständen gibt es als Ersatz Brausetabletten, die mir grauenhaft schmecken.


*** Das Ende. ***
Vor meiner Diagnose hatte ich keine Ahnung von Lactose Intoleranz, ich kannte auch keinen Menschen mit diesem Phänomen. Alles, was ich in meinem Bericht verarbeitet habe, ist Eigenerfahrung und das was ich von meinem Arzt erfragen konnte.

Diesen Bericht habe ich geschrieben, weil:
* ich die Lactose Intoleranz für mich verarbeitet habe.
* ich mit diesem Bericht vielleicht auch anderen Betroffenen mit meiner Erfahrung helfen kann.
* ich mit diesem Bericht auch anderen vielleicht erklären kann, was Lactose Intoleranz ist und wodurch sie hervorgerufen wird.

Hinweis:
Hier ein Gesamturteil abzugeben war etwas schwierig, da es sich hier um eine Darmerkrankung handelt.

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Ein Bericht von FERNSTEUERUNG.

(Diesen Bericht habe ich auch bei Yopi mit dem gleichen Nickname Fernsteuerung veröffentlicht)



Geschrieben am: 01. Jan 2007, 22:40   von: Fernsteuerung



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