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Vorteile:
Wir brauchen Ausländer!

Nachteile:
Ausländer brauchen uns!




Angst vor fremden Menschen
Bericht wurde 7327 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 7 mal kommentiert Berichtbewertung:  nicht bewertet

oder: Drei grundlegende Irrtümer und die Tatsachen ...

(Dieser Beitrag ist weder raubkopiert, noch abgeschrieben. Er ist mir aus "meiner eigenen Feder geflossen". Die Fakten habe ich der Zeitschrift 'Publik-Forum', den Veröffentlichungen des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), der Industrie- und Handelskammer Freiburg, entsprechenden Verlautbarungen des DGB, seiner Teilgewerkschaften und dem Statistischen Bundesamt zu verdanken.)

Eine Stellungnahme eines Users bei ciao hat mich auf die Idee gebracht, mal die Fakten zu sondieren, die das Verhältnis Deutsche/Ausländer in der Bundesrepublik Deutschland tatsächlich bestimmen.

Ich möchte damit einen Beitrag zur Versachlichung und Verständigung leisten. Fakten sind zwar immer unterschiedlich interpretierbar, aber wer sie ignoriert, die Augen vor ihnen verschließt und nur aus dem Bauch heraus argumentiert, kann nicht überzeugen - jedenfalls mich nicht - auch nicht am Stammtisch...


1. Irrtum - DAS BOOT IST VOLL!

2. Irrtum - AUSLÄNDER SIND KRIMINELL!

3. Irrtum - AUSLÄNDER NEHMEN DEUTSCHEN DIE ARBEITSPLÄTZE WEG UND PLÜNDERN UNSERE SOZIALKASSEN!


Zu 1. DAS BOOT IST VOLL !

Ungefähr 7,5 Mio Äusländer ohne deutsche Staatsangehörigkeit leben z.Zt. in unserem Land. Der Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt bei 9 % . Die Bundesrepublik liegt damit im oberen Drittel innerhalb der EU, aber lange nicht an der Spitze. In den vergangenen Jahren ist der Zuzug von Asylbewerbern stark geschrumpft. 1997 kamen etwa 100.000 - der niedrigste Stand seit 1988. Die Zahl der eingewanderten Spätaussiedler (vornehmlich aus Russland und den Anrainerstaaten) ist ebenfalls stark rückläufig und hat sich aufgrund der strengeren Auswahl in den Herkunftsländern auf etwa 150.000 pro Jahr eingependelt. Die dritte ist die kleinste Gruppe, nämlich die der EU-Ausländer (EU-Recht der Freizügigkeit, das auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit beruht) und der Menschen, die zur Familienzusammenführung einwandern dürfen.

Die deutschen Wirtschaftsverbände liegen der Regierung, dem Parlament und der Öffentlichkeit in den Ohren mit der Forderung, pro Jahr mindestens 400.000 Einwanderer ins Land einwandern zu lassen, um die globale Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu sichern, denn die Deutschen überaltern (Fortschritt der Medizin) und werden weniger (Trend zur Kinderlosigkeit od. 1-Kind-Familie). Die von der Wirtschaft geforderte Zahl wird zwar knapp erreicht, aber die ernst zu nehmenden Prognosen für die nächsten 10 Jahre über den Bedarf an Zuwanderern gehen steil nach oben.

Die Zahlen über 'illegale Einreisen' sind allesamt spekulativ. Aber eines steht fest: Dieses Etikett kriminalisiert Flüchtlinge. Wegen der Abschottung der deutschen Ostgrenze und der EU-Außengrenzen haben diese Menschen keine Chance, legal nach Deutschland zu kommen. Schuld daran ist die sogenannte 'Drittstaatenregelung' im deutschen Asylrecht, nach der jemand, der über eines unserer Nachbarländer einreisen will, - bei fehlendem Visum - sofort dahin zurückgeschickt wird.

Von dort werden die Betroffenen in den meisten Fällen sofort ins Herkunfts- und/oder Verfolgerland abgeschoben. Das betrifft Kurden aus der Türkei, ebenso Frauen aus Afghanistan oder Dissidenten aus China - und viele andere mehr.


Zu 2. AUSLÄNDER SIND KRIMINELL !

Nackte Zahlen verschweigen die Ursachen. Das ist nunmal ein Charakteristikum von Statistiken.

Verschiedene Studien beschreiben die Lage allerdings so: Die Ausländerkriminalität ist rückläufig und heute auf dem niedrigsten Niveau seit 1989/90 angelangt. Trotzdem tauchen Menschen ohne deutschen Paß zwei- bis dreimal häufiger als es ihrem Bevölkerungsanteil entspricht in unseren Kriminalitätsstatistiken auf.

Das gilt auch, wenn man/frau Delikte unberücksichtigt läßt, die Deutsche gar nicht begehen können (z.B. Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht). Der Grund dafür liegt m.E. nicht in der anderen Mentalität oder gar an deren 'fremden Blut', sondern an den sozialen Bedingungen, unter denen diese Menschen unter uns leben müssen.

Die Gefahr straffällig zu werden steigt mit der Zugehörigkeit zu einer der folgenden Risikogruppen: Jung sein, Mann und ohne Arbeit, sowie ohne sicheren Aufenthalt zu sein. Genau dies aber trifft aber für die Mehrheit asylsuchender Ausländer in unserem Land zu: Sie sind vorwiegend jung, männlich, ohne Arbeit und sicheren Aufenthalt.

Mindestens ein Faktor kommt noch hinzu: Wer 'fremdländisch' wirkt, wird argwöhnischer beäugt und eher erwischt als andere.

Wären also Nichtdeutsche sozial und wirtschaftlich besser integriert, wären sie auch nicht krimineller als Deutsche. Die besondere Anfälligkeit für Straftaten bei hier aufgewachsenen Ausländern ist - nach den oben genannten Studien - auf Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt und auf das Gefühl, ausgegrenzt zu sein, zurückführbar.

Problematisch ist in diesem Zusammenhang die starke Beschneidung der Bundes-, Landes- und kommunalen Mittel (Eingliederungshilfen) für Spätaussiedler. Diese Reduzierung der Mittel zur Integration jugendlicher Spätaussiedler führte in den letzten Jahren zum deutlichen Anstieg der Jugendkriminalität, der im wesentlichen dieser Risikogruppe zugeschrieben wird.


Zu 3. AUSLÄNDER NEHMEN DEUTSCHEN DIE ARBEITSPLÄTZE WEG UND PLÜNDERN UNSERE SOZIALKASSEN !

Für Asylbewerber, die nach dem 15.05.1997 in unser Land eingereist sind, gilt ein striktes Arbeitsverbot. Einen Arbeitsplatz erhalten sie nur dann, wenn die Arbeitsämter - nach einer sechswöchigen Prüfung - festgestellt haben, dass für die entsprechende Tätigkeit kein Deutscher oder EU-Ausländer in Frage kommt. Im selben Zuge wurde die Sozialunterstützung für Flüchtlinge weit unter das für deutsche Sozialhilfeempfänger geltende Existenzminimum gedrückt.

Die Gleichung: Weniger Ausländer = weniger deutsche Arbeitslose, geht so nicht auf, denn die Zugewanderten sind selbst am stärksten betroffen: Mit rund 22 % ist die Arbeitslosenquote unter ihnen mehr als doppelt so hoch, wie die der Deutschen. Zudem konkurrieren Deutsche und Ausländer selten in denselben Tätigkeitsbereichen.

Ausländer arbeiten in einem wesentlich höheren Maße im industirellen Bereich als Deutsche, die zunehmend in besser dotierte Dienstleistungssegmente drängen. Geht es um die weniger qualifizierten Tätigkeiten, konkurrieren zwangsläufig die Zuwanderer eher mit ihresgleichen als mit den Deutschen.

Als gravierendes Problem aber haben sich die illegalen Beschäftigungsverhältnisse entpuppt. Geschätzt wird die Quote der zugewanderten Schwarzarbeiter (vornehmlich im Bau-, Hotel- und Gaststättengewerbe) auf mehrere hunterttausend pro Jahr. Diese - schnell zu Sündenböcken abgestempelten - 'schwarzen Schafe' sind aber eher Opfer, denn sie sind ohne Aufenthaltsrecht und Arbeitserlaubnis, sie arbeiten für Minilöhne oft unter menschenunwürdigen Bedingungen.

Bei Entdeckung durch die Behörden werden sie umgehend abgeschoben, während die Arbeitgeber mit einem Bußgeld davonkommen. Gegen ein konsequentes Gegensteuern stehen sogar Interessen der deutschen Wirtschaft (In diesem Zusammenhang ist das in Bonn kursierende Gerücht interessant, dass ein pünktlicher Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin ohne illegale Arbeitskräfte nicht gelungen wäre ...).


Andere Aspekte sind m.E. auch noch bedenkenswert:

- Etwa 30 Milliarden Mark mehr an Steuern und Sozialabgaben zahlen Ausländer in Deutschland in die Sozial- und Finanzamtskassen als sie 'verbrauchen'. Jeder Bundesbürger wird dadurch um 400 DM jährlich entlastet. Rechnerisch haben Ausländer damit den Solidaritätszuschlag mitbezahlt.

- Nichtdeutsche schaffen Arbeitsplätze in unserem Land: Ca. 270.000 ausländische Selbständige beschäftigen rund 450.000 Arbeitskräfte - darunter fast 100.000 deutsche ArbeitnehmerInnen.

- Aus dem gesamten EU-Bereich schicken Zuwanderer z.Zt. jährlich etwa 50 Milliarden DM in ihre Heimatländer, um ihre Angehörigen zu unterstützen. Das macht fast die Hälfte der Entwicklungshilfe der reichen europäischen Industrieländer für unterentwickelte Staaten aus. Das ist ein wichtiger Beitrag, um die Fluchtursachen und das Einwanderungsbegehren zu dämpfen.

Soweit mal ein paar Fakten, die zur Versachlichung der Diskussionen um Ausländer in Deutschland und um die 'Green-Card' für Nicht-EU-IT-Fachkräfte beitragen können.

Übrigens: Ich koche, esse und trinke gern deutsch und ausländisch. Ich trage Kleidung aus verschiedenen Ländern. Meine Möbel stammen nicht alle aus Deutschland (siehe z.B. IKEA). Ich fahre einen japanischen Kleinwagen. Bin jedes Jahr des öfteren Ausländer in einem meiner Urlaubsländer. Ich rechne mit arabischen Zahlen, schreibe mit lateinischen Buchstaben - wie man/frau sieht - und zähle zu meinem Freundeskreis einige Menschen 'fremdländischer' Herkunft.

Auf nichts von alledem möchte ich verzichten. Für sie und Euch, werte UserInnen, habe ich diesen Beitrag geschrieben.

Die Frage, ob dieser Beitrag hier richtig platziert ist, möchte ich bejahen, denn es geht hier doch m.E. auch eindeutig um das Deutschlandbild im Ausland allgemein (Wissenswertes) und um umfangreiche Dienstleistungen aller Art, die wir Deutschen den Ausländern in unserem Land zu verdanken haben als MitbürgerInnen oder als Gäste. 'Schwarze Schafe' gibt es allerdings in allen Völkern und Meinungsplattformen - oder?


Geschrieben am: 25. Feb 2003, 01:05   von: Reve



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