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Übersicht > Games > Kartenspiele > Skat

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
spannend, unterhaltend, leichter, als die Meisten denken!

Nachteile:
kann zur Sucht werden (fg)




Rosi läßt die Hosen runter und haut auf den Tisch!!!
Bericht wurde 3435 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 4 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Das war kein Quatschcommedy, sondern mein völliger Ernst. Jetzt schreibe ich (als Frau) auch einmal über das Kartenspiel „Skat“. Vielleicht bin ich sogar fähig, denen, die dieses Spiel nicht kennen zu lernen. Stellt euch jetzt mal imaginär vor, ich sei ein Mann (aber bitte keine Geschlechtsumwandlung – nein?). Und ich fange an:

Ich gehe mit dir ins Grüne – zeige dir die Eichel – du wirst Rot – und ich bekomme eine Schelle.

Dies ist unter „echten Skatspielern“ ein sehr beliebter Spruch, den ich hier nur einmal am Rande vorstellen wollte. Ja, ja, das Leben und der Wortschatz eines Skatspielers sind schon hart. Wie das richtige Leben. Dem Leitspruch der Skatspieler anknüpfend – die Eichel, das Grün, das Rot, das Schell – sind die 4 Farben des Spieles, die das Spiel mit bestimmen.

Als Geburtsort des Skatspieles gilt die Kleinstadt Altenburg in Thüringen. Entstanden ist es dort schon im 19. Jahrhundert. Und zwar aus den Kartenspielen „L ‚hombre“ und Tarock. Der Name Skat ist allerdings wesentlich älter und kommt aus dem italienischen „scatare“, was so viel wie „weglegen“ heißt. Damit sind die beiden Karten gemeint, die als verdeckte Karten in die Mitte des Tisches kommen. Der 1. „Skatkongress“ fand 1886 in Altenburg statt.

Nun zum Spiel:
===========

* Das Spiel umfasst 32 Karten
* von jeder Farbe 8 Karten
* die Reihenfolge geht von Unten nach Oben:
7, 8, 9, 10, Bube, Dame, König, Aß (von jeder Farbe, also jedes Blatt 4 x im Spiel

Laut Altenburger Regeln gibt es folgende Bezeichnungen für die sogenannten „Vollen“ Blätter (volle Blätter sind die, die auf der Vorderansicht Bilder haben, keine Luschen also, wie die 7, 8, 9:

* Bube = das ist der Unter oder auch Wenzel
* Dame = das ist der Ober
* König = das bleibt der König
* Aß = das Dauß

Alle Karten haben einen Zählwert (auch Augen oder Punkte genannt),
der wichtig ist für Sieg oder fürs Verlieren -
=========================
* Luschen (von 7 bis 9) haben Zählwert 0
* Bube = 2
* Dame = 3
* König = 4
* Aß = 11
* Es gibt auch noch die 10, die hat dann auch 10 Augen und ist bei den „Vollen“ die zweithöchste Karte nach dem Aß. Aber nur bei den normalen Farbspielen.

Es spielen immer 3 Mann/Frau/Spieler zusammen: Zwei gegen einen UND Einer gegen zwei. Konkret heißt dies: Der, der das Spiel macht, spielt gegen zwei Gegner, und die zwei Gegner spielen gegen den einen Spieler. Es wird dabei von den Gegnern immer versucht den Spieler verlieren zu lassen. Dazu wird der Spieler immer in die Mitte gedrängt. Dazu später mehr.

Die verschiedenen Spielarten:
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Grand Hand (Hand heißt: nicht in den Skat sehen und ist das höchste Spiel)
Grand
Kreuz
Grün
Rot
Schell

Das waren die 4 Grundvarianten eines Spieles. Dazu gibt es dann noch Abwandlungen:

* Null (hier darf der Spieler KEINEN Stich bekommen (na, na! ich meine doch keinen Sonnenstich).Stich heißt: alle 3 Karten die von den Spielern in die Mitte ausgekartet werden gehören immer einer Partei. Der Spieler, der das Nullspiel spielt, darf also keinen Stich bekommen. Er muß mit seinen Augen immer d'runter bleiben. Bekommt er nur einen einzigen Stich, hat er das Spiel verloren.

* Null Hand (also nicht in den Skat (Skat wird später erklärt) sehen, da muß sich der Spieler sicher sein, ein gutes Blatt auf der Hand haben.

* Null ouvert
Hier muß der Spieler die Karten, die er auf der Hand hat gleich „offen“ auf den Tisch legen. Auch nur zu empfehlen, bei „sicherem“ Blatt.
Blatt heißt = alle 10 Karten, die jeder Spieler erhält.

Das waren erst einmal die wichtigsten Grundbegriffe. Jetzt geht es auf zum Spiel:

* Jeder von den 3 Spielern erhält 10 Karten in folgender Reihenfolge:
jeder 3, dann 2 in die Mitte des Tisches (verkehrt herum, dass sie keiner sehen kann – und das ist nun der Skat), dann jeder vier und zum Schluß nochmals 3 Karten.

* Jetzt wird es interessant, und spannend wie im Krimi. Es wird gereizt! (geht auch ohne Dessous) Das Reizen richtet sich einzig und allein nach den Buben (Wenzel, der mit nur 2 Punkten).

* Das Reizen geht hier aber nicht durcheinander, sondern schön der Reihe nach. Es ist abhängig vom Kartengeber.

* Also: Geben – Hören – Sagen. Und das in Uhrzeigerrichtung. Konkret: Der, der links vom Kartengeber sitzt muß hören, was ihm „sein“ linker Nachbar zu reizen hat.

* In der Praxis sieht das so aus: 18, 20, 22, 23, 24, usw. usw. Der, der nun hört, muß die Zahlen mit ja oder weg bestätigen. So, wie er seine Punkte und Buben in seinem Blatt vorfindet.* Die zwei „Alten“ (Eichel und Grünbube) zählt mit „2“
* Die zwei „Kleinen“ (Rot- und Schellbube) zählt ohne 2.
* Ist aber im Endeffekt das Gleiche beim zählen = mit oder ohne

Die einzelnen Spielwerte bei den „einfachen Spielen“ (Grundwerte)
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Eichel........12
Grün..........11
Rot.............10
Schell..........9

Beispielkarte/-Hand/-Blatt
**********************

* Nun kommt das Zählen beim Reizen: Ich habe z. B. die meisten Karten von Grün auf der Hand. So entscheide ich mich für ein Grünspiel. In meinen Karten befinden sich zwei Buben: Eichel und Grün (Wunschvorstellung der meisten Spieler *g*). Also habe ich ein Grünspiel „mit 2“ auf der Hand. Ich kann also bis Gesamtzählwert „33“ mitreizen (mitbieten, mithalten). Zur Verdeutlichung: Es zählt vom Gesamtwert, einmal der Wert des Spieles weiter: Mit 2 – Spiel 3 (Grün = 11 mit 2 = 22 Spiel 3 = 33).

* Das wandelt sich also ab, indem man das mit allen Farbspielen so machen kann.

* Der, der das Spiel macht, muß nun den Skat aufnehmen (oder auch nicht - bei Hand). Somit hat er erst einmal 12 Karten auf der Hand. Zwei „muß“ er aber wieder verdeckt an seine Seite zurück auf den Tisch legen. Die Gegenspieler dürfen nicht sehen, „WAS“ er für Karten gedrückt hat. Es werden die zwei Karten zurückgelegt, oder herausgenommen aus dem Blatt, welche der Spieler für sein Spiel nicht benötigt. Bei meinem Beispielsgrün habe ich meinetwegen noch die Eichel 7 und den roten Ober. Die passen nun gar nicht in das Spiel, also lege ich sie raus.

Es ist LEICHTER, wie es hier den Anschein hat. Man braucht nur wissen, wie die Zählwerte sind und diese Auf- oder Abziehen. Je nach Bube oder Farbe. Spätestens wenn es bis 5 mal gespielt wurde, kann man es auch. Das wirkt jetzt nur recht kompliziert, weil Skat sich auch etwas schlecht erklären läßt! Also ein einfaches, sehr spannendes und unterhaltsames Spiel mit richtiger Spannung! Wer es einmal kann, spielt es sehr gern. Nicht umsonst werden in ganz Deutschland „Skatturniere“ veranstaltet, wobei das in Apolda/Thüringen bisher die meisten Besucher hatte. Mittlerweile reichen die Teilnehmer allerdings an die knappe 50 heran, bedingt durch die Wende.

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Ach so: Ihr denkt das war's jetzt schon? Nicht, doch: Das Fazit kommt noch lange nicht. Wir sind erst im 2. Drittel des Berichtes. Wird doch NOCH ein klein „Weng“ spannender!
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Auch hier gibt es von jedem Spiel auch wieder Abwandlungen. Zum Beispiel:

* Kreuz mit 3 (Buben)
* oder mit 4
* oder ohne 1, ohne 2
* ohne 4 (kein einziger Bube mit im Blatt auf der Hand)
* Grand mit oder ohne Anzahl von Buben
* usw. usw.

Die Grundwerte für
* das Nullspiel = 23 – Hand 35, Null ouvert 46
* Grand einfach = 24, Hand je nach Bubenanzahl (mit wie vielen)

Extratipp:
========
Wer wirklich Interesse hat, dieses Spiel zu erlernen, der sollte sich es von einem Freund in der Praxis zeigen lassen. Es besteht auch die Möglichkeit, sich die Internationale Skatregeln über www.skat.com herunter zu laden. Ohne es jemand persönlich zu zeigen - von Aug' zu Aug' - ist es schwer, dies durch einen trockenen Bericht zu erlernen. Da kann ein Bericht noch so gut sein, es ist sehr schwer, einfach nur „per Text“ die Spielarten richtig rüber zu bringen. Eben, weil zum Skatspiel so viele Varianten zählen. Alles bis ins Detail 100 %ig zu erklären, würde in der Tat den Rahmen hier sprengen. Ich gebe mir nur Mühe, das Spiel als sehr unterhaltend und „unbedingt“ lohnend herüber zu bringen. Lohnend, weil gute, spannende und lustige Unterhaltung in geselliger Runde entsteht.

Die Trumpfkarten;
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Trumpfkarten sind die, die das Spiel bestimmen. Die Farbe und die Buben. Das heißt: Spiele ich Grün oder Eichel, oder.... dann sind alle Karten dieser Farbe und die Buben Trumpfkarten.

Insgesamt gibt es in einem Spiel 11 Trümpfe, pro Spielrunde. Alle Farben -–7, 8, 9, 10, Bube, Dame, König, Aß und die 4 Buben. Auch jeweils von der Farbe, die als Farbspiel vom Spieler bestimmt wurde.

Diese 11 Trümpfe „sitzen“ aber niemals oder nur selten auf einer Hand. Sondern sie sind durch das Geben ja verteilt worden. Und keiner weiß, wo die Trümpfe sitzen, und wer die höchsten Trümpfe hat. Die höchsten Trümpfe sind der Reihe nach:

*Eichelbube, dann alle anderen Buben dem Rang nach Farbe
* Aß
* 10
* König
* Dame (Ober)
* und zuletzt die Luschen (7, 8, 9)

*Noch mal zu meinem Beispielsspiel – „Grün“, was ich oben genannt hatte:

*Ich als Spieler habe auf meiner Hand:

- die 2 alten Buben (Eichel und Grün)
– von Grün: das Aß die 10, 7. 8. 9
– also habe ich selbst 7 x Trumpf auf meiner Hand
– es fehlen also noch 4 Trumpfkarten, die bei meinen beiden Gegenspielern auf der Hand sitzen.

Ich muß nun versuchen, Trümpfe zu ziehen: (Trumpf ist die Seele vom Spiel!) Das geht so:

Dadurch, dass bei den anderen beiden Spielern noch die Dame, der König und die anderen 2 Buben sitzen, ziehe ich in dem Fall mit meinem grünen Buben als erstes die Trümpfe heraus, weil mir der Stich (die 3 zusammengelegten Blätter auf Tischmitte) sicher, also meine ist. Ich will ja gewinnen! Da kann keiner drüber, weil ich noch den höchsten (Eichelbube ) selbst habe. Da aber der 1. Gegenspieler denkt, sein Mitspieler hat den Alten, legt er viele Augen hin als Trumpf, wenn er hohe Augen hat. Das sind dann alles so kleine Tricks, die man im Laufe als Skatspieler dazu lernt. Das war jetzt das Skatspiel nach den Internationalen Skatregeln. An diese muß sich gehalten werden wenn es dabei um Preisskat geht.

Privat geht die ganze Spielerei dann noch viel, viel toller ab. Aber das erwähne ich nur kurz:

* Da gibt es dann noch Kontra ( das sagt ein Spieler von den Gegenspielern zum Spieler, wenn er denkt er kann im zum Verlieren bringen, weil er auch viele Trümpfe hat. oder weil der Spieler vielleicht vergessen hat, den Skat zu drücken

* dieser kann, wenn er ein gutes Blatt hat Re zurück sagen und praktisch kontern,

* wieder der andere Spieler kann nun Bock sagen

* das ganze zusammen: Kontra – Re – Bock und Zippe

Das ist DAS nämlich, was dann auch Spaß und Spannung ins Spiel bringt.* Egal, ob nach Regel oder privat, der, der das Spiel macht, muß am Ende immer „61“ Punkte (Augen) haben, um das Spiel gewonnen zu haben.

* hat der Spieler 91 Augen, hat er seine Gegenspieler „Schneider gespielt. „Schneider sind arme Leute“ – so früher der Spruch. Deswegen sind sie arm, weil sie nur 30 Punkte haben.

* Einige Privatspieler spielen um Geld, um die Halben oder Vollen, ist auch abhängig von der Brieftasche des Spielers, und es muß „vorher“ ausgemacht werden.

*Andere spielen wieder einen „Bierlachs“. Da wird ausgemacht bis zu wievielen Punkten in der Gesamtrunde (Spiele) gespielt wird – meist sind es 401 und 501 Punkte. Wer diese Zahl zuerst erreicht hat fliegt raus, und muß die nächste Bierrunde bezahlen. Hier werden also nur die „Miesen“ angeschrieben.

Will ja schließlich keiner eine Runde bezahlen – nich wahr nich! Also kommt schon ganz automatisch Spannung, Schadenfreude und Humor auf.

Der Wortschatz der Skatspieler ist ein eigener. Der geht dann in etwa so, und beginnt schon beim Reizen:

* 18 – habe ich -
* 20 – habe ich auch
* 22 – nu klar doch
* 23 – was, mehr haste nich?
* 24 – mensch, jetzt fang ich erst mal an!
* 27 – du langweilst mich – ich höre weiter!
* 30 – was? die haste och noch? – ich aber mehr
* 33 – weiter, weiter, weiter, bißchen mehr will ich schon noch hören
* 35 - 36 – 40- 44 – 45 – 46
* stop, stop – ich passe!
* 46 – Null ouvert spiele ich
* so ein Mist!!! Macht der Guppi mir doch mein schönes Eichel kaputt!
* die will ich sehn, die spielste mir vor – Los – Hosen runter!

* Dann, wenn einer Eichel spielen will, heißt es: Jungs! An der Eichel spielt der Knabe.

* oder bei Grün: Grün scheißen die Gänse im Mai

* oder bei Rot: Herzen sind Trumpf

* und bei Schell: Schellinski war ein Pole.

************************************

Dieses kleine Praxisbeispiel soll mein „Fazit“ sein. Ein Spiel, was ich gern weiter empfehle, es zu lernen, zu probieren und zu Gewinnen! Ich selbst bin ein leidenschaftlicher Skatspieler(in) seit nunmehr über 30 Jahren. Wenn es sein muß Tag und Nacht. Mein Rekord habe ich erreicht, als ich von Abends 23:00 Uhr bis übernächsten Tag früh um 06:00 Uhr ausgehalten hatte.

So groß kann die Spannung werden. Man will am liebsten immer einen Grand und viel gewinnen. Nie Bierlachs bezahle müsse, und das meischte Geld verdiene wolle.

Ich bedanke mich wieder einmal für das Lesen. Gruß Roswitha Willner(c)

Updade am 15.3.01/17:10 Uhr:
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Auf Grund der vielen netten Kommentare in Bezug auf die Farben hier noch eine kurze Ergänzung bzw. eine Gegenüberstellung:

Mein Thema war Skat. Es stammt aus Deutschland, so habe ich die Karten und Farben auch danach benannt, wie es korrekt ist. Habe aber leider nicht daran gedacht zu erwähnen, dass es auch ein "Französisches Blatt" gibt, welches in vielen anderen Regionen mehr zur Anwendung kommt. Also:

Deutsch/Französich
******************
Kreuz (Eichel) = Kreuz
Grün = PIK
Rot = Herz
Schell = Karo

So, nun wissen auch die "französichen" Spieler, von welchen Farben ich gesprochen habe. Danke auch für das Lesen des Zusatzes. eure rosi







Geschrieben am: 14. Oct 2001, 22:07   von: powerfrau



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