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Übersicht > Games > Rollenspiel > Myranor

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
abwechslungsreiche, nicht zu überladene Story, ein richtiges Rollenspielabenteuer

Nachteile:
viele Fremdworte trotz ausführlichem Glossar, Preis




Einsame Heilerin erlebt Tales of Blood and Love!!!
Bericht wurde 1654 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Seid gegrüßt!

Es ist immer wieder erfreulich, wenn es ein mehr oder weniger bekanntes Gesicht aus der Fandom- und Fanzineszene schafft und ein professionelles Werk hinlegt. In diesem Falle traf es Charlotte Engmann, die jahrelang das Vampire-Story-Fanzine Tales of Blood and Love betreut hat und dem ein oder andere Fanzine des Rollenspiel- und Phantastiksektors eine Kurzgeschichte spendiert, so z. B. in der nächsten Ausgabe der Greifenklaue mit dem Schwerpunkt Zur See.

Charlotte Engmann gebührt also die Ehre, uns – den willigen Leser und Rollenspieler – auf 236 Seiten in die neue Spielwelt Myranor einzuführen. Den Aventuriern unter uns ist klar, dass es sich bei Myranor um den Eigennamen des sagenhaften Südkontinents Güldenland handelt, mehr braucht man auch fast gar nicht zu wissen. Im Gegensatz zu Aventurien und Das Schwarze Auge, welche ein wildes, genau beschriebenes Mischmasch aus Mittelalter meets Renaissance (neuerdings meets James Bond *hust*) auf Low-Fantasyebene ist, stellt Myranor noch ein unerforschtes Plätzchen dar, deutlich wird jedoch, dass das ganze gen High-Fantasy geht, also vielen phantastischen Elementen, Völkern etc.

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Folgen wir also der Autorin bzw. ihrer Protagonistin Lycadia auf ihren und unseren ersten Spuren durch Myranor. Lycadia gehört zu einem Heiler-Zirkel und übernimmt für ihre Ziehmutter Dha‘veru die Nachtschicht. Nachdem es schon am gestrigen Abend aufregend zuging, denn ein Gladiator vom Volke der Leonir, ein Löwenmensch, bedurfte ihre Hilfe und Heilung. Jetzt ruft ihre Freundin RaoRi um Hilfe, eine edle Dame ist in Ohnmacht gefallen und ihr Leibwächter Valorian holt sie. Kaum vor Ort überkommt sie, wie so oft, wenn sie eine Patientin berührt, eine Vision und wird selbst bewußtlos.

Wie von ihrer Amaunir-Freundin (das sind die Katzenmenschen) geplant, kommen sich die beiden etwas näher, nachdem Valorian die Bewußtlose heimbringt. Dafür, dass sie ihm hilft, ein neues Quartier zu finden, begleitet er sie beizeiten auf ihrem Nachtdienst.

Keine drei Tage später will er ihr sein neues Tattoo präsentieren, da bekommt sie einen riesigen Schreck, den sie erkennt das Werk auf seinem Oberarm sofort wieder als die Wesenheit aus ihrer Prophezeiung wieder. Und so machen sich die beiden daran, ihrer Vision mit Erijschu, der Mholurenschreck, auf den Grund zu gehen...

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Doch, frei nach Peter Shaw, das Abenteuer entwickelt sich! Geradezu vorbildhaft wird ein kleines rollenspieltypisches Heldengrüppchen um die beiden gescharrt und nach und nach offenbart der Roman seine Reize. Anfangs wird man doch sehr mit fremdartigen Namen und Begriffen überschwemmt, so dass es ein wenig schwerfällt, der Handlung zu folgen, vermutlich auch deshalb passiert zu Beginn noch nicht viel, sondern widmet sich der Beschreibung der neuartigen Umwelt. Es gelingt Charlotte Engmann durchaus Myranor als fremdartig, uralt und schillernd darzustellen ebenso wie es beeindruckend gelingt den Facettenreichtum und Größe Balan Cantaras, immerhin zweitgrößte Stadt des Imperiums, zu Papier zu bringen.

Gelungen auch die Charakterisierung der einzelnen Hauptcharaktere, insbesondere des Typus Heilerin, die endlich mal nicht vollgestopft von guten Überzeugungen mit ihren Kräutern über die Wiese hüpft, auf ein „Heiler, Heiler!“-Ruf lauschend und hoffend. Gut, der Rezensent gibt zu, eventüll LARP-geschädigt zu sein ;-)

Das die Story auf „normales“ Niveau gehängt wurde, ist man ja durchaus von DSA gewohnt und das ist auch mehr als angenehm, kein „Wir müssen die Welt retten!“-Plot, sondern ein kriminalistisch angehauchtes Abenteuer, dass sich entwickelt eben!

Das Layout der Serie ist angenehm, okerfarbenes Backcover, Buchrücken und linker Coverrand, daneben ein (fast) Vollbildcover, das durchaus hübsch anzuschauen ist, wenn es auch nicht zu 100% zur Geschichte passt. Mit 236 Seiten ist es nicht gerade dick, 8 Euro dafür keine Ausgeburt von Günstigkeit, andererseits mit dem Phönix-Verlag, einem Imprint von FanPro, auch ein kleinerer Verlag.

Insgesamt ein durchaus gelungener Einstieg nach Myranor, welches durchaus lesenswert ist!


Geschrieben am: 14. Apr 2003, 19:55   von: Greifenklaue



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