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Übersicht > Games > Rollenspiel > Shadowrun > Romane > [035] Psychotrop

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
reiner Matrixroman, gute Ansätze, durchaus unterhaltsam

Nachteile:
massiver Einsatz von Otaku, sprich der SR-Hintergrundwelt eher abträglichen Elementen




15 Minuten Matrix gleich 367 Seiten Papier gleich UNTERHALTUNG???
Bericht wurde 1473 mal gelesen Produktbewertung:  befriedigend
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Wiedereinmal will ich ein Buch in mein Regal einsortieren und mich an seinem Anblick freuen, also, was hindert mich???

Natürlich im wesentlichen, dass ich noch einen Bericht darüber tippseln wollte... Also denn:

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_/ _/ _/ _/ _/ Vorweg: SHADOWRUN aus meiner Sicht! _ _ _ _ _

Bei Shadowrun handelt es sich also um ein Rollenspiel, welches im Jahre 2050 (bzw. mittlerweile schon weit über das Jahr 2060 hinaus) spielt und Cyberpunk- mit Fantasyelementen kreuzt. Auch eine überaus erfolgreiche Romanreihe, im deutschen mittlerweile über 50 Titel, unterstützt den Stoff.

So ist die Magie in die „sechste Welt“, prophezeit nach dem aztekischen bzw. dem Mayakalender, zurückgekehrt und die Indianer, ihre Schamanen haben die Zeichen der Zeit mit als erstes erkannt und Teile ihres ursprünglichen Landes beim „Großen Geistertanz“ zurückgepresst. Ein weiterer Schock barg das langsame Erwachen des Landes und die „Golblinisierung“: manche Menschen mutieren zu mystischen Wesen wie Elfen, Zwergen, Orks oder Trollen und bilden nun die sogenannte Meta-Menschheit. Anderenorts erheben sich Drachen, Harpyen oder Einhörner aus Jahrtausende währendem Schlaf.

Politisch hat sich schon vorher vieles geändert, Konzerne bündeln immer mehr Macht auf sich und die größten erhalten „exteritorialen“ Status, während politische Syteme zerbröseln und neue entstehen, ohne jedoch jemals Macht und Ansehen wiederzuerlangen, welchres sie im vorangegangen Jahrrhundert genossen.
Das Internet hat sich fortentwickelt zur Matrix, einem weltumspannenden Netz, in das man mit allen Sinnen eindringen kann.

Das Leben konzentriert sich in den Großstadtkomplexen der Welt, sogenannten Sprawls, aus denen nur die Skyskrapers und Wolkenkratzer der Konzerne wie noch feste Spaghetti aus kochendem Wasser [man nennt mich auch Meister der Metapher ;)))] hervorstechen und ein Überwachungsstaat sondergleichen hat sich etabliert, dessen Gipfel sicherlich der einheitliche SINidentifikationschip ist. Einzig im Schatten des Sprawls sind noch wenige unregistriert, meist weil sie zu arm sind, als das sich das System für sie interessieren würde, Squatter, manchmal aber auch Shadowrunner, Schattenläufer, die, die die [Rekord] Drecksarbeit der Konzerne erledigen, meist ohne zu wissen, für wen sie konkret arbeiten und so das System am Leben erhalten, gegen welches sie opponieren.

Für weitergehende Informationen solltet ihr die entsprechenden Kategorien zu rate ziehen, ich gebe auch gerne Tipps und Links zu besonders gelungenen Artikeln (**hust**, nein, nicht von mir...) auf Nachfrage ;-)

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Der Roman beginnt mit der Schilderung eines Haufen Runners, die sich gerade in die Matrix einstöpseln und scheinbar wenig miteinander zu tun haben, außer, dass sie alle den Seattler RTG (quasi das Ortsnetz) als Ziel anpeilen.

Da wäre Red Wraith, der durch eine Cortexbombe die Motorik seines Körpers verloren hat und außerhalb der Matrix wenig lebensfähig ist. Er versucht an seine Akten der UCAS SEACOM, sein ehemaliger Brötchengeber und Zünder der Bombe, zu gelangen, im wesentlichen um mehr über sich und seine Vergangenheit rauszufinden, den die Cortexbombe hat auch sein Langzeitgedächnis geplättet. Außerdem sucht er seine Frau, Lydia, in der Hoffnung, dass sie noch lebt und eine ordentliche Witwenrente bezieht.

Dann eine Lady Death, welche auf der Suche nach Manga-Musik, insbesondere von der Künstlerin Shinanai, ist. Ihr Vater, eine nicht ganz unbedeutende Figur des Shiawase-Konzerns, ist strikt dagegen, insbesondere seit sich selbige Künstlerin als Vampirin entpuppte und nur eine von ihm angeheuerte Gruppe Shadowrunner kann die ausgesaugte, fast tote Tochter aus ihren Fängen befreien. unglücklicherweise liebt seine Tochter immer noch die Sängerin...

Der dritte im Bunde ist Dark Father, den eine finstere Erpressungsgeschichte in die Matrix treibt. Der Schnitter mit der Sense ist sein Icon mit dem er durch die Weiten des Datenmeers surft, den er ist nicht nur ranghohes Mitglied im Humanis Policlub, sondern auch ein Ghul, eine leichenfressende Mutation – logischerweise ein Detail welches die „Freunde“ vom HP besser nicht erfahren sollten. Aber sein Sohn scheint ihn verraten zu haben, schon vor fast einem Jahr wäre er fast einem Kopfgeldjäger – Ghule bringen immer eine Prämie – zum Opfer gefallen und die Kugel verfiel nur knapp auch für Ghule lebenswichtige Organe...

Bloodyguts ist ein ehemaliger Chiphead, der nun auf der Jagd nach sogenannten Snuffchips ist. Diese sind zwar im Gegensatz zu BTL (Better than life) legal, werden aber von den meisten als Einstiegsdroge angesehen – zumindest hat er so seinen Weg in die Drogenkarriere gestartet. Und gar seinen Freund in einem Jäger-und-Gejagter-Spiel für ein paar SimSinn-Eindrücke geopfert. Darum zieht er nun gegen sie zu Felde im Herzen des Azzielandes und in der Matrix als (un)toter Trollzombie, in den er seinen Freund verwandelt hat, nicht Seattle vergessend, wo er herkommt. Den über die Matrix läßt sich auch hervorragend in der Heimat diese Chips vernichten, man denke nur an Fahrzeugtelematik, Steuerungssysteme und andere vollautomatisierte Fabrikeinheiten...

Nicht unterschlagen werden darf Timea Gelasso, eine, die es in die privilegierte Gesellschaft geschafft hat und sich darüber glücklich schätzen darf, Kinder, wie sie eins war – Kids von der Straße, aus den untersten Schichten – mit Stipendien zu beglücken und zu einer Matrix-Universität zu schicken. In der „Klinik“, ein bandenneutrales Gebäude in den Ghettos, prüft sie die Kids auf ihre Matrixeignung, doch an diesem Morgen werden plötzlich alle ruhig und starren in eine Richtung. Langsam wird sie beunruhigt, aber als die Kinder alle auf einmal alle schreien und einer der herbeigeeilten Gangmitglieder eines ausstöpselt, welches nur noch von Tod und Hölle faselt., bevor es ins Koma fällt, befiehlt sie, in keinem Fall die anderen auszustöpseln und dringt selbst in die Matrix vor...

Doch anstatt im Seattler RTG anzukommen, scheint sie direkt in die Hölle gefahren zu sein... – und was immer es ist, es scheint direkt den Verstand der Decker zu beeinflussen. Mit ihrer ersten Vermutung - psychotropes Ice – liegt sie näher dran, als man zuerst denken mag, aber natürlich kommt es erstens anders und zweitens als man denkt...

Fast unnötig zu erwähnen, dass es diese fünf in die Tiefen dieses Teils der Matrix zieht und sie gemeinsam einen Ausweg finden müssen – den ansonsten droht nicht nur ihr Tod sondern auch der von tausenden weiteren Deckern, die sich hierher verirrt haben und deren MPCP nicht in der Lage ist, sich dieser Todessymbolik unterzuordnen...

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Ich habe absichtlich auf die Erläuterung der Shadowrun-spezifischen begriffe verzichtet, da ich denke, dass die meisten aus dem Kontext zu erkennen sind. Ansonsten steht die Kommentarleiste gerne für Nachfragen zur Verfügung! Aber ich denke eine haarkleine Erläuterung jedes Begriffes, verdirbt den Shadowrunnern unter Euch den Spass!

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Die Perspektive, die Lisa Smedman für ihren dritten Roman wählt – bisher sind „Das Luzifer-Deck“ (#26) und „Blutige Jagd“ (#32) – macht das solide geschriebene Buch außergewöhnlich. 15 Minuten Realzeit sind in der Matrix ganzen Tagen ebenbürtig, den länger dauert ihr roman intime nicht, übrigens symbolisiert durch einen Snail-Decker, der, möcht ich sagen, mit heutigen Mitteln, in die Matrix vordringt... – vor seinem fenster passiert ein Unfall und ein DocWagon-Goldkunde wird geborgen...

Was das Buch über durchschnittliches Niveau heraushebt, ist meiner Meinung nach die äußerst gelungene Auflösung der Personal Plots, den jeder der 5 trägt ein Geheimnis mit sich herum, welche Hintergründe sich erst am Ende des Buches dem jeweiligen Charakter – und damit dem Leser - vollends öffnen!

Übrigens ebenfalls ein Highlight ist das anschließende Matrixchatting im Ewpilog, etwas, dass zu jedem guten Quellenbuch gehört und auch in einem Roman Spaß macht.

Gestört hat mich im wesentlichen eigentlich nur die erneute (schon #34, Technobabel, präsentierte erstmals diese Absonderlichkeit), diesmal starke, Verwendung des Otaku-Phänomens, also jener Decker, die ohne Deck und andere technische Hilfsmittel (ausgenommen einer Datenbuchse, die muss schon noch vorhanden sein) in die Matrix eindringen können. Ich denke, es sollte deutlich werden, dass dieses Phänomen eine seltene Erscheinung und absolute Ausnahme ist, insbesondere was die Gestaltung für den SL und die Zusammensetzung von Spielergruppen angeht!

So bleibt es an mir eine besondere Empfehlung an alle Spieler von Deckern zu geben sowie Meistern, die matrixintensive Abenteuer gerne mal durchziehen, beide werden sich sicherlich was abschauen können!

[35. Roman des Shadowrun-Zyklus mit 367 Seiten Umfang von Lisa Smedman]


Geschrieben am: 04. May 2003, 15:13   von: Greifenklaue



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