| KONTAKT | | HILFE | | HOMEPAGE |
 MyReise   MyTickets   MyShopping 
 
    STARTSEITE
Suche in
  Auswahl

Kategorie:

Aktuelles
Was ist Q-Test.de
Geld verdienen
Mitglied werden
Kontakt

  User Login
Username

Passwort



Passwort vergessen ?
 

Übersicht > Medien > Bücher > Fantasy > Total Verhext! > Sturmland-Saga

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
an sich guter und von mir geschätzter Autor, fremde Welt, tolles Coverdesign

Nachteile:
Entwicklung des Charakters sprunghaft, unschlüssig, man merkt dem Buch den Auftaktcharakter an




Hael, der Inselbarbar
Bericht wurde 1165 mal gelesen Produktbewertung:  ausreichend
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Sodereins hab ich mal wieder mit einer neuen Romanreihe losgelegt! Der Sturmlandsaga von John Maddox Roberts. Und von daher will ich Euch den ersten Teil des Romans ein wenig näher bringen.

-.,,.-´'`-.,><((((0>.,,-´'`-.,,.-´'`-.,,.-´'`-.,,.-´'`-.,><((((0>-´'`-

John Maddox Roberts lernte ich als Autor des AD&D-Dragonlance-Fantasy-Krimis Mord in Tarsis kennen, welches mir so erstklassig gefiel, dass ich schnell Ausschau nach weiteren Bänden dieses Autors Ausschau hielt. Neben rund 10 erfolgreichen Romanen zur historischen Krimiserie SPQR im alten Rom um den „Detektiv“ Decius Caecilius Metellus sowie rund 5 Beiträgen zum Conan-Zyklus, wurde ich bei der Sturmlandsaga fündig, nachdem mir 5 der 10 SPQR-Romane schon blendend gefallen haben.

Da die Hefte im Handel nur noch schwer zu bekommen ist, empfiehlt sich das Suchen bei eBay, etwa unter den Stichwörtern „Roberts“ oder „Sturmland“. Das hat zudem den Vorteil, dass man recht günstig davonkommen kann, dass Quintett für etwa 15 Euro maximal.

-.,,.-´'`-.,><((((0>.,,-´'`-.,,.-´'`-.,,.-´'`-.,,.-´'`-.,><((((0>-´'`-

„Der Insulaner“ dreht sich um Hael, ein Stammesangehöriger des primitiven Shasinn-Volkes, welches weitab vom Festland auf den Inseln lebt. Durch seine Augen lernt der Leser ihre Welt kennen: die Jungen in größeren Hirtengruppen passen auf die gemeinschaftlichen Tiere auf, sind aber auch kriegerisch geschult, erst die älteren Männer dürfen heiraten und besitzen eigene Kaggas, an deren Anzahl sich auch ihr Reichtum mißt. Hael hat keine Eltern mehr, einzig einen Halbbruder namens Gasam, der ihm alles andere als gewogen scheint. Im Gegenteil, da er älter ist, trägt er Hael oft unliebsame Aufgaben wie Wasserholen auf, einzig de Begegnung mit den jungen Frauen des Stammes bietet Abwechslung. Hael hat sich in Larissa verliebt, die aber sowohl ihm, als auch seinem Bruder schöne Augen macht.

Als es wiedereinmal zu einem großen Treck kommt – die Shasinn sind Halbnomaden und wechseln etwa jedes Jahrzehnt die Weidegründe – spitzen sich die Ereignisse zu. Hael wird von Larissa in die Sümpfe gelockt, doch anstatt einer ersten Liebesnacht erwartet Hael eine reißende Bestie: ein Langhals. Zwar schafft er es, die Bestie zu töten und Larissa zu schützen, aber er muss erkennen, dass sie ihn in eine geschickt ausgeklügelte Falle seines Bruders gelockt hatte. Den der Langhals gilt als heiliges Tier und darf nur zu bestimmten Zeiten getötet werden. Und als eine große Meute Shasinn, angeführt von seinem Bruder, auf ihn zu marschiert, ist sein Schicksal gekommen. Zwar kann sein einziger Fürsprecher, der Geisterseher Tata Mal, seine Hinrichtung verhindern, trotzdem wird er verbannt.

Es gelingt ihm zwar sich in der „Zivilisation“, einem Seedörfchen am Rande der Insel zu behaupten als erfolgreicher Jäger, aber eigentlich zieht es ihn hinaus in die weite Welt, fort von den Insel, zu den großen Städten des Sturmlands. Als die Wellenfresser im Dorf anlegt, trifft er den einzigen Bekannten außerhalb der Shasinn wieder, den Kapitän des Schiffes, Malk. Dieser hatte sich voreinst schon für seinen Glauben und seine Kultur interessiert und nun scheint es, als könnten sie diese Diskussion fortsetzen, denn Malk ist geneigt, ihn mit zur See zu nehmen.

Hael lernt schnell, aber als sie vor den Stürmen, die zu Herbst die Küste heimsuchen, in Kasin, der Hauptstadt des Königreichs Neva, anlegen, beschließt Hael vorerst dort zu bleiben. Noch bevor er sich eine eigene Unterkunft suchen muss, rettet er eine Priesterin vor einem wildgewordenen Kagga und wird so bei ihrem Vater, einem einflußreichen Adeligen, aufgenommen. Dort entdeckt er nicht nur die Liebe zu der Tochter des Gastgebers, Shazad, sondern auch zu den Cabos (Pferde). Aber nach kurzer Zeit schließt er sich einer Expedition des Königs (Anmerkung: Öhm, im Band II ist Shazads Vater König geworden, also sehr ranghoher Adeliger.) an und dringt weiter gen Osten, auf in unerforschte Gefilde vor...

-.,,.-´'`-.,><((((0>.,,-´'`-.,,.-´'`-.,,.-´'`-.,,.-´'`-.,><((((0>-´'`-

Mehr möchte ich noch nicht vom Inhalt verraten, etwa die erste Hälfte des Buches macht diese Handlung aus, und ich bin mal gespannt, wie ich da den Bogen kriege. Im Endeffekt wird nämlich deutlich, dass Roberts verzweifelt versucht seinen Charakter Hael schlüssig zu begründen, aber ehrlich gesagt, trotz meiner Wertschätzung, es gelingt ihm nicht! Das Hael verstoßen wird, ist ja noch durchaus akzeptabel, aber die darauf folgende Entwicklung (nicht vollständig von mir wiedergegeben) als Jäger, Seemann, männliche Mätresse (naja...), Expiditionsmitglied und *hust * Oberhäuptling wirkt unrealistisch, insbesondere wenn er das Schießen mit dem Bogen meisterhaft beherrscht und Pferde auf Anhieb reiten kann.

Dazu muss man wissen, der 2. Teil beginnt 10 Jahre später, warum nimmt sich der Autor nicht die Zeit, das realistisch auszugestalten und den Charakter linear und nicht sprunghaft zu entwickeln.

Auch das Gut-Böse ist kräftig in Schwarzweiß gezeichnet, Grauzone nicht vorhanden. Ein Stilmittel, dass einst Tolkien brilliant einsetzte, aber seitdem überholt ist...

Das Cover hingegen ist schier gehacktes, ähh, brilliant! Während das obere Viertel eine Art Seekarte auf Elefantenhaut samt Name des jeweiligen Bandes enthält, ist der Rest von einem gewaltigen Parkinson eingenommen (übrigens zu finden unter www.keithparkinson.com), High Fantasy vom Feinsten. Der Buchrücken ist genauso aufgeteilt, nur wurde das Cover nicht rumgezogen, sondern der untere teil in kräftiger Farbe gehalten. Das wird sich gut im regal machen, soviel ist sicher!!!

Über die fremde Namensgebung bin ich unentschieden, Pelzschlangen, Kaggas, Langhals, Cabos, eine fremde Welt, durchaus bildhaft beschrieben. Aber Cabos sind letztendlich Pferde und hätten ruhig weiter so heißen dürfen, der Autor führt genug fremde Namen ein und das so vieles einem anfangs fremd ist, erschwert zumindest zu Beginn das Verständnis.

Ganz mies wird es erst bei der Liebesszene. Ich mußte mich ganz schnell durch einen Blick auf´s Cover versichern, dass mir meine Mutter keinen Bianca oder Cora-Schmöker untergeschoben hat und sich heimlich ins Fäustchen lacht. Nun, entweder ist ihr das auf äußerst raffinierte Weise gelungen oder die Szene ist einfach nur schlecht! *kopfschüttel*

-.,,.-´'`-.,><((((0>.,,-´'`-.,,.-´'`-.,,.-´'`-.,,.-´'`-.,><((((0>-´'`-

Mein Fazit tendiert eher in Richtung Enttäuschung und es tut mir leid, John Maddox Roberts Unterdurchschnittlichkeit bescheinigen zu müssen, hier ist es leider nötig. Schade! Hoffentlich werden die Folgeteile besser!!!


Geschrieben am: 20. Feb 2003, 20:51   von: Greifenklaue



Bewertungen   Übersicht


Was ist Q-Test.de | Impressum | Werbung | Geld verdienen | Banner | Counter | Preisvergleich | Download