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Übersicht > Medien > Bücher > Kinder & Jugendbücher

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
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Honigmaul und Stummelschwanz
Bericht wurde 971 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 5 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Liebe Kinder, hört die Mär
Von dem kleinen Teddybär,
der sich nachts im Wald verlief
und dort ganz alleine schlief.
Doch nun gebt erst einmal acht,
was der Klaus mit Teddy macht.

Ja, so fängt mein allerliebstes Kinderbuch an. Jetzt aber erst mal

Hallöle

Wer ist eigentlich dieser Teddy Brumm? Teddy Brumm ist ein sehr einfach gezeichneter Teddybär mir zwei herrlichen Knopfaugen und der dazugehörigen „Knopfnase“. Der Mund besteht eigentlich nur aus einem Strich – ansonsten ist der Teddy gelb.

Ich habe schon einige Kinderbuchbesprechungen (Rezessionen sagt man wohl heutzutage) gelesen. Da ging es um die Psyche des Kindes, um den „Lehrwert“ des betreffenden Buches. Es ging um Moral und Sittlichkeit, um Ruhm und Ehre und was weiß ich nicht noch alles. Sorry, tut mir leid. Teddy Brumm ist nichts von alledem. Teddy Brumm ist einfach ein Büchlein welches mir als Kind und als Erwachsener gefallen hat.

Klaus schlief früher niemals ein
Ohne Brumm, sein Teddylein.
Wurde es am Morgen hell,
streichelte er Teddys Fell,
und er sagte immerzu:
„Ach, mein guter Teddy, du!“

Aber gestern sagte Klaus:
„Teddy, he, wie siehst du aus!
Denkst du, mit dir spiel ich noch?
Nein, dein Fell hat ja ein Loch.
Geh, du alter Teddybär,
du gefällst mir gar nicht mehr!“

Und schon flog der Spielgefährte,
plumm, sehr heftig auf die Erde.
Tiefgekränkt rief Teddy Brumm:
„Nein, das ist mir doch zu dumm.
Das hat wirklich keinen Zweck.
Warte nur, jetzt lauf ich weg.

Ja, der Teddybär vom Klaus
Schlich sich heimlich aus dem Haus,
schnitt sich einen Stecken ab,
und dann ging er, Trippeltrapp,
bis zur Kinder-Schlafenszeit
viele tausend Schritte weit.

Seinen Stecken in der Hand,
kam er bis zum Waldesrand,
und dort sagten sich halb acht
Fuchs und Hase: „Gute Nacht!“

Teddy lief und war schon bald
Mittendrin im dunklen Wald.
Nur die Eule sah ihm zu,
und sie rief: „Uhuu – uhuuu!“

Sind diese Verse nicht einfach herrlich. Warum muß man daran heruminterpretieren? Warum muß man in jeder Textzeile einen Psychologen finden, der alles besser weiß? Warum, frag ich mich. Die Texte von Teddy Brumm sind so herrlich einfach – meinetwegen auch Kindgerecht.
Kommt mit mir, wir lassen Teddy Brumm jetzt ein wenig schlafen – pssst

„Diese Eule heult so schaurig“,
sagte da der Teddy traurig,
„und es knistert und es knackt,
jede Wurzel zwickt und zwackt,
und verlaufen hab ich mich,
oh, ich dummer Teddy, ich.

Gerne läg ich jetzt zu Haus,
in dem warmen Bett vom Klaus,
doch weil ich so müde bin,
lege ich mich hier nun hin.“
Und im großen Wald allein,
schlief der müde Teddy ein.

Mir persönlich gefällt es auch deshalb so gut, weil die Sprache so einfach ist. Man kann es ausgesprochen gut vorlesen. Sicher gibt es Eltern, die können nicht sooo gut vorlesen. Macht ja nix. Mit Teddy Brumm gelingt es auch ihnen, ihre Kleinen in den Bann zu ziehen. Die Stimme manchmal ein klein wenig heben oder auch senken, mal schneller und auch mal etwas langsamer lesen und schon wird Spannung mit ganz einfachen Mitteln aufgebaut. Gerade die zwei letzten von mir aus dem Buch zitierten Zeilen sollte man gaaanz langsam sprechen. Teddy soll ja einschlafen. Aber schon geht es fröhlich weiter:

„Lieber kleiner Teddybär,
wache auf und schlaf nicht mehr.
Wache auf, der Tag ist da,
tirili und tirila.“
Und die Äuglein aufgesperrt,
lauschte er dem Frühkonzert.

Na, da weiß man doch gleich wie man vorlesen sollte. Fröhlich und beschwingt. Man sieht die kleinen Vögelchen förmlich zwitschern.

Keine Angst, ich werde hier nicht das ganze Buch abschreiben und jeden Vers kommentieren. Ich wollte Euch Teddy Brumm mit den ersten Versen nur ein klein wenig schmackhaft machen. Eine kurze Nacherzähling vom Rest des Buches wird mir aber doch gestattet sein (büdde).
Also: Teddy Brumm findet im weiteren Verlauf des Buches Freunde – natürlich auch Bärenkinder. Es wird herumgetollt und man bekommt davon Hunger. Jeder weiß, dass Bären Honig lieben. Dieses findet ja auch jeder gut – außer die Bienen natürlich. Teddy muß mit seinen neuen Freunden fliehen. Brrr, sogar durchs kalte Wasser geht die Flucht.

Nach diesem Abenteuer geht’s erst mal nach Hause zu den kleinen Bären. Vater Bär liest aus der Zeitung vor:

Plötzlich sagte Vater Bär:
„Das ist komisch, hört mal her:
Teddy Brumm lief aus dem Haus.
Finder kriegt Belohnung. Klaus.“

Ich sag Euch. Spätestens an dieser Stelle heulen Zuhörer und Vorleser um die Wette – ich auch. Manchmal sogar heute noch.

Es kommt wie es kommen musste (Psychologen aufgepasst). Teddy Brumm geht wieder zurück nach Hause. Klaus repariert das „dumme Loch im Fell“ und die letzten Zeilen sind:

Du und ich, mein Teddylein,
wollen immer Freunde sein.“

So, liebe Hobbypsychologen unter Euch. Hier könnt Ihr Euer gesamtes Wissen hineininterpretieren. Mir ist das egal. Den Kinder übrigens auch.

Bleibt eigentlich nur noch zu sagen, dass der Text von Nils Werner ist und das Büchlein im Eulenspiegel Verlag erschienen ist. Halt, Stop. Einen muß ich nun wirklich noch erwähnen: Heinz Behling. Dieser geniale Mann lieferte nämlich die Zeichnungen zu diesem schönen Kinderbuch. Hat er übrigens schon einmal mit Nils Werner gemacht. Die beiden haben, auch im Eulenspiegel Verlag, „Alarm im Kasperletheater“ geschrieben und gezeichnet. Aber das ist eine andere Geschichte – ähhh, Meinung.

Wem diese kurze Meinung Lust auf die ganze Geschichte gemacht hat. Ich habe sie komplett erfasst und Ihr könnt sie bei mir anfordern – sozusagen als längere Leseprobe. Keine Angst, ich bekomme keine Provision. Es ist nur – dieses Buch hat mich mein Leben lang begleitet und ich vermag heute nicht mehr zu sagen wie oft ich dieses Buch schon vorgelesen bekommen habe. Erst recht nicht, wie oft ich es vorgelesen habe. Auch heute noch.

Für mich war es übrigens eine ganze Weile verschollen. Ich habe es zu meinem 43 Geburtstag (wieder) geschenkt bekommen. Ratet mal von wem? Ich liebe sie – nicht nur dafür.

Bis denne - viertelvordrei


PS: Auf meiner Homepage findet Ihr unter dem Seitenlink "Produktinformationen" diesen Bericht noch einmal. Diesmal aber mit dem kompletten Text incl. den dazugehörigen Illustrationen. Viel Spaß beim Stöbern auf meinen Seiten. -> www.viertelvordrei.de




Geschrieben am: 12. Nov 2001, 19:06   von: viertelvordrei



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