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Übersicht > Medien > Bücher > Autoren > Matthias Praxenthaler > Horst der Held

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
witizg, sarkastisch, kurzweilig, einfach gut

Nachteile:
Ich trauere um Bonzo, Nachbars Kater, ein Wildschwein mit Genickbruch und um die Kuh die auf eine Tretmine getreten ist




Horst, mein Held
Bericht wurde 4425 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

1970 erblickte Horst Gurk in dem unspektakulären Örtchen Troisdorf in Nordrheinwestfalen das Licht der Welt. Als Kind von den ebenso unspektakulären Eltern Irmtraud und Walter Gurk geboren, aufgewachsen als verpäppeltes Einzelkind, gesegnet mit Segelohren die unterstrichen von einem schicken Kassengestell und einer echt horstigen Frisur ...

Eigentlich kennt doch jeder so einen HORST, oder vielleicht war man auch schon mal in einer „horstigen“ Situation. Unser Protagonist Horst zieht genau diese Situationen magisch an. In der Schule zieht er den Hass großer , dicker und doofer Metzgersöhne geradezu magisch an, und wird von denen regelmäßig verprügelt. Ein einschneidendes Erlebnis war sicher das genau dieser fette Metzgersohn ihn irgendwann vor der Schule abfing ihm seine Mütze abnahm und reinpinkelte, ihm daraufhin verbot nachhause zu gehen und der arme Horst von da an nur noch „Pissgesicht“ genannt wurde.

Immer auf der Suche nach Möglichkeiten eben auch als „cool“ zu gelten trickst er im jungen Teenageralter die Kinoaufsicht aus und schaut sich Rambo- der Film an .Völlig beindruckt von diesem Streifen beschließt er das dies SEIN Film ist. Er schlachtet sein Sparschwein und sein Girokonto, und kauft in einem Army-Shop überlebenswichtige Dinge eines Rambos wie zum Beispiel eine Armyhose, ein Überlebensmesser und ein Stirnband.

In der Schule gilt Horst sowieso als Verhaltensgestört ( seine fürsorgliche Mutter zwingt ihn immer Wollstrumpfhosen zu tragen, die natürlich jucken und der arme Horst sich dann immer an markanten Stellen extrem kratzen muss ;o) ) daher verbringt er nunmehr seine gesammelte Freizeit in den Wäldern und Wiesen um Troisdorf.

Das Blatt wendet sich ( zunächst einmal ) als Horst einen Racheakt an einem Lehrer begeht der ihn hat sitzen bleiben lassen. KEIN Rambo läst sich so etwas gefallen und somit deponiert er zwei belgische Übungsgranaten im Auspuffrohr von Herrn Schratenbach. Herr und Frau Schratenbach überlebten zwar den Anschlag fast unverletzt , dafür starb der Terrier des Ehepaars an Ort und Stelle vor Schreck

Nun war Horst cool. Die Mädels begannen sich für ihn zu interessieren und die Jungs wollten auf dem Schulhof neben ihm stehen. Leider verspielte er alsbald diese Coolness wieder indem er der etwas dümmlichen Heidi ( man sagt ihr nach sie hätte schon mit mehreren geknutscht) einen Liebesbrief schreibt. Und das in Gedichtform, ha, das ist doch alles andere als cool!

Somit war wieder mal die Chance auf Sex verwährt,...

Seinen ersten SEX sollte Horst im Troisdorfer Edelpuff haben. Sein Leben verändert sich ,denn hier gewinnt er als 10000ster Besucher eine Reise nach Vietnam. Als sein Vater erfährt das Horst im Bordell war fällt dieser unglücklicherweise aus dem Fenster und stirbt, wooraufhin....

NEIN NEIN....hier erzähle ich nicht weiter. Es passieren noch ungefähr 1000 dramatische Dinge aber das kleine Büchlein ist wirklich zu komplex und in einer Kurzbeschreibung viel zu verwirrend als das ich es nacherzählen könnte.

Am Ende kommt raus HORST IST EIN HELD , das kann ich ja soweit schon mal verraten.




VEWIRREND??
Sicherlich hört sich das alles zunächst mal ziemlich verwirrend an , ist es aber gar nicht. Mattthias Praxenthaler packt diese sehr witzige und doch recht Komplexe Geschichte in knapp 200 Seiten, und gibt damit ein sehr kurzzeitiges aber extrem kurzweiliges Lesevergnügungen.


Im Deutschen Taschenbuch Verlag 1999 erstmals als Taschenbuch erschienen, fristet es leider ein ehr unbekanntes Dasein.
ISBN: 3-423-20240-8
Kostet ungefähr 7 Euro, ist aber auch ab und an bei Ebay zu ersteigern.


DER AUTOR
Über ihn wird nicht viel gesagt ,nur das er 1971 in Bonn geboren wurde und erfolgreich einige Schulen besuchte ;o)


SCHREIBWEISE
Man kann sagen , wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Wer hier große Rhetorik erwartet liegt falsch. Im Prinzip erzählt Herr Praxenthaler frei Schnauze über das Phänomen Horst.


GESCHICHTE
Die extrem sarkastische Geschichte wird auch sehr extrem trocken erzählt. Mir fehlen eigentlich die Worte daher möchte ich euch eigentlich eine kleine Leseprobe geben. Und zwar von einer Stelle an der Horst probt ein echter Rambo zu werden, dazu muss man sich natürlich in freier Wildbahn ernähren , und dies wird an Nachbars dicker Katze „Bonzo“ ausprobiert.

°°Ein Messer hatte er, Fleisch mochte er auch, und so fehlte ihm lediglich nur das geeignete Opfer an dem er seine Waidmannsfähigkeiten ausprobieren konnte. Bonzo, der Kater des Nachbarn kam ihm gerade recht. Er war überaus gut genährt, nicht besonders wendig, mäßig aggressiv und außerdem nervte er Horst schon seit Jahren mit seinem Gejaule wenn er nach geeigneten Paarungskandidatinnen suchte. Und das suchte er eigentlich immer. Noch schlimmer als seine Geilheit war sein unstillbarer Appetit, und daher konnte ihm Horst eine einfache Falle stellen. Eines späten Nachmittags legte er eine alte Ölsardine in Nachbars Garten auf den Rasen und wartete bis der olle Kater, magisch angezogen von dem gemeinen Gestank, und sich an die vermeidliche Beute heranschlich. Als er gerade gierig den ersten Bissen von Köder in sich hineinschlang , schnellte Horst blitzartig hinter der Hecke hervor und rammte Bonzo sein Messer von der linken Seite bis an den Schaft in die fette Wampe so dass er es an der rechte Seite wieder herauskam. Bonzo stieß einen gellenden Schrei aus und ergriff umgehend die Flucht, allerdings nur drei vier Schritte und fiel dann tot um .Horst packte seine Beute an den Hinterbeinen und schmiss den Grill an.....°°


HMMMMMM... die genaue Beschreibung des enthäuten und tranchierens spar ich euch jetzt mal, aber da musste ich als Katzenmama nun doch ein bisschen schlucken. Insgesamt nimmt man diese extrem sarkastischen Stellen kein Stück übel ( Auch die Kuh die gegen Ende auf eine Tretmine tritt ist schnell vergessen ) weil der Autor durch seine trockene Schreibweise klarmacht wie unreal das alles eigentlich ist.



MEINE EMPFEHLUNG
Eines der kurzweiligsten, witzigsten Bücher die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Für mich ist es eigentlich unbegreiflich das dieses Buch so unbekannt geblieben ist. Herr Praxenthaler versteht zu fesseln, Spannung aufzubauen , Witz und Sarkassmuss so anzubringen das ihn glaube ich jeder gut verstehen kann. Ich vergebe hier nicht nur eine Empfehlung sondern ein UNBEDINGT KAUFEN, und natürlich die kompletten Sternchen.

Viele Grüße Nikolina


Geschrieben am: 16. Jun 2003, 08:40   von: nikosternchen



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