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Übersicht > Medien > Bücher > Autoren > Kaysen, Susanna

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
wer möchte nicht genre wissen wie es drinnen ist?

Nachteile:
sehr nüchtern und trocken geschrieben




2 Jahre Irrenanstalt auf 211 Seiten???
Bericht wurde 2499 mal gelesen Produktbewertung:  befriedigend
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

„ Die Leute fragen: Wie bist du reingekommen? Was sie eigentlich wissen wollen ist ob sie möglicherweise auch da drin landen könnten. Die eigentliche Frage kann ich nicht beantworten. Ich kann nur sagen : Es ist leicht!“

1993 veröffentlichte Susanna Kaysen ihr autobiografisches Buch „Girl, interruptet“ oder zu deutsch „Durchgeknallt – Seelensprung“. Darin beschriebt sie wie sie als 18jährige von einem Arzt der sie nicht einmal kannte in eine Nervenanstalt , was sag ich , in ein Irrenhaus eingeliefert wurde.Bei ihr wurde deine „Borderline-Persönlichkeitsstörung“ festgestellt die von starken Gefühlsschwankungen und starker Hilflosigkeit geprägt ist. Versprochen wurden ihr einige Wochen , geblieben ist sie 2 Jahre.

Sie erzählt von der Klinik, von Routinen, davon wer wann wie oft und mit wem die Klinik verlassen durfte, von einer Art Freundschaft, von Entmündigung, von Krankenschwestern die ihr bei der Beinrasur zusehen und natürlich schlussendlich von ihrer Entlassung.


In der Hoffnung ein Buch zu lesen welches eventuell die Gefühlswelt eines Menschen der VIELLEICHT grundlos oder schuldlos in einer Klapsmühle landet zerschlug sich recht schnell. Das Buch ist von Beginn an extrem nüchtern erzählt.
Wenn sie ihren eigenen Selbstmordversuch beschreibt hört es sich an als würde sie gerde einen Ausflug machen wollen. Auch wenn man nach 2 Jahren Aufenthalt in einer solchen Klinik sicherlich um einiges abgebrühter ist als vorher denke ich das gerade ein bisschen mehr wesentlich effektiver gewesen wäre. Einige Fragen bleiben einfach offen. Warum? Wieso ?etc. Sie erzählt zwar das man einen Selbstmordversuch planen muss, das man das nicht so einfach macht aber dennoch muss sie schließlich Gründe gehabt haben , in die der Leser keinen wirklichen Einblick bekommt.
Ebenso trocken verfährt sie mit ihren Mitinsassinnen. Eigentlich bemerkt man aufgrund ihres Schreibstils nie zu welcher Insassin sie welches Gefühl hegt, denn selbst da muss schließlich mehr oder weniger Sympathie vorhanden gewesen sein. Für Susanna ist es immer nur Polly die sich selbst anstecken wollte ,oder Daisy die verweste Hühner in ihrem Zimmer hortet oder Cynthia die Elektroschocks bekommt.


GRATWANDERUNG
Ich denke das ist es was Susanna eigentlich aufzeigen wollte. Die Gratwanderung zwischen Irre und normal . Bevor man sich umdrehen kann ist es zu spät und man ist quasi in seinem Leben „unterbrochen“. Des weiteren wollte sie sicherlich aufzeigen wie demütigend die Patientinnen teilweise behandelt werden, das Privatsphäre ein Fremdwort und Strafe an der Alltagsordnung steht. Sie erzählt vom Isolierzimmer das regelmäßig benutzt wurde, von den Schwestern willkürlich anordnen durften. Von Elektroschocks und Eiswickeln ist die Rede.
Die Frage ob man nicht erst in der Anstalt irre wird dürfte sich beim Lesen jeder mindestens einmal gestellt haben.


EINDRUCK....
...wird dieses Buch bei mir nicht wirklich hinterlassen. Ein sehr interessantes Thema, was nicht wirklich an der richtigen Stelle angepackt wurde. Auch mit dem Hintergrund das es sich um einen Tatsachenbericht handelt blieb mir die Spannung quer durch das Buch verborgen. Das positive an der ganzen Sache ist das es nur 211 Seiten hat, ( 2 Jahre in 211 Seiten sollten doch eigentlich schon zu denken geben ).


VERLAG
Im BTB Verlag erschienen und kostet derzeit als Taschenbuch etwa 7 Euro!

ISBN:3-442-72659-X


FAZIT
Ich tendiere ehr zu einem nicht Empfehlenswert, weil ich der Meinung bin dass das Klassenziel nicht erreicht wurde. Das was wohl eigentlich Vater des Gedankens war dieses Buch zu verfassen ist meiner Ansicht nach völlig fehlgeschlagen. Dennoch inspiriert es mich nun mir bei Gelegenheit mal den Film anzusehen. Aber ich vergebe immerhin noch 3 Sterne, weil es schnell und leicht zu lesen war, nicht so langweilig das ich es an die Seite gelegt hätte und das Thema doch sehr interessant ist.


Viele Grüße Nikolina


Geschrieben am: 30. Mar 2003, 16:33   von: nikosternchen



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