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Übersicht > Medien > Bücher > Autoren > Camilleri, Andrea > Die sizilianische Oper

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
amüsanter qualitätsvoller Lesespaß

Nachteile:
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Der Bierbrauer in Sizilien
Bericht wurde 2036 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Diesmal möchte ich euch einen Leckerbissen literarischer Art näher bringen – „Die sizilianische Oper“ von Andrea Camilleri. Gleich vorab sei gesagt, dass dieser Camilleri nicht so zwischendurch zu lesen ist. Zu vielschichtig, zu rasant wird die Geschichte erzählt. Also, ein regnerischer Sonntag mit viel Zeit eignet sich perfekt für dieses Stück sizilianischer Literatur.

Zum Autor:

Andrea Camilleri, 1925 in Sizilien geboren, ist aus der italienischen Gegenwartsliteratur nicht mehr wegzudenken. Seit über 20 Jahre lehrt er an der römischen Accademia d’arte drammatica Silvio D’Amico, arbeitet als Regisseur, Drehbuchautor und Schriftsteller. Camilleri, vielen besonders durch seine Montalbano-Krimis ein Begriff, schrieb auch mehrere historische Romane, die ihren ganz eigenen Reiz auf den Leser ausüben. In diesen historischen Romanen kommt besonders gut heraus, wie der Sizilianer versucht, seine sizilianischen Sprachwurzeln mit dem schönen römischen Italienisch zu verbinden, sprachlich die Eigenheiten der Sizilianer gegenüber den Italienern herauszuarbeiten.

Zum Buch:

In Vigata kommt es zum Aufruhr. Da will doch tatsächlich der Präfekt – ein Italiener – den Vigatesern zur Eröffnung des neuen Opernhauses die fürchterlich schlechte Oper „Der Bierbrauer von Preston“ eines Komponisten aus der Toskana aufzwingen.
Rund um diesen Plan, die Aufführung kommt es zu geradezu unglaublichen Zwischenfällen, einige Leichen fallen an, ein Kommissar versucht, deren Todesursachen zu finden, verändert dabei auch mal dem Ruf einer Frau wegen ein wenig den Tatort, ein riesiges Feuer bricht aus, der Polizeipräsident hat Schwierigkeiten mit seiner Frau, ein deutscher Ingenieur bekommt die Möglichkeit, das erste Mal seine Feuerlöschmaschine einzusetzen, ein italienischer Terrorist hat seine Hand im Spiel – Erotik, Spannung, Komik wird geboten.
(Bewusst verrate ich nicht mehr vom Inhalt, denn schließlich sollen ja diejenigen von euch, die das Buch selbst lesen wollen, auch die diversen Überraschungen erleben können.)

Historischer Hintergrund:

1874 versuchte der Florentiner Präfekt Fortuzzi, der in Sizilien eingesetzt war und sich bei den Sizilianern äußerst unbeliebt machte, da er sich nicht unter die Leute begeben wollte, sondern sein Aufgabengebiet nur aus Büchern kannte, in Caltanissetta die Oper „Der Bierbrauer von Preston“ aufführen zu lassen. Trotz des Widerstandes der wichtigen Leute des Ortes setzte er seinen Willen durch.

Also, sowohl das Geschehnis an sich als auch die Oper sind historisch belegt. Rund um diese Geschichte baute Camilleri seinen Roman auf, setzte alles in sein geliebtes, erfundenes Vigata.

©Homorphus’ Leseerfahrung:

Nachdem ich vier Montalbano-Krimis von Camilleri gelesen habe, wollte ich einmal einen seiner historischen Romane kennen lernen.
Zuerst machte ich den großen Fehler, immer nur stückweise zu lesen – eine halbe Stunde im Wartezimmer beim Zahnarzt, dann eine Viertelstunde in der Tramway, dann vier Tage später die nächsten paar Seiten. Ui, da kam ich aber nicht recht weiter. Irgendwie kannte ich mich nicht mehr aus.
Schließlich setzte ich mich doch einfach hin und begann nochmals den ganzen Roman in Ruhe und ohne Unterbrechung zu lesen – und da hat es mich gefangen. Camilleri springt von einem Spielort zum anderen, ohne Konzentration ist es kaum möglich festzustellen, spielt diese Szene jetzt vor oder nach der Aufführung. Die Figuren sind wirklich großartig gezeichnet, irgendwie liebenswert in ihrer Sturheit und Gewitztheit.
Es ist ein Krimi, in dem die Leichen und Morde eigentlich Nebensache sind. Wenn man sich eingelesen hat, fällt es schwer, das Buch vor der letzten Seite wieder aus der Hand zu legen.
Es würde mich sehr reizen, dieses Buch im italienischen Original zu lesen, aber dafür ist mein Italienisch sicher nicht ausreichend.

Andrea Camilleri: Die sizilianische Oper.
Übersetzung: Monika Lustig
ISBN 3-492-23440-2
Piper
€ 8.90 (D)

Viel Spaß beim Lesen – aber nehmt euch Zeit dafür
Homorphus



Geschrieben am: 15. Mar 2003, 08:03   von: homorphus



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