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Übersicht > Medien > Bücher > Autoren > Link, Charlotte > Wenn die Liebe nicht endet

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
leicht zu lesen ,spannend

Nachteile:
bissl zu dramatisch manchmal




Herzschmerzschnulz, aber sooo schön!
Bericht wurde 2479 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Nach der tiefgreifenden Hintergründen und todernster Thematik meines letzten Buches (Autor : Walter Moers ;o) ) entschloss ich mich daraufhin mal richtig seichter Kost zu widmen. Nicht das ich Charlotte Link mit Konsalik & Co. vergleichen will, Gott bewahre, aber der Titel des Werkes von ihr dürfte mich bestätigen.

WENN DIE LIEBE NICHT ENDET...
Dieses bereits auf dem Cover von herzschmerzstrotzdendem Buch , habe ich neulich auf dem Flohmarkt erstanden. Eigentlich müsste ich sagen ergaunert , denn 0,70 Cent ist schon unmoralisch günstig.
Bei Amazon kostet dieser 500Seiten Schmöker HEUTE 9,90 €.
1998 als MEIN Buch gekauft wurde 10 DM.
Seltsam , nicht??

Wie gesagt halte ich normalerweise nicht viel von solchen Schmachtfetzen ( weder in Filmen noch in Büchern) dennoch begann ich es mit zig Vorurteilen eines schönen Abend kuschelig auf dem Sofa zu lesen.
Erstaunlicherweise las ich 3 Stunden Später immer noch völlig fasziniert, denn Charlotte schaffte es tatsächlich mich mit ihrer oberdramatischen Liebes und Lebensgeschichte zu fesseln.

WORUM GEHT’S?
Protagonistin ist Margaretha von Ragnitz, die Geschichte beginnt im Jahr 1619 in einer bayrischen Klosterschule in der die damals 15jährige Margaretha eine ordentliche Ausbildung die sie für ihr geplantes späteres Leben als Adelige vorbereiten soll. 15jährige haben aber nicht nur in der heutigen Zeit Flusen im Kopf, sondern auch Margaretha, die kurzerhand mit Richard durchbrennt.
Der bevorstehende Krieg, die geplante Hochzeit Margarethas mit einem anderen und Richards Herkunft aus dem „feindlichem“ Prager Hochadel bewirken natürlich das Margaretha nachdem sie diese Entscheidung getroffen hat sich nicht mehr zuhause blicken lassen konnte.
Aber sie ging mit ihm. Naiv wie sie war glaubte sie das die beiden Heiraten, 7 hübsche Kinder (als erstes natürlich einen Sohn) bekommen werden und sich irgendwann wieder mit ihrer Familie vertragen würden. Aber nicht nur sie sondern auch Richard ist mit seinen Anfang 20 noch recht grün hinter den Ohren und heiratet sie nicht weil natürlich seine Eltern diese Hochzeit ebenfalls als nicht standesgemäß ansehen.

Soweit so gut....An dieser Stelle hätte jede Frau die einigermaßen klar im Kopf ist Richard abgeschossen und schleunigst das Weite gesucht. Aber Margaretha liebt ihn nun mal ( wie der Titel des Buches ja schon sagt.) Selbst als er relativ zügig eine andere Heiratet lassen diese Gefühle nicht nach.
Eine innige Freundschaft verbindet sie zu Richards Schwester Sophie. Als ihr Mann, Richard und noch einige andere verhaftet und zu Tode verurteilt werden zieht Margaretha wegen Richard Sophies ganzen Hass auf sich. Durch Verbindungen zu Graf Lavani und dessen Kontakte zur Regierung liegt es in Margarethas Hand einen einzigen ihrer Freunde begnadigen zu lassen. Margarethas Entscheidung trifft auf Richard , und sie lässt Sophies Mann der Tapfer, Ehrlich und Edel ist und eine Begnadigung verdient hätte voll ins Messer laufen.
Recht zügig heiratet sie den Familienfreund und bereist etwas älteren katholischen Grafen Maurice Lavani. Sie liebt ihn nicht ,glaubt aber bei Richard so was wie Eifersucht hervor zu kitzeln. Die Ehe verlief wenig harmonisch , dennoch bekamen die beiden eine Tochter. Maurice zog wieder in den Krieg und Margarethas Tochter sowie Richards Frau fielen der Pest zum Opfer.
Margaretha und Richard verbrachten nun einige Zeit miteinander und trösteten sich gegenseitig....

STOP! STOP! STOP!
An dieser Stelle werde ich nicht weitererzählen….


ZUR GESCHICHTE
Die Geschichte an sich ist obertragisch und dementsprechend eigentlich unrealistisch. Sobald ein Schicksalsschlag durchgestanden folgt sofort der nächste. Das ganze erinnert mich irgendwie an die Lindenstraße in der ja auch fast jeder im Haus eine unheilbare Krankheit hat oder an sonstigen Ausnahmezuständen leidet. Will sagen, die Tragik und Dramatik ist dermaßen geballt das es unwirklich erscheint.
Charlotte beschreibt teilweise seitenweise die Gedanken Margarethas an Richard, wo ich immer denken musste: „Mensch Mädel, wach ma auf!!“...
Dennoch findet sie immer wieder an der richtigen stelle, bevor es langweilig wir den Cut und neue dramatische Vorfälle lassen diesen Anflug von Kitsch vergessen.

GESCHRIEBEN
Wie schon angedeutet versteht es Charlotte mit einfachen Worten den Leser so zu fesseln das er das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag. Vielleicht ist dies nicht Kriterium für gute Literatur, aber mir ist doch ein Buch das Unterhaltsam und sehr bildlich beschrieben ist wesentlich lieber als Bücher bei denen ich jeden Satz 3x hochkonzentriert lesen und dann noch ein Fremdwörterlexikon daneben legen muss um den Sinn einigermaßen zu verstehen ;o)

GESCHICHTLICH
Die Geschichte spielt gegen Anfang des 30jährigen Krieges und ist in diesem Bereich hervorragend recherchiert. Die Jahreszahlen , Orte etc. stimmen genau mit der Realität überein und sie bringt das Leben zur damaligen Zeit ziemlich bildlich und genau rüber.


FAZIT
Charlotte hat mich in jedem Fall soweit überzeugt das ich sicher noch ein zweites oder drittes Buch von ihr lesen werde . Bei diesem scheinen die 500 Seiten viel zu kurz und man möchte eigentlich immer und immer weiterlesen. Ein Buch für kuschelige Herbstabende , zum Aufschlagen und einfach nur weglesen! Ein fettes Empfehlenswert von mir und die komplette Sternchenreihe.

Grüße Nikolina


Geschrieben am: 18. Mar 2003, 14:03   von: nikosternchen



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