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Übersicht > Medien > Bücher > Autoren > Swift Jonathan

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Was Männer und Frauen im Himmel tun....
Bericht wurde 2722 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
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....wissen wir nicht. Sicher ist nur, dass sie nicht heiraten.

Nicht unbedingt ein Spruch, den man von einem Geistlichen erwartet. Es sei denn, der Geistliche heißt Jonathan Swift.

Jonathan Swift wurde am 30. November 1667 in Dublin geboren. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, er war vor der Geburt gestorben. Allerdings wurde gemunkelt, Jonathan sei sowieso nicht sein Sohn gewesen, sondern stamme aus dem Verhältnis seiner Mutter mit dem Diplomaten William Temple. Swift schrieb in seiner Schrift: "Aus der Geschichte der Familie Swift" über die Ehe der Eltern und den Tod des Vaters: "Diese Heirat war von beiden Seiten sehr unbesonnen geschlossen worden, denn die Frau brachte dem Gatten wenig oder kein Vermögen mit, und sein Tod trat so plötzlich ein, dass man seinen Sohn (der zu dieser Zeit noch nicht geboren war) oft hat sagen hören, er habe die schlechten Folgen jener Heirat nicht nur im ganzen Verlauf seiner Erziehung, sondern überhaupt während des größten Teils seines Lebens verspürt".

Als 5jähriger kommt Jonathan zu seinem Onkel Godwin Swift und lebt fortan in der englischen Hafenstadt Whitehaven. Der Onkel übernimmt die Erziehung Jonathans und sorgt für seine Ausbildung.
1673 tritt Jonathan in die Grammar School der englischen Stadt Kilkenny im Südosten Irlands ein, die Schule von Kilkenny genießt den Ruf eines "irischen Eton". Kilkenny ist eine in Englishtown und Irishtown geteilte Stadt, seit dem 14. Jahrhundert umstritten zwischen Engländern und Iren.

Swift selbst bedauert es, in Irland geboren zu sein und ist gleichzeitig stolz darauf, Engländer zu sein, hasst aber als gebürtiger Ire die Unterdrückungspolitik der Briten in Irland.

1662 beginnt Swift, entgegen seinem Wunsch, aber vom Onkel so beschlossen, ein Studium am Trinity College in Dublin. 1688 wird er durch "specialia gratia" (durch besondere Gnade) als Bachelor of Arts graduiert. Das ist der niedrigste akademische Grad, der in England und in anderen englischsprachigen Ländern verliehen wird.

Die politischen Unruhen von 1689 greifen auf Dublin über. Swift geht auf das englische Festland zu seiner Mutter. Die bringt ihn bei Sir William Temple unter. Zu seinen Aufgaben gehörte es unter anderem die 8jährige illegitime Tochter (Esther Johnson) Sir Williams zu unterrichten. Esther wird die spätere "Stella" in Swifts Tagebüchern.
1692 erlangt Swift auf Betreiben von Sir William Temple an der Universität Oxford die Graduierung als Master of Arts.

1694 kehrt Jonathan Swift nach Dublin zurück. Dort erhält er ein Jahr später eine Pfarrstelle in Kilroot an der Bucht von Belfast in Nordirland.
Nach kurzem Aufenthalt wiederum bei Sir Temple in Moor Park, kehrt er 1699 als Hauskaplan und Privatsekretär des Grafen von Berkeley nach Dublin zurück, wo er im Schloss des Grafen wohnt. 1700 wird er aus dieser Stellung (aufgrund von Intrigen) entlassen.

Alle Werke Jonathan Swifts in chronologischer Reihenfolge aufzuzählen, würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen. Deshalb nur einige Highlights: 1704: "Erzählung einer Tonne", Zur "allgemeinen Verbesserung der Menschheit geschrieben", anonym veröffentlichte Satire gegen Korruption. Swift will hier Missstände und Auswüchse im Bereich der "Gelehrsamkeit und Religion" aufdecken.
1711 wird Swift Herausgeber der Tory-Zeitung "The Examiner" und ist der wichtigste Journalist in London. 1713 wird er Dekan der Kathedrale Saint Patricks in Dublin. Ende des Jahres kehrt er jedoch nach London zurück.

1724 erscheint "Aufgedeckte Fälschung oder der Irische Patriot". Diese Streitschrift trägt Swift den Namen "The Hibernian Poet" ein.

Doch nun zur eigentlichen Rubrik, in die ich diesen Bericht poste:
1726 erscheint sein bekanntestes Werk "Gullivers Reisen", ein utopisch satirischer Roman über die Erlebnisse der Arztes Gulliver im Zwergenland Liliput, auf der Rieseninsel Brobdingnag, bei den Wissenschaftlern und in der Pferderepublik der Gelehrten Pferde Houyhnhnms und der affenähnlichen Yahoo's: "Kopf und Brust waren mit dichtem Haar besetzt, teils gelockt und teils strähnig herabhängend. Sie hatten Bärte wie Ziegen, einen langen Haarstreifen auf dem Rücken und an den vorderen Teilen ihrer Beine und Füße; der übrige Teil ihres Körpers war kahl, so daß ich die Haut erkennen konnte, die von schmutzigdunklem Braun war. Sie waren nicht geschwänzt und hatten auch kein Haar am Hintern, außer um den After herum."
Die Geschichte Gullivers dürfte hinlänglich bekannt sein. Obwohl oft als Kinderbuch dargestellt, ist es das meiner Meinung nach nicht. Zwar mögen manche erschienen Trickfilme das vorgaukeln, aber im Grunde genommen ist das ganze Buch eine einzige Satire. Nichts ist, wie es scheint, das Große ist klein, das Kleine bedeutend.

1727 erscheit: "Kurzer Überblick über die Geschichte Irlands", eine pro-irische Kampfschrift. 1729 wird Swift zum Ehrenbürger Dublins ernannt.
1742 wird Swift für geisteskrank erklärt, nachdem es zwischen ihm und einem jüngeren Geistlichen zu Handgreiflichkeiten gekommen war.
Swift stirbt am 19. Oktober 1745 in Dublin, nachdem er die letzten 3 Jahre in geistiger Umnachtung, blind und taub, zugebracht hat. Todesursache ist eine Gehirnerkrankung, wahrscheinlich durch einen Schlaganfall hervorgerufen. Gemäß seinem Testament wird er um Mitternacht neben "seiner Stella" in der Kathedrale Saint Patricks beigesetzt.


Geschrieben am: 28. Jan 2004, 15:22   von: campino



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