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Übersicht > Medien > Bücher > Buchtitel > T

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
sehr spannend, tolle story

Nachteile:
die ersten 200 seiten




Zurück ins Jahr 1357?
Bericht wurde 2201 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 3 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Zum Geburtstag bekam ich von einem Freund den Roman Timeline von Michael Chrichton geschenkt. Eigentlich ist das ja überhaupt nicht mein Geschmack, aber aus „Höflichkeit“ habe ich es nur wenige Tage darauf in die Hand genommen und habe es gelesen. Schließlich kann ich nicht noch Monate später zu ihm sagen, dass das Buch im Regal verstaubt :o)

Den Roman gibt es in einer Gebundenen und in einer Taschenbuchausgabe, welche man für 22 DM bzw 11 Euro erwerben kann.
Ich habe die Taschenbuchausgabe erhalten und gleich auf den ersten Seiten steht als Einführung „Die Naturwissenschaften am Ende des Jahrhunderts“. Hier werden ein paar Seiten eigentlich nur über Physik, die Quantentechnologie bzw Quantenteleportationen gesprochen. Oje kann ich da nur sagen und ich hatte schon wieder die komplette Lust auf das Buch verloren. Wer sich so höllisch für Physik interessiert wie ich, wird mich sicherlich verstehen.
Aber Gott sei Dank ging diese Einführung nur wenige Seiten und dann erblickte ich eine Karte aus dem früheren Frankreich, mit dem Abschnitt wo die Story spielt. Die beschriebenen Burgen und Kloster sind dort eingezeichnet und die Himmelsrichtungen. So dass man später bei der Story immer wieder die Karte anschauen konnte, wenn man sich orientieren wollte.
Zusätzlich zu der Karte findet man vereinzelt Zeichnungen von Burgen oder Innenarchitektionen vor, so dass man sich das Beschriebene auch sehr gut vorstellen kann.

Aber nun will ich erst mal ein bisschen zur Story erzählen:
An der Dordogne in Frankreich liegt das Ausgrabungscamp des amerikanischen Geschichtsprofessors Edward Johnston. An dieser Örtlichkeit bekämpften sich damals im 14.Jahrhundert die Engländer und Franzosen im 100jährigen Krieg und die 4 verbliebenen Ruinen – 2 Festungen, eine Mühle und ein Kloster – sind für Johnston und seine Studenten ein ideales Betätigungsfeld für ihre Forschung und Rekonstruierung der altertümlichen Zeit.

Eines Tages kommt der Professor ein unheimlicher Verdacht: Könnte es sein, dass die amerikanische High-Tech-Firma ITC, die sein Forschungsprojekt seit Jahren großzügig unterstützt, eine Zeitmaschine entwickelt hat und damit bereits in die Vergangenheit gereist ist? Wie sonst ist z.B. die Genauigkeit eines Aufrissplans des Klosters zu erklären, der ihm aus Amerika in die Hände gespielt wurde? Wutentbrannt fährt Johnston in die USA.

Nur wenige Tage später erreicht ein erregter Anruf das Camp. Der Professor sei ins Mittelalter gereist und seine Studenten würden dringend gebeten, ihn von dort zurückzuholen. Auf den Wissenschaftshistoriker Chris, der Architektin Kate und den Alltagshistoriker Andre wartet die Begegnung mit einer sensationellen Maschinerie, die die Erfüllung eines uralten Menschheitstraums in greifbare Nähe rückt – und eine Reise zurück in eben die Zeit, an deren Erforschung sie schon seit Jahren arbeiten.
Die Verlockung, sie hautnah zu erleben und dabei den Professor zu retten ist größer als die Angst.
Und so entschließen sich die 3 zu einer ungewissen Reise in das Jahr 1357.
Gleich bei ihrer Ankunft werden die 3 jedoch gleich mit der Grausamkeit und Unberechenbarkeit der damaligen Zeit konfrontiert und es wird ein langer und sehr gefährlicher Kampf bis sie den Professor finden und sogar retten können.

Fazit:
Das Buch fängt sehr langsam an. Am Anfang werden so ein bisschen die Persönlichkeiten beschrieben und es wird viel von ihrer Forschungsarbeit in Dordogne erzählt. So plätschert die Geschichte dahin und ist eigentlich nicht sonderlich interessant. Zumindest lässt das Physikalische Gerede nach.
Nach ca. 100-200 Seiten wird es dann schon interessanter. Die 3 Hauptakteure werden mit der Zeitmaschine vertraut gemacht und die Reise kann beginnen. Und mit genau dieser wird das Buch wirklich richtig spannend und fesselnd.

Man verschlingt die Story richtig und will am liebsten gleich den Schluss lesen.
Man muss noch nicht mal ein großer Geschichtsfan sein, um dieses Buch zu mögen. Ich habe noch nie so ein Buch gelesen und ich lese eigentlich hauptsächlich King oder Hohlbein, also man sieht, ich habe bisher nicht viel mit dem 100jährigen Krieg am Hut gehabt.
Aber das Buch fesselt wirklich.

Laut dem Autor im Epilog ist es sehr geschichtstreu geschrieben worden und es ist faszinierend wie es in der damaligen Zeit zu sich ging. So halte ich nach diesem Buch einen Ritter nicht mehr unbedingt als Held und Adelsmann. Er ist zwar noch von Adel aber so benommen haben die sich weiß Gott nicht.
Für Kinder ist es aufgrund der Gewaltakte nicht unbedingt geeignet. Weil in der damaligen Zeit ist man nicht gerade penibel mit einander umgegangen und so wird mehr als einmal erzählt, wie einem die Gurgel durchgeschnitten wird, wie sich noch ein bewegender Kopf durch die Beine kullert und wie man heiße Gegenstände durch den After geschoben hat um so die Eingeweiden zu verbrennen :o)
Aber es ist auf keinen Fall gewaltverherrlichend geschrieben worden, weil die damalige Zeit wirklich so war.

Ich bin nicht unbedingt ein schneller Leser, aber ich habe es geschafft dieses 630 Seiten starke Buch innerhalb von einer Woche zu lesen. Aber man sieht vielleicht daran, dass es wirklich fesselnd und gut geschrieben wurde. Und irgendwie finde ich es jetzt fast schade, dass die Story in der Zeit nicht weitergeht :o(

Im Epilog findet man einen Satz, welcher mir besonders gut gefallen hat, weil er eigentlich der Wahrheit entspricht und einen vielleicht zum Nachdenken anregt.
Die Zeit wurde ja schon ziemlich brutal beschrieben und teilweise war man beim lesen wirklich geschockt.
„Was den überkommenen Ruf des Mittelalters als dunkle Zeit der Beschränktheit, der religiösen Vorurteile und des massenhaften Abschlachtens angeht, so muss die Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts jeden nachdenklichen Beobachter zu dem Schluss führen, das wir in keiner Weise besser sind.“
Und? Stimmt sogar. Wir sind nur ein bißchen anders, aber eigentlich nicht viel besser.
Und in diesem Sinne will ich meinen Bericht nun beenden und kann das Buch vollkommen empfehlen.


Geschrieben am: 08. Feb 2002, 10:16   von: Fishkopf77



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