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Übersicht > Medien > Bücher > Buchtitel > L

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung



Land aus Eis - Sarabande William
Bericht wurde 2644 mal gelesen Produktbewertung:  ausreichend
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Zu Pfingsten war es mal wieder soweit: Ich hatte das letzte Buch angefangen und mußte somit schleunigst für Nachschub sorgen.
Ich schleppte meinen Freund mit auf den Flohmarkt und durchstöberte jede Bücherkiste, die ich erreichen konnte. Schon recht genervt, weil ich immer noch nichts gefunden hatte, machte ich mich am vorletzten Stand eher halbherzig über die spärlichen Bücher her. Eigentlich sagte mir keines so richtig zu, doch ich wollte nicht ohne eine neue Errungenschaft nach Hause gehen.
Ich erstand zwei Bände aus der sogenannten Urzeitsaga, die der Autor William Sarabande ins Leben gerufen hat. Hier also der Bericht über das erste Buch „Land aus Eis“:

Aussehen:

Auf der Vorderseite des Buches sind zwei der Hauptpersonen abgebildet: Torka, der Jäger und Lonit, seine Frau. Sie stehen in der Tundra und im Hintergrund sieht man die untergehenden Sonne. Beide sind in Felle gehüllt und Torka stützt sich auf die Stosszähne eines toten Mammuts.
Der Buchrücken und die Rückseite sind in auffälligem Rot gehalten.

Inhalt:

Die Erzählung spielt ungefähr vierzigtausend Jahre vor unserer Zeitrechnung. Torka, bester Jäger seines Stammes, zieht mit zwei weiteren Jägern aus, um dem vor dem Hungertod stehenden Stamm Nahrung zu beschaffen. Schon fast am Ende ihrer Kräfte treffen die Jäger auf ein verendetes Mammut-Weibchen. Sie sind verwundert, dass sich noch keine wilden Tiere an dem Kadaver gütlich getan haben, doch ihr Hunger läßt sie jede Vorsicht vergessen. Sie beginnen das Fleisch roh zu essen und merken zu spät, dass ein riesiger Mammut-Bulle auf sie zukommt und einem nach dem anderen abschlachtet. Schwer verwundet überlebt Torka und versucht sich in das Lager seines Stammes zurück zu schleppen.

Während dessen wird Torkas Großvater, Umak, von Egatsop, Torkas Frau, genötigt seine Seele endlich dem Wind anzuvertrauen. Er soll das Lager verlassen und zum sterben in die Wildnis hinaus gehen. Dort freundet er sich mit einem wilden Hund an und bemerkt, dass er noch nicht bereit ist zu sterben. Er beschließt alleine weiter zu ziehen, bis er am Ende seiner Kräfte ist und in Ruhe sterben kann. Der Hund begleitet ihn und wittert Torka als erstes, der halb tot vor Erschöpfung im Schnee liegt. Umak teilt seine letzten Nahrungsmittel mit Torka und versucht ihn zurück zu seinem Stamm zu bringen.

Dort angekommen finden die beiden das Lager zerstört vor. Überall liegen Leichen...gräßlich entstellt...auch Torkas Frau und sein Sohn haben den Tod gefunden, als das Mammut den Stamm dem Erdboden gleich gemacht hat. Voller Wut hat Torka nur noch ein Ziel: Das Mammut zu töten.

So zieht er mit Umak, Lonit und dem wilden Hund, den Umak Aar genannt hat, in Richtung des Gebirges los. Dort würden sie sicher sein und Nahrung finden. Nach einem beschwerlichen Marsch durch die Tundra gelangen sie schließlich zu den Bergen und finden in einer geräumigen Höhle Unterschlupf. Aar bemerkt immer wieder, dass sich ein übel riechendes Tier des nachts in die Höhle schleicht und auch Torka und Umak werden auf den Geruch aufmerksam. Sie stellen dem Tier eine Falle und müssen feststellen, dass es sich nicht um ein wildes Tier sondern um einen kleinen Jungen handelt, der von seinem Stamm ausgesetzt wurde. Dies war zu dieser Zeit üblich, wenn der Stamm nicht genügend Nahrung hatte.
Torka nimmt den Jungen in seinen kleinen Stamm auf und sie lassen jede Nacht ein Feuer im Eingang der Höhle brennen, damit Kanaras Stamm den Weg zu ihnen finden kann. Doch nicht Kanaras Stamm sondern ein anderer, fremder Stamm, wird von dem Feuer angelockt. Diese Menschen haben keinerlei Manieren und scheren sich nicht um die Sitten, die Torka für angemessen hält. Sie jagen sämtliches Wild, ohne auch nur ein Tier am Leben zu lassen, das sich fortpflanzen könnte. Der kleine Stamm ist angewidert und es entwickeln sich immer öfter Streitigkeiten, bis der Führer des Stammes, Galeena, Torka und seine Angehörigen des Stammes verweist.

Kurz nachdem sie die Höhle verlassen haben, sehen sie aus der Ferne wie der Berg in sich zusammen fällt. Es war kein gewöhnlicher Berg sondern ein Vulkan. Karana hatte schon vorher gespürt, dass dieses Lager nicht gut war und hatte Umak und Torka zum gehen überreden wollen. Jetzt erst bemerken die beiden, dass Karana ein ganz besonderer Junge ist, der eine große Zukunft vor sich hat.

Glücklich darüber, dass sie mit dem Leben davon gekommen sind, zieht die Gruppe weiter nach Osten. Als Torka und der einzige Mann, der aus dem Stamm Galeena´s mit ihm gezogen ist, auf die Jagd gehen, werden sie voneinander getrennt. Torka gelangt erst später zum Lager zurück und findet es verwüstet vor. Umak liegt im Sterben und Manaak ist brutal ermordet worden. Lonit, Iana und ihr Baby und auch Kanara sind von den Fremden entführt worden.

Als Umak in seinen Armen stirbt, wächst der Hass in Torka und er beschließt seinen Stamm zu retten....

Meine Meinung:

Die Liebesgeschichte zwischen Lonit und Torka ist sehr schön beschrieben. Anfangs haßt Torka das Mädchen, weil sie und nicht seine Frau das Massaker überlebt hat. Je länger jedoch ihre Reise dauert desto widersprüchlicher werden seine Gefühle bis er sich endlich eingesteht, dass er Lonit liebt. Auch bei Kanara hat er zu Anfang Probleme ihn zu akzeptieren, da er seinem verstorbenen Sohn so ähnlich ist. Hier benötigt er ebenfalls eine lange Zeit bis er seine wahren Gefühle gegenüber dem Jungen erkennt. Zu seinem Großvater hatte er schon immer ein gutes Verhältnis und als Torka merkt, dass Umak immer schwächer wird und an sich selber zweifelt, führt er ihn durch eine List zurück zu seiner Kraft.

Die Wandlung Umaks vom alten nutzlosen Greis zum Jäger und Berater Torkas ist ebenfalls sehr schön dargestellt. Man kann seine Gefühle gegenüber den Menschen des Stammes und auch gegenüber dem wilden Hund gut nachvollziehen. Überraschend war für mich nur sein Tod, denn ich hatte erwartet, dass er am Ende noch übrig bleibt und mit dem Stamm in eine neue Zukunft geht.

Lonit wandelt sich vom schüchternen, sich häßlich fühlenden Mädchen, zu einer mutigen, von sich selbst überzeugten, Frau. Allerdings hält sie sich für den letzten Abschaum, da Frauen in ihrem Stamm nicht viel wert sind. Wahrscheinlich hat mir das nicht gefallen, da ich selbst eine Frau bin *lächel*.

Die Figur von Kanara ist leider nicht so gut ausgearbeitet und die Beschreibung seiner Ängste und Gefühle bleiben ein wenig auf der Strecke, obwohl er auch eine wichtige Rolle in der Geschichte spielt.

Kommen wir zum Schreibstil des Autors, den ich als sehr einfach empfunden habe. Lediglich die eigentümliche Sprechweise der Menschen der damaligen Zeit ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Ansonsten liest sich das Buch ohne Probleme. Die Spannung kommt erst gegen Ende auf und dort hätte ich es mir gewünscht, dass die Handlung besser ausgearbeitet gewesen wäre.

Fazit:

Ganz nett zu lesen., aber nicht gerade umwerfend. Durch den sehr einfachen Schreibstil sicherlich eine nette Abwechslung für Schlecht-Wetter-Tage.

Allgemeine Informationen:

Das Buch ist im Bastei Lübbe-Verlag mit der ISBN 3-404-13432-X erschienen und kostet laut Buchaufdruck 9,90 DM. Ich habe dafür allerdings nur 0,50 Euro auf dem Flohmarkt bezahlt. Der Roman umfaßt 414 Seiten.


Geschrieben am: 06. Jun 2002, 19:11   von: butterkeks



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