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Übersicht > Medien > Bücher > Buchtitel > D > Die fünfte Frau (Mankell, Henning)

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Glaubhafter Kommissar, sehr spannend

Nachteile:
Etwas drastische Beschreibung der Morde




Eine mysteriöse Mordserie
Bericht wurde 1826 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Geschehen in diesem Krimi von Henning Mankell, der den Titel "Die fünfte Frau" trägt. Wie auch in den anderen Büchern dieser Reihe ermittelt Kommissar Kurt Wallander in der schwedischen Provinz. Mehrere grausame Morde ohne Zusammenhangund ohne erkennbares Motiv, führen Wallander, der nach wie vor mit seinem Privatleben hadert (Trennung von seiner Ehehfrau, Distanz zu seiner Tochter), nach vielen Irrungen und Wirrungen auf die Spur des Täters und es gilt im letztenMoment einen weiteren Mord zu verhindern.

Die Vorgeschichte:

Eine schwedische Touristin übernachtet in einem
Kloster in Algerien, als dieses nachts von Terroristen
brutal überfallen wird und alle anwesenden Personen,
vier Nonnen und eben jene Touristin niedergemetzelt
werden. Die algerische Polizei versucht diese Morde
geheim zu halten, da der offenbar religiös
motivierte Mord an einer Touristin nicht gut für das
Ansehen des Landes ist. Eine algerische Polizistin
hält sich allerdings nicht an diese Anordnung und
schickt der Tochter des Opfersdie Todesnachricht
samt den Dokumenten, die das Opfer bei sich trug.

Die Hauptgeschichte:

Kurt Wallander, der gerade erst aus dem Urlaub
zurückgekehrt ist, den er mit seinem Vater verbracht
hat und der erstaunlich harmonisch verlaufen ist
angesichts der Differenzen, die er ständig mit ihm hat,
schlägt sich imtäglichen Arbeitsleben mit
Bagatellfällen die Zeit um dieOhren. Er ermittelt
wegen Autoschiebereien und dem scheinbar
"harmlosen" Einbruch in einen Blumenladen, dessen
Besitzer sich gerade auf Orchideensafari irgendwo in
Afrika aufhält.

Die Ruhe ist vorbei als ein Mann von von mehrern
Bambusstangen aufgespießt in einem Graben bei seinem Haus gefunden wird. Es stellt sich heraus, daß dieser Vorfall kein Unfall gewesen sein kann, da dem
eigenbrötlerisch lebenden Mann ein manipulierter Steg zum Verhängnis wurde, den er regelmäßig benutzte um zu einem Turm zu gelangen,von dem aus er Vögel beobachten konnte.

Erste Ermittlungen führen zu der Erkenntnis, daß der
Tote ein sehr abgeschiedenes Leben geführt hat, das
er unter anderem damit verbrachte seltsame
Vogelgedichte zu verfassen. Dann wird ein Tagebuch gefunden, das Hinweise enthält, daß das frühere Leben des Toten keinegswegs so harmlos
war, wie es sich zuerst dargestellt hatte: Der Tote
Holger Eriksson war offenbar ein Söldner. Weitere
Nachforschungen ergeben, daß er zu einer Gruppe
schwedischer Söldner gehörte, die an furchbaren
Massakern an der Zivilbevölkerung im
Kolonialkrieg beteiligt waren.

Währenddessen erfährt der geneigte Leser aus der Sicht des Mörders, daß der Blumenhändler keinegswegs tot ist, sondern am Tag seiner geplanten Abreise gekidnappt wurde und sich nun hilflos in einem engen Backofen befindet, wo er gerade soviel Nahrung und Wasser bekommt, um noch am Leben zu bleiben.

Nun fällt auch den Verwandten des Orchideenhändlers irgendwann auf, daß dieser sein Reiseziel nie erreicht hat und sie geben eine Vermißtenanzeige auf. Wallander hat schnell eine böse Vorahnung. Kurze Zeit später
wird der Vermißte Gösta Runfelt von einem Jogger
aufgehängt im Wald gefunden. Wallander und seine
Kollegen erkennen, daß das Opfer vor seiner
endgültigen Hinrichtung auf schwerste Art und Weise
leiden mußte.

Der Leser wird zwischenzeitlich immer wieder in die
Gedanken des Täters eingeweiht, der offensichtlich
einen weiteren Mord plant. Zudem kommt wegen der Morde Unruhe in der schwedischen Provinz auf, da ein Teil der Bevölkerung Bürgerwehren aufstellen will, da sie sich nicht von der Polizei beschützt fühlen. Der Ärger läßt nicht lange auf sich warten, als ein Unschuldiger von einem Mitglied dieser Bürgerwehr ungerechtfertigt angegriffen wird und die Situation zu eskalieren droht.

Nach einigen falschen Fährten, die Wallander unter
anderem ins Milieu der ehemaligen schwedischen Söldner führt, wobei viele unschöne Dinge ans Tageslicht kommen, stößt er endlich auf eine heiße Spur, die mit einer mysteriösen, fremden Frau in einem Krankenhaus zusammenhängt, die plötzlich wieder verschwunden ist. Trotzdem können Wallander und seine Kollegen
einen weiteren Mord nicht verhindern. Das Opfer wird
in einem zugeschnürten Sack in einem See gefunden, der zusätzlich mit Steinen beschwert ist, sodas es
langsam ertrunken ist.

So ich denke, das war genug Inhaltsangabe, sonst ist
die Spannung weg für jemanden, der dieses Buch noch lesen möchte.Nur soviel sei verraten: Es geht gegen die Zeit, um einen weiteren Mord zu verhindern.

Mein Fazit:

Dieser Krimi von Henning Mankell zählt für mich zu
einem der Spannendsten (ich habe bis jetzt vier
gelesen). Obwohl der Leser ziemlich schnell dahinter
kommt, wer der Mörder ist, bleibt die Geschichte bis
zum Ende hin offen. Gerade weil man die nächsten
Schritte des Mörders immer wieder in Sequenzen
miterlebt (und somit auch sein Motiv) wird die
Spannung ständig gesteigert, denn die Verfolger hinken
immer einen Schritt hinterher.

Wie auch in den anderen Wallander-Krimis gibt es eine Menge Nebenhandlungen und falscher Spuren, die aber trotzdem irgendwie mit dem Fall zusammenhängen. Hier unterscheidet sich "Die fünfte Frau" etwas von den anderen Wallander- Fällen, die ich gelesen habe, in denen am Ende häufig Täter aus dem Nichts auftauchen (z.B. in "Der Mann, der lächlte") oder es stellt sich später heraus, daß zuerst offensichtliche Verbindungen von verschiedenen Morden nicht existieren
("Die Brandmauer").

Kommissar Wallander wird von Mankell nicht als der
überlegene Super-Kommissar beschrieben, der jeden Fall im Schlaf löst, sondern als Mann, der stets mit sich und seiner Umwelt hadert.
Insbesondere seine Probleme mit seiner Familie
(Ex-Frau, Tochter und Vater, der es ihm nie wirklich
verziehen hat, daß Wallander zur Polizei gegangen ist)führen zu seinem oft ungesunden Lebenswandel und dem Wunsch endlich eine neue Frau kennenzulernen, wobei ihm seine Arbeit bei der unterbesetzten Polizeidienststelle immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen.

Die Darstellung der Planung und Ausführung der Morde ist ziemlich darstisch, vor allem die Stelle, wo der noch nicht ermordete Blumenhändler im Backofen
vegetiert. Allerdings paßt dieses, wie ich finde, zu
der erzählten Geschichte, da es eben auch eine
drastische Geschichte ist.

Es werden außerdem sie sozialen Veränderungen in der schwedischen Provinz hervorgehoben, die dazu führen, daß die Menschen sich nicht mehr sicher fühlen, oder anders gesagt, daß ein gewisses Mißtrauen von Grunde auf in die Gesellschaft Einzug gehalten hat, das es
vorher nicht gab.
Die Bürgerwehren sind in diesem Fall die Antwort
darauf, allerdings wird klar welche Gefahren auch
diese mit sich bringen können.

Der Autor Mankell, der ein Großteil seiner Zeit in
Afrika verbringt, stellt auch in diesem Krimi wieder
einen Bezug zwischen Schweden und Afrika her (die
schwedischen Söldner im Kolonialkrieg), wie er es
auch in seinen anderen Krimis vorher getan hat.

Alles in allem hat mich dieses Buch begeistert, denn
es ist eben nicht nur ein Krimi, sondern eher eine
Mischung aus verschiedenen Stilrichtungen.

Die Fakten zum Buch:
ISBN: 3423203668
Preis: 10 Euro


Geschrieben am: 07. Feb 2003, 03:02   von: sprox



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