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Hamburg und die Currywurst.
Bericht wurde 2041 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
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Hallöchen!!!

Diesmal möchte ich über ein Buch schreiben, dass wir gerade im Deutschunterricht behandeln. Es heißt "Die Entdeckung der Currywurst" und wurde von Uwe Timm verfasst.

Uwe Timm wurde am 30. März 1940 in Hamburg geboren. Sein Philosophie und Germanistik Studium brachte ihn nach München und Paris. Seit 1971 lebt er als Schriftsteller in München und hat einige bekanntere Novellen und andere Bücher veröffentlicht. Ein bekanntes müsste "Rennschwein Rudi Rüssel" sein.

Zu erwerben ist die Novelle "Die Entdeckung der Currywurst" im Deutschen Taschenbuch Verlag unter der ISBN 3-423-12839-9 für 8,50€. Das Buch beinhaltet 187 Seiten, die in 7 Kapiteln zusammengefasst worden sind.

Bei der Novelle wird eine Rahmen- und Binnenhandlung verfolgt. Diese werde ich euch einzeln näher beschreiben

Wie man aus dem Titel entnehmen kann, geht es hier um die Entdeckung der Currywurst. Die Rahmenhandlung spielt in den 60er Jahren.

Der Ich-Erzähler erinnert sich an seine Kindheit in Hamburg und an die vielen Currywürste, die er bei Lena Brückner am Hafen gegessen hat. Die letzte Currywurst bei ihr ist nun fast 12 Jahre her und seitdem hat nie wieder eine so hervorragende Wurst seinen Gaumen berührt. In Berlin unterhält er sich mit einen Personen, die der Meinung sind, dass die Currywurst aus Berlin kommt. Das macht den Erzähler neugierig, denn er dachte, Lena Brückner hätte diese erfunden. Er macht sich auf den Weg, um den Ursprung der Currywurst zu finden.
In Hamburg angekommen, stellt sich heraus, dass Lena Brückner im Altersheim sitzt. Er fährt sie besuchen und in einigen Tagen erfährt er die gesamte Geschichte von ihr, ihrer Würstchenbude und der Currywurst. Die Geschichte zieht sich über einen Großteil des Buches hin. Sie wird immer wieder von kleinen Unterhaltungen, Kaffepausen zwischen dem Ich-Erzähler und Lena Brückner unterbrochen.
Am Ende der Rahmenhandlung kommt der Ich-Erzähler aus den USA wieder und muss feststellen, dass Lena Brückner verstorben ist. Sie hat ihm aber den Pullover, an dem die damals schon blinde Frau gearbeitet hat, vererbt.

Nun aber zum Hauptteil des Buches, der Binnenhandlung. Die Binnenhandlung spielt in den letzten Tagen des zweiten Weltkriegen und in den ersten Tagen danach.

Lena Brückner, die zur Zeit die Leitung einer Kantine übernommen hat,will an diesem Abend ins Kino gehen. Lena selber ist verheiratet und hat zwei Kinder. Ihre Tochter lebt woanders und ihr Mann und Sohn wurden eingezogen. An der Kasse begegnet sie dem Bootsmann, Bremer. Bremer ist auf den Weg zu seiner Truppe und hat einen kurzen Aufenthalt in Hamburg. Er hatte die gleiche Idee und so kommt es zu der Begegnung. Das Schicksal nimmt seinen Lauf und beide werden in ein Gespräch verwickelt. Lena nimmt Bremer mit zu sich nach Hause und bewirtet ihn reichlich. Am Ende des Abends bietet sie ihm ein Nachtlager an. Während dieser Nacht kommt die Frage auf, ob er nicht bis zum Ende des Krieges bleiben soll. Am Morgen ist es entschieden und Bremer ein Desateur.
In den nächsten Kapiteln wird sein Versteckspiel in Lenas Wohnung beschrieben. Inzwischen ist der Krieg zu Ende, doch aus Angst allein zu sein und Bremer, der verheiratet und Vater ist, zu verlieren, verschweigt Lena alles. Das Spiel geht noch einige Zeit weiter, bis Bremer Lunte riecht und eines Nachmittages, als Lena von der Arbeit nach Hause kommt, verschwunden ist. Er hat ihr lediglich seine alte Uniform dagelassen. Ein Brief oder ähnliches findet sie trotz verzweifelter Suche nicht.
Nach nicht allzu langer Zeit klingelt es an der Tür und ihr Mann taucht wieder auf. Dieser ist noch fauler als früher und lässt sich von vorne bis hinten bedienen. Lange macht Lena das mit. Doch auch ihr wird klar, dass dies kein Leben ist und setzt ihren Mann ohne alles vor die Tür.
Sie selber hat in der Zwischenzeit ihren Job verloren und hat den Entschluss gefasst, sich selbständig zu machen. Eigentlich hatte sie eine andere Verkaufsidee, doch als sich diese nicht realisieren lässt, da die gewünschte Tauschware nicht vorhanden ist, nimmt sie den Vorschlag an und tauscht gegen Curry und Ketschup. Auf dem Heimweg stürzt sie unglücklicherweise und der Curry vermischt sich mit dem Ketschup. Das Schicksal hatte es gut mit ihr gemeint. Denn als sie dieses Gemisch probierte, stellte sie fest, was für ein herrlicher Geschmack dies sei und so entstand die Currywurst und ihre berühmte Würstchenbude am Hafen Hamburgs.

Der Autor hat die Kombination dieser beiden Geschichten sehr gut verwirklicht. Uwe Timm hat auf sehr viele unterschiedliche Stilebenen zurückgegriffen. Besonders auffallend ist, dass er im gesamten Text keine wörtliche Rede verwendet. Ansonsten nimmt er viele kurze Sätze aber auch lange Satzgefüge zur Hilfe. Alleine in den ersten Kapiteln werden häufig Elipsen verwendet.
Die verzwickte Schreibweise des Autors erschwert das Lesen der ansonsten nicht schlechten Novelle erheblich. Er verwendet Zeitsprünge, die es dem Leser nur schwer ermöglichen dem Geschehen im Buch zu folgen. In dem Satz ist man noch in die Handlung im Altersheim vertieft und schon ist man ohne Übergang in der Geschichte von Lena und Bremer. In manchen Fällen ist man verwirrt und muss nachlesen, bis man den Zeitsprung gefunden hat und ihn auch besser nachvollziehen kann. Aus den eben genannten Gründen ist das Buch meiner Meinung nach von den stilistischen Hilfsmitteln sehr anspruchsvoll. Man sollte sich Zeit nehmen, wenn man "Die Entdeckung der Currywurst" lesen sollte.

Zwar geht es im Buch auch um den zweiten Weltkrieg, aber der spielt nur eine kleine Rolle. Den Hauptteil übernimmt die Liebe zweier Menschen, die sich ohne den Krieg nie kennengelernt hätten. Die Geschichte ist zwar gut umgesetzt, aber an vielen Stellen zu langatmig. Der Anfang und das Ende sind aus meiner Sicht das Interessanteste an dieser Novelle. Im Hauptteil des Buches wird alles viel zu lang und detailliert beschrieben, so dass es für den Leser schnell langweilig wird. Man überspringt schnell mal einige Seiten und verpasst so etwas, was vielleicht wichtig gewesen wäre. Dies viel mir besonders beim gründlicheren Lesen in der Schule auf.

Da wie oben schon gesagt, das Buch unser Thema im Deutschunterricht ist, will ich das auch mal darauf beziehen. In unserer Schule wird die Novelle häufig für den Realschulabschluss als Lektüre verwendet. Meiner Meinung nach sollte man es auch nicht früher lesen, denn es wäre zu schwer zu verstehen. Für den Unterricht ist es eine angemessene Lektüre, wobei es sicherlich spannendere Bücher über das gleiche Thema, den zweiten Weltkrieg, gibt.

Wenn man sich für dieses Thema interessiert und einem die Langatmigkeit in vielen Passagen nicht stört, sollte man sich das Buch kaufen oder zumindest lesen. Vielleicht wären weniger Seiten sinnvoller gewesen.

Da mich der Stil des Autors, bis auf die oben genannten Passagen, faziniert, werde ich ihm trotzdem fünf Sterne geben und es euch somit auch empfehlen.

Man liest sich! Eure Sarah


Geschrieben am: 06. Feb 2002, 15:02   von: CyberQueeny



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