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Übersicht > Medien > Bücher > Buchtitel > A > Am Rande des Wahnsinns (Fielding, Helen)

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
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Nachteile:
siehe meinung




14.515.200 Sekunden ohne Sex
Bericht wurde 1507 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Macht Euch um mich keine Sorgen...die Überschrift bezieht sich nicht auf mich ;o)...vielmehr ist dies die detaillierte Aufrechnung von Bridget Jones in Bezug auf ihr nicht vorhandenes Sexleben:

22.45 Uhr
Monate ohne Sex: 6
Sekunden ohne Sex:
(Moment, wie viele Sekunden hat eigentlich ein Tag?)
60 x 60 = 3.600 x 24 =
(Besser mal Taschenrechner holen.)
86.400 x 28 = 2.419.200
x 6 Monate = 14.515.200

23.00 Uhr
„Vielleicht werde ich auch MEIN GANZES RESTLICHES LEBEN KEINEN SEX MEHR HABEN!!!!“

23.05 Uhr. Frage mich, was passiert, wenn man keinen Sex mehr hat. Ist das eher gut oder eher schlecht?

23.06 Uhr.Vielleicht macht man den Laden ganz dicht.

23.07 Uhr. Darf nicht zu viel darüber nachdenken. Bin spirituelles Wesen.

23.10Uhr. Aber was ist mit der Fortpflanzung?


So oder ähnlich geht es ab in Helen Fieldings zweiten Roman,über unsere liebgewonne Bridget Jones.
Vielleicht haben einige von Euch ja schon den ersten Band „Schokolade zum Frühstück“ gelesen, dessen Verfilmung im Moment ja mehr als erfolgreich mit Renèe Zellweger, Hugh Grant und Collin Firth in den Hauptrollen im Kino läuft?
Ich, die beides getan hatte, konnte es mir natürlich nicht lange verkneifen, auch die Fortsetzung zu lesen...und ich wurde in keinster Weise enttäuscht.

Der Roman beginnt eigentlich genau da, wo der 1. Band aufgehört hat.
Bridget Jones, anfangs dreißig ist die Hauptperson. Ja...Bridget ist schon ein liebenswertes Geschöpf, etwas pummelig (was sie nur noch sympathischer macht), ständig mit Diäten kämpfend, und außerdem ein Mundwerk das sie meist erst benutzt und dann erst nachdenkt.

Im ersten Band hatte sie es ja nach langen Qualen und ewigen Hin und Her endlich endlich geschafft ihr Single-Dasein zu beendigen, und ist schließlich mit dem gutaussehenden Anwalt Mark Darcy liiert.
Es könnte ja auch alles sooo perfekt laufen, aber Bridget wäre nun mal nicht Bridget, wenn sie nicht sämtliches Verhalten, Gesten und Worte genauestens analysieren würde.
Wozu ist sie Expertin in sämtlichen Frauenratgebern, wie „Männer sind anders“, „Mars sucht Venus, Venus sucht Mars“, „Wenn Frauen zu sehr lieben“ und wie sie alle heißen?

In in ihrer Eifersucht und ihrem Mißtrauen wird sie ja auch fast täglich immer wieder bestärkt durch die Unterredungen mit ihren Freundinnen Jude und Shazzer.
Jude, ist zwar im Grunde kein Single, denn sie ist mit „Richard dem Gemeinen“ mehr oder weniger zusammen, aber Richard ist nun mal nicht nur gemein, sondern auch beziehungsunfähig und ist zudem noch eindeutig ein Flachwichser...so die Meinung von Shaz zu diesem Thema.
Bridgets Freundin Shaz ist dann auch das, was man eine absolute Feministin nennt, und sieht wohl in fast jedem Mann nur das Schlechte...

Und nach all den Analysen und Thesen die Bridget mit Anhang bereits aufgestellt haben, passiert das unglaubliche. Als Bridget sich das erste Mal (nachdem sie ziemlich darauf gedrängt hatte) in Marks Wohnung befindet, was muß sie da sehen...???
In Marks großem weißen Doppelbett liegt ein splitternackter, schlanker asiatischer Junge, verstört lächelnd als er Bridget erblickt. Dieser hält zu allem Überfluß auch noch etwas in der Hand, das aussieht wie zwei hölzerne Liebeskugeln und ein kleines Häschen...

So dann auch Bridgets Tageszusammenfassung in Kurzform:
58,5 kg; Alkoholeinheiten: 6 (aber gemixt mit Tomatensaft, daher sehr nahrhaft); Zigaretten: 400 (nur zu verständlich); Häschen, Rehlein, Fasanen oder ähnliches Getier im Bett: 0 (im Vergleich zu gestern bedeutender Fortschritt); Lover: 0; Anzahl der Lover von Ex-Lover: 1; Anzahl der verbleibenden potentiellen Lover auf der Welt: 0.

Tja...unsere Bridget hat es nicht leicht... und so tröstet sie sich wieder mal viel zu viel mit Chardonnay und Zigaretten (wohl immer noch ihre einzigen funktionierenden ausbaufähigen und langlebigen Beziehungen).
Und so ist sich das Damentrio auch einig: Mark ist schwul, oder zumindest bisexuell, und hatte es bisher nur nicht zugegeben.
Über diese Erkenntnis freut sich allerdings Bridgets schwuler egoistischer Freund Tom, der immer dann irgendwo in San Fransisco rumrennt, wenn man ihn am dringensden braucht.

Was macht unsere Bridget natürlich? Obwohl sie ja Mark noch liebt, spielt sie die Kalte und coole Selbstbewußte. Nein Nein sie wird in nicht anrufen!!!!
Doch bevor sich in Bezug auf diesen asiatischen Jüngling etwas zur Zufriedenheit erklären läßt, kommt auch schon der nächste Hammer für Bridget:
Rebecca, eine äußerst hübsche Feuerqualle, mit Beinen bis zum Hals, noch dazu beruflich erfolgreich scheint sich Mark zu angeln...und Bridget fühlt sich nur noch hoffnungslos verloren.
Wäre ja auch zu schön gewesen um wahr zu sein...und so muß sie sich dann also wieder mit dem täglichen Auf und Abs des Single-Daseins beschäftigen, denn vor Rebecca muß sie einfach kapitulieren.
Jedoch sind es mit sicherheit mehr Ab als Aufs...deshalb auch solche Rechnungen wie oben erwähnt...

Auch ihre Mutter dreht mal wieder ziemlich am Rad. Diese Frau ist nämlich alles andere als das, was man eine „normale“ Mutter nennt.
Diese fliegt mit ihrer Freundin Una nach Kenia, und nimmt als Souvenier nicht etwa billigen Ramsch mit nach Hause, sondern einen stolzen afrikanischen Krieger namens Wellington, welchen sie auch gleich in der Londoner Gesellschaft herumzeigt.

Alles ist Chaos pur. Nicht nur Probleme in Operation „Wie krieg ich Mark zurück und bin kein Single mehr“, ihre Wohnung verwandelt sich dank eines etwas übereifrigen Handwerkers bald in ein Notstandsgebiet, obwohl dieser doch eigentlich nur Regale einbauen sollte, um Platz für ihre zahllosen Ratgeber und Lebenshilfebücher zu schaffen.

Um sich selber aus dieser Krise (oder den Krisen) zu ziehen, beschließt Bridget eine erfolgreiche und souveräne Journalistin zu werden. Und sie bekommt auch die riesige Chance ihren Lieblingsschauspieler Colin Firth zu interviewen, was schon lange ein heimlicher Traum von ihr war. Colin Firth, Darsteller des Mr. Darcy in der Verfilmung von Jane Austons Roman „Stolz und Vorurteile“...ihr absoluter Lieblingsfilm...
...aber ihr könnt euch vielleicht schon denken wie das ganze kommen wird...das langersehnte Interview, das den großen Karierreschub veranlassen sollte, wird zum ziemlich großen Desaster.

Und Bridget wäre nicht Bridget wenn sie nicht in ein Fettnäpfchen nach den anderen treten würde. Als sie mit ihrer Freundin Shaz auf Selbstfindungstrip nach Thailand fliegt (zuvor hatte sie sich mal wieder mit Bikini-Diäten rumgequält, mit absolut gemeinen Beleuchtung in Bikini-Umkleidekabinen...nur um dann zu erfahren, das in Thailand im Moment Regenzeit ist, also alles umsonst war), wird sie nicht nur ausgeraubt, sondern gerät auch noch in die absolut perfekte Katastrophe. Denn in ihrem Handgepäck finden die Zollbeamten aus Thailand Kokain, und Bridget landet im Gefängnis...

Aber Bridget läßt sich natürlich auch nicht in solch auswegslosen Lebenslagen unterkriegen...
...wie das ganze Disaster dann allerdings weitergeht wird nicht verraten...den Spaß will ich Euch nicht nehmen!



So...dann kommen wir mal zu meiner Meinung in Bezug auf dieses Buch:

Klar, man merkt es sicherlich schon an meiner Einleitung, dieses Buch war wieder mal ein absoluter Hammer (positiver Natur!)
Ich wurde absolut, und in keinster Weise enttäuscht...ebenso witzig, rührend und frech wie Nummer 1, ist auch der zweite Teil des Tagebuchs von Bridget Jones.

Eine absolut sympathische Romanheldin, mit der man mitleidet, mitzittert und mitlacht. Über die man den Kopf schüttelt, und ihr am liebsten hin und wieder mal einen kalten Waschlappen ins Gesicht knallen will, damit sie aufwacht, und die Dinge mal nicht verdreht sieht.
Bridget ist nun mal das, was man eine absolute Neurotikerin nennt.
Und zudem tritt sie wirklich in jedes Fettnäpfchen, in das man nur treten kann. Sowohl in Sachen Job, als auch Privat. Man wartet ständig, auf die nächste Panne.

Helen Fielding hat mit Bridget Jones wirklich schon fast eine Kultfigur geschaffen!

Aber ich denke, auch wenn die ganze Figur manchmal ziemlich übertrieben dargestellt wird, kann sich bestimmt so ziemlich jede Frau in Bridget wiederfinden.
Mit irgendetwas haben wir uns alle schon einmal abgequält...sei es mit der längst nötigen Diät, dem Versuch den Zigarettenkonsum zu verringern oder ganz und gar einzustellen, die Suche nach dem Mann des Lebens, und vorallem die Kunst diesen dann sogar länger als vier Wochen zu behalten.

Ich hab ja schon in meiner Meinung zum ersten Buch geschrieben, das es mir da auch nicht anders ging. Ich bin zwar zum Glück schon seit immerhin fast vier Jahren nicht mehr auf der Suche nach „Mr. Perfect“, aber bis dahin war es ein langer langer Weg. Endlose Tagebucheinträge habe auch ich aufs Papier gebracht. Einen Tag himmelhochjauchzend, den nächsten Tag zu Tode betrübt...und sämtliche Möglichkeiten analysiert, oder teilweise den Kopf in den Sand gesteckt...nach dem Motto: „Wieso alle anderen, nur ich nicht...?

Auch der zweite Band ist wieder in Tagebuch-Form geschrieben. Teilweise schreibt Bridget alle paar Minuten ihre ziemlich verwirrenden Gedankengänge auf, aber oft zieht sich so ein Tagebucheintrag auf mehrere Seiten hin.
Am Beginn jeden Tages ist eine kurze Zusammenfassung geschrieben, in der Alkoholeinheiten, Zigaretten, das Gewicht usw. festgehalten wird. Schon bei diesen detaillierten selbstkritischen Tages-Aufstellungen muß man einfach grinsen. Wie kann man sich nur täglich mit sowas quälen?

Witzig ist, wie ihre Meinung zu irgendwelchen Personen, oder vor allem in Bezug auf sich selbst, manchmal alle Minuten von grundauf wechseln und sich verändern.
Einmal findet sie sich hässlich, im nächsten Moment wieder unheimlich attraktiv und selbstbewußt.
Es ist wirklich der Hammer was dieser Bridget Jones alles so durch den Kopf geht!
Zumal ist der Schreibstil auch sehr einfach. Man muß nicht groß nachdenken, so nach dem Motto „Was will uns der Autor nur damit sagen?“, man liest einfach und hat dabei seinen Spaß.

Klar...das Buch ist sicherlich nicht das was man gehobene Literatur nennt. Aber wer will schon nur diese lesen?
Man braucht auch Bücher wie diese, absolut humorvoll und witzig geschrieben, die man einfach mal in kurzer Zeit wegliest, ohne viel über die Handlung nachzudenken, sondern sich einfach amüsieren lassen.
Mir ergings wirklich so, daß ich einige Male vor mich hin lachte oder schmunzelte, und dann erhielt mein Freund auch des öfteren ein paar Auszüge aus Bridgets Tagebuch. Die witzigsten Stellen las ich ihm hin und wieder vor.
Also legt euch Taschentücher griffbereit, damit ihr die Lachtränen wieder wegwischen könnt! Denn Lacheinheiten sind hier garantiert!

Ich denke, daß, auch wenn das Buch sicherlich für die Frauenwelt geschrieben wurde, Männer ihren Spaß daran haben können. Dann sehen sie vielleicht mal, das wir Frauen es wirklich nicht leicht haben, und mit was wir uns so rumquälen müssen.
Obwohl...die Männer haben es sicherlich auch nicht leicht, was in diesem Buch von Bridget auch sehr treffend formuliert wird:
„Muss komisch sein mit so einem Penis an einem dran... Vorallem weil er ja irgendwie ein Eigenleben hat. Also wenn ich einen Penis hätte, würde ich den ganzen Tag an nichts anderes denken können. Weil man ja nie weiß, was er als Nächstes tut. Ich meine, was ist, wenn du mitten in einem Fußballspiel eine gigantische Erektion kriegst?“



Noch ein paar Infos zur Autorin:
Helen Fielding wurde in Yorkshire geboren und lebt heute in London. Sie arbeitete mehrere Jahre für die BBC, dür die sie unter anderem die Aktivitäten der Hilfsorganisation Comic Relief in Äthiopien und im Sudan dokumentierte.
Helen Fielding schrieb außerdem für verschiedene überregionale Zeitungen.
„Hummer zum Dinner“ war ihr hoch gelobter Debutroman, bevor sie mit „Schokolade zum Frühstück: Das Tagebuch der Bridget Jones“ - in England das Buch des Jahres 1997 - endgültig zur Kultautorin aufstieg. Mit „Bridget Jones - Am Rande des Wahnsinns“ setzt Helen Fielding nun ihren Triumphzug fort: Der Roman dominierte wochenlang die englischen und amerikanischen Bestsellerlisten und wurde von Lesern wie Presse hymnisch gefeiert.
Auch die Romanverfilmung in diesem Jahr war ein absoluter Erfolg.

Einen einzigen Nachteil hat der Roman: Dummerweise kriegt man das Buch bisher nur als Gebundene Ausgabe, und diese ist meiner Meinung schon krachteuer. 41,99 DM muß man bei Amazon auf den Tisch legen, um ein Buch mit insgesamt 440 Seiten zu erstehen.
Ist zwar ganz schön happig...aber es lohnt sich meiner Meinung nach!

Das Buch hat ganz einfach viel viel Spaß gemacht, und ich hoffe doch, die Autorin Helen Fielding schreibt irgendwann den 3. Band von Bridget Jones Tagebuch.


Geschrieben am: 07. Oct 2001, 09:26   von: Nicky



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