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Übersicht > Medien > Bücher > Buchtitel > 0-9

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Förderung der Acht- und Wachsamkeit. Plädoyer für die Menschenrechte

Nachteile:
Teilweise schon Realität




1984 - Haben wir die Vergangenheit noch vor uns ?
Bericht wurde 3979 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 4 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Düstere Aussichten. Haben wir die Vergangenheit noch vor uns ?

INTRO
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Jahresendzeitbaum? Was soll das denn sein?

Wer nicht in der ehem. DDR aufgewachsen ist oder sich mit den dortigen Verhältnissen nur bedingt auskennt, dürfte höchstens erahnen, was mit dieser Bezeichnung gemeint war: Jahresendzeitbaum stand - der damaligen SED-Sprachregelung gemäß - für Weihnachtsbaum. Der religiöse Bezug dieses Festes (Geburt Jesu) sollte aus den Köpfen und Herzen der Menschen ausgemerzt werden.

Der Versuch ist kläglich gescheitert, aber es bleibt weiterhin unsere Aufgabe, als mündige Menschen wachsam zu bleiben, wenn Politik und Werbung uns Sprachregelungen andienen, die die Wahrheit verschleiern oder umdeuten. Bespiel: Kollateralschaden (Der Begriff wurde m.E. im Bosnien-Krieg medienweit verwendet, um fehlgeschlagene militärische Angriffe der NATO, bei denen Zivilisten und/oder die eigenen Soldaten zu Schaden kamen oder gar getötet wurden, zu ‚definieren’)

Es gibt dafür zuhauf Beispiele aus Geschichte und Gegenwart. Das macht das Buch von Orwell so bedeutsam und aktuell. Orwells Sprache ist dabei schlicht, düster und geradezu knapp und kalt. Offensichtlich versucht der Autor erfolgreich, den Sprachduktus der beschriebenen Welt und Gesellschaft nachzuahmen. Er schafft damit die Atmosphäre, die mir beim Lesen so manchen Schauer über den Rücken jagte.

Der massive Versuch der Gehirnwäsche durch Sprachmanipulation war und ist seit jeher ein wesentliches Kennzeichen totalitärer Ideologien und Regime. Und dabei geht es nicht nur um Wortvernichtung, es geht auch um Verschleierung der Wahrheit und um die Umdeutung bisher eindeutiger Begriffe. Einziges Ziel: Durchsetzung und Erhaltung von Macht. Die brutale Anwendung der Sprachmacht ist der erste Schritt zum Schrecken...

Das jedenfalls vermittelte mir mit mehreren Aha-Erlebnissen das düstere Buch von George Orwell 1984, das ich - wie viele vor und nach mir – mit großer Aufmerksamkeit als Jugendlicher (und dann auch als Erwachsener) gelesen habe, und das in mir ständig nachhallen wird. Ein Buch also mit Langzeitwirkung. Hoffentlich! Denn es handelt sich bei diesem oft als Anti-Utopie bezeichneten Buch um eine der beeindruckendsten Warnungen vor Terror, Diktatur und Machtmissbrauch – damals vor dem Hintergrund faschistischer und stalinistischer Exzesse und heute vor dem Hintergrund von Kriegsrethorik, Medien- und Politikersprache.

INFO
****
1984 von George Orwell (Bürgerlicher Name: Eric Arthur Blair) Paperback: Bei amazon wird die Jubiläumsausgabe 2003 neu angeboten für 5,00 EUR. Broschiert - 280 Seiten - Ullstein Tb. ISBN: 3548256279. Gebraucht ist dort ein besonderes Schnäppchen in engl. Sprache mit einem Nachwort von Erich Fromm für 4,99 EUR zu ergattern.

Die englische Erstausgabe stammt übrigens aus dem Jahr 1949. Da das Buch bereits 1948 fertig geschrieben war gab Orwell ihm den Titel 1984, indem er einfach die letzten beiden Ziffern der aktuellen Jahreszahl vertauschte.

Weitere Werke des Autors: Down and Out in Paris and London, 33; Burmese Days, 1934; A Clergyman\'s Daughter, 35; Keep the Aspidistra Flying, 36; Coming up for Air, 39; Animal Farm, 45; Nineteen EightY-FOur, 49 - Sonstiges:; The Road to Wigan Pier, 37; Homage to Catalonia, 38;

Zweimal verfilmt: 1956 von Michael Anderson (Hauptrolle Edmond O’Brien) und 1984 von Regisseur Michael Radford mit Richard Burton in der Hauptrolle. Die erste mir bekannte englische TV-Version ist 1954 ausgestrahlt worden. Regie: Rudolph Cartier (Peter Cushing in der Hauptrolle). Reinschauen lohnt sich hier auch: http://www.dergrossebruder.net/

AUTOR
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George Orwell ((Bürgerlicher Name: Eric Arthur Blair), geboren 1903 in Bengalen/Indien, diente nach dem Besuch von mehreren Privatschulen (darunter die Eliteschule Eton) bei der ‚Indian Imperial Police’ fünf Jahre, bevor er nach Südengland und Paris ging. Aus Protest gegen das Gebaren der britischen Kolonialmacht in Indien, wählte er zunächst das Vagabundenleben, arbeitete als Tellerwäscher, dann aber auch als Privatlehrer und Buchhandlungsgehilfe. Im Spanischen Bürgerkrieg kämpfte er für die Republikaner, wurde schwer verletzt und begann nach seiner Wiederherstellung seine Karriere als Journalist und Schriftsteller. Während des zweiten Weltkriegs war er bei der BBC und gab die linke Zeitschrift \"Tribune\" heraus. \"1984\" war sein letzter und neben Animal Farm (1944 Farm der Tiere) der bedeutendste Roman, den Orwell veröffentlichte. Er starb 1950 an Tuberkulose.

FAZIT
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Ein sehr düsteres Buch, dass ich trotzdem jedem/jeder nur ans Herz legen kann. Bitte aber nur in einer entsprechenden psychischen Verfassung lesen. Weltliteratur und Mahnung zugleich. Wer die Gelegenheit hat, eine der Verfilmungen des Romans zu sehen, sollte dies auf jeden Fall ernsthaft erwägen.

INFO
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1984 von George Orwell (Bürgerlicher Name: Eric Arthur Blair) Paperback: Bei amazon wird die Jubiläumsausgabe 2003 neu angeboten für 5,00 EUR. Broschiert - 280 Seiten - Ullstein Tb. ISBN: 3548256279. Gebraucht ist dort ein besonderes Schnäppchen in engl. Sprache mit einem Nachwort von Erich Fromm für 4,99 EUR zu ergattern.

Die englische Erstausgabe stammt übrigens aus dem Jahr 1949. Da das Buch bereits 1948 fertig geschrieben war gab Orwell ihm den Titel 1984, indem er einfach die letzten beiden Ziffern der aktuellen Jahreszahl vertauschte.

Weitere Werke des Autors: Down and Out in Paris and London, 33; Burmese Days, 1934; A Clergyman\'s Daughter, 35; Keep the Aspidistra Flying, 36; Coming up for Air, 39; Animal Farm, 45; Nineteen EightY-FOur, 49 - Sonstiges:; The Road to Wigan Pier, 37; Homage to Catalonia, 38;

Zweimal fürs Kino verfilmt: 1956 von Michael Anderson und 1984 - im Jubiläumsjahr - von Regisseur Michael Radford mit Richard Burton in der Hauptrolle. Die erste mir bekannte englische TV-Version ist 1954 ausgestrahlt worden. Regie: Rudolph Cartier (Peter Cushing in der Hauptrolle). Reinschauen lohnt sich hier auch: http://www.dergrossebruder.net/


Geschrieben am: 16. Mar 2003, 14:59   von: Reve



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