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Übersicht > Medien > Bücher

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Eintauchen in fremde Welten, Gefühle ausleben, lernen, entspannen...

Nachteile:
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Bücherfrühling? Bücherleben!
Bericht wurde 2923 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 4 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Bücherfrühling – eine Aktion eines Users einer anderen Plattform, der ich mich nur zu gerne anschließe und die vielleicht auch für die Leser dieser Plattform interessant ist. Da ich sowieso immer wieder Rezensionen schreibe, möchte ich in meinem Beitrag einfach einmal darlegen, warum Bücher für mich so wichtig sind, warum TV oder Internet das Buch für mich nie ersetzen können.

Bücher – von frühester Kindheit an wurde ich damit konfrontiert. Gab es doch bei uns zu Hause immer sehr viele Bücher. Stundenlang musste meine Mutter vorlesen – Märchen, Sagen. Wie gut erinnere ich mich noch an „Bärli Hupf“ oder „Die Omama im Apfelbaum“ von Mira Lobe! Ich konnte diese Geschichten nicht oft genug hören, saß mit der Oma im Apfelbaum, ließ meinen Teddybären mit Bärli Hupf durch die Gegend reisen. Als ich in der ersten Klasse Volksschule zu Weihnachten mein erstes Buch zum Selberlesen bekam, stürzte ich mich voll Begeisterung darauf und war fürchterlich böse, dass meine Schwester mit ihrem Weihnachtsbuch viel schneller fertig war als ich, obwohl ihres dicker und kleiner gedruckt war. Seit diesem Zeitpunkt gab es für mich nur noch Lesen – kein Buch war vor mir sicher, viele mussten versteckt werden, da sie einfach noch nicht für mein Alter okay waren (allerdings nützte das auch nicht sehr viel, denn ich fand sie alle und las sie halt dann, wenn meine Mutter nicht da war, z.B. mit ca. 10 oder 11 Jahren „Liebe ist nur ein Wort“ von Mario Simmel *ggg*).
Da las ich zwei Meter „Goldköpfchen“ – nach meinem heutigen Verständnis eine fürchterliche Jungmädchenreihe aus dem Fundus meiner Mutter, gedruckt in der alten Schrift, die heute kaum mehr ein Kind lesen kann. Mir hat es damals gefallen und glücklicherweise hatte dieses schlimme Rollenbild, das in diesen „Mädchenbüchern“ vermittelt wurde, keinerlei negative Auswirkungen auf mich (wer weiß, vielleicht haben sogar diese Bücher den Grundstein für meine spätere feministische Einstellung gelegt – eine „Revoluzzerin“ war ich ja immer schon).
Die ganzen Klassiker – Astrid Lindgren mit ihrer vielgeliebten „Pipi“, Otto Preußler mit der „Kleinen Hexe“ oder dem „Räuber Hotzenplotz“, „Die Hochreiterkinder“, „Fünf Freunde“, etwas später „Robinson Crusoe“, „Die Schatzinsel“, „Hiawatha“, „Tecumseh“, „Der Trotzkopf“ und natürlich Karl May, die „Sagen des klassischen Altertum“ etc.
So sehr meine Eltern meine Lesewut zu schätzen wussten, manchmal brachte sie diese auch zur Verzweiflung, z.B. wenn ich zu Weihnachten drei dicke Karl May-Bände bekam und am 26.12. schon wieder jammerte: „Ich habe nichts mehr zu lesen!“ Mein Vater ging sogar soweit und „prüfte“ mich über den Inhalt ab, da er sich einfach nicht vorstellen konnte, dass ich wirklich innerhalb von zweieinhalb Tagen drei Karl-May-Bände lesen konnte und auch noch wusste, was überhaupt drinnen stand (Prüfung wurde bestanden). Ja, ich habe die Bücher nicht nur gelesen, sondern nahezu gefressen.
Aber glaubt nicht, dass ich Leseratte eine Stubenhockerin war. Ich war immer unterwegs, sofern mich meine Eltern ließen, aber zu Hause habe ich nur gelesen, in der Schule während der Pause – und es brachte mir so viel Wissen, dass ich zumindest bis zum Abschluss der Unterstufe absolut nie lernen musste – herrlich (in der Oberstufe durch Latein hat sich das dann ein bisserl geändert *ggg*).
Und eigentlich hat sich diese Lesewut bis zum heutigen Tag nicht geändert. Klar, ich habe nicht mehr so viel Zeit, aber es macht mich nichts so nervös, wie wenn ich keine ungelesenen Bücher mehr in Wartestellung zu Hause habe. In eine Straßenbahn setzen ohne Buch – absolut unvorstellbar. Beim Kauf einer Handtasche ist das wichtigste Kriterium, dass sie so groß ist, dass ein Taschenbuch schön Platz hat. Und egal in welchen finanziellen Schwierigkeiten ich bin, an einer Buchhandlung, die tolle Sonderangebote hat, einfach vorbeigehen, ohne zumindest ein Buch zu kaufen – es geht einfach nicht.
Bücher sind wohl bei mir zu einer richtigen Sucht geworden, auch wenn ich schon nicht mehr weiß, wohin damit. Aus Platzgründen werden schon seit Jahren nur noch Taschenbücher gekauft (außer „Harry Potter“ – denn da müsste ich einfach viel zu lange warten).

Und was bringt mir das Lesen?
Kurz gesagt – unheimlich viel! Ein guter Krimi ist herrlich zum Entspannen, ein toller historischer Roman lässt wunderschön in vergangene Zeiten eintauchen, ein Autor mit besonderem Sprachstil lässt mich einfach die Freude an der Sprache, am Ausdruck erleben. Bücher helfen mit einfach, sämtliche Gefühle auch auszuleben. In der schlimmsten Situation meines Lebens las ich gerade die „Bewohnte Frau“ von Giaconda Belli – nach außen hin, war ich in dieser Situation gefasst, stark; beim Lesen dieses Buches konnte ich weinen, wenigstens ein bisschen meiner unendlichen Trauer, die damals in mir war, ausleben und dadurch wieder die Kraft finden, die darauffolgenden Tage zu überstehen.

Und was lese ich?
Eigentlich alles – ob Zola und Balzac, Haslinger, Fenelon, Belli, Allende (die Aufzählung könnte unendlich fortgesetzt werden), deutsche, amerikanische, lateinamerikanische, jüdische… Autoren, sogenannte gute Literatur und Belletristik, Frauenliteratur und Sachbücher, Romane, Krimis, Jugendbücher, Modernes und Altes, Realistisches und Phantastisches – je nach Lust und Laune.

Zum Abschluss möchte ich euch noch ein paar wenige Bücher auszählen, die in irgendeiner Weise für mich wichtig waren, wobei diese Liste in keiner Weise vollständig sein kann – es wären einfach zu viele:
Peter Weiß – Die Ästhetik des Widerstands
Peter Weiß – Die Ermittlung
Heinar Kipphardt – Bruder Eichmann
Fania Fenelon – Das Mädchenorchester in Auschwitz
Emile Zola – Geminal
Bertold Brecht – Mutter Courage
Giaconda Belli – Bewohnte Frau
Isabel Allende – Laura
Klaus Mann – Mephisto
Erwin Strittmatter – Der Laden
Josef Haslinger – Der Opernball
Simone de Beauvoir – Die Zeremonie des Abschieds
Anna Seghers – Das siebte Kreuz
Raimonda Tawil – Mein Gefängnis hat viele Mauern


Bücher sind eine Welt für sich – eine wunderbare Welt, die uns träumen, lachen, weinen, lernen, analysieren, entspannen, untertauchen, auftauchen lässt.
Lesen – die wohl wichtigste Kulturtechnik, ohne die ©Homorphus nur ein halber Mensch wäre.

Lasst euch in die Welt der Bücher entführen, lasst euch durch die vielen Rezensionen, die im Rahmen des „Bücherfrühlings“ kommen werden animieren, auch einmal ein Buch in die Hand zu nehmen, hineinzuschnuppern, zu schmökern, Fremdes zu erleben, Bekanntes anders zu sehen – lest Leute!

Und viel Spaß dabei
Homorphus



Geschrieben am: 02. Apr 2003, 12:23   von: homorphus



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