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Übersicht > Medien > Musik > Musical > Cats

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
einmaliges Erlebnis

Nachteile:
etwas teuer




Erinnerungen
Bericht wurde 1357 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

So etwa zehn Jahre ist es jetzt her, als ich mit Freunden einige Tage in London verbrachte, dabei stand auch ein Besuch des Musicals „Cats“ auf dem Programm und trotz der langen Zeit kann ich mich daran erinnern, als ob es gestern gewesen wäre.

Eigens für dieses Musical wurde im „New London Theatre“ die teuerste Müllhalde der Welt konstruiert, denn genau hier spielt das von Andrew Lloyd Webber komponierte Musical. Es bassiert auf einem Buch von T.S. Eliot und war bereits vor zehn Jahren auf dem besten Weg alle Rekorde zu brechen. Inzwischen ist es mit zwanzig Jahren das Musical mit der längsten Spielzeit. Je nach Wochentag wird es Nachmittags oder Abends aufgeführt, ich würde aber auf jeden Fall die Abendvorstellung empfehlen, weil hier die Atmosphäre eine ganz Andere ist, auch wenn die Karten etwas teurer sind, aber es lohnt sich.

Die Eintrittskarten sind in acht Kategorien gestaffelt, wobei die Preise von etwa 30 bis 60 Euro reichen, wir hatten uns für die beste Kategorie entschieden und dies nicht bereut, denn man hat definitiv von den teureren Plätzen eine bessere Sicht auf die Bühne. Die Sitze sind etwa in einem drei viertel Kreis darum angeordnet und nach hinten hin erhöht, so hat man auch von den hinteren Plätzen noch einen freien Blick, aber ist halt etwas weiter vom Geschehen weg.

Die Eintrittskarten hatten wir in Deutschland in einem Reisebüro gekauft, es waren allerdings nicht die richtigen Karten, sondern nur Reservierungen, diese mussten wir dann Vorort an den Kassen gegen die Echten eintauschen, was aber nach fünf Minuten anstehen schnell erledigt war.

Bereits im Foyer überkam uns dann eine gewisse Magie und die Wartezeit bis wir eingelassen wurden überbrückten wir mit einem Glas Sekt, man gönnt sich ja sonst nichts. Dann war es endlich soweit, die Türen öffneten sich und die Menschenmassen strömten in den Theatersaal, welcher sich wie bei jeder Vorstellung bis zum letzten Platz füllte.

Die Lichter gingen aus und wir dürfen an dem jährlich stattfindenden Ball der Katzen teilnehmen. In der „Jellicle Night“ geht es darum, dass eine der Katzen wiedergeboren werden darf. Die einzelnen Katzen, verschiedenster Charaktere stellen sich der Reihe nach singend und tanzend dem Publikum vor, dabei verhalten sie sich ganz wie Katzen, es ist schon beeindruckend, wie intensiv sich die Akteure mit dem Wesen dieser Tiere beschäftigt haben müssen um es so glaubhaft rüber zu bringen. Unberechenbar wie Katzen nun mal eben sind nutzen diese nicht nur die Bühne, sondern finden sich plötzlich auch im Publikum wieder, akrobatisch bewegen sie sich durch die Reihen.

Ich kann mich jetzt nur noch an einen Namen der Katzen erinnern, an Grizabella, die eine alternde Katze darstellt, welche einst die „Jellicle Cats“ verlassen hate und nun reumütig zurückkehren möchte, dies bringt sie mit dem Lied „Memories“, welches wohl den Meisten bekannt sein dürfte, zum Ausdruck. Gestört wird der Ball jedoch von zwei Gaunern, denn auch die gibt es unter den Katzen, sie entführen das Oberhaupt der Katzen, was für viel Aufregung sorgt. Ach, da fällt mir gerade doch noch ein Name ein, der „Magical Mr. Mistoffeles“, welcher einen Zauberkater darstellt und an der Befreiung beteiligt ist.

Die Akustik im „New London Theatre“ war wahrhaft beeindruckend, wer sich für das Musical in London entscheidet sollte sich darüber bewusst sein, das es in englischer Sprache ist. Ich hatte damals schon etwas Probleme, inhaltlich zu folgen, denn obwohl der Gesang sehr gut verständlich und klar war fiel es mir etwas schwer, da ja doch sehr viel vermittelt wird und man sich über einen längeren Zeitraum darauf konzentrieren muss. Die deutsche Vorstellung läuft meines Wissens nach momentan noch in Stuttgart, wer es aber bereits in deutscher Sprache gesehen oder gehört hat dem kann ich nur empfehlen, sich auch einmal das Original in London oder gar in New York anzuschauen.

Wir waren uns nach der Vorstellung alle einig, dass es jeden Cent wert war. Ich habe das Musical danach noch einmal im Fernsehen gesehen, aber es ist keinerlei Vergleich zur Live Aufführung. Die Atmosphäre ist dort einfach eine ganz andere und selbst gute Lautsprecher können die Akustik eines echten Theaters nicht vermitteln. Ich denke, auch wer diese Art von Musik vielleicht nicht so sehr mag wird auf jeden Fall von der Aufführung begeistert sein.



Geschrieben am: 26. Mar 2003, 11:50   von: mittelerde



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