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Übersicht > Medien > Musik > Alben & Label > Celestial Season - Chrome

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Alternative zu Kyuss, stilistische Vielfalt

Nachteile:
-




Who Sent The Workers Back Underground ?
Bericht wurde 2687 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Die international noch weitestgehend unbekannte holländische Band Celestial Season setzt mit ihrem vierten kompletten Album (nicht eingeschlossen das Mini-Album "Sonic Orb") den musikalischen Trend fort, mit dem sie ein Jahr zuvor mit ihrem Album "Orange" noch viele überrascht hat. Weg vom Doom Metal der Anfangstage hin zum Wüstenrock Marke Kyuss.

Allerdings ist auch diese Verallgemeinerung, Celestial Season in die Kategorie Wüstenrock stecken zu wollen, nur zur Hälfte richtig. Vordergründig beschäftigen sich die Holländer zwar auf "Chrome" mit tiefen Gitarrenriffs und basslastigen Passagen, die auf angenehme Weise an die Stoner Rock Götter Kyuss erinnern (wobei der Gitarrensound weniger dreckig und brachial ist wie von Kyuss gewohnt), allerdings hat das Album noch viel mehr zu bieten als "nur" dies.

Psychedelischer Rock ("Coming Down", "Millenarian Drive") sowie Grunge-Anleihen beim schnellen "Alooka´s Boulevard" haben genauso Platz auf diesem Album wie hochqualitative Stoner Rock Songs ("Monumenta", "Trancewagon"), die Kyuss nicht besser hätten schreiben können.

Der Gesang trägt dabei immens zu der hohen Qualität der Songs bei. Sänger Cyril Crutz, der auf dem Vorgängeralbum "Orange" noch zusätzlich den Part als Schlagzeuger übernahm, hat auf "Chrome" die Drumsticks an den Ex-Kong-Drummer Rob Snijders abgegeben, und sich im Gegensatz zu "Orange" ganz auf den Gesang konzentrieren können. Klar und sehr variabel präsentiert sich seine Stimme, die sich den jeweiligen Songstrukturen harmonisch anpaßt, und die sowohl in den schnelleren als auch in den psychedelischeren Songs zu glänzen weiß.

Die Gitarristen Olly Smit und Pim van Zanen wiederum glänzen vor allem in den Stoner Rock Songs, in denen sie tolle Melodien aus der Gitarre hervorzauberen, die auf angenehme Weise an die jammernden Gitarrenlaute erinnern, die Josh Homme von Kyuss (jetzt Queens Of The Stone Age) berühmt gemacht haben.
Das Meisterstück aber wird auf "Millenarian Drive" abgeliefert, in dem hypnotischen Gitarrenlaute mich unweigerlich in ihren Bann ziehen.

Der neue Bassist Jacques de Haard wiederum ist ein Glücksgriff. Auch er tritt besonders positiv in den Vordergrund, sobald die Songs sich mit dem Wüstenrock Genre beschäftigen. Dort ist der Bass stets hörbar, und hält sich nicht im Hintergrund auf, sondern treibt die Songs enorm groovend voran. Wiederum ist ein Vergleich zu Ex-Kyuss-Bassist Scott Reeder sicherlich nicht weit hergeholt.

Zu Rob Snijders brauche ich eigentlich gar nichts mehr zu sagen. Wer Kong kennt, weiß wovon ich rede. Höchst anspruchsvolle Breaks und ein sicheres Gefühl für groovende Schlagabfolgen und Rhythmen machen den Drummer zu einem Riesengewinn für Celestial Season.

Nun, da ich vielmals auf Kyuss verwiesen habe, könnte man auf den Gedanken kommen, Celestial Season hätten diese im negativen Sinne nur kopiert. Dies ist aber nur zur Hälfte richtig. Zwar orientieren sich die Holländer zweifelsohne in mehreren Songs an Kyuss, bieten dabei aber durchweg eigenständige Songs. Daher ist die Ähnlichkeit dieser beiden Bands eher positiv als negativ zu betrachten.

Einen der Songs hervorzuheben ist sicher nicht so einfach, da ich die übrigen Songs nicht herabwürdigen möchte. Als absolute Favoriten aber möchte ich "Monumenta", welches eine enorme Spannung aufbaut, ehe es genau im richtigen Moment mit einem Monsterriff explodiert, und das hypnotische "Millenarian Drive" erwähnen. Als Aussetzer oder schwachen Song kann ich persönlich kein einziges Lied bezeichnen, und auch wenn "Jupiter" und "Stardust" teilweise vom Songwriting nicht so gut gelungen sind, bleiben sie dennoch angenehm hörbar und sind qualitativ mehr als durchschnittlich.

Fazit: Mit "Chrome" wurde endlich eine brauchbare Alternative zu Kyuss veröffentlicht, ohne daß sich dabei das Album auf diesem einen Genre festbeißt. Daher ist es neben denjenigen, die von Kyuss begeistert waren und immer noch sind, auch denen wärmstens zu empfehlen, die sich im Independant-Bereich aufgehoben fühlen.
Wer aber mit lauten Gitarren nichts anfangen kann, dem sei von diesem Album abgeraten.

Leider ist das Album in den diversen CD-Läden nur schwer erhältlich, und ich hatte das Glück, es in einem 2nd-Hand-Laden entdeckt zu haben. Im Internet aber kann man es beispielsweise auf Amazon.de bestellen, wo man auch alle zehn Stücke des Albums probehören kann.
Wer sich des weiteren über die Band informieren möchte, dem empfehle ich ihre Homepage:
http:\\www.cytag.nl/cseason


Geschrieben am: 08. Aug 2002, 17:33   von: Artatius



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