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Übersicht > Medien > Musik > Alben & Label > Silverchair - Freak Show

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Melodien, Riffs, Gesang


Nachteile:
\"The Door\"




Vorhang auf, die Show beginnt !!!
Bericht wurde 2504 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 4 mal kommentiert Berichtbewertung: 

"Wir hatten uns gedacht, daß die umherziehenden Gaukler von damals viel mit den Rockbands von heute zu tun haben. Du kommst in eine Stadt, um Leute zu unterhalten. Sie rasten aus auf Deinen Konzerten. Viele Menschen, die man trifft, sind darüberhinaus merkwürdig. Freaks eben." (Zitat Ben Gillies/Metal Hammer 2/97)

So kamen Silverchair also zu dem Titel ihres zweiten Albums. "Freak Show". Viel rumgekommen sind sie schon zu dem Zeitpunkt zweifelsohne, gerade in Anbetracht ihrer Teenagerjahre. Viel getourt sowieso, mit den Red Hot Chili Peppers und auch mit Hole. Und daß sie auf merkwürdige Leute getroffen sind, erklärt sich in Verbindung mit diesen beiden Bands von selbst.

Fraglich war vor dem Erscheinen von "Freak Show", ob Silverchair den Erfolg ihres kommerziell erfolgreichen Debuts "Frogstomp" bestätigen können, und ob sie, in Anbetracht des Erfolges, auf dem Boden geblieben sind. Und schon nach dem ersten Hördurchgang kann man dies ohne Bedenken bejahen. Mehr noch. "Freak Show" ist die konsequente Fortsetzung von "Frogstomp" und schlägt den Vorgänger um Längen.

Schon der erste Song "Slave" drückt den Hörer mit seinen satten Riffs an die Wand. Enorm groovend schleppen sich Silverchair durch die Strophen, ehe das Stück jeweils im Refrain an Tempo gewinnt. Ein Song voller Kraft, voller Energie, der ohne Unterlaß rockt.

Gleiches gilt für "Freak", wobei gerade dort auffällt, daß Daniel Johns endlich die Aggressivität in seinem Gesang zu Tage fördert, die ich auf "Frogstomp" noch vermißt habe. Eine Spur kratziger, eine Spur verrauchter, findet er genau das Maß, um sich gesanglich dem aggressiven Charakter der Instrumente anzupassen.

Die stimmliche Agressivität bricht letztendlich voll und ganz bei "Lie To Me" aus, ein schneller Punk-Grunge-Song, der stilistisch sehr an das "Incesticide"-Album von Nirvana erinnert. Wütende, geschriene Vocals, die, wenn überhaupt, dann nur hier dem Vorwurf standhalten, Johns wolle Kurt Cobain imitieren.

"No Association" kombiniert wunderbar psychotische Alice in Chains-Riffs, die in sagenhafte Riffs münden, die Helmet nicht besser hätten schreiben können.

"Cemetery" wiederum ist die erste reine Ballade von Silverchair, die durch gänsehautverbreitende Streichereinlagen eine zauberhafte Melancholie verbreitet.

Streichereinlagen sind ebenfalls auf "Pop Song For Us Rejects" zu finden, ein anfangs braves, fröhliches Lied, das eine angekündigte Kehrtwendung erfährt und mit einem Monster-Riff genau im richtigen Moment explodiert.

"Petrol & Chlorine" wiederum überrascht mit Sitar- und erneuten Streicherklängen und ist die zweite Ballade auf "Freak Show".

Die übrigen Songs sind gehobene Post-Grunge-Klasse (mit Ausnahme von "The Door" welches wenig innovativ und zu unmelodiös ist und somit der einzige Aussetzer auf "Freak Show" ist), mit ausgereiften Riffs, Rhythmen und eingängigen Melodien.

Fazit: Mit "Freak Show" ist Silverchair ein mehr als würdiger Nachfolger zu "Frogstomp" gelungen, der als die Referenz in Sachen "Post-Grunge" angesehen werden muß und das bis dato beste Album der Australier ist. Silverchair schaffen auf diesem Album genau die richtige Mischung aus Experimenten (die Kombination mit Streichern und Sitar) sowie eingängigen Melodien, ruhigen Tönen, satten, bodenständigen Riffs und sich dem Song anpassenden Maße an gesanglicher Agressivität. Wer also "Frogstomp" mochte, wird von "Freak Show" begeistert sein. Und wer den Nachfolger "Neon Ballroom" als zu ruhig empfand, erst recht.

P.S.: "Freak Show" ist auch als Doppel-CD erhältlich, wobei auf der zweiten CD allerdings nur ein Song (Live-Version von "Slave") enthalten ist. Der Live-Mitschnitt ist nicht gerade optimal (sowohl Sound als auch gesangliche Darbietung sind eher schwach), somit ist die Doppel-CD sicher nur für Sammler und Fans interessant.


Geschrieben am: 29. Oct 2002, 12:41   von: Artatius



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