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Übersicht > Medien > Musik > Alben & Label > T

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Ich hab das DIGI, ihr nicht!

Nachteile:
Das DIGI hat 5 Songs weniger – Skandal!




Type O Negative - Bloody Kisses
Bericht wurde 1193 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Carme podum!


_/ _/ _/ _/ _/ Cover und Co _ _ _ _ _

Der Blick des potentiellen Käufers fällt auf ein stereotypes schwar-weiß-grünes (statt grau) Bild mit zwei sich küssenden Frauen jüngeren Semesters unterschiedlicher Haarfärbung!

1.) Dürfen die das?

2.) Pete Steele sieht geschminkt aber gut aus...

3.) Wie bekomm ich das an der netten Verkäuferin vorbei, ohne hochrot zu werden?

Ja, ja und darum wurde der Metalmailorder erfunden.

Im Inneren des Digis erwarten uns dann Engelsstatuen in der selben Tonage, die auf die Stimmung des Albums optimal einstimmen: ein letzter Herbststurm fegt über die Wälder und nimmt auch die letzten Blätter mit. Mit ihm zieht der erste Schwall kalter Luft auf, weggeblasen sind die Gedanken an sonnigere Zeiten, schwimmen und Spaß haben. Einzig die leichtbekleideten Statuen des nahen Friedhof blicken auf zur von Wolken gedämpften Sonne, um ihr den letzten Tribut zu zollen. Eine der stimmungsvollsten und atmosphärischsten Jahreszeiten hat Einzug gehalten...


_/ _/ _/ _/ _/ Christian Woman _ _ _ _ _

Josh Silver orgelt mit interessanter, den Herbstlaub greifbar machender Klangfarbe gemächlich in dieses Meisterwerk ein, bevor Pete Steele in gewohnt tief-bassig-charismatischer Stimme eintoniert, ganz dem Motto „Deep, hard and slow“, dem ersten Albumtitel getreu. Wenige Sekunden später setzten Bass , e-Gitarre und Drums ein und pusten uns in den 7. Metalhimmel! Ein rund 9-minütiges Pamplet besten Gothic-Metals, eine Definition seiner selbst, aber was sage ich??? Ich grölle nur noch „Almost these days“! Kurzum, Kategorie Klassiker, der alle Stilelemente durchläuft, langsame und harte Passagen besitzt und optimal in dieses Album einstimmt! Thematisch dreiteilig angelegt, um den Sündenfall einer Frau konstruiert. In ruhigen Passagen plätschert Wasser, ein Frühlingszwitschern plärrt auf, Steeles tiefe Stimme begleitet von Akustikgitarre holt uns in die Realität – ihr wisst schon, Herbst und Co – zurück! Inhaltlich („Jesus Christ looks like me“) zwar teils unsinnig, aber trotzdem genialer Song zum Mit-Shouten!!!

PS.: Geh niemals auf ein Metalkonzert und bitte Deinen Nachbarn NICHT mitzugröllen, danke!


_/ _/ _/ _/ _/ Bloody Kisses _ _ _ _ _

Als Vampire-Spieler ist „A death in the family“ – so der Untertitel – sicherlich Kult, musikalisch kann es den hochgesteckten Erwartungen von Christian woman nicht mithalten. Kirchenorgeln künden einen Trauergottesdienst, bevor der Baß gemächlich einharkt. Melancholisch und überdurchschnittlich!


_/ _/ _/ _/ _/ To late: Frozen _ _ _ _ _

... ist guter ToN-Durchschnitt. Langsamer Beginn, ein geshoutetes „to late for apologies“ und Einsatz einer harmonischen Sinuswelle zur Stromversorgung von Verstärker, E-Gitarre und Baß. Nett, stellenweise ein wenig slowly, trotzdem ein gutes stück.


_/ _/ _/ _/ _/ Blood & Fire _ _ _ _ _

Ein charismatischer Refrain – No more nights of blood and fire – und teils fremdgesungene Strophen im Midtempo-Bereich, es geht also etwas rockiger zur Sache (quasi für alle Gothicschlafmützen eine kleine Einlage Speedmetal... – nein, nein, nur eine klauische Lästerey zum Selbereintüten und Mitnehmen). Ebenfalls guter Durchschnitt.


_/ _/ _/ _/ _/ Can`t lose you _ _ _ _ _

Nach soviel Action geht es wieder geht es melancholisch weiter – der Titel ist schon nahezu der ganze Text und man kann sich vorstellen, wie emotional es zugeht, wenn Steele einer vermutlich längst verlorenen Liebe hinterherjammert. Ob er sie in seinem Herzen nicht vergessen wird und in den Erinnerungen weiterlebt, bleibt Interpretationssache.


_/ _/ _/ _/ _/ Summer breeze _ _ _ _ _

„Summer girl MAKES ME FEEL...“ ist eine erfrischendes Cover aus den 70ern, welches eher wieder ein Herbststurm aufkommen läßt denn eine Sommerbrise, von daher erfrischend melancholisch für alle, die noch etwas Zeit haben, bevor sie sich die Kugel geben... Dunkel, getragen von Steeles tiefer Stimme, ToN-Standardkost eben.


_/ _/ _/ _/ _/ Set me on fire _ _ _ _ _

„Set me on fire“ ist dann die logische Fortsetzung des gerade gecoverten „Summer breeze“, wenn auch bei weitem nicht so melancholisch, denn das liebe „Summer girl“ setzt ihn auf hohe Flamme, womit sämtliche Textinhalte zusammengefasst sind. Etwas kräftiger und rockiger, auch gut!


_/ _/ _/ _/ _/ Suspend in dusk _ _ _ _ _

SiD ist der Song, der nicht auf den Standardalbum drauf ist, und quasi der Bonussong für DIGIpäckkäufer, auch wenn man ihnen erfolgreich vorgaukelt einen guten Fang gemacht zu haben, es fehlen damit lockere 6 Songs *grrr*. Immerhin haben wir in der Zugabe einen das wohl melancholischste Lied des Silberlings erwischt. Den Anfang bildet ein Gluckern, Steele füllt sich den Becher auf und ein dahingedeeptes „Damn me father, for I must sin...“, ein eingebettestes Zitat in den Song. Ultraslow und tief, dass es vorangegangenes weit in den Schatten stellt. Ein Gefühl dafür mag auch die erste Strophe und der Refrain vermitteln:

„Four centuries of this damned immortality
Yet, I did not ask to be made. Why?
I will never again feel your Sun upon my face
Or the comfort of a grave
I am not alive and I am not dead
This is hell on earth“

„Father, please forgive him
For he knows not what to do“

Damit dürfte auch deutlich werden, aus welcher Sicht Steele singt (der Refrain wird von einer zweiten Stimme dahingesungen, leider aufgrund des Booklets nicht zuzuordnen, aber es gab Gastsänger), wem es nicht klar ist, schiele zu Number One, also nicht dem folgenden Stück gleichen Namens, sondern dem ersten ;-)


_/ _/ _/ _/ _/ Black No 1 (Little Miss Scare-All“) _ _ _ _ _

Damit stoßen wir zum Hit des Scheibchens vor, möglicherweise auch den ein oder anderem Nicht-Metaller bekannt (Obwohl die Frequenz des Songs so angelegt ist, dass sie Gehirnzellen, die Popsongs gespeichert haben, kurzfristig zerstrahlt werden und aus ihren organischen Resten ein metal(l)-liebender Virus erschaffen wird. Daher ist reichlich Moorrüben essen mit kräftig Eisengehalt oder ein neuer Musikgeschmack angesagt, von wegen rückwärtsabspielen, liebe Fundametalchristen, ähh Fundamental-Christen!)! Ich arbeite noch an der Beweisführung...

„She`s in Love with herself“

Egozentrische Frauen, super! Besinge ich auch regelmäßig!

„She likes the dark“

Damit könnt ich mich auch anfreunden, obwohl man im hellen besser sieht.

„On her Milk white neck!“

Erinnert mich daran, dass es heute Abend White Russian gibt, dessen Hauptbestandteil bekanntlich Milch ist! Blasse Haut, vampirisch, gut, da lohnt sich Schminke, also, da sagt auch eine Klaue: “Prachtweib!“. Warum sie jetzt milchweiß ist, ich bin nicht sicher, damit sie im Dunkeln besser zu erkennen ist?

„The devils mark“

Was? Skandal!

„It´s all Hallow Eve
The moon is full“

Es wird atmosphärisch! Vorsicht!

„Will she trick or treat
I bet she will“

Yepp, da schließ ich mich mehrheitlich an!

Bisher ruhig vorgetragen, Steele singt tief, ein Baß wird gezupft, in der Mitte der Strophe von Silvers Keys on the board unterstützt, wandelt sich das Stück in einen kräftigen Shouter sondergleichen, immer zum mitgröhlen geeignet, man kann einfach nicht ruhig bleiben!!!

„She`s got a date at midnight
With Nosferatu
Oh, baby Lilly Munster
Ain´t got nothing on you
Well whren I called her evil
She just Laughed
And cast that spell on me
Boo Bitch Craft“

Ja, so lieben wir die holde Weiblichkeit, hammergeile zweite Strophe, aber es gibt noch eine Stufe more heavier, beweisen die Typies mit dem Refrain

„Yeah you wanna go out `cause it´s raining and blowing
You can´t go out cause your roots are showing
Dye em black
Black No One“

Färb sie schwarz, Jungens, Haargel raus oder was immer zur Hand ist! Auf jeden Fall haben hier die Herbststürme Einzug gehalten, ich hab Glück gehabt, dass ich im halbwegs schallisolierten Keller vor mich hin rezensiere, denn weder schaffe ich es , meine Haare still zu halten – weswegen dieser Knaller knapp zum 50 mal durchrotiert – noch mit der Stimme unter 180 Dezibel zu bleiben!!! Unnötig zu erwähnen, dass das BLACK BLACK BLACK BLACK NUMBER ONE weder im Original noch von mir weniger als 5 Mal gebrüllt wird... Shout it, but shout it loud... (Manowar???)

„Little wolf skin boots
And clove cigarettes
An erotic funeral
For witch she´s dressed
Her perfume smells like
Burning leaves
Everyday is Halloween“

Wer jetzt noch keinen metallischen Ständer hat, dem vermag selbst ich auch nicht zu helfen! Metal, Metal, Metal!
Sehr schön ist übrigens die georgelte Titelmelodie von den Munsters in den Song eingebunden – allerdings weit nach der „Lilly Munster“-Stelle, passt aber gut rein. Diese Passage ist übrigens wieder ähnlich ruhig wie die erste Strophe angelegt, oft genug wird der Refrain wiederholt, um unserer Liebe kundzutun! Doch schließlich fazitierend:

„Loving you was like loving the dead“

ACK auf eins setzen! Sie sind unter uns! The truth is out there!


_/ _/ _/ _/ _/ Erneut Fazitierend _ _ _ _ _

Zum ersten mußte ich feststellen – nach drei Jahren des Besitzes – das man mich mit dem Kauf der DIGI übers Ohr gehauen hat! 6 Lieder weniger, nur ein Bonussong, Kopf schüttel – aber hey, das wollen unsere Negative doch wohl erreichen =;-> Gut, zwei, drei Intros mögen dabei sein, die fehlen, aber auch „Kill All The White People“ oder „We Hate Everyone“ und das ist ärgerlich!

Die Scheibe ist kurzum ein Klassiker und ich bewerte hier nicht jedes Lied einzeln, berechne Quersummen und lasse das Cover zu 10+X % einfließen! 3 sehr gute Songs (Christian Woman, Bloody kisses und Black No1) nebst superben Melancholy-Bonus reihen sich neben 5 weiteren, guten ToN-Durchschnitts-Songs.

Für mich ist das volle Punktzahl abzüglich Abzocksternchen für die schlechtere DIGIversion = eine Gratisfrischluftkur für durchgepowerte Haare!


Stay heavy oder Bang on, die Klaue


Geschrieben am: 05. May 2003, 18:52   von: Greifenklaue



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