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Übersicht > Medien > Musik > Alben & Label > S > Shakespears Sister "Hormonally Yours"

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
abwechslungsreich, intelligent, macht Spaß, gute Stimmen

Nachteile:
zu Unrecht in Vergessenheit geraten




Immer noch gut
Bericht wurde 1538 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Heute möchte ich über ein älteres Album aus meiner CD-Sammlung schreiben, denn ich höre es immer noch gern. Shakespears Sister war das Duo aus Shiobhan Fahey (früheres Mitglied von Bananarama) und Marcella Detroit. „Hormonally Yours“ stammt aus dem Jahr 1992, hat also inzwischen mehr als 10 Jahre auf dem Buckel.

Die Musik von Shakespears Sister zeichnet sich vor allem durch die markanten Stimmen der beiden Sängerinnen aus: Shiobans tiefe, manchmal knarrende Stimme und als Kontrast Marcellas sehr hohe Stimme. Als Musikrichtung würde ich einfach tanzbaren „Rock und Pop“ angeben, das Album ist allerdings wirklich abwechslungsreich und vielfältig. Ich finde, dass Shakespears Sister auch etwas sehr theatralisches, aber auch ironisches an sich hatten. Das zeigte sich an den Videos, den starken Make-ups, aber auch an der Musik. Marcella Detroit singt manchmal recht schrill, teilweise wieder recht mädchenhaft. Siobhan dagegen übernimmt auch gern den „bösen“ Part. An allen Songs haben Shakespears Sister entweder mitgeschrieben oder sie alleine verfasst. Und Marcella Detroit hat auch verschiedene Instrumente gespielt (laut Booklet „Harmonica, guitar and programming“)

Der Titel „Hormonally Yours“ bezieht sich darauf, dass während der Entstehung des Albums beide Frauen schwanger waren. Im Booklet kann man nachlesen: „Finally shakespears sister would like to welcome maxwell and django without whom this album would have no title.“
Ich finde auch das Booklet gelungen. Es enthält ein paar schöne Fotos und alle Songtexte. Das Cover zeigt ein schönes schwarz-weiß-Foto der Sängerinnen. Allerdings: Von den Texten ist nur der gesungene Teil abgedruckt, der Sprechgesang von Siobhan Fahey fehlt. Und ich habe auch Druckfehler entdeckt (u. a. statt „resist“ nur „rest“). Das hätte man besser machen können.

Nun aber zu den einzelnen Liedern:

Goodbye Cruel World
Der Auftakt ist ein recht fröhlich klingendes Lied (auch wenn der Titel etwas anderes vermuten lässt). Die Melodie erinnert mich ein bisschen an die alten Songs der Bangles. Der Abschied bezieht sich nicht auf die ganze Welt, sondern auf einen falschen Freund: „Bye bye my old friend/ you’re never gonna see my face again/ you left me outside in the rain/ so bye bye...“ Ein netter Auftakt für das Album, aber nicht mein Lieblingslied

I Don’t Care
Jetzt kommt ein weiteres fröhliches Lied, allerdings hat es wesentlich mehr Schwung als das erste Lied des Albums. Zwischen den Strophen „jault“ Marcella sehr hoch, was aber wirklich gut klingt. Der Text könnte auch eine Fortführung des ersten Songs sein. Ich interpretiere ihn als die Geschichte einer Hass-Liebe: „...We hurt the ones we love the most/ It’s a subtle form of compliment...“ Dieses Lied gefällt mir ausgezeichnet.

My 16th Apology
„Do I have to go down on my knees?/ this is my 16th apology to you/ with friends like me who need enemies...“ Dieser Song ist verspielter und sehr eingängig. Siobhans Stimme dominiert. Gefällt mir gut.

Are We In Love Yet
Dieses Lied ist etwas kantiger als die ersten drei Titel, aber trotzdem eingängig. Nicht der originellste Song des Albums, aber trotzdem gut, mit einer interessanten E-Gitarre zwischen den Strophen.

Emotional Thing
„Emotional Thing“ beginnt sanft mit zartem Geklimper und steigert sich dann. Im Mittelteil dürfen wieder E-Gitarren jaulen. Wie bei verschiedenen Songs des Albums gibt es in der Mitte auch etwas Sprechgesang von Siobhan (kein Rap, zum Glück, das würde wirklich nicht passen). „Now the air ist getting thin/ you make my senses start to swim/ it’s just a suicidal shim/ but I can’t resist/ an emotional thing...“ Nicht schlecht.

Stay
Das war wohl der erfolgreichste Song von Shakespears Sister! Dazu gibt es auch ein sehr dramatisches Video, in dem Marcella versucht, einen Mann im Koma aufzuwecken. Siobhan tritt gewissermaßen als Todesfee auf und versucht, den Mann mitzunehmen. Das Lied ist sehr pompös, beginnt als gefühlvolle Ballade und wird dann härter. Ich finde es sehr schön, wie die beiden sehr unterschiedlichen Stimmen der Sängerinnen hier harmonieren, auch wenn bei diesem Lied Marcellas Stimme dominiert.

Black Sky
„Black Sky“ ist für meinen Geschmack einfach ein Lückenfüller, mit einer knarrenden Siobhan Fahey und einem dominanten Bass. Und Marcella zeigt, zu welchen Höhen sie ihre Stimme aufschwingen kann. Nicht schlecht, aber nichts besonderes.

The Trouble With Andre
Dieses Lied gefällt mir wieder sehr gut. Der Text hat etwas mysteriöses. Mir gefällt auch das Zusammenspiel der verschiedenen Instrumente (vor allem wieder ein markanter Bass). Siobhan Fahey singt hier sanfter als bei den meisten Liedern, ihre Stimme steht im Vordergrund.

Moonchild
Jetzt kommt ein sehr sanfter Song mit sehr zurückhaltenden Instrumenten. Mir gefällt dieses Lied sehr gut.

Catwoman
„Catwoman“ ist wieder deutlich härter. „I’m a superhuman 3-d baby/ a hollywood brainchild/ to drive you crazy/ and I’m coming your way real soon/ I’m the catwoman from the moon...“ Insgesamt ist dieses Lied etwas schräg. Nicht schlecht, aber ich finde, dass hier der Gesang nicht so gut zur Geltung kommt.

Let Me Entertain You
Dieses Lied hat nichts mit dem gleichnamigen Queen-Song zu tun (und mit dem Lied von Robbie Williams schon gar nicht, den dessen Lied kam erst etliche Jahre später). Ich finde „Let Me Entertain You“ theatralisch und etwas schräg, aber sehr unterhaltsam. Es ist lustig, dass es vor allem am Anfang wie der Soundtrack zu einem Tarzan-Film klingt (wer das Lied gehört hat, weiß was ich meine). „Don’t you want to put your trust in someone who’s not ordinary/ don’t you want to put your trust in someone like me...“

Hello (Turn Your Radio On)
Jetzt kommt das Lied, das mir vom ganzen Album am besten gefällt (es war auch eine Single). Es ist auch das Lied, bei dem Siobhans dunkle Stimme am besten zum Ausdruck kommt. Es ist ein etwas melancholisches Lied, das ich aber auch als Liebeserklärung an das Radio verstehe. „Hello, hello turn your radio on/ is there anybody out there?/ Help me sing my song?....Life is a strange thing/ just when you think you learned how to use it, it’s gone...“ Sehr schön ist auch das Gitarrensolo. (Es gab später mal eine Coverversion von einer Rockband, aber die hat mir nicht so gut gefallen.)


Dieses Album habe ich mir vor über zehn Jahren gekauft. Und nachdem ich es jetzt längere Zeit nicht gehört habe, war ich selber überrascht, wie gut es mir immer noch gefällt. Wer gerne Frauenstimmen hört (und zwar nicht nur das allerneueste aus den Charts) sollte unbedingt mal in dieses Album hineinhören. Schade, dass man danach nichts mehr von Shakespears Sister gehört hat.

(...wie üblich, ist der Bericht von mir auch schon bei Ciao veröffentlicht worden...)


Geschrieben am: 23. Feb 2003, 16:41   von: Dragonfly



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