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Übersicht > Medien > Musik > Gruppen > S > Supertramp

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
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Crisis? What Crisis?
Bericht wurde 2386 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Dome ist Schuld.

Nachricht von pamelap (05.03.2002 19:51)
Was ich gegen Supertramp habe? WAS ICH GEGEN SUPERTRAMP HABE??? Ja, was kann man denn FÜR Supertramp haben??? *verzweifel*


Solche und schlimmere Äußerungen flogen mir in den letzten Tagen um die Ohren. Aus den Fingern meiner eigenen Freundin.

Auslöser war ein kleiner, harmloser, guter Bericht von Shacaru. Eine ganz harmlose CD-Rezension. Gut, wer Dome kennt (wie er auch selbst schreibt), war doch etwas verwundert über die Tatsache, dass sich eine Marusha-CD in der Domschen Sammlung befindet. Aber nun gut...

In Folge dieses Berichtes gab jeder mal seine kleinen Jugendsünden preis; das ging von Ace of Base über DJ Bobo und gipfelte in 2 Unlimited. Und dann konnte Pamela es wieder nicht lassen: musste sie doch erneut über Supertramp herziehen.

Ich verstehe, dass man Supertramp nicht mögen kann. Als Unwissender. Als Mensch, der Supertramp nur via Radio begegnet ist und Popmelodien wie „It’s raining again“ oder „Breakfast in America“ kennt. Daher respektiere ich es auch, wenn sich jemand per Kommentar über mich lustig macht – schließlich weiß er es einfach nicht besser und ich sehe es ihm nach. Aber Pamela weiß es besser. Pamela kennt die andere Seite von Supertramp. Und trotzdem reiht sie sich ein in die Riege derjenigen, die mich ob meiner Vorliebe für Supertramp belächeln. Schamlos fällt sie mir in den Rücken.

Nachricht von pamelap (05.03.2002 20:27)
*ichwerdhiergerademitsupertrampgequältjaul*


Dabei war sie dabei, sie saß daneben, als ich ihr zeigte, dass Supertramp eine ganz andere Seite hat als die, die wir aus dem Radio kennen. Eine Seite, die man der Band gar nicht zutrauen würde; dass sie nicht nur eingängige Popmelodien wie „Dreamer“ verbrochen haben, sondern vielmehr echte Stücke schrieben, 7, 8, 9 Minuten lang, in denen ein Part den anderen ablöst und letzterer nie wiederkehrt, quasi ohne Refrain. „Very best of...“ präsentierte all den Schrott, von dem heute jeder standfest behaupten wird ihn nie gemocht zu haben – und trotzdem war er in den Charts.

„Very best of... Vol. 2“ allerdings fasst all die Stücke zusammen, die unter songwriterischen Aspekten Ihres Gleichen suchen – und kaum finden.

Ausspruch von pamelap (07.03.2002 ca.. 21:00)
Du bist doch sonst nicht so ein Weichei?


Ja, Supertramp, das ist, zugegebenermaßen Drama pur. Drama und Leid, eine Prise Pathos, vielleicht eine Prise zuviel für manche Momente, für andere nicht. Supertramp bietet die Möglichkeit, sich im Leid des anderen ein wenig zu suhlen, nur um über den für sich selbst zutreffenden Umkehrschluss noch einen Tick glücklicher sein zu lassen. Denn wenn Hodgson und Davies, beide Sänger im Wechsel, leiden, dann tun sie dies mit vollem Einsatz; so, dass man nur noch bedauernd zum CD-Player blicken kann...

And even though the sun is shining
Well I feel the rain --- here it comes again, dear

Untermalt von einer ganz ruhigen Acousticgitarre, ein paar Klänge hier, ein paar Klänge da, für Supertramp-Verhältnisse nahezu spärlich. Ein erster Vorgeschmack auf all das Leid, all die unerfüllte Sehnsucht, die bedauerten Fehler der nächsten Stunde.

Und dann schlägt dieser Emotionswechsel zum ersten Mal zu. Streicher lassen einen zehn Sekunden lang vermuten in „Waiting so long“ eine tieftraurige Ballade zu finden. Wechsel. 2 Klaviere und Hodgson. Sie klingen wie aus einem Musical geschnitten, er, der Protagonist, erzählt seine kleine Geschichte.

You get on your own
Did you see the whole show
We’re now apart
We used to know

Und während man noch denkt “Och, der Arme” lösen bedrohliche Drums die Musicalstimmung für zehn Sekunden auf, entfalten ihre aufgesparten Kräfte...

I’ve been waiting so long
I’m not feeling so strong

Ein Saxophon gesellt sich dazu, zieht die Stimmung ins Lächerliche, macht den Song ganz allein fröhlich, die gleiche Stimme entfaltet eine ganz andere Wirkung. Die Drums kehren zurück, das Drama stets an ihrer Seite. Nein, es sind keine Stunden vergangen, es sind nicht mal dreieinhalb Minuten aber doppelt so viele Gesichter und Emotionen. Und noch während ich dies schreibe, gewinnt eine E-Gitarre die Oberhand, scheinbar bei Pink Floyd entliehen und drückt dem Lied ihren Stempel auf, dem sich alles fügt...

All of my life I felt that you were listening
Watching for ways to help me stay in tune

Eine Liebeserklärung? Der Auftakt zu einer ganz traurigen Geschichte? Hodgsons Stimme lässt letzteres ahnen... Streicher tragen ihren Teil dazu bei. Und dann bestätigt ein Klavier genau diese Befürchtung. Ein zweites kommt hinzu. Beide spielen sie, scheinbar gegeneinander, aber doch Hudgson unterstützend, in seinem Flehen nach „Babaji“

Nachricht von pamelap (05.03.2002 20:34)
Hört Supertramp und faselt was von gutem Geschmack... *meinebestenjahredenk*


Natürlich guter Geschmack. Denn 90% aller Songs die ich in meinem nicht allzu langen Leben gehört habe konnten mir innerhalb von maximal einer Minute ein Gefühl von Sym- oder Antipathie vermitteln. Hier wäre mir schon manches Stück verwehrt geblieben, hätte ich die Geduld nicht aufgebracht. Es gibt kaum ein ätzender beginnendes Lied als „Gone Hollywood“. Aber immer dann wenn der Gesangspart sich ausblendet, schaffen Saxophon, Klavier und Drums eine absolut wundervolle Melodie, die in ihrer Vielfalt und Abwechslung ganze Alben von, beispielsweise, Ace of Base in den Schatten stellt.

Und dann schleicht sich so ein kleiner, süßer, niedlicher 4-Minüter ein. Ganz unbemerkt. Immer die gleiche Basis, ein ganz süßliches Klavier, simpel gestrickt. Und dann nach 2 Minuten kommen sie alle auf einmal: Hodgson, Gitarren, Drums, Saxophon, spielen ein kleines Finale, mitten im Song, kurz, bündig, setzen sich sofort wieder und geben zurück an das Klavier. Großartig.

Nachricht von pamelap (05.03.2002 20:39)
*anpathoserstick* Es is ja soooo schrecklich hier...


Ja, pathetisch ist es. Und tieftraurig. Aber es heißt ja auch „Don’t leave me now“. Das muss man doch nicht so halbherzig lösen wie die Backstreet Boys. Also lässt man Klavier und Streicher eine Melodie flüstern, die vom Saxophon aufgegriffen wird, alles zum Schweigen bringt. Und dann, nur 15 Sekunden später schlägt ein Klavier mit voller Wucht zu, 3 Nuancen lauter als das Saxophon, dass sich kurze Zeit später zu einem Kraftausbruch hinreißen lässt.

Don't leave me now
All alone in this darkest night
Feeling old and cold and grey
Don't leave me now

Und Hodgson kann wirklich jaulen, scheint es wirklich zu schaffen, gleichzeitig zu singen und zu heulen...

Took a boat Sunday, down by the sea
It just felt so nice, you and me
We didn't have a problem or a care
And all around was silence, everywhere

Ist das nicht zuckersüß? Ist es nicht dazu geschrieben, einfach ein bisschen verklärt zu lächeln? Zu wünschen, man könnte die Zeilen selbst mit diesem wundervollen Klavier untermalen? Nun, man kann da auch anderer Meinung sein, wie ich weiß...

Nachricht von pamelap (05.03.2002 20:31)
I always hear you when you call... OH MANN....


Nun ja, es heißt korrekt ja auch „I’ll always hear you...“, aber ich denke nicht, dass das für die Verfasserin des zitierten Eintrags einen Unterschied gemacht hätte. Wer keinen Zugang zu einer solch schönen Melodie findet... Tja, Pech... *pahdenk*

Und dann endet dieses Album (jedenfalls für mich) mit seinem absoluten Highlight (jedenfalls für mich), „Fool’s Overture“. 11 Minuten, keine Sekunde langweilig, kaum ein Lied existiert, dass eindringlicher ist, kaum eines, dass in so vielen Parts eine Geschichte zu erzählen vermag. Kein Song, der drei Minuten lang nur mit einem Klavier die volle Aufmerksamkeit für sich beanspruchen kann.

Nachricht von pamelap (05.03.2002 20:35)
Ich HASSE Synthesizer!!!


Aber da gehört er einfach hin! Trennt er doch diesen ruhigen Part von dem, der den Song erst richtig beginnen lässt. Läutet er doch den Part ein, der richtig aufzuwühlen vermag. Eine Aufbruchsstimmung vermittelt...

Hodgson schaltet wieder einen Gang runter.

History recalls how great the fall can be

Was für eine schöne erste Textzeile, nach über 5 Minuten. Und so tieftraurig. Schön traurig. Traurig schön.

(05.03.2002 20:37)
Let's take to the sky - habt Ihr schon mal son bescheuerten Text gehört?


Nein, gar nicht bescheuert. Au contraire. Einer der besten Texte, die ich je gelesen habe. Den korrekt heißt es

The island's sinking, let's take to the sky
Called the man a fool, striped him of his pride
Everyone was laughing up until the day he died

Versteht man so aus dem Zusammenhang gerissen so nicht? Ich glaube nicht, dass die Erläuterung des Zusammenhangs dies verbessern würde. Man MUSS es einfach selbst hören.

All die angestaute Dramatik scheint sich in einem hilflosen „I know“ aufzulösen, und dann, ja dann scheint das ganze beendet zu sein; aber zu Pamelas Leidweisen...

Nachricht von pamelap (05.03.2002 20:40)
Can you hear what I'm saying? JAAAAA, das is ja das Schlimme... Ich leide hier so vor mich hin... *warumüberweisicheigentlichmonatlichanamnestyinternationalwenndiemichnichtrettenfrag*


Dabei beginnt doch hier der beste Part des Liedes, nicht musikalisch, nicht textlich, aber irgendwie im Zusammenspiel dieser Elemente, das die gerade so ausgebreitete Resignation einfach aufzulösen scheint, Aufbruch zu vermitteln scheint und dem Stück so eine Wendung gibt, die man (erneut) nicht vermutet hätte. All diese freigesetzte Energie endet am Anfang, mit den Klängen einer Orchesterprobe – für die nächste Overture...

Leider nicht mehr auf diesem Album. Und so ist Pamela erlöst. Von all den schrecklichen Qualen die sie ertragen musste, fast 70 Minuten lang. Aber was soll’s: ich muss ja schließlich auch Wyclef Jean hören... Und da ich dies jetzt verraten habe, kann ich wohl mit den folgenden Worten schließen:

Someone please call 911, tell them I’ve just been shut down.

Und da sage noch einer, Supertramp sei peinlich…


Geschrieben am: 02. Apr 2002, 09:26   von: teajay



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