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Übersicht > Medien > Musik > Gruppen > P > Pet Shop Boys > Pet Shop Boys - Introspective

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
interessante Musikstücke die fast alle in den Charts waren, für PSB Fans eigentlich ein Muss

Nachteile:
Es fehlt das gewisse etwas für 5 Sterne.




Neil hasst Katzen
Bericht wurde 2446 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Als 1988 die Scheibe Introspective auf dem Markt erschien, waren die Jungs aus dem Tierladen gerade auf dem Weg zum Höhepunkt ihrer Karriere. Nach dem Debutalbum „Please“ und dem Hammer „Actually“ war dieses das dritte echte Studioalbum des Popduos der 80er.

Sechs Songs mit einer Gesamtlänge von immerhin 48 Minuten versetzten mich damals schon ins staunen, denn es sind nur Maxiversionen.

Mit LEFT TO MY OWN DEVICES“ gelang eine grandiose Symbiose aus Achziger Pop den so nur die Pet-Shop-Boys bringen konnten und ein Symphonieorchester. So beginnt das Stück, welches rund 8 ¼ Minuten lang ist, auch mit Geigensound und der Stimme Sally Bradshaws einer britischen Sopranistin. Nach rund einer Minute setzen sich aber dann doch die unverkennbaren Synthesizerrhythmen durch, welche die Jungs aus London so berühmt gemacht haben. Allerdings ist die Musik im Vergleich zu ihrem letzten Album wesentlich schneller. In „LTMOD“ machen sich Tennant und Lowe gedanken über ihr Leben. Wann habe ich beschlossen irgendwelche Wege einzuschlagen aber im Grunde ist der Text natürlich nur Beiwerk, denn dieser Song ist einfach für die Disco gemacht. Er eignet sich aber durch die Abwechslung bzw. Mischung von Beats und Klassik auch für zu Hause. Die Arrangements sind einfach gut gewählt und lassen in der Spielzeit nie Langeweile aufkommen.

Einer der Songs die ich nicht so mag ist I WANT A DOG. Harte Bassläufe und ein etwas nerviges Synthesizersolo münden in einen langweilig erscheinenden Gesangspart, in dem Neil Tennant unmissverständlich erklärt das er Katzen nicht mag und unbedingt einen Hund haben will. Musikalisch ist mir das Stück wie gesagt zu eintönig. Wo im vorherigen Lied noch drive und Geschwindigkeit angesagt war lullen die Pet-Shop-Boys uns Zuhörer mit Synthesizern zu. Die 6 ¼ Minuten sind einfach zu lang und hätten eigentlich nach drei zuende sein müssen.

Im folgenden DOMINO DANCING besinnt sich das Duo wieder auf seine Qualitäten. Harmonisch arrangiert und klar kommen hier Synthesizer und Bläser (wahrscheinlich auch aus dem Computer) zum Einsatz. Dazu ist der ganze Sound stark spanisch angehaucht, was zusätzlich durch die akustischen Gitarren unterstrichen wird. Und obwohl es „nur“ Popmusik ist, haben die Londoner ( die sich angeblich in einer Kleintierhandlung kennen gelernt haben ) mit dem 7:40 Minuten langen Song über Beziehungen gezeigt in welche Richtung ihre Musik geht. Damals war jeder Club out der sich weigerte diese CD zu spielen.

Mit aus dem Hintergrund ertönende deutsche Marschmusik und dem dazugehörigen Stechschritt begrüßt uns I’M NOT SCARED. Ich bin mir bis heute nicht sicher, was die beiden uns mit diesem Song sagen wollen. Die Angst vor den Deutschen scheinen sie aber nicht im Sinn gehabt zu haben. Also leg ich das mal als Experiment ab. Nach der Einleitung minimalisieren sie ihre Synthesizer auch auf das Notwendigste und schaffen so einen melodischen Teppich aus Harmonien. Der Song, den auch die Gruppe „Eight Wonder“ im gleichen Jahr für sich entdeckt haben, ist trotzdem eine Ohrwurm. So wie viele der Songs dieses Albums war auch dieses Stück in Groß-Britannien ein Nr. one Hit der mit knapp 7 ½ Minuten die Spielzeit für Radiotaugliche Musik bei weitem überschritt.

Das Elvis Cover ALWAYS ON My MIND beginnt bei den PSB mit einem harten Basslauf, der sich durch das ganze Stück zieht. Begleitet wird er abwechselnd durch Synthesizer und den Gesang von Tennant. Spacig angehaucht und nicht mehr viel gemein mit dem Original, der ganze Song ist auf Danceflor umgemixt, was sich nach knapp drei Minuten auch dadurch bemerkbar macht das ein geradezu genialer Übergang in den zweiten Teil IN MY HOUSE überleitet. Hier kommen die Bässe noch kräftiger und unterschwelliger. Der Gesang hat ein wenig von Rap ist aber immer noch typisch für das Duo. Der Synthesizer ist und bleibt das liebste Spielzeug von Nick Lowe und wer sich mit de Musik der späten 80er auskennt weiß mit dem Namen Julian Mendelsohn vielleicht noch etwas anzufangen. Er produzierte auch Songs von anderen Popmusikern dieser Zeit und so hat der Sound ein bisschen von Mel & Kim. Musik die eben ins Ohr und in die Beine geht. Nicht denken, tanzen!

Einen gewaltigen Sprung machen sie in IT’S ALRIGHT. Der Bass hämmert zwar wieder, aber die Harmonien wie in LTMOD fehlen irgendwie. Die Message ist aber unverkennbar. Musik baut Brücken und wird immer da sein, egal ob es Kriege oder Hunger gibt. Ist zwar eine etwas blauäugige Theorie, aber man glaubt sie den Pet-Shop-Boys. Das ganze ist wieder auf Clubniveau eingespielt und dudelt so vor sich hin. Ein, in dieser Version etwas langatmiger Song, der das Album auffüllt, nicht stört und bei längerem Hören sogar gefallen findet.

Im Gegensatz zur Musik die teilweise sehr experimentierfreudig für das Ende der 80er war, beschränkt sich das Cover auf sieben bunte, senkrechte Streifen, welche sich zwar einprägen, aber nicht wirklich etwas aussagen können. Auch das Booklet macht von innen nicht viel her.
Es ist jeweils ein Bild von Neil und Chris mit dem Hund den sie besingen, einem Chiwawa. Ansonsten gibt es nur ein paar Zusatzinfos zu den Songs, Texte sind wie immer bei PSB Fehlanzeige.


Fazit

Das Album Introspective bietet auf fast 50 Minuten keine eingängige bzw. durchgängige Einheitskost aus Pop. Die Pet-Shop-Boys spielen ein wenig mit dem Synthesizer, der teilweise sehr minimal mit Instrumenten bestückt wurde und symphonischen Fragmenten. Das spanisch angehauchte Domino Dancing konnte sich mehrere Wochen in den Deutschen Singlecharts bis auf Platz 3 vorkämpfen. Aber auch viele andere Stücke dieses Albums wurden in Radioversionen in Deutschlang gut verkauft und so landeten vier Stücke in den Top 10. Für einen PSB Fan gehört dieses Album in die Sammlung. Wer kein Fan ist aber die Musik der ausgehenden 80er mag wird sich sicherlich mit dem Sound arrangieren können.
Ich vergebe gerne 4 Sterne, für den fünften fehlt mir das gewisse etwas.


© Donline 17.05.2003 für Q-Test
© Donline 01.12.2002 für Ciao


Geschrieben am: 17. May 2003, 09:43   von: Donline



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