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Übersicht > Medien > Musik > Gruppen > B > Blind Guardian

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Perfekt, Genial, Überragend

Nachteile:
Keine!




Mein erster Bericht = Blind Guardian's beste CD!
Bericht wurde 1446 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Es gibt manchmal Songs, die fesseln einen von der ersten Sekunde an, brennen sich in den Gehörgängen fest und verlieren auch nach Jahren niemals ihre elektrisierende Wirkung. Das kommt vor, ist aber recht selten. Und dann gibt es ganze Alben, die aus solchen Songs bestehen. Man wird von den ersten Klängen sofort in ihren Bann gezogen, ist ergriffen von der Perfektion der einzelnen Stücke, spürt eine Gänsehaut nach der anderen und kommt nur schwer - wenn überhaupt - wieder davon los.

"Somewhere far beyond" der Krefelder Bombast-Metaller ist eines dieser Alben, das für mich immmer ein ganz besonderes Werk bleiben wird. Es war im Jahre 1993, als ich bei einem Bekannten zufällig ein Tape in die Hände bekam, auf der sich ein Song befand, der mich von Anfang an faszinierte: "Ashes to Ashes" hieß das Stück und es stellte sich heraus, dass eine Gruppe Namens Blind Guardian dieses Werk verzapft hatte. Am nächsten Tag stiefelte ich also los und besorgte mir "Somewhere far beyond".

Ich war ziemlich beeindruckt von dem faszinierendem Coverartwork: Auf einer spärlich erleuchteten Waldlichtung saßen einige mit Schwertern bewaffnete Krieger und Minnesänger mit einer Laute in der Hand um ein mystisches Symbol, das wie ein Lagerfeuer leuchtete. Unter diesem Symbol befand sich eine kleine Pergamentrolle, auf welcher der Albumtitel aufgeführt war. Der Wald, der die Truppe umgab, war in dezenten, dunklen Blautönen gehalten und hinter den pechschwarzen Bäumen lugten einzelne Trolle und Goblins hervor. Das Fantasy-Flair des Covers ist einmalig und verschafft einen hervorrgenden Eindruck vom dem, was den Hörer auf der CD dann erwarten wird. Da ich damals gerade dabei war, Stephen King und J.R.R. Tolkien als meine Lieblingsautoren zu entdecken, war die Scheibe natürlich bestens für mich geeignet. Zuhause angekommen, wanderte "Somewhere far beyond" sogleich in meinen CD-Player...


1.) ~~~Time what is Time~~~

Akkutische Gitarren eröffnen den Opener "Time what is time". Ihre warmen, sanften Klänge, die teils verspielten Melodien, schaffen einen herzlichen, aber trotzdem mystischen und geheimnisvollen Einstieg in das Album. Worauf müssen wir uns als Hörer gefasst machen? Was wird uns nach dieser akkustischen Einleitung erwarten?
Druckvolle Gitarren und knackiges Drumming lautet die Antwort, als die akkustischen Sechssaiter nach knapp einer Minute verklingen. Doch die Aggressivität ist gezügelt, die scheinbare Wut in Bahnen gelenkt. Eine weinende Leadgitarre verbreitet Emotionen und Melancholie und Hansi Kürsch's markante Stimme leitet die erste Strophe ein... "When the moonchild is crying..." - sanft und wehmütig ertönt anfangs seine Stimme, doch schon bald legt der Song einen Zahn zu und wird zunehmend fordernder, anklagender. Eine ebenso schnelle Bridge leitet auf den epischen Chorus über, der vom Wechsel von Hansi's Vocals mit einem bombastischen Chor lebt.
Das Solo im Song ist flott, ausgefallen und unverkennbar, wie im übrigen alle Leads der Krefelder, da die Gitarren einen warmen, melancholischen und unverwechselbaren Klang haben. Ein kurzes Zwischenspiel leitet auf den finalen Chorus über, bevor der Song akkustisch und von Hansi's traurig klingender Stimme getragen ausklingt.
Inhaltlich wurde der Titel vermutlich von "Bladerunner" inspiriert, Zeilen wie "I'm a replicant" weisen zumindest darauf hin...

2.) ~~~Journey through the Dark~~~

Wuchtiges Drumming und bratende Gitarren begrüßen den geneigten Hörer bei "Journey through the dark", einer Speedmetal-Nummer, in der erneut viel Wert auf Melodie und Atmosphäre gelegt wird. Die Strophen ähneln dabei dem Beginn des Songs sehr, im Chorus erklingen wieder fulmimante Chöre: "Mystical old bard - on your journey through the dark"
Auch der Rest des Stückes liegt größtenteils im Uptempo-Bereich und eignet sich bestens zum Rübe-schütteln und Mitsingen...

3.) ~~~Black Chamber~~~

Leise Pianoklänge und Hansi's aussdrucksstarke Stimme sind die Komponenten, auf denen im folgenden kurzen Intermezzo, "Black Chamber" betitelt, gesetzt wird. Die knapp 60 Sekunden dauernde Ballade gehört laut eigener Aussage zu den wohl traurigsten und depressivsten Songs, welche die Band jemals geschrieben hat. Wenn man sich mit dem Text etwas genauer beschäftigt ("I am lost in the Black Chamber, there's no way to turn back"), wird deutlich wie beklemmend und furchteinflößend die Atmosphäre des Songs ist. Leider findet der Songs kein gutes Ende und läßt den Hörer hilflos, verängstigt und verzweifelt zurück: "Too late for me, in my hands it lies I thought. But I failed now he's in me. My soul is lost in his Black Chamber - I'm gone..."
Das Stück ist aufgrund seiner unkonventionellen und ungewöhnlichen Machart sicherlich Geschmackssache, ich fand es jedenfall äußerst gelungen.

4.) ~~~Theatre of Pain~~~

Ein orchestrales Keyboard eröffnet zusammen mit epischen Gitarren und monumentalem Drumming "Theatre of Pain", bevor sich ein verträumtes Gitarrensolo auf das erzeugte Klangbild legt. Nach einiger Zeit darf Hansi dann sein markantes Organ einstzen, um den Hörer durch die erste Strophe zu geleiten. Ein kurzes, malerisches Break sorgt für Abwechslung, bevor der zweite Teil der Strohpe vorwurfsvoller und bedrückender ertönt: "It's all gone what is left behind on this desert we call earth. When the last whale's gone away will they ever see their tears?"
Ein kurzes Orchesterzwischenspiel leitet in den Chorus über, in dem sich erneut die Chöre und Hansi ein fantastisches Duell liefern. Der komplette Song ist im Midtempo gehalten und erzeugt ein bombastisches Klangbild - fulminante Chöre, orchestrale Arrangements und die epischen Gitarrenleads machen "Theatre of Pain" zum Highlight für alle Melodic-Freaks...

5.) ~~~The Quest for Tanelorn~~~

"By the ruins he stands, and he's waiting for me... to enter Tanelorn..." - Hansi's Stimme in Bestform, begleitet von dezenten Keyboards und Akkustikgitarren erzeugen ein Gänsehaut-Feeling: Treibende Drums und messerscharfe Riffs setzen bald darauf ein und verleihen dem Song eine mystische, aggressive Atmosphäre mit druckvollen Vocals aus Kürsch's Kehle: "He tries to conquer it, again and again... but at last he almost a ruined man, not a king or God who's searching for a place called Tanelorn... far beyond your dreams" - ein Gitarrenlead ertönt und macht dann Platz für den fulminanten Chor, der im Chorus ein beherztes "On our Quest for Tanelorn, we lose our way" schmettert. Eignet sich wieder bestens zum Mitsingen und an den folgenden Strophen werden vor allem alle Headbanger ihre Freude haben. Der Song ist ein Klassiker, der vor allem live gut rüber kommt und mächtig Laune macht.

6.) ~~~Ashes to Ashes~~~

Mystische Keybordklänge und seltsame Hintergrundgeräusche, die von einem Troll zu kommen scheinen, leiten den bald von progressiven Drumming und experimentellen Gitarrenriffs dominierten Killertrack "Ashes to Ashes" ein, der wie oben bereits erwähnt meine erste Begegnung mit der Band darstellte: "Taste the poison, feel that this is life..." - Hansi überzeugt stimmlich wie immer und verleiht dem Song durch die geheimnisvollen Lyrics eine besondere Atmosphäre. In der Bridge liefert er sich mit den Chören erneut ein atemberaubendes Duell, während im Chorus das Tempo deutlich gedrosselt wird und der Chor beinahe sakrale Züge annimmt: "Ashes to Ashes, dust to dust. The life clock strikes and you obey like a candlelight that fades..."
Den Rest des Songs bildet eine furiose Mischung aus packenden Gitarrenriffs, progressiven Breaks, pfeilschnellen Leads, epischen Chören und Hansi's phänomenaler Stimme. Kein Wunder, dass ich damals sofort von diesem abwechslungsreichen Track fasziniert war, begeistert mich "Ashes to Ashes" ja auch heute noch. Überglücklich war ich demzufolge auch, als dieser Track auf ihrer Tour 98 zum festen Programm gehörte... ;-)

7.) ~~~The Bard's Song - In the Forest~~~

Der folgende Track wird wohl auf ewig ein absoluter Kultsong der Band bleiben: "The Bard's Song: In the forest" ist fast schon sowas wie das Aushängeschild der Gruppe geworden, wobei er in Wirklichkeit nur einen, wenn auch ungeheuer wichtigen Aspekt, der Guardian'schen Mucke wiederspiegelt: Die ungeheuer dichte Atmosphäre, das geniale Fantasy-Flair und einfach hervorragende, mitßreißende Melodien. "Now you all know the bards and their songs" - sobald diese Zeilen erklingen, übernimmt normalerweise das Publikum bei Konzerten komplett den Gesang und lediglich die Akkustikgitarren begleiten die Fans durch den Song. Diese Stimmung ist einmalig und muß man einfach selbst einmal miterlebt haben. Zeilen wie "In a world far away we may meet again, but now hear my song about the dawn of the night, let's sing the bard's song..." brennen sich in Sekundenbruchteilen in den Gehörgängen fest und bleiben dort fürimmer verankert. Egal, ob man dem Track nun auf dem Silberling lauscht oder am Lagerfeuer sitzend eine a capella Version anstimmt, die Magie des Songs ist unverkennbar und jeder, aber wirklich jeder, der auch nur ansatzweise auf Fantasy, Mittelalter, Rollenspiele, Tolkien, etc. steht, wird diesen Song sofort in sein Herz schließen!

8.) ~~~The Bard's Song - The Hobbit~~~

Auf der letzten Tour brachte Hansi danach dann immer die Ansage, dass man nicht auf einem Bein stehen könne, folglich gehöre zum "Bard's Song" natürlich ein zweiter Teil, der dann umgehend präsentiert wurde. Auch auf der CD folgt natürlich eine Fortsetzung, "The Bard's Song: The Hobbit" betitelt. Ein monumentaler Beginn, der zwischen Midtempo-Stampfer und Uptempo-Nackenbrecher hin- und herspringt, leitet perfekt auf die Strohpe über, in welcher der Hörer dann die Geschichte von Tolkien's Erfolgsbuch erzählt bekommt: "Out in the distance there's so much gold, the treasure that I found is more than enough" - Nun setzen dezente Chöre ein: "Far to the hill we've to go... over the mountains and sees to the old hill where the old dragon sleeps" - und mit einem Mal bricht wieder der gesammelte Bombast der Krefelder über einen herein: "Blind in the dark dungeon's night - Oh god, please take me away from here, and Gollum shows the way right out". Dieser Abschnitt berichtet von Bilbo Baggins (so heißt der Hobbit nämlich) Ausflug in eine düstere Trollhöhle, wo er auf das seltsame Wesen "Gollum" trifft, von welchem er den sagenumwobenen Ring ergattert.
Gerade wenn man das Buch "Der kleine Hobbit" gelesen hat kann man die einzelnen Stationen Bilbos anhand dieses Tracks sehr gut nachvollziehen. Die vorhandene Fantasy-Atmosphäre ist sowieso genial!

9.) ~~~The Piper's Calling~~~

Etwas unkonventionell wird's bei "Piper's Calling", denn zumindest Anfang der 90er waren Dudelsackklänge im Metal noch nicht üblich. Hier werden wir also auf eine ungewöhnliche Art und Weise, sprich mit 59 Sekunden Dudelsackmucke, konfrontiert, die uns auf den folgenden Song einstimmen sollen...

10.) ~~~Somewhere far beyond~~~

"Somehwere far beyond" greift nun noch einmal alles an musikalischer Brillanz auf, was das Album in den vorherigen neun Tracks zu bieten hatte: Herausragende Gitarrenleads, mörderische Riffs, knackiges Drumming, Hansi's phänomenale Vocals und bombastische Chöre bis zum Abwinken: "I came from far beyond your reality, the ocean of time, it's the Odysse of mine. I am the mariner, and now I tell you where I've been and what I saw and how it ends..." - unterlegt von flottem Sechsaiter-Gebrate und Thomen "The Omen" Stauch's treibender Drumarbeit leitet Hansi markant und bestimmt den Song ein und macht gleich mal klar, um was es hier geht: Fantasy in Reinkultur. Durch den Rest des Songs geleiten eine furiose Mischung aus epischen, von Chören dominierten, Midtempo-Parts und schnellen Riffattacken, die sich im Laufe des Songs zu einer einzigartigen Sinfonie hochschaukeln. Erwähnenswert wäre hierbei auf jeden Fall noch der Dudelsack-Part im Mittelteil, der einfach hervorragend zum Song paßt und verdeutlicht, dass Blind Guardian schon Anno 92 erkannt haben, dass mittelalterliche Instrumente durchaus einen genialen Metalsong verfeinern können.

11.) ~~~Spread your Wings~~~

So, auf der CD-Version befinden sich dann noch 3 Bonustracks, welche anno dazumal nicht auf der LP erschienen sind: Als erstes darf man sich hier an "Spread your wings" erfreuen, welches ursprünglich von Queen stammt, aber nie zu deren bekannteren Songs gehörte. Blind Guardian machen hier ihre Sache gut, aber da ich den Song auch im Original nie so überwältigend fand, können mich auch die blinden Wächter nicht überzeugen. Der Song landete später übrigens in dieser Version nochmal auf "The Forgotten Tales"...

12.) ~~~Trial by Fire~~~

Interessanter wird's bei "Trial by fire", das im Original von "Satan" höchstpersönlich, bzw. von der Band selbigen Namens stammt. Flotter Speedmetal mit jeder Menge Gitarrenleads, treibenden Drumming und höllischen Riffs ist hier angesagt. Klasse, der Song gefällt!

13.) ~~~Theatre of Pain (Classical Version)~~~

Letzlich wird die Scheibe von einer angeblichen "Classical Version" von "Theatre of Pain" abgerundet, die sich aber nicht groß vom Original unterscheidet. Ursprünglich war eine andere, wirklich klassische Version geplant, aber die kam durch irgendwelche widrigen Umstände nicht mit auf's Album und so müssen wir hier mit einer fast identischen Version vorlieb nehmen. Wen die Klassikversion interessiert, der hole sich bitte "The Forgotten Tales", wo das edle Stück doch noch das Licht der Welt erblickt hat...


~~~Fazit~~~

Mich hat "Somehwere far beyond" von der ersten Sekunde an gefesselt, mitgerissen und nicht mehr losgelassen. Selbst dann nicht, nachdem die letzte Note verhallt war. Es hat in den letzten Jahren unzählige Scheiben gegeben, die mir wirklich gut gefallen haben. Es gab etliche, von denen ich begeistert war. Von einigen war ich regelrecht fasziniert. Aber nur sehr wenige haben mich derart beeindruckt, wie "Somewhere far beyond" es getan hat. Hier stimmt einfach alles:
Die nötige Portion Härte geht hier einher mit grandiosen Melodien, bombastischen Arrangements und einer genialen Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Diese Scheibe gehört meiner Meinung nach zu den 10 besten, die jemals veröffentlicht worden sind und eignet sich gleichermaßen für besinnliche Abende am Lagerfeuer wie für Rollenspiele, Parties... ach, dieses Album kann man einfach immer hören.

Wer auch nur den leisesten Anspruch darauf erheben möchte ein Metaller zu sein, muß dieses Album im Schrank stehen haben. Allen anderen, insbesondere Fans von Tolkien, Rollenspielen und Liebhabern exzellenter Mucke im allgemeinen sollten hier mal ganz flott beide Ohren riskieren. Das einzige denkbare Manko, die etwas leise Aufnahme, fällt nicht weiter ins Gewicht, weil man ja die Anlage entsprechend lauter drehen kann. Es gibt wohl keine Scheibe, die absolut perfekt ist, aber "Somewhere far beyond" kommt verdammt nahe an diesen Status ran... *grins*


In diesem Sinne,

Stay Dark!

The-Wishmaster


Geschrieben am: 01. Feb 2002, 23:11   von: The-Wishmaster



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