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Übersicht > Medien > Zeitschriften > Joy

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
billig und bunt, überfordert garantiert niemanden

Nachteile:
oberflächlich




Dümmer geht’s nimmer
Bericht wurde 2043 mal gelesen Produktbewertung:  ungenügend
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Mein ursprünglicher Bericht über diese Zeitschrift war aus dem Sommer 2000 – höchste Zeit für ein Update! Denn vor kurzem habe ich die neueste Ausgabe der „Joy“ geschenkt bekommen und da hat sich doch einiges geändert.

Im Sommer 2000 hat die Joy noch 4,50 DM gekostet und hatte ein unbekanntes Modell als Titelmädchen. Jetzt kostet die Joy nur noch 1,50 €, was wohl daran liegt, dass derzeit laufend neue Frauenzeitschriften auf dem Markt auftauchen. Und inzwischen gibt es auch Promis als Titelmädchen, diesmal Jennifer Aniston („Friends“). Verkauft sich wohl besser.

Zielgruppe:
Mir fällt gleich auf, dass in dieser Zeitschrift die Leserinnen gesiezt werden. Trotzdem ist dieses Heft inhaltlich nicht ansprechend für erwachsene Frauen. Ich glaube, dass dieses Heft am ehesten zu Mädchen zwischen 14 und 18 passt (Motto: „MÄDCHEN und BRAVO GIRL sind mir zu kindisch, ich lese lieber JOY“).

Aufmachung:
Die Zeitschrift hat ein kleines Format, nur etwa DIN A5. Viele Seiten wirken richtig vollgestopft mit Mini-Artikeln, z.B. über die neuesten Filme oder sogenannte Berufe mit Zukunft. Dazu kommt noch recht viel Werbung, wie das bei Zeitschriften dieser Art üblich ist.

Inhalt:
Zur Beschreibung orientiere ich mich an den einzelnen Rubriken. Zumindest das Inhaltsverzeichnis ist übersichtlich gestaltet:

PEOPLE
Hier kommen Berichte und Fotos über berühmte Leute. Knallbunte Aufmachung, allerdings sind die Artikelchen wirklich sehr kurz und bieten kaum irgendwelche interessante Infos. Madonna hat die Queen getroffen und dabei einen Hofknicks gemacht – diese Neuigkeit ist ja schon uralt. „Stars beim Abspecken“ – hier sieht man Stars wie David Duchovny in Sportklamotten. Den Spott verstehe ich aber nicht, die meisten Stars sehen beim Sporttreiben noch recht gut aus. Und das Interview mit Leonardo di Caprio macht nur eine Seite Text aus, also nicht wirklich interessant.
Am besten gefällt mir in dieser Rubrik noch die „Galerie“ mit Fotos von Sarah J. Parker von 1966 bis heute.

TITELTHEMA
Hot Sex – du liebe Zeit! Auf den Seiten 53 bis 65 folgen „17 erotische Abenteuer“, angeblich wahre Geschichten. Ich finde diese Geschichtlein, garniert mit Fotos, einfach nur albern und an der Grenze zur Pornografie. Schon die Überschriften wie „Ich trieb es mit ihrer Schwester“ oder „Sie war meine Patientin – doch ich musste sie haben“ sprechen nicht unbedingt für Qualität. Diese Geschichten sind weder erotisch noch lesenswert.

BEAUTY
Die Kosmetiktipps bieten nichts neues. Es werden verschiedene Wimperntuschen vorgestellt, na und? Unfreiwillig komisch: Unter „12 Tricks, die schnell schöner machen“ wird auch Permanent-Make-up empfohlen! Also ich glaube ja nicht, dass es besonders schnell geht, wenn ich mir die Konturen der Lippen und die Augenbrauen und Lidstrich ins Gesicht tätowieren lasse. Ausserdem werden noch Haarverlängerungen empfohlen („Extensions“), die schlappe 700 € kosten! Ich bezweifle, dass viele der Leserinnen sich das leisten können.

MODE
Hier gibt es etliche Fotos vom Laufsteg (sowieso nicht tragbar im Alltag). Und Modetipps der Redaktion, die meistens auch ziemlich untragbare Fetzen sind. Oder wo kann man schon eine durchsichtige, formlose Bluse mit nichts darunter anziehen? Oder einen Pullover, der hauptsächlich aus Löchern besteht? Wer zieht sich heute noch ganz schwarz an, kombiniert mit schwarzem Lippenstift?

REPORTS
Das ist für mich die lächerlichste Rubrik! Unter „Reports“ stellt man sich ja eigentlich seriöse, gut recherchierte Berichte zu interessanten Themen vor. Das gibt es hier aber nicht! Erstens ist hier nämlich der absolut doofe Artikel „So kriegen Sie jeden“, der sich um Männer und beruflichen Erfolg dreht. Das Modell auf diesen Seiten ist angeblich „Tina, 24, Medizinstudentin“. Ich allerdings glaube, dass Tina maximal 16 Jahre alt ist. Die Tipps in diesem „Report“ beeindrucken höchstens 14jährige: Wie soll man Männer ansprechen? Empfohlen wird: „Hallo, ich heiße... Trinken wir was zusammen?“ Das ist ja mal was ganz neues!
Die anderen Tipps sind noch dümmer: Im Auto soll man immer einen großen Zettel mit der eigenen Handynummer dabei haben. So dass man an der Ampel seinem „Traummann“ (!) sein Interesse signalisieren kann! Welcher Mann fühlt sich davon angesprochen? Das sieht doch aus, als ob die Dame das beruflich machen würde („Ruf – mich – an!!!“) Auf dem Titelblatt steht ja vollmundig „Flirten mit neuen Psycho-Tricks“. Ist es wirklich ein neuer Psychotrick, wenn ich im Park immer Süßigkeiten dabei habe, um sie einem Mann anbieten zu können??? (Und haben wir nicht alle gelernt, dass man von fremden Leuten nichts annehmen darf?!)

Ein weiterer, ärgerlicher Report nennt 22 Jobs mit Zukunfts- und Aufstiegschancen. Aha. Und da ist die „Verkäuferin“ dabei. Ich weiß allerdings sicher, dass es dort mit freien Jobs ziemlich schlecht aussieht. Und für die „Erzieherin“ sind die Verdienstchancen nicht gerade überwältigend. Insgesamt sind alle Berufe derartig kurz angerissen, dass man sich wirklich nicht viel darunter vorstellen kann. Ich halte diesen Artikel für sehr schlecht recherchiert. Es wäre besser gewesen, nur fünf Berufe pro Heft vorzustellen, dafür aber wirklich kompetent zu recherchieren.

ENTERTAINMENT
In keiner Zeitschrift dieser Art dürfen Berichte über Kino, Bücher und Ähnliches fehlen. Ich finde das hier allerdings alles zu kurz und oberflächlich. Die Buchtipps sind so knapp abgehandelt, dass sie mir gar nichts helfen. Der obligatorische „Psycho-Test“ ist auch dabei – überflüssig und oberflächlich.

IMMER IN JOY
Die Überschrift dieser Kategorie ist ja schon unsinnig – denn die anderen Kategorien wie „Mode“ und „Beauty“ sind sicherlich auch immer dabei. In dieser Kategorie sind eben noch Dinge wie Leserbriefe (aber nur lobende Leserbriefe), ein Rätsel und Horoskope.

***Meine Meinung zu JOY:
Mir gefällt diese Zeitschrift nicht, denn sie ist besonders oberflächlich und schlecht recherchiert. Gerade bei Themen wie „Die 22 besten Frauenjobs mit Zukunft“ sollte man sich schon mehr erwarten können. Ehrlich gesagt sehe ich keinen Grund, diese Zeitschrift zu empfehlen oder selbst zu kaufen, denn die Joy hat im positiven Sinne nichts, was andere Zeitschriften nicht auch haben. Und ein paar nette Bilder von Stars allein rechtfertigen nicht den Kauf einer Zeitschrift.
Der Preis von nur 1,50 € klingt zwar recht verlockend, vor allem, wenn man bedenkt, dass somit die Joy im Laufe der Zeit sogar billiger geworden ist. Allerdings fühle ich mich durch dieses Heft weder gut unterhalten noch gut informiert. Somit sind auch diese 1,50€ für mich zu teuer. Da würde ich lieber mehr für eine Zeitschrift ausgeben, dafür aber auch mehr Inhalt erwarten.
Wenn ich mir das Titelblatt genau anschaue und durchlese („Das Trendmagazin für Frauen“) dann muss ich sagen, dass Joy von der ersten bis zur letzten Seite eine Mogelpackung ist, die ich niemandem empfehlen kann.

(wie üblich habe ich den Bericht auch bei Ciao und Dooyoo eingestellt, nur falls er jemanden bekannt vorkommen sollte)


Geschrieben am: 09. Feb 2003, 15:10   von: Dragonfly



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