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Übersicht > Unterhaltung > Musik > Lacrimosa - Echos

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Tja, die Songs! ;) die Lyriks, die Melodien, das aufwendige Cover...etc..pp..


Nachteile:
Solang Anne nicht singt, gibt\'s kein Kontra :)





Aus der Stille ~ aus dem Nichts
Bericht wurde 2039 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 3 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Vor etwa zwei Wochen habe ich mir das Album "Echos" von Lacrimosa, um das es im Folgenden gehen soll, zugelegt. Zu dem Zeitpunkt war es sogar auf Platz 39 der Charts vertreten. Eigentlich war es fast ein Blindkauf da ich 10 Minuten vor Schließung des Discounters in den Laden rannte und mir wahllos eine CD schnappte :) Ich wusste zwar im Vorfeld von wem es sein sollte, aber noch nicht welches Album im Speziellen...mir bleib gerade genug Zeit die ersten paar Lieder anzuspielen - richtig reinhören konnte ich erst zu Hause. Glücklicherweise war's kein Fehlkauf, wenn ich das schon mal vorwegnehmen darf...

Warum unbedingt Lacrimosa? Einfach deshalb, weil ich in letzter Zeit über zahlreiche Berichte dieser Band gestolpert bin...und mir neugierigerweise auch diverse Lieder per KaZaA zu Eigen machte. Im Grunde habe ich ja recht wenig Ahnung von diesem Genre, denn wer's noch nicht weiß: Lacrimosa ist eine Gothic-Band. Und bis vor kurzem wusste ich mit dem Begriff Gothic ehrlich gesagt recht wenig anzufangen bzw. konnte mir nicht viel darunter vorstellen. Allerdings hat mir da ein Ciao-User, der regelmäßig über Bands aus dem Gothic/Dark Wave - Bereich berichtet auf die Sprünge geholfen :) Also seid nicht zu streng, wenn ich meine laienhafte Meinung zum Besten gebe ;)

"Echos" ist nun schon das achte Studio-Album des Anfang der 90er Jahre gegründeten Duos Lacrimosa. Anfänglich bestand das "Soloprojekt" nur aus einer Person, nämlich Tilo Wolff, welcher auch gleich sein eigenes Label gründete (Hall Of Sermon) für die Veröffentlichung des Debüt-Albums "Angst"...was einerseits ein gewagter Schritt war - nicht nur in finanzieller Hinsicht - andererseits ermöglichte ihm dieses jedoch, seinen eigenen Weg zu gehen, ohne Kompromisse in der Verwirklichung seiner Vorstellungen machen zu müssen. 1994 komplettierte Anne Nurmi (ehemalige Sängerin und Keyboarderin der Band "Two Witches") Lacrimosa und wurde festes Mitglied.

Musikalisch mag man Lacrimosa sofort dem Bereich Gothic zuordnen, doch im Grunde vereinen sie sehr viele Musikrichtungen miteinander und schaffen so ihren ganz eigenen Stil. Klassische Musik kombiniert mit Metal und Rock ergibt einen einzigartigen Sound...doch denke ich das dies keine Musik für die breite Masse ist, auch wenn behauptet wird, dass Lacrimosa mit "Echos" einen neuen Weg einschlägt, welcher ein weiteres Publikum erreichen soll. Meinen Geschmack treffen sie damit aber auf jeden Fall. Auch wenn ich die Musik anfangs recht gewöhnungsbedürftig fand, gefällt es mir mit jedem mal hören besser.

Man sollte aber auch dazu sagen, dass hier keine CD produziert wurde, welche man mal eben in den Player schiebt und so nebenbei anhört. Richtig zuhören ist hier eher die Devise...die Lyriks und die melancholische Atmosphäre tun ihr Übriges um sich ganz in diese Welt einzufinden :)

Tracklist
¯¯¯¯¯¯¯
01. Kyrie.....12'42 (Overture)
02. Durch Nacht und Flut.....6'03 (Suche - Part I)
03. Sacrifice.....9'28 (Hingabe - Part I)
04. Apart.....4'16 (Bittruf - Part I)
05. Ein Hauch von Menschlichkeit.....5'05 (Suche - Part II)
06. Eine Nacht in Ewigkeit.....5'52 (Hingabe - Part II)
07. Malina.....4'48 (Bittruf - Part II)
08. Die Schreie sind verstummt.....12'42 (Requiem für drei Gamben und Klavier)
...Gesamtspielzeit: 61'10. Erschienen: 2003

~ ~ Overture ~ ~
»» Kyrie...
Wie der Name schon sagt ist "Kyrie" die Overture, also der Auftakt bzw. Einleitung des Spektakels. Gesang vernehmen wir hier also logischerweise noch nicht, dafür aber ein leise einsetzendes Orchester, welches eine wahrhaftig schöne Melodie spielt. Wer keine klassische Musik mag, wird also sofort zu Beginn von der CD abgeschreckt, was ich natürlich nicht verstehen kann. Denn mich hat gerade dieser ungewöhnliche Einstieg auf die restlichen Tracks neugierig gemacht...hört man anfangs hauptsächlich leise Blasinstrumente, komplettieren zur Mitte hin Geigen und sonstige Streichinstrumente die Sinfonie. Knappe 13 Minuten zieht sich der emotionale Auftakt hin und endet im wahrsten Sinne des Wortes mit Pauken und Trompeten ;) Dass kein Gesang zu vernehmen ist, ist jedoch nicht ganz richtig, da man Chorale Gesänge vernimmt...allerdings nur zur Unterstützung der Harmonie...das Hauptaugenmerk bleibt auf das Orchester gerichtet. Eine wirklich gelungene Komposition.

~ ~ Suche Part I ~ ~
»» Durch Nacht und Flut...
Den Anfang bilden leise, sanfte Geigen; kurz darauf setzt zum ersten Mal Tilo Wolffs raue Stimme ein. Zu Beginn singt er noch etwas verhalten, die Intensität seines Gesanges steigert sich jedoch zusehends zum Refrain hin. Durch die Eindringlichkeit in seiner Stimme, passt die Stimmung sehr gut zum Text, wenn er singt "Wach auf ich suche dich". Mit diesem Lied beginnt auch die gefühlsmäßige Odyssee. Im Lied geht es um den Beginn der Suche. Nach was? Ich denke er singt davon, dass er nach der Liebe sucht bzw. nach einer bestimmten Person...doch ist er sich nicht sicher ob er tatsächlich vorfinden wird was er erwartet. "Ich weiß ich finde dich. Doch find ich wirklich was ich suche?" Nun was auch immer der Gute zu finden hofft - "Durch Nacht und Flut" ist ein absolut klasse Lied und auch mein Favorit des Albums. Ist im übrigen auch als Singleauskopplung im letzten Jahr erschienen. Die Wahl hätte auf keinen besseren Track fallen können :)

~ ~ Hingabe - Part I ~ ~
»» Sacrifice...
War der vorige Track noch schwungvoll, beginnt dieser nun ziemlich schleppend mit Bass und..hm Keyboardklängen schätze ich mal, welche sich doch eher wie die Töne einer Orgel anhören. Das Tempo ist hier sehr langsam und nach einem kurzen Intro setzt Tilo Wolff wieder zum Gesangespart an. Seine Stimme diesmal sehr tief, eine düstere Stimmung verbreitend. Doch ist seine Stimme hier verhältnismäßig nur "kurz" zu vernehmen, da der Gesangespart nach weniger als der Hälfte des Liedes endet und die restlichen fünf Minuten nur instrumental sind. Der Übergang zwischen den beiden Abschnitten ist sehr fließend. Während Tilo's langgezogenes "Ich warte auf dich" langsam verhallt setzen schon Schlagzeug und E-Gitarren ein; diese bilden zwar einen Kontrast zu den bereits spielenden Instrumenten, passen sich aber perfekt in die Melodie ein und bilden einen klasse Sound. Das Zwischenspiel der Gitarren ist nur kurz und wird bald zeitweise von ruhigeren Geigenklängen abgelöst. Auch wenn die Stimmung hier wieder sehr melancholisch ist, ist "Sacrifice" ebenfalls eine sehr gelungenes Stück, das eine so eingängige Melodie hat...und gerade diese Stimmung macht den Reiz dieser Musik aus.

~ ~ Bittruf - Part I ~ ~
»» Apart...
Nun folgt das erste und einzige Stück des Albums das auf englisch gesungen wird. Ausnahmsweise auch nicht von Tilo Wolff, sondern von Anne Nurmi, die auch weniger singt als vielmehr ihren Text dahin haucht. Das Tempo ist sehr ruhig, eine Ballade eben...unterstützt wird sie von Geigen und Schlagzeug. Anne singt von der einstigen Zweisamkeit und beschwört ein Bild vergangener Tage herauf, nach denen sie sich zurück sehnt "Und ich brauche Liebe, wie ich nie zuvor Liebe gebraucht habe". Ich finde es nicht schade, dass man ihr für "Apart" nur etwa 4 Minuten Zeit gelassen hat, ja eigentlich mag ich das Lied nicht wirklich. Was jedoch nicht unbedingt an der Melodie liegt (obwohl diese auch nicht die schönste ist) sondern viel mehr an der stimmlichen Qualität der Sängerin. Man kann es sich anhören...aber man muss nicht! :)

~ ~ Suche - Part II ~ ~
»» Ein Hauch von Menschlichkeit...
Ein etwas anderer Einstieg erwartet einen nun hier, mit leichten Keyboardklängen. Das Tempo ist von Anfang an sehr ruhig und die Musik hält sich im Hintergrund während Tilo zum Singen ansetzt. Dies ändert sich jedoch im Refrain wo die Musik etwas in den Vordergrund gelangt. Die Übergänge zwischen den Strophen sind wirklich schön mit Geigen und Streichern gestaltet, die sich sobald der Gesang wieder einsetzt zurückziehen. "Ein Hauch von Menschlichkeit - ihn zu suchen bin ich hier bei dir" so lautet der Text im ~Suche Part II~. Was ich etwas gewöhnungsbedürftig fand war der stimmliche Umschwung im Refrain - vor allem da die einzelnen Strophen im Vergleich energischer vorgetragen werden - fühlt man sich doch hier etwas zu sehr an Operngesänge erinnert. Jedoch wie gesagt nur eine Frage der Gewöhnung, denn im Grunde gefällt mir auch dieses Lied recht gut.

~ ~ Hingabe - Part II ~ ~
»» Eine Nacht in Ewigkeit...
Der langsame Rhythmus wird auch hier beibehalten. Zum Einstieg ertönen nun Klavierklänge, die Tilo's unglaublich tiefe Stimme fast verschlucken. Doch wird das ruhige Spiel kurzweilig von lauten, schnellen Geigen unterbrochen, nachdem der Refrain endet. Erst nach dem zweiten Refrain schafft es Tilo's Stimme sich über das Orchester zu erheben. Er steigert die Intensität und die Stärke seiner Stimme zum Ende des Liedes immer mehr, wodurch die emotionale Stimmung viel besser zum Ausdruck kommt, als wenn die Texte so leise dahin gesungen werden, wie ich finde. Doch war dies auch leider schon der Höhepunkt von "Eine Nacht in Ewigkeit", denn es klingt genauso leise aus wie es auch begonnen hat. Da der Part ja ~Hingabe~ heißt ist die ruhige Stimmung zwar passend, aber dennoch schafft es Tilo Wolff nur zum Schluss dem ganzen diesen flehenden Unterton zu geben. Was ich doch etwas schade finde, da die Melodie des Liedes sehr schön ist und sicher auch noch mehr hergegeben hätte. Hören mag ich es aber ebenfalls sehr gerne :)

~ ~ Bittruf - Part II ~ ~
»» Malina...
Ein schnelleres Tempo wird nun eingeschlagen. Zu der anfänglichen Orgel (?) gesellen sich schnell Geigen und Bässe...schon den Anfang finde ich gut gelungen. Kurz danach setzt auch schon der Gesang ein, diesmal gleich mit kräftiger Stimme. Und mit vorwurfsvollem Tonfall singt Tilo "Hörst du nicht? Ich suche flehend dich". Kurz vorm letzten Refrain bremst der Gesang das Lied kurz aus, jedoch geht es gleich darauf schnell weiter. Das Tempo wird sogar noch gesteigert, bevor es letztendlich wieder etwas ruhiger ausklingt. Endlich mal wieder ein Lied mit mehr Power das einen etwas von der melancholischen Atmosphäre wegträgt. Immer wenn ich es höre, fühle ich mich unwillkürlich an "Das Phantom der Oper" erinnert :) Ist auf jeden Fall auch eines meiner favorisierten Lieder.

~ ~ Requiem für drei Gamben und Klavier ~ ~
»» Die Schreie sind verstummt...
Doch der kurzzeitige Stimmungsumschwung währt nicht lange, denn dieser Track beginnt nun wieder in altbekannter melancholischer Manier. Mit anfänglich schwachem Gesang und super langsamen Klavier. Doch braucht es diesmal nicht sehr lange um Tilo die Gelegenheit zu geben, wieder aus vollen Kräften zu singen. Dem Song fehlt es im Grunde an einem richtigen Höhepunkt oder einem sich wiederholenden Refrain. Find ich allerdings recht gut, da sich eine Linie durch das Lied zieht - es ist eher wie eine Geschichte die erzählt wird, welche den Abschluss des Albums bildet. Die Melodie ist einfach nur genial, man hat zwischenzeitlich das Gefühl als würde man von einem Lied ins nächste wechseln, wobei sich das ganze Spektrum an Stilen, die Lacrimosa auszeichnen bemerkbar macht. Doch da die Thematik dieselbe bleibt, passt letztendlich doch alles zusammen...auch die Harmonien werden beibehalten. Ein wirklich gelungener Abschluss, schon allein diese Lied ist ja ein Grund "Echos" zu kaufen :) Und netterweise hat man den letzten Track auch sehr lange gestaltet, die Stimmung ist zwar trübe, aber wirklich hörenswert.....

Fazit
¯¯¯¯
Na ich weiß ja nicht ob meine Interpretation der Texte tatsächlich sinngemäß ist...deshalb bin ich darauf auch nicht allzu detailliert eingegangen. Zugegebenermaßen versteh ich auch nicht alle Lyriks, da sie teilweise so offen gehalten sind, dass man sie verschieden auslegen kann...was mir doch sinnvoll erscheint, denn jeder wird sie wohl für sich etwas anders interpretieren.

Im Vorfeld habe ich übrigens eine Rezension gelesen, die mich Lügen straft wenn ich nun behaupte, dass Tilo Wolff mit "Echos" ein Meisterwerk erschaffen hat. Zitat: "Wer Lacrimosas Symbiose aus Klassik und Pop als innovativ einstuft oder gar Stilgrenzen einstürzen sieht, sollte lieber zu Rondo Veneziano greifen. Hier bleiben ihm dann wenigstens die peinlich - schwülstigen Schlagertexte erspart" Ein tauber Mensch muss dies geschrieben haben, denn auch Rondo Veneziano kann ich jedem, der klassische Musik mag nur ans Herz legen :) Und lyrische Texte mit Schlager zu vergleichen...?! tsts. Um jedoch nicht vom Thema abzutriften: "Echos" ist für mich wahrlich eine gelungenes musikalisches Werk, das mich schon fasziniert...sowohl die Lyriks, wie auch das Zusammenspiel der Instrumente wissen zu begeistern. Nicht nur für Fans dieses Genres!...den ich zähle ja nun mal nicht zu selbigen; Noch nicht *g*

Allerdings will ich ja objektiv bleiben und "Meisterwerk" ist vielleicht wirklich etwas hochgegriffen. Zumal es ja nicht so ist, dass jedes Stück meine uneingeschränkte Begeisterung findet. Wenn Anne Nurmi beispielsweise alleine singt, habe ich jedes mal das Bedürfnis den nächsten Track anzuspielen. Doch sollte man das Album als Ganzes sehen, was kleinere Bemängelungen dann doch nebensächlich erscheinen lässt. Jedes Stück - ob's nun gefällt oder nicht - hat eben seine Bedeutung für das Gesamtkonzept; auch wenn behauptet wird "Echos" sei kein Konzeptalbum ;) Und da es Opera-like aufgebaut ist, ist diese Zusammengehörigkeit der Tracks und somit auch der Thematik wichtig und auch passend.

Noch erwähnenswert ist natürlich die Aufmachung des Albums, denn die CD gibt's nicht im handelsüblichen JewelCase sondern, als Papphülle zum aufklappen...nicht so robust wie herkömmlich, aber dafür hübscher :) Das im Innenfach eingesteckte Booklet, enthält auch alle Songtexte in Deutsch und Englisch...sehr praktisch, da man Tilo Wolff nicht unbedingt immer versteht, wenn er die hohen Töne auspackt...obwohl "Booklet" schon fast untertrieben ist bei dem aufwendigen Artwork ;)

Insgesamt würde ich daher auch mit 4 Sternen urteilen, da es wie gesagt nichts für jedermann ist...ein reinhören sich aber trotzdem lohnt. Meine Begeisterung dürfte jedenfalls klar geworden sein. Abschließend hoffe ich, dass man nicht zu sehr gemerkt hat, dass ich wenig Ahnung von dem Ganzen hab *g*

Merci für's Lesen und Bewerten

© ChopSuey(2.03.03)


P.S. Ich hab so gut wie's ging auf Texte verzichtet um's nicht noch mehr in die Länge zu ziehen...wer sich aber dennoch für selbige interessiert findet diese unter http://www.lyriks.de/lyriks/interpret.php?id=1416




Geschrieben am: 03. Mar 2003, 18:08   von: chopsuey



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