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Übersicht > Unterhaltung > Werbung > Werbung im Fernsehen > Deutschländer Würstchen

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Durch verstärkten Absatz der Wurstwaren dürften sich die riesigen Vorräten an Separatorenfleich in den Kühlhäusern dezimieren lassen, was hilft wichtige Ressourcen auf dem Energiesektor einzusparen.

Nachteile:
Warum gibt der Produzent der Würstchen nicht einen neuen Spot in Auftrag und trägt so zur Unterstützung der gebeutelten Werbebranche bei?




Ich bin Stolz ein deutsches Würstchen zu sein!
Bericht wurde 3110 mal gelesen Produktbewertung:  ausreichend
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Dialog:

Der Zauberlehrling fragt: „Meister, warum bin ich nur ein doofer Schlachtergeselle geworden und nicht ein erfolgreicher Comedystar, Produzent und Entertainer“

Der Meister antwortet: „Weil Du zu viele Fleisch und Wurstwaren verzehrt hast, die aus Separatorenfleisch hergestellt werden“

Klappe, Applaus die Szene ist im Kasten, Schluß für heute.

So hätte ich den Spot aufgezogen, aber leider wurde mein Vorschlag nicht Akzeptiert, weswegen wir uns nun der brutalen Realität zuwenden.

Die Szenerie muß ich diesmal kurz schildern, weil ich sie einfach so herrlich schön deutsch finde! Obwohl ich eigentlich Verfechter der Auffassung bin, daß nur solche Autoren Berichte zu Werbespots lesen und bewerten sollten, die diese schon gesehen haben, aber das alte Streitthema soll uns heute nicht belasten.


Was passiert:

Der gute allwissende Meister der Zunft des Schlachterhandwerkes sitzt an einem massiven Holztisch in einem Raum, der den Eindruck einer professionellen Küche erweckt um seine tariflich zugesicherte Frühstückspause in Anspruch zu nehmen. Alles wirkt sehr sauber, solide und gediegen. (Wie Schlachtergesellen wirklich nach ein paar Stunden harter Arbeit aussehen, erspart Euch lieber vorzustellen, denn sonst würde noch mancher zu einem Vegetarier, der noch heute darüber schmunzelt). Sofort spürt der mündige Konsument, hier bin ich richtig, hier wird nicht gemauschelt oder getrickst, sondern hier ist alles Echt und der Meister kennt jedes Schwein mindestens mit Vornamen, welches in den köstlichen Würsten verwurstet wurde, die dort dampfend und lecker anzuschauen auf dem Tisch stehen.

Da kommt auch schon die schlanke Hand des Zauberlehrlings (wem wäre die Ähnlichkeit nicht aufgefallen) ins Bild, die nach den Köstlichkeiten greift, eben den Deutschländern.

Und, was ist des Lehrlings erste und oberste Pflicht?

Richtig, Lehre annehmen und zwar vom allwissenden Meister (warum funktioniert das eigentlich nicht bei ciao?), indem man diesen nach allerlei Dingen fragt, um halt von seinen Erfahrungen zu lernen.

In diesem Fall hätte der milchgesichtige Lehrling allerdings jemand gefragt, der es besser weiß als der braungebrannte und so gesund wirkende Meister, denn das beste was in solche Würstchen kommt, läßt so mancher schlaue Hund unberührt im Freßnapf liegen und Katzen würden es gar nicht erst einkaufen: Separatorenfleisch halt.

Deutschländer, oder ich bin Stolz ein Würstchen zu sein!?

Die Leser und Autoren aus den angrenzenden deutschsprachigen Regionen und Staaten werden meinen Sarkasmus vielleicht nicht gleich nachvollziehen können, aber diese Werbung, die beim Überkochen der tragischen BSE Affäre eilig aus dem Programm genommen wurde, ist nun wieder da, pünktlich zur Weihnachtszeit.

Was haben die Würstchen mit Weihnachten zu tun? Ganz einfach denke ich, denn es ist in vielen Regionen mittlerweile Tradition, daß zu Heilig Abend kein opulentes Mal verspeist wird, das Mama stundenlang an die Küche bindet, sondern es werden schnell zubereitete Speisen bevorzugt, damit Mama mehr Zeit dazu hat, die köstlichen Gerichte für den 1. und 2. Feiertag zuzubereiten.

Nein, Mama soll auch etwas vom Heiligen Abend haben, und einer muß ja schließlich den Nachschub an Bier aus dem Keller schleppen, wenn Sohnemann und Papa vor der neuen Modelleisenbahn liegen oder sich um den Computer streiten um schnell noch einen Erfahrungsbericht zum Fest bei ciao zu posten.

Also, natürlich ist dieser Brauch regional unterschiedlich und „Deutschländer“ dürften hier nur Stellvertretend für allerlei Wurstspezialitäten herhalten, die eigens zum Fest Produziert und vertrieben werden.


Nu aber zurück zu diesem Spot, der mir jedesmal die Zornesröte ins Gesicht treibt und besonders jetzt, nachdem man nach der selbst verordneten BSE-Zwangspause wieder zur Normalität zurückkehrt.

Schöne heile Welt.?

Nein, schön blöde Verbraucher und Konsumenten scheint der Auftraggeber dieses alten neuen Spots an den Bildschirmen zu vermuten.

Noch etwas sachliches dazu verlauten zu lassen, könnt ihr mir hier nicht abverlangen, denn mir kocht einfach nur die Galle über.

Natürlich verstehe ich das Bemühen der Auftraggeber dieser Werbung, da sie damit ja letztendlich nur etwas von den Konsumrausch abschöpfen wollen, der alljährlich in dieser Jahreszeit einsetzt und was somit der Sicherung der Arbeitsplätze in der Branche zugute kommt, und nicht noch mehr Schlachtergesellen ihr Bündel schnüren müssen, um sich fortan als Comedystar zu verdingen.

Sag mal selbst, habe ich da nicht toll die Kurve zur Einleitung bekommen?

Mein Fazit, Werbung die niemand braucht, oder sind wir Verbraucher wirklich so Deutsch (äh, dumm)

©Skorpion99

Bei aller Ablehnung muß man zumindest so fair sein, und den Spot objektiv rezensieren, denn die Werbeagentur kann ja nichts für die Dummheit der Auftraggeber oder der Konsumenten, die sich so etwas wünschen.


Geschrieben am: 21. Nov 2001, 14:28   von: skorpion99



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