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Übersicht > Unterhaltung > Video > G > Gattaca

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
gute Umsetzung - gute Schauspieler

Nachteile:
der Realität erschreckend nahe




Auf dem besten Weg in die Zweiklassengesellschaft
Bericht wurde 2336 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Vor länger Zeit habe ich bei Hitwin (als ich dort noch angemeldet war) unter der Rubrik Auctionwin zwei Videofilme ersteigert. Einer davon war der Film Gattaca über den ich heute etwas schreiben möchte.

Ein seltsamer Zufall dass ich ihn mir gerade in den Tagen nach dem Amoklauf in Erfurt angesehen habe. Was hat das damit zu tun, werdet Ihr vielleicht fragen. Nun darauf komme ich später noch einmal darauf zurück.



Eckdaten/Schauspieler
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Der Film kam 1997 heraus und wird dem Genré Sience-Fiction-Thriller zugeteilt. Die Laufzeit im Kino war 112 Minuten auf der Videokassette läuft der Film 101 Minuten. Freigeben ist der Film ab 15 Jahren.

Der Preis für die DVD ist 30,99 Euro für das Video 15,99 Euro.

Die Darsteller sind:

Ethan Hawke (Vincent/Jerome), Uma Thurman (Irene), Gore Vidal (Direktor Josef), Xander Berkeley (Lamar), Jayne Brook (Marie), Elias Koteas (Antonio), Blair Underwood (Gen-Spezialist), Mason Gamble (Vincent als Kleinkind), Vincent Nielson (Anton als Kleinkind), Chad Christ (Vincent als Kind), William Lee Scott (Anton als Kind), Ernest Borgnine (Caesar), Tony Shalhoub (German), Jude Law (Jerome / Eugene), Alan Arkin (Inspektor Hugo), Loren Dean (Anton)

Die Regie führte Andrew Niccol.

Die Handlung
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Der wissenschaftliche Fortschritt hat es ermöglicht, die Gen-Kombination des Menschen bei der Zeugung im Labor zu steuern. Der Retorten-Mensch der Zukunft ist nahezu perfekt.
Vincent Freeman ist jedoch noch ein Gotteskind. So werden in dem Film die Kinder genannt, welche auf normalen Weg gezeugt wurden. Das heisst er ist kein Kind der Gene, sondern ein Kind der Liebe.
Der jüngere Bruder, Anton ist bereits Gen-Baby. Nachdem bei der Untersuchung nach Vincents Geburt festgestellt wurde, dass er einen Herzfehler hat, wollten die Eltern beim zweiten Baby kein Risiko mehr eingeben.
Deshalb werden bei so einem Gen-Baby nur die besten Eigenschaften der Eltern weiter gegeben.

Es kommt, wie es kommen muss. Vincent steht immer im Schatten seines jüngeren Bruders. Sein Bruder ist größer, kräftiger, schneller, intelligenter und gesünder als er.
Vincent ist hochgradig intelligent, trotzdem bekommt er keinen qualifizierten Job. Den bekommen nur noch die Validen, d. h. diejenigen die einen perfekten genetischen Fingerabdruck haben. Bei jedem Vorstellungsgespräch muss eine Blut- oder Urinprobe abgegeben werden und so sieht man sofort dass Vincent ein Invalide ist. Als Invalide und das auch noch mit Brille entspricht er nicht den Normen der Leistungsgesellschaft.
Vincents größter Traum ist es jedoch Astronaut zu werden. Sein allergrößter Wunsch ist es auf den Titan, eine Jupitermond zu fliegen und weder die Eltern noch der Bruder können ihm diesen Wunsch ausreden.

Nachdem Vincent mit seiner Putzkolonne (da dürfen die Invaliden arbeiten) durchs ganze Land gereist ist, arbeitet er schliesslich bei Gattaca (vergleichbar mit der Nasa). Da er nun seinem Traum so nahe ist, erkennt er noch mehr wie weit er eigentlich davon entfernt ist. Und so beschliesst er, um seinen Traum zu verwirklichen, seine Idendität zu ändern.
Jerome ist ein Valider mit Höchstwerten. Aber er hat Pech gehabt und sitzt durch einen Unfall im Rollstuhl. Mit Hilfe eines Gen-Agenten tauscht er die Rolle mit Jerome. Er benutzt dessen Blut- und Urinproben um so an sein Ziel zu kommen. Als Gegenleistung dafür übernimmt er den Unterhalt für Jeromé, welcher sich seinerseits immer mehr in den Alkohol flüchtet.
Durch diesen Tausch schafft Vincent es schließlich, in die Elite von Gattaca zu kommen, wo ihm dann auch die Teilnahme an einem Einsatz zu einem der Monde bewilligt wird. Kurz vor dem Flug passiert jedoch ein Mord und weil man eine Wimper von Vincent findet, wird er verdächtigt. Es folgt ein Katz- und Mausspiel, wo Vincent auch noch mal auf seinen Bruder trifft, welcher Polizist ist. Schliesslich wird der wahre Mörder gefunden, der Bruder hat jedoch die Wahrheit erkannt. Auch seine Geliebte, Irene weiss am Schluss des Filmes die ganze Wahrheit.

Es würde zu weit führen, wenn ich noch mehr von der Handlung preisgebe. Ich möchte Euch ja auch nicht die ganze Spannung nehmen.

Die Hauptdarsteller
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Ethan Hawke hat meiner Meinung in dieser Rolle wirklich brilliert. Er kam für mich sowohl in der Rolle des Vincents auch als in der Rolle des Jerome absolut überzeugend an.
Uma Thurman als Irene fand ich am Anfang etwas spröde und farblos, hat aber so ab der Mitte des Filmes auf jeden Fall dazu gewonnen.


Mein Fazit
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Ein Film der sich mit einem utopischen Gedanken befasst, welcher leider bereits sehr nahe der Realität ist. Das Thema wurde sehr gut umgesetzt und ich habe mich nicht eine Minute lang gelangweilt. Ich würde diesen Film jederzeit wieder an sehen.


Meine Gedanken nach dem Film
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Obwohl nur Film hat er für mich mehr Realität wieder gespiegelt, als es wünschenswert wäre. Die Gentechnik wird immer mehr zur Realität und es ist durchaus im Bereich des Möglichen dass es eines Tages den „perfekten“ Menschen geben wird. Zum Glück werde ich dann nicht mehr Leben.
Dadurch dass alleine eine Wimper reicht, um feststellen zu lassen wie valide nun der Mensch ist, wird hier eine absolute Transparenz erreicht. Eine Szene in dem Film zeigte, wie eine Frau so einen Mann überprüfen liess, den sie gerade kennen gelernt hatte. „Herzlichen Glückwunsch eine 9,3“ hiess es da. Also darf sie sich jetzt in ihn verlieben.
Was frage ich mich, wenn er nur eine 5,7 wäre und sie sich schon verliebt hätte?
Alle normalen, nicht gen-manipulierten Menschen werden hier als Menschen 2. Klasse gehandelt, als Invalide. Dies erinnert mich u. a. auch an die Zeit des 3. Reiches und die Beiseitigung behinderter Menschen durch Hitler. Verzeiht mir bitten diesen kurzen Gedankengang. Aber das Thema nimmt mich schon alleine dadurch mit, da ich selbst mal einen behinderten Bruder hatte, welcher weder damals noch in der in dem Film beschriebenen Zukunft eine Chance hätte bzw. gehabt hätte.

Und haben wir nicht bereits einen 2-Klassen-Gesellschaft dahingehend, in dem alle nicht perfekten Menschen als Versager hingestellt werden? Dies lässt mich auf den Amok-Lauf in Erfurt zurück kommen. Das war auch ein Mensch, der durch den Ausschluss aus der Schule in den Augen der Gesellschaft versagt hatte.

Okay, Gattaca ist nur ein Film. Aber ein Film, der nach meinem Empfinden leider schon sehr nahe an der Realität ist und das obwohl es ein Science-Fiction-Film ist.
Schaut Euch den Film an und sagt mir, dass ich mich täusche. Ich wäre froh darüber, wenn es so wäre.


Geschrieben am: 26. Mar 2003, 22:14   von: Hexe1962



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