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Übersicht > Unterhaltung > Kinofilme > Science-Fiction > Star Trek "Nemesis"

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Unterhaltsam, gute Special Effects, großer Auftritt von Data...

Nachteile:
Riker nervt...




Das letzte Abenteuer von Data
Bericht wurde 1624 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Da ich gerne die verschiedenen „Star Trek“-Serien und Spielfime anschaue, war es für mich eine Selbstverständlichkeit, auch den neuesten Streifen, „Nemesis“ anzuschauen. Das war jetzt also das letzte Abenteuer der deutlich gealterten Crew – oder doch nicht?

***Zuerst zur Handlung:
Hinweis für Nicht-Trekkies: Die Romulaner sind gefährliche Feinde der Föderation (zu der auch die Erde gehört). Sie leben u. a. auf dem Planeten Romulus, sind kriegerisch, aber auf eine hinterlistige, strategisch kluge Weise. So haben mächtige Kriegsraumschiffe, die mit Tarnvorrichtungen ausgerichtet sind. Wie die bekannteren Vulkanier haben sie spitze Ohren und kurze schwarze Haare. In diesem Film sind auf der Stirn deutliche Wülste zu sehen – das ist mir in der Serie nie so aufgefallen.
Was auch ich bisher nicht kannte: Es gibt noch eine unterdrückte Minderheit im romulanischen Reich, die Remaner, die auf dem Planeten Remus leben und erstaunlich hässlich sind. (Mich erinnern sie ein bisschen an „Orks“) Aber sie können sehr hart kämpfen und dazu haben sie empathische Fähigkeiten.
(Nicht-Trekkies sollen jetzt bitte nicht fragen, warum ausserirdische Kulturen typische, antike Erdenbegriffe wie „Romulus und Remus“ benutzen und dann auch noch von einem „Senat“ geleitet werden – alles nur Film!)

Die Enterprise ist auf dem Weg zum Planeten Betazed, wo die Hochzeitszeremonie von Schiffscounsellor Deanna Troy und dem ersten Offizier William Riker stattfinden soll. (Und danach sollen die Eheleute die Enterprise verlassen, weil Riker endlich selber als Captain tätig wird.)
Allerdings empfängt die Enterprise ein positronisches Signal von einem unbekannten Planeten und dieses Signal kann nur von einem Androiden stammen, einem Androiden, der Data ähnlich ist. Obwohl dieser Planet gefährlich nahe am romulanischen Reich liegt, wollen Captain Picard und seine Crew die Sache untersuchen. Das Aussenteam, bestehend aus Picard, Worf und Data kann tatsächlich in einer gefährlichen Mission einen in Einzelteile zerlegten Androiden bergen, der wie Data aussieht.
Nach dem Zusammenbauen stellt sich heraus, dass der Neue vom gleichen „Vater“ konstruiert wurde wie Data und er heisst „Before“ (bzw. „B4“). „Before“ ist eine primitivere Version von Data, also ein Prototyp. Und er liegt nicht zufällig auf diesem Planeten herum...

An Flitterwochen und Abschied ist jetzt aber noch lange nicht zu denken, denn die Enterprise bekommt einen Auftrag vom Sternenflottenkommando, mitgeteilt durch Admiral Janeway: Das Romulanische Reich hat einen neuen Imperator, der Verhandlungen mit der Sternenflotte wünscht.
Es stellt sich heraus, dass der Imperator Shinzon nicht, wie angenommen, Remaner ist, sondern ein Mensch. Und zwar ein junger Klon von Captain Picard. (Der Kinozuschauer weiß schon etwas mehr, nämlich dass Shinzon den romulanischen Senat ermorden ließ, um die Macht zu übernehmen.)
Es stellt sich heraus, dass Shinzon keineswegs Frieden will zwischen den Romulanern und der Föderation. Erstens hasst er die Romulaner, weil die ihn viele Jahre brutal als Sklaven ausbeuteten. Aber auch der Erde ist er nicht wohlgesonnen. Jetzt kommt ein großer Kampf mit einem actionreichen Show-Down...

***Meine Meinung:
Ich habe bewusst versucht, die Inhaltsbeschreibung möglichst kurz zu halten und trotzdem ist sie sehr umfangreich ausgefallen. Ich finde, dass man sich schon im „Star-Trek-Universum“ auskennen muss, um diesen Film zu verstehen. Wenn man noch nie von der Föderation, von Picard, Troy, Data usw. gehört hat, wird man nicht so viel mit diesem Werk anfangen können. Mir hat dieser Film gefallen, er war für meinen Geschmack unterhaltsam. Allerdings war ich nicht restlos begeistert, mit „Der erste Kontakt“ kann dieser Streifen nicht mithalten.

**Was ich zu kritisieren habe: Teilweise finde ich, sind falsche Schwerpunkte gelegt worden. Die junge Romulanerin, die durch ihren Verrat an Shinzon eine entscheidende Rolle in der Geschichte spielt, hat meiner Meinung nach einen zu kleinen Part. Ich hätte sie ausführlicher dargestellt, mehr Szenen mit ihr gezeigt.
Genervt hat mich der langweilige Riker (gespielt von J. Frakes, der auch das öde „X-Faktor“ moderiert). Ich mag den Riker insgesamt nicht besonders. Ich finde ihn erstens nicht sehr attraktiv, daher nehme ich ihm die Rolle des Frauenhelden nicht ab. Und ich finde, dass er sich grundsätzlich neben Picard zu sehr in den Vordergrund drängt. Somit habe ich seine große Macho-Kampfszene doof und klischeehaft gefunden (logisch, dass ihm der Böse von hinten auf den Rücken springt, und klar, dass er nach dem ganzen Gekloppe nur leicht am Arm verletzt ist...)

Manche Dinge, die als große Knaller gedacht sind, überraschen den erfahrenen Trekkie nicht mehr: Mehrere riesige romulanische Kriegsschiffe schneiden der völlig ramponierten Enterprise den Weg ab – glaubt da irgendein Trekkie noch, dass diese Romulaner jetzt noch angreifen???
Ich finde, dass der Anfang (zünftige Hochzeitsfeier mit launiger Rede) und der Schluss sind etwas zu langatmig waren. Und der Übersetzer hat auch stellenweise Unfug getrieben: Auch ein deutscher Trekkie weiß, dass Kriegsschiffe „Birds of Prey“ oder „Warbirds“ heissen können. Es ist albern, sie als „Raubvögel“ einzudeutschen.

**Was mir gut gefallen hat:
Zuerst möchte ich sagen, dass mir die düstere, unheimliche Atmosphäre des Films gut gefallen hat (besser als z.B. der bunte, fröhliche Film „Der Aufstand“). Die Special Effects waren wirklich super. Mir haben vor allem alle Raumschiffe, aber auch Kostüme und Masken gut gefallen. Ich finde es faszinierend, was für eine natürlich wirkende Mimik die Remaner haben – als ob es solche Kreaturen wirklich gäbe. Und ich muss sagen, dass ich nie den Eindruck hatte, mit Special Effects völlig überschüttet zu werden (wie bei der Konkurrenz).
Die Grundhandlung an sich fand ich auch gelungen. Der böse Klon war wirklich überzeugend, die Rolle war interessant gestaltet (so undurchschaubar, einerseits so böse, andererseits so verletzlich). Der mir bisher unbekannte Schauspieler Tom Hardy hat diese Rolle sehr gut ausgefüllt, auch wenn ich finde, dass er Captain Picard nicht ähnlich genug gesehen hat, um ein richtiger Klon zu sein. Auch sein Stellvertreter war interessant, denn teilweise war es schwer zu erkennen, ob er für Shinzon ein väterlicher Freund oder vielleicht doch nur ein weiterer Ausbeuter ist.
Neben all der Action und Unterhaltung bietet der Film durchaus etwas, worüber man nachdenken kann: Denn der „große Bösewicht“ war selber einst ein Opfer, ein Klon, der nur als Instrument und nicht als Person geschaffen wurde. Sein Hass auf die Romulaner war durchaus nachvollziehbar.
Den Humor des Filmes fand ich auch gut, auch wenn nur wenige Dinge witzig waren. In den Dialogen waren manchmal kleine Scherze eingestreut, über die ich laut gelacht habe.

Am besten aber hat mir gefallen, dass Captain Picard auf die alten Tage noch zum „Verkehrsrowdy“ wird. Zuerst darf er mit einem Geländefahrzeug rasen. Und dann zeigt er, dass man mit einem kleinen Raumschiff durchaus auch in geschlossenen Gebäuden fahren kann – klasse! Meine Lieblingsszene!

Die Rolle des Data war auch wieder sehr gelungen. Ich mag diese Figur grundsätzlich sehr gern und daher hat mir gefallen, dass Brent Spiner diesmal sogar in einer Doppelrolle (Data und B4) zu sehen war.

Zuletzt möchte ich noch die kleine, aber interessante Rolle von Deanna Troy erwähnen. Sie bleibt nicht das Gewaltopfer, sondern kann als starkes Crewmitglied auch entscheidend zum Gelingen der Mission beitragen. Das hat mir gefallen und die Darstellung war für mich auch glaubwürdig. Somit zeigt sich am Ende, dass die Gewaltszene für die Handlung wichtig und nicht nur Effekthascherei ist.

Somit komme ich zu dem Fazit, dass dieser Film für Sci-Fans sehenswert und spannend ist. Als Abschiedsfilm von Captain Picards Crew ist er gelungen und gehört auch zu den besseren Filmen der „Star Trek“-Reihe. Allerdings finde ich den Film mit den Borg, „Der erste Kontakt“ deutlich besser.

(Falls dieser Bericht jemanden bekannt vorkommen sollte: Ich habe ihn unter dem Nick "Lorin76" bei Ciao und Dooyoo veröffentlicht.)


Geschrieben am: 01. Feb 2003, 20:33   von: Dragonfly



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