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Übersicht > Unterhaltung > Kinofilme > Drama > Frida

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Die Hälfte des Himmels

Nachteile:
Die Figur Trotzkis




Frida, Salma und Julie – 3 außergewöhnliche Frauen
Bericht wurde 3301 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung: 

INTRO
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Zum gestrigen Weltfrauentag meine Hommage an Frida Kahlo (1907-54 ), Salma Hayek-Jimenez (geb. 1966 Veracruz/Mexiko, Hauptdarstellerin und Co-Produzentin) und Julie Taymor (Regie) stellvertretend für das gesamte weibliche Geschlecht – oder wie Isaac Singer, der jüdische Schriftsteller, es einmal formulierte: Frauen sind die Hälfte des Himmels...

INFO
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FRIDA (USA/Kanada 2002) Literarische Vorlage von Hayden Herrera: Frida Kahlo. Ein leidenschaftliches Leben. TB für EUR 9,90 bei amazon.

Darsteller: Salma Hayek-Jimenez, Alfred Molina, Geoffrey Rush, Antonio Banderas, Saffron Burrows, Ashley Judd, Edward Norton u.v.a.m.

Musik: Elliot Goldenthal (Golden Globe).

Regie: Julie Taymor FSK: ab 12 Genre: Drama.

Drehbuch: Diane Lake, Gregory Nava, Clancy Sigal, Anna Thomas.

Kinostart bei uns: 06.03.2003. 118 Min. Sechs Oscar-Nominierungen (Die diesjährige Verleihung findet am 23. März statt). Sehr empfehlenswerte offizielle Seite: http://www.fridamovie.com/

INHALTSANRISS
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Die 18jährige Frida Kahlo lebt in den zwanziger Jahren in Mexico-City ein ausgelassenes Leben. Im ‚Blauen Haus’ (Mutter Mestizin, Vater ungarisch-jüdischer Abstammung, berühmter Photograph) wächst sie mit ihren Geschwistern im wohl behüteten und begüterten Schoß der Familie auf. Sie macht ihre Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht, will Ärztin werden und fällt schon gelegentlich in ihrer gut bürgerlichen Umgebung durch eigenwilliges und exzentrisches Verhalten auf (Männerkleidung).

Mexiko befindet sich im radikalen Wandel: Revolution, politische, soziale, geistige und künstlerische Aufbruchstimmung in einer unruhigen Zeit und Weltlage. In dieser Situation ereilt die bereits poliogeschädigte Frida ein schrecklicher Verkehrsunfall, der ihr schwerste Verletzungen zufügt und sie zum Krüppel macht.

Seltsam die Kamerainszenierung und –führung: In Zeitlupe wird der Hergang gezeigt und als ob die Zeit still stünde, liegt das Mädchen, von einer Haltestange im Bus durchbohrt, blutüberströmt und goldbestäubt(!) am Boden. Kaum zu fassen, dass Frida überlebt. Aber sie schafft es.

Erst nach diesem Unfall fängt Frida an zu malen und sie wird selbst zu ihrem ersten und – für lange Zeit - einzigen Modell. Sie bemalt ihr Gipskorsett, mit dem sie monatelang im Bett still liegen muss . Ihre Mutter hatte ihr das Malzeug gekauft und unter dem Baldachin einen Spiegel - auf Fridas Wunsch hin - anbringen lassen.

Im Film sind viele ihrer gegenständlich-symbolischen und farbintensiven Bilder zu sehen, aber oft auf eine überraschende Art und Weise: Die Regisseurin Julie Taymor versuchte wohl mit dem - extra für diesen Film entwickelten - Special-Effects-Verfahren der ‚3-D-live-Malerei’ Fridas ständig umkämpfte Balance zwischen der extravertierten Lust am Leben und der inneren Zerrissenheit herzustellen und den kreativen Prozess zu veranschaulichen. Außergewöhnlich gut gelungen, meine ich.

Nachdem Frida wieder laufen gelernt hatte, erwählt sie sich keinen Geringeren als den gefeierten mexikanischen Revolutionsmaler Diego Rivera (auch sehr beeindruckend und Salma ebenbürtig gespielt von Alfred Molina) zum unbestechlichen Kritiker ihrer Malkunst.

Er ist begeistert von der Autodidaktin und aus den Kollegen und Genossen wird schließlich ein Ehepaar, die eine Beziehung wie ein sturmgepeitschtes Meer führen (müssen?). Sie verlangt keine Treue von ihm, aber 100prozentige Loyalität. Die verletzt der feiste und umschwärmte Schürzenjäger mindestens einmal. Er hintergeht Frida mit ihrer Schwester Christina.

Frida trennt sich von der Schwester und dem Gatten. Sie verabschiedet sich von Rivera mit den Worten: "Zwei Katastrophen gab es in meinem Leben: Die erste war der Unfall, die zweite bist Du, Diego. Die zweite Katastrophe schmerzt mich mehr..." Aber später kommt es doch noch zur Aussöhnung...

Überhaupt steht die Beziehung Fridas zu Rivera im Focus des Films. Drumherum sind die anderen Protagonisten, Ihre Bilder, ihre Erlebnisse gruppiert und mit phantastischer mexikanischer Volksmusik kommentiert.

Auch Ihre Bilder (einige sind auch auf der offiziellen Homepage einzusehen), ihre Selbstporträts., die Hochzeitsbilder, die Fehlgeburt, die Säule, das Bild mit den abgeschnittenen Haaren – auch ihre bi-sexuellen Eskapaden – unter anderem auch mit Leo Trotzki (historisch nicht ganz korrekt als Gutmensch dargestellt) der einige Jahre in Mexiko im wunderschönen Blauen Haus Fridas im Exil leben musste - und ihr Drogenkonsum - alle dienen sie nach meinem Eindruck einem Ziel: Überwindung des Schmerzes und des Leidens.

Salma Hayek-Jimenez ist eine schöne Frau und Vollblutschauspielerin, die – durch die äußere (vielleicht auch innere) Ähnlichkeit mit Frida Kahlo von der Natur begünstigt – in dieser Rolle völlig aufgeht und überzeugt. Keine Frage: Die Rolle ihres Lebens. Sie war auch - seit fast acht Jahren um die Realisierung dieses Films bemüht – die treibende Kraft dieses Projekts.

Salma Hayek-Jimenez hat der trinkfesten und epikureischen Kultfigur Frida Kahlo ein beeindruckendes cineastisches Denkmal gesetzt, einer Frau, die sich dem Tod mutig widersetzte und deshalb diese Verehrung – und nicht zuletzt mit ihren künstlerisch-psychoanalytisch bedeutsamen Bildern verdient, besser gesagt, erkämpft hatte.

FAZIT
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Absolut sehenswert, aber nicht wie die FSK meint ab 12, sondern m.E. eher ab 16. Kein Familienfilm, eher was für ein Date. Besonders Frauen kommen hier auf ihre Kosten (aber auch richtige Männer) und das nicht nur am Internationalen Tag der Frau (8.März). Bald werde ich das Buch zum Film, Herreras Kahlo-Biografie, lesen. Das geschieht mir relativ selten, dass ich das entsprechende Buch lese, wenn ich zuvor den Film gesehen habe...

INFO
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FRIDA (USA/Kanada 2002) Literarische Vorlage von Hayden Herrera: Frida Kahlo. Ein leidenschaftliches Leben. TB für EUR 9,90 bei amazon.

Darsteller: Salma Hayek-Jimenez, Alfred Molina, Geoffrey Rush, Antonio Banderas, Saffron Burrows, Ashley Judd, Edward Norton u.v.a.m.

Musik: Elliot Goldenthal (Golden Globe).

Regie: Julie Taymor FSK: ab 12 Genre: Drama.

Drehbuch: Diane Lake, Gregory Nava, Clancy Sigal, Anna Thomas.

Kinostart bei uns: 06.03.2003. 118 Min. Sechs Oscar-Nominierungen (Die diesjährige Verleihung findet am 23. März statt). Sehr empfehlenswerte offizielle Seite: http://www.fridamovie.com/


Geschrieben am: 09. Mar 2003, 18:55   von: Reve



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