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Übersicht > Unterhaltung > Kinofilme > Drama

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Der Pakt der Wölfe
Bericht wurde 1763 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

So und heute erzähle ich euch etwas über Der Pakt der Wölfe. Ich denke, dass ihr das Produkte vielleicht kennt. Aber ich glaube ich sollte nicht so viel reden am Anfang sondern gleich zur Sache kommen. Wobei ich natürliche hoffe, dass ihr mit dem Bericht etwas anfangen könnt. Wenn ihr noch etwas dazu sagen wollt könnt ihr dies ja tun idem ihr ein Kommentar abgibt. Aber nun zur Sache.


Story:

Im Jahre 1764 begann das Töten. Eine Bestie treibt ihr Unwesen in einer südlichen französischen Provinz. Der zugrunde liegenden wahren Legende wird sie als das Ungeheuer von Gévaudan (bête du Gévaudan) bekannt. In diesem Film hat es die Bestie nur auf die Frauen und Kinder der Gegend abgesehen. Schon die Anfangssequenz wird sicher einige zum Verlassen des Films bewegen (insgesamt aber meiner Meinung nach die härteste Szene des Films). Eine junge Maid, verfolgt von der Bestie, wird gepackt und regelrecht an einem Felsen zerschmettert. Ähnliches kennt man aus "Der weiße Hai", die Bestie bekommt man nicht zu Gesicht und das Opfer wird in die Tiefe gezogen. Sobald Männer in Sicht kommen, tritt sie den Rücktritt an. Die vom König ausgeschickte Armee plündert in der Provinz und vergewaltigt und die Bauern fragen sich bald, wer die wahre Bestie ist. Die Armee selber scheint keinen Erfolg zu haben. Kugeln scheinen der Bestie nichts anhaben zu können und der Mythos der Bestie wächst und die ausgelegten Fallen fangen mehr Bauern als die vermuteten Wölfe. Erste Sichtungen lassen einen riesigen Wolf oder sogar einen Werwolf vermuten.

Der weltoffene Philosoph und Naturkundler Gregoire de Fonsac, der eigentlich des Königs Tierpräparator ist, trifft mit seinem Blutsbruder Mani, einem Irokesen, der auch noch der letzte Mohikaner ist, in dieser abergläubischen Gegend ein, um den vermeintlichen Spuk zu enttarnen. Sie kommen beim Comte de Morangias und seiner Familie unter. Das Gregoire Interesse an der schönen und hart zu knackenden Tochter des Comtes Marianne Interesse findet, ist klar wie Kloßbrühe. Was wäre ein französischer Film ohne eine Liebesgeschichte. Während der Adel die Bevölkerung mit einer Treibjagd beruhigt, bei der Unmassen an Wölfen abgeschlachtet werden, stößt Gregoire auf ein schwer zu durchschauendes Wespennest und Sylvia, eine mystische Edelprostituierte, die ihm weiter die Sinne vernebelt.

Als die Bestie wieder zuschlägt wird es dem König zu bunt, der amtierende Befehlshaber der Armee wird seines Amtes enthoben und ein neuer wird geschickt. Dieser schießt einen Wolf ab und gibt Gregoire den Befehl ihn zu einer wahren Bestie aufzumotzen (Klasse Ergebnis). Damit wäre für alle das Problem gegessen und seltsamer weise verschwindet die Bestie auch für kurze Zeit, doch Gregoire und Mani kehren zurück, um sich der Bestie und dem dahinter liegendem Geheimnis zu stellen.

Schauspieler

Das Gespann Samuel Le Bihan als Grégoire und Mark Dacascos als Mani wirken wirklich, um das FFF-Programm zu zitieren, wie „die zeitgemäße Hardcore-Version von Lederstrumpf und Chingachgook, von Old Shatterhand und Winnetou“.
Samuel Le Bihan überzeugt als zivilisierter Mensch zwischen abergläubischen Bauern und Intrigen schmiedenden Adligen. An seinen Kampfkünsten muß er noch arbeiten und sein Aussehen erinnerte mich doch ein wenig an Kevin „Hercules“ Sorbo, so daß ich ihn nie ganz ernst nehmen konnte.
Mark Dacascos (Crying Freeman, The Crow TV-Serie) war für mich eine der Attraktionen des Films. Der naturverbundene Indianer, der Martial-Arts-Spezialist und die Coolness der Rolle lassen mich hier ein sehr gut geben, während der Rest mit mehr oder weniger als gut davon kommt.
Zu erwähnen sei noch Monica Bellucci, die wieder mal eher als Körper denn als Schauspielerin herhalten muß. Fans werden nicht enttäuscht werden, da manche Regisseure doch der Ansicht sind, ein französischer Film ohne nackte Frau ist kein Film. So gibt es eine wunderschöne Kamerafahrt über ihren Körper, die in einer Landschaftsaufnahme endet, die mich doch arg schmunzeln ließ.

Martial Arts oder Hups, ein fliegender Mohikaner

Hier lag beim FFF der größte Diskussionsstoff des Films. Matrix, Tiger and Dragon und nochmals Matrix. Nein, die Szenen kommen nicht an Matrix ran, aber kann man sie damit vergleichen? Neo kämpft in einer Matrix/Computersimulation und hier ist das Wort Byte noch nicht erfunden (oder vielleicht doch, keine Ahnung). Die Szenen lehnen sich sicher an die Hong Kong Movies an, aber die ganzen Kritiker sollen im Hinterkopf haben, daß zu dieser Zeit französisches Kickboxen als auch Kampf mit dem Stecken aktuell waren (credits to AICNs Harry und seinem Zwerg Piotro Pinky). Mark Dacascos ist ein sehr guter Martial-Arts Spezialist und Samuel Le Bihan bemüht sich zumindest, sein Unvermögen (im positiven Sinne, andere Regisseure wie Quentin Tarantino hätten ihn sehr wahrscheinlich 3 Monate einem hartem Training ausgesetzt) wird sehr gut durch Einsatz von Kamera und Schnitten kaschiert. Die schnellen Schnitte und die eingesetzten Close-ups erzeugen einige sehr gute Kampfszenen. Auch wenn es nur eine optische Täuschung ist, um die Mängel der Schauspieler zu verbergen und sie nicht die Qualität der Referenzfilme haben, mir haben sie gut gefallen.

Das Werk des Christophe Gans

Christophe Gans dürfte einigen durch den Film Crying Freeman und seine weitere Zusammenarbeit mit Brian Yuzna an Necronomicon bekannt sein. Seinen Durchbruch wird er wohl mit diesem Film erreichen, mittlerweile ist er für den European Film Award (Publikumspreis) als bester Regisseur nominiert. Für 60 Mio. DM verfilmte Gans eine der teuersten französischen Produktionen des Jahres. In Frankreich war dieser Film ein klarer Blockbuster, der 1,5 Mio. US-$ am Starttag einspielte und von über 5 Mio. Franzosen gesehen wurde.

Wer viel durcheinander trinkt, bekommt Kopfschmerzen. Einigen Kritikern hat dieser Film auch Kopfschmerzen bereitet, da er nicht in eine Kategorie paßt, sondern ein bunt zusammen gemixter Filmcocktail ist. Ich zitiere eigentlich höchst ungern, aber hier blieb mir nichts anderes übrig, als zu zeigen, wie verschieden der Film empfunden wurde:

„Eröffnet wird das Gänsehaut-Festival von der französischen Mischung aus Kostümfilm, Action, Western, Splatter und Märchen.“

„Eine Mischung aus Sleepy Hollow, Der Geist und die Dunkelheit und Gefährlichen Liebschaften“

„Was den Film aber zum ungewöhnlichen Ereignis macht, ist dieses einzigartige Konglomerat aus den verschiedensten Filmgenres. Ob nun HK Movie oder Politthriller, Eastern, Horror oder barocke Romanze, LE PACTE DES LOUPS bedient sich in virtuoser Weise der verschiedenen Filmgattungen um die spannende Handlung ungewohnte Akzente zu verleihen.“


Was soll ich schreiben, irgendwo haben sie alle Recht. Das Problem an der Story ist wohl die Überdosis. Gans verliert einige Male die Übersicht, so daß Storylines nicht ausgebaut werden oder in Sackgassen enden. Bestes Beispiel ist wohl das Pärchen der epileptischen Zigeunerin und des alten Mannes. Eigentlich haben sie einige wichtige Rolle in der Story, im Film tauchen sie aber äußerst selten auf. Der Schluß des Films ist etwas enttäuschend, da Gans und seinem Team wohl die Puste ausgegangen ist, das Niveau fällt auf Durchschnitt. Immerhin mußten sie 142 Minuten füllen, was schon an „zuviel des Guten“ grenzt. Ich persönlich sehe lieber zu viel als gar nichts, wie es in einigen der letzten „Ho$$ywood-Blockbuster“ vorgekommen ist. (c) chainsawyork

Zu den Zitaten kann ich nur hinzufügen, daß ich ebenfalls von Set Design, Locations und Musik angetan war. Einzig die CGI-Bestie (CGI= Computer Generated Imaging) aus den Rechnern von Jim Hensons Creature Shop war eine Enttäuschung (da B-Movie-Niveau). Ein Teil der Spannung wurde durch das nie zu sehende Grauen im Hintergrund genährt, als dieses auftaucht, wurde die Spannung zumindest von Gelächter abgelöst. Ist ein Kritikpunkt (Schäm dich, Kermit!), schmälert das Filmerlebnis aber nur wenig.


Der Film wirft einen Blick zurück in die Vergangenheit. Kurz vor der franz. Revolution, der Gegensatz von Moderne und Tradition, Aberglaube und Wissenschaft, Aufklärung und Religion. Jeder wird hier sehen, wie schnell Gerüchte in die Welt gesetzt werden, wie Aberglaube entsteht und die Herrscher dagegen vorgehen oder wie schnell eine epileptisch zuckende Zigeunerin als Hexe angeschrien wird.

Des weiteren greift der Regisseur tief in die Symbolikkiste. Man achte nur auf die Farben der Kleidung (die Bösen häufig in Rot/Schwarz, die Guten in Weiß/Gold, z.B. deutlich zu erkennen beim Abendessen im Haus des Comte de Morangias) oder die Körperhaltungen der Schauspieler, die gebeugten kämpfenden Wolfsbrüder gegen den aufrecht stehenden Mani.

Genug der Filmrezension, das Fazit

Mir hat der Film sehr gut gefallen und er fällt in die 4,5/5* Kategorie. Kein Film der Spitzenklasse (5*), aber 4* wären irgendwie zu wenig. Der Film ist nicht massentauglich und einige werden herauskommen und sagen, daß der Film nicht schlecht gemacht ist, ihnen aber einfach nicht gefallen hat. Für mich war dieser wild gemischte Filmcocktail eine erfrischende und leicht berauschende (Bilder, Set und die Storyüberdosis) Abwechslung zu den „Einheitsbrei-Blockbuster-viel Action/Spezialeffekte-wenig Hirn“ Filmen, wie Jurassic „Lauft, ein Dino“ Park III oder Tomb „Mein Titten zeig ich auch bei 0 Kelvin“ Raider. Und dann wurde diese Meinung noch von chainsawyork und nur diesem geschrieben, dies ist leider ein notwendiger Schutz. C. Gans hat es geschafft, daß ich mit Interesse seinen Film verfolgte, auch wenn ich ab und zu schmunzeln mußte und mich fragte, ob dieses oder jenes überhaupt notwendig ist. Den Genremix empfand ich als gelungen, da es zueinander paßte, auch wenn es hier und da Ecken und Kanten gab. Irgendwann am Ende habe ich dann endlich verstanden, warum der Filmtitel überhaupt so gewählt wurde, so abgelenkt war ich (vom Film, nicht von den rollenden Bierflaschen im Kino ;).


Krönchen!: Diese Meinung hatte einst eine Krone, doch aufgrund der Kommentarlöschung (weiteres siehe 2 Kommentar), ist eine erneute Prämierung nicht möglich! Begeisterte Reaktionen könnt ihr trotzdem als Kommentar los werden ;). THX!







Geschrieben am: 02. Mar 2002, 23:09   von: amadeus777



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