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Übersicht > Unterhaltung > Kinofilme > Zeichentrick > Ice Age

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
sehr lustig; tolle Animationen der Tiere; schöne Landschaften

Nachteile:
kleine Schwächen in der Story; sehr kurz (78 Minuten); Menschen sehen relativ hässlich aus




ZURÜCK IN DIE EISZEIT
Bericht wurde 1615 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

1.Einleitung

Am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien habe ich in der Schule endlich den Film Ice Age zum ersten Mal gesehen, nachdem ich ihn im Kino verpasst hatte. Zu Hause erwähnte ich irgendwann mal ganz beiläufig, dass mich Ice Age interessieren würde und anscheinend hört man mir, anders als gedacht, zu Hause doch manchmal zu, und so lag der Film Ice Age unter dem Weihnachtsbaum. Ich habe mir den Film gleich nachts nochmal angesehen und jetzt möchte ich meine Kritik dazu schreiben.

2.Story

Das Mammut Manni will nicht mit der Masse gehen und geht nicht Richtung Süden um der Eiszeit zu entgehen, sondern bewegt sich in die entgegengesetzte Richtung. Auf seinem Weg trifft er das Faultier Sid, der gerade Probleme mit zwei Rhinozerossen hat und dabei gar nicht gut aussieht. Manni rettet Sid und von da an will Sid, der von seiner Familie zurückgelassen wurde nicht mehr von Mannis Seite weichen.

Zur gleichen Zeit erfährt man von Diego, dem Säbelzahntiger, der mit seiner Sippe ein Menschenlager überfallen will, um sich zu rächen. Sein Anführer will unbedingt das Baby des Anführers, um seine Rache so süß wie möglich zu gestalten. Der Überfall gelingt zwar, aber die Mutter kann mit ihrem Baby fliehen und springt in einen Fluss. Über genau dieses Baby stolpern Manni und Sid. Diego stößt zu ihnen und spielt Manni und Sid Freundschaft vor, will sie und das Baby aber in Wirklichkeit nur in einen Hinterhalt locken.

3. Meine Meinung

Animationsfilme sind seit einiger Zeit ziemlich in Mode gekommen, man schaue sich nur Shrek, die Monster AG oder eben auch Ice Age an. Ice Age hat eine wirklich einfach gestrickte Story, mit keinen wirklichen Besonderheiten. Es wurde eher auf altbewährtes ohne große Innovationen gesetzt, aber ich denke darauf kommt es auch nicht an. Eine Entwicklung der Charaktere ist vorhanden und es wurde auch versucht, ihnen eine gewisse Vielschichtigkeit und Dreidimensionalität zu verleihen, trotzdem bleiben die Charaktere alle recht einfach gestrickt und ohne große Besonderheiten. Zudem ist die Story eigentlich von Anfang an abzusehen und es werden kaum Überraschungen bereitgehalten. Die kleine Gruppe sieht sich zwar immer wieder neuen Abenteuern und Erlebnissen gegenüber, aber wirkliche Probleme stellen diese nicht dar, trotzdem muss man sagen, dass der Witz fast immer vorhanden ist und die meisten Szenen mit einem wirklichen Lacher enden.

Wie gesagt, sind die Charaktere recht einfach gehalten. Sid ist der typische Tollpatsch, der die meisten Lacher bringt, am Ende aber auch mal traurig und später entschlossen wirkt. Trotzdem muss man schon anhand seiner Erscheinung in den vermeintlich ernsten Szenen von Ice Age lachen. Eine etwas größere Wandlung ist bei Manni zu beobachten, dieser ist anfangs der mürrische Einzelgänger, der Sid und das Baby nur schnell loswerden und die ganze Sache schnellstmöglich beenden will, wird später aber zum guten und liebenswürdigen Freund. Der Zuschauer erfährt auch den Hintergrund seiner Verschlossenheit, die einzige etwas bedrückende Stelle im Film. Erst Sid und auch Diego machen Mannis Wandlung möglich und brechen das Eis, Manni kann man ganz klar dem Typ „Harte Schale, weicher Kern“ zuordnen. Diego hingegen ist anfangs der verschlagene und gemeine Typ, der nur seiner Sippe dient. Später erkennt er, dass Sid und Manni echte Freunde sind, trotzdem hat er den Konflikt mit sich selbst, da er eben seinem Anführer treu bleiben will. Dennoch ist abzusehen, für welche Seite er sich entscheiden wird. Bei den Charakteren ist auch eine gewisse Klischeehaftigkeit zu beobachten. Mit dem Säbelzahntiger verbinden die meisten den gemeinen Typ, ein Mammut wird wohl eher für störrisch gehalten und mit einem Faultier verbindet man wahrscheinlich ein witziges und tollpatschiges Tier. Zudem hat man diese Charaktere schon in zig anderen Filmen gesehen, auch die Geschichte mit den 2 Freunden, die einen Jungen zu den Menschen bringen, kommt mir aus dem Dschungelbuch bekannt vor. Aus den ehemaligen Einzelgängern wird langsam eine Gruppe, sogar eine richtige kleine Herde, die sich gegenseitig beschützt und vertraut.

Viel wichtiger ist aus meiner Sicht aber in solch einem Film, dass die Witze zünden und das tun sie hier zweifellos. Schon die Eröffnung ist einfach herrlich: Scrat, die kleine Ratte aus den Trailern, der allerdings keine wirkliche Hauptrolle bekommen hat, versucht seine Nuss zu vergraben und löst direkt eine große Lawine aus. Scrat kommt noch etwas öfter vor, allerdings außer in einer Szene nie in wirklichem Zusammenhang mit den 3 Hauptpersonen. Trotzdem sind seine Szenen durchweg komisch, alleine sein Gesichtsausdruck bei diversen Missgeschicken ist einfach köstlich. Wenn man denkt, der Film wäre schon zu Ende, dann kommt noch eine Szene mit Scrat und die hat es nochmal in sich und liefert einen wunderbaren Lacher zum Abschluss. Die nächsten sehr witzigen Szenen hat Sid. Dieses kleine Faultier schließt man einfach ins Herz und vom Anfang bis zum Ende des Filmes läuft er von Missgeschick zu Missgeschick. Er gerät mit Rhinozerossen aneinander und liefert sich wunderbare Wortduelle mit Diego und Manni, außerdem kann er wirklich nie die Klappe halten. Sid kann schon durch seine absolut witzige und gelungene Mimik und Gestik überzeugen, seine Bewegungsabläufe sind einfach nur witzig und auch seine Sprüche sind genial, aber einen Großteil trägt sicherlich auch die deutsche Stimme bei, die von Otto Waalkes gesprochen wird und mit einem wunderbaren lispeln aufwartet. Sehr gut finde ich, dass Otto es nicht übertreibt, aber dennoch seinen ureigenen Stil durchbringt und Sid somit zu etwas ganz besonderem macht. Sid steuert wie gesagt von einem Missgeschick zum anderen, hat aber auch ein paar Szenen, in denen er zeigen kann, was er draufhat, nur um einen Moment später wieder in ein Fettnäpfchen zu treten. Eine sehr witzige Begegnung mit einigen Dodos ist mir gut in Erinnerung geblieben, hier wird eine Hommage an American Football geliefert, die Dodos sind niedergeschlagen am Boden, während Sid mit einer Melone für das Baby im Arm seine Triumph feiert, diese dann aber, als er endlich am Ziel ist, vor Freude auf den Boden schmettert. Allgemein ist die Szene mit den Dodos genial, diese putzigen Vögel reden vom Aussterben aller Tiere und haben für die Zeit ihrer Verschanzung ganze 3 Melonen gelagert. Außerdem können sie Teak-Won-Doo und scheinen sich auch ansonsten für sehr klug zu halten. Natürlich hat auch Manni seine unglaublich witzigen Szenen, diese entstehen aber eben alle in Verbindung mit Sid. Meistens wartet Manni mit genial trockenen und dadurch umso witzigeren Kommentaren auf, kann aber auch etwas lauter werden und macht Sid manchmal richtig fertig. Einige wenige witzige Szenen hat auch Diego, aber diese halten sich eher in Grenzen.

Die Story ist zwar meistens auf Sid, Manni und Diego fokussiert, dennoch gibt es auch noch witzige Szenen mit anderen Tieren. Da sind wie erwähnt die Dodos und der fast schon legendäre Scrat, der nicht sprechen kann und dessen Laute im Original übrigens von Regisseur Chris Wedge synchronisiert wurden. Sehr witzig finde ich die beiden Rhinozerosse. Diese beiden Gestalten erinnern mich in ihrer ganzen Art zu sprechen unglaublich an die Moderatoren von verschiedenen Verkaufsshows im Fernsehen. Am Anfang bei der Wanderung gibt es noch eine Szene mit 2 Tieren, diesen Dialog möchte ich hier gern auflisten, denn ich fand ihn einfach genial:

Tier 1 mit einem etwas dümmlichen Ton: „Woher willst du wissen, dass das hier wirklich eine Eiszeit ist?“
Tier 2 schreit ihn an: „Wegen dem vielen Eis!“

So mag das nicht sehr witzig klingen, aber wenn man diesen Dialog hört, ist er einfach nur komisch.

Otto Waalkes als Sprecher habe ich schon erwähnt und dieser Name war auch sehr prestigeträchtig. Aber nicht nur Otto macht seine Sache sehr gut, Mannis Stimme hat Arne Elsholtz übernommen, der unter anderem schon Tom Hanks synchronisiert hat. Elsholtz bringt Mannis Stimmung und sein ganzes Wesen durch seine Stimme wunderbar rüber. Auch Thomas Fritsch, der z.B. Russel Crowe seine Stimme verliehen hat, leiht seine Stimme hier dem Säbelzahntiger Diego und er macht das wirklich gut. Diese Verschlagenheit und Gemeinheit kommt sehr gut rüber.

Sehr wichtig an einem solchen Film sind natürlich auch die Animationen und hier kann ich einfach nur ein riesiges Lob aussprechen, denn die Tiere sind allesamt sehr gut animiert und sehen fantastisch aus. Die Mimik und die Gestik aller Tiere ist sehr, sehr gut und kann auf voller Linie überzeugen. Besonders Sid sieht fantastisch aus, seine Mimik unterstützt sein Wesen, und seine Bewegungsabläufe sind einfach nur verdammt überspitzt und dadurch so unglaublich witzig. Genial ist natürlich auch Scrats Mimik, aber auch Diego und Manni sehen toll aus und sind ebenso gut animiert. Die Bewegungsabläufe wirken sehr flüssig und kein bisschen staksig oder steif. Weniger gut gefallen haben mir die Menschen, denn diese sehen viel zu eckig und unrealistisch aus, besonders bei dem Anführer des Menschenstammes, der sein Baby vermisst ist das Gesicht etwas sehr kantig geworden. Von dem Baby sieht man fast nur das Gesicht und dieses wirkt sehr, sehr rund. Insgesamt sehen die Menschen nicht sehr gut aus und sind auch nicht sehr flüssig animiert, was ich etwas schade finde. Die Landschaft hingegen weiß wieder zu überzeugen, es gibt zwar nicht sehr viel darzustellen außer Schnee und Eis, aber dennoch wirkt das dargestellte sehr gut und realistisch. Auch die gezeigten Gegenstände, z.B. im Menschenlager wirken toll und ziemlich echt. Sehr gut gefallen haben mir auch Spiegelungen und dass Mannis Erinnerung anhand einer animierten Höhlenmalerei dargestellt wurde, fand ich auch passend, so wirkte sie noch etwas bedrückender, aber auch schon verblasster.

4.Fazit

Ice Age ist ein sehr witziger Film mit tollen Animationen, der in fast allen Belangen überzeugen kann. Leider ist der Film mit seinen 78 Minuten Spielzeit sehr kurz und die Story ist auch nicht sehr innovativ. Aufgrund der kleinen Schwächen vergebe ich 4 der 5 Sterne, also ein "gut", und spreche eine Empfehlung aus.

Danke für das Lesen meines Berichtes. Über Kommentare und Gästebucheinträge freue ich mich immer.

Gruss, euer Stefan.



Geschrieben am: 13. Feb 2003, 14:37   von: ackerbauer



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