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Übersicht > Unterhaltung > Kinofilme > Thriller

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Spannend - Tolle Kamera - Samuel L. Jackson

Nachteile:
(Mal wieder) Happy End




Spurwechsel - Zwei Männer an einem Tag in ihrem Leben...
Bericht wurde 2156 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 0 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Inhalt
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Über Doyle Gipson (grandios gespielt von Samuel L. Jackson) erfährt man im Verlauf des Films, dass er ein trockener Alkoholiker ist und im Scheidungsprozess das Sorgerecht für seine Kinder verloren hat.
Warum dies? Er kam klägliche 20 Minuten zu spät zum alles entscheidenden Prozesstermin – Wieder einmal hat er es vermasselt. Nur diesmal konnte er wirklich nichts dafür: Im Vorfeld zu dem Scheidungstermin hat Doyle sein Leben samt Finanzen in Ordnung gebracht. Er hat für seine Frau und die Kinder sogar ein Haus gekauft und solide finanziert. Damit will er, wenn schon seine Ehe nicht mehr gerettet werden kann, wenigstens die Kinder in seiner Nähe haben und das (Mit-)Sorgerecht behalten.
Am Tag des Gerichtstermins schneidet ihn der Juniorpartner und Schwiegersohn eines der Seniorpartner einer angesehenen Anwaltskanzlei Gavin Banek (nicht ganz so grandios gespielt von Ben Affleck) mit seinem Auto auf dem Highway. Es kommt zum Unfall. Gavin ist ebenfalls auf dem Weg zu einem (anderen) Gerichtstermin und ziemlich in Eile. Er hinterlässt Doyle einen Blankoscheck, um den Schaden in Ordnung zu bringen, lässt ihn aber mit seinem kaputten Wagen auf der Straße stehen. Der Schaden am Auto ließe sich mit dem Scheck zwar bezahlen, die verlorene und sehr wichtige Zeit ist für Doyle aber unrettbar verloren.
Dumm für Gavin, dass er in der Hektik der Auseinandersetzung am Unfallort die Akte vergisst, mit der er seinen Prozess um den Streit über die Vermögensverwaltung einer Stiftung zu Gunsten seiner Anwaltskanzlei gewinnen würde. Die Richterin gibt ihm bis abends Zeit, das Original des Schriftstücks bei Gericht vorzulegen.
Zufällig treffen sich die beiden auf der Straße wieder, nur sieht Doyle überhaupt keinen Grund, Gavin die Akte, die er inzwischen weggeschmissen hat, sich später aber wieder aus dem Mülleimer angelt, zurückzugeben.
Nach und nach schaukelt sich der Zwist um diese Akte zu einem Duell der Gemeinheiten und Erpressungsversuche auf, das im absoluten Fiasko zu enden scheint.
Gavin kriegt nebenbei heraus, dass die aus seiner bisherigen Sicht eindeutige Rechtslage in dem Stiftungs-Vermögensverwaltungs-Prozess auf ziemlich korrupten Beinen steht, die auch die Werteeinstellung seiner eigenen Frau widerspiegelt.


„Spurwechsel“ – Ein selten dämlicher Filmtitel?
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Vordergründig hat der Film seinen Titel natürlich aus der Anfangssequenz, in der Gavin unvorhersichtlich auf dem Highway die Spur wechselt, den Unfall verursacht , was den Anfang allen Übels darstellt.
Der ganze Film spielt an einem einzigen Tag. Im Laufe dieses einen Tag „wechselt“ sich aber auch so viel an der Spur, in der das bisherige Leben der beiden Männer verläuft und das zukünftige Leben verlaufen soll. Ich glaube, dass der Titel auch auf diesen Umstand abzielt.
Der Originaltitel heißt übrigens „Changing Lanes“ und bedeutet somit das gleiche.


Persönliche Meinung
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Gut gefallen an diesem kurzweiligen Hundertminüter hat mir, dass die Persönlichkeits-Entwicklung samt Lebens-Sinn-Frage von zwei Männern an einem einzigen, jedoch sehr entscheidenden Tag so intensiv und tief beleuchtet wird. Dabei kommt der Streifen gänzlich ohne übertriebene Actionszenen oder bei anderen Hollywoodproduktionen obligatorischen Nacktszenen aus (Nicht, dass ich was gegen Nacktszenen hätte – nur sie müssen zur Handlung passen und nicht einfach als Zuschauer-ins-Kino-Lockmittel missbraucht werden). Der Film rutscht dabei aber niemals zu sehr ins psychoanalytische-Hintergrund-Beleuchtungs-will-Genre ab, sondern bleibt in jeder Szene ein Thriller, in dem der Zuschauer jede Sekunde gespannt ist, wie es weiter geht.
Beachtenswert ist weiterhin nicht nur die rasante Kamerafahrt am Anfang des Filmes über die Straßen der Stadt bis zum Unfall... auch sonst hat der Film schöne und ungewöhnliche Kameraeinstellungen zu bieten. Es würde mich schon stark wundern, wenn er in diesem Bereich nicht für einen Oskar zumindest nominiert werden würde.

Nicht ganz so gut gefallen hat mir der Schluss: Happy-End! Ich würde mir mal endlich wieder einen Hollywoodstreifen wünschen, der auch die letzten fünf Minuten realistisch bleibt und nicht versucht, auf die Tränendrüse zu drücken. Was solls... die vorderen 95 Minuten sind auf jeden Fall sehenswert.


Apropos Realistisch
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Eine kleine Bemerkung zu realistischen Darstellung in Filmen: Z.Zt. ist ja in aller Munde, dass Harry Potter sich schmerzlos auf gebrochene Arme stützen kann, dass Tintenflecke schon zu sehen sind, bevor das Tintenfass umkippt, dass bei umherfliegenden Eulen noch die Stangen zu erkennen sind, auf denen sie hin- und hergeschwenkt werden usw.
Auch in Spurwechsel ist mir ein Faux Pas aufgefallen, den ich der geneigten Leserschaft hier erklären möchte.
Als Gavin die Kanzlei leerbekommen möchte, um an für ihn unzugängliche Akten heranzukommen, hält er in der Teeküche ein brennendes Stück Papier unter den an der Decke angebrachten Feuermelder bzw. Sprinklerkopf. „Oui-Oui-Oui“ – Feueralarm geht los – das Gebäude wird evakuiert – Gavin kommt an den Schrank mit den für ihn interessanten Akten ran... soweitsogut. Völlig absurd ist jedoch – egal welches System eingebaut ist - dass die Sprinkler im ganzen Stockwerk zu regnen anfangen: Im Brandfall werden nur die aktiviert, die sich über dem Brandherd befinden, also im vorliegenden Fall dürfte eigentlich nur die Teeküche bewässert werden.
Man sieht, Hollywood braucht dringend noch einen fachtechnischen Berater für Versorgungstechnik und Brandschutz, um die Filme realistischer hinzubekommen. Ich wüsste auch schon jemanden ;o).


Fazit
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95 Minuten spannend – 5 Minuten überflüssiges Happy-End - gute bis sehr gute Schauspielerleistung der Hauptdarsteller – Geile Kamera
=> Sehenswert!


Geschrieben am: 06. Feb 2003, 09:14   von: hotte07



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