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Übersicht > Unterhaltung > Kinofilme > Action > James Bond - Stirb an einem anderen Tag

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
grandiose Special Effects; Pierce Brosnan spielt seine überzeugendste James Bond Rolle; Rosamund Pike

Nachteile:
sehr extrem übertrieben; schlechter Titel; schlechte Filmmusik; nicht die beste Storyline




JAMES BOND ODER DOCH SCHON SUPERMAN?
Bericht wurde 1361 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 4 mal kommentiert Berichtbewertung: 

1.Einleitung

Endlich ist es so weit: Der 20. James Bond Film, mit dem Titel „Stirb an einem anderen Tag“ ist zum 40-jährigen Jubiläum in die deutschen Kinos gekommen. Zum vierten Mal dürfen wir also Pierce Brosnan als 007 bewundern, mit Oskarpreisträgerin Halle Berry (Monster’s Ball) hat er dazu noch eine wirklich bekannte Schauspielerin als Bondgirl an seiner Seite. Die Trailer sahen schon sehr vielversprechend aus, auch wenn sich mir beim peinlichgenau eingedeutschten Filmtitel alle Nackenhaare aufstellen.

2.Story

Der Film beginnt in Nordkorea, James Bond hat den Auftrag den Sohn von Colonel Moon zu töten, doch seine Identität fliegt auf. Den Sohn des Generals kann Bond noch zur Strecke bringen, allerdings wird er danach in Gefangenschaft genommen. Der britische Geheimdienst leugnet seine Identität, Bond verwahrlost total und muss höllische Qualen über sich ergehen lassen. Nach 14 langen Monaten wird er gegen den nordkoreanischen Terroristen Zao eingetauscht, allerdings nicht um rekrutiert zu werden – der britische Geheimdienst hatte lediglich Angst, Bond könnte wichtige Informationen auspacken.

In Hongkong wird Bond auf einem Marineschiff wieder aufgepäppelt, allerdings teilt ihm seine Chefin mit, dass er seinen 00-Status verliert und dass man keine Verwendung mehr für ihn hätte. Bond will beweisen, dass er nichts verraten hat und außerdem will er Zao wieder einfangen und so begibt er sich nach Kuba, wo Zao vermutet wird. In Kuba bekommt Bond Informationen, die ihn für den britischen Geheimdienst wieder interessant machen sollen, so dass er rekrutiert wird und nun wieder im Dienste seiner Majestät steht. Außerdem trifft er dort die amerikanische Agentin Jinx, die anscheinend auch hinter Zao her ist. Nach seiner Rückkehr trifft er auf den Multimillionär Gustav Graves, der eine riesige Diamantenmine in Island besitzt. Der will dort ein riesiges Projekt veröffentlichen und lädt Bond zu dieser Präsentation nach Island ein. Wird Bond Zao kriegen? Ist Gustav Graves wirklich wer er zu sein scheint? Und wird es Bond doch wieder gelingen die Welt zu retten? Alles Fragen, die ihr von mir bestimmt nicht erfahren werdet...

3.Meine Meinung

Der Film wurde wirklich durchweg auf Action ausgelegt, es explodiert und kracht den ganzen Film, einige Szenen wirken nur als Staffage für weitere Explosionen und Special Effects. Von Beginn an wird der Zuschauer mit den Augen an die Leinwand gefesselt und wird wahrscheinlich mit offenem Mund die fantastischen Effekte betrachten. Bond tritt hier von Anfang an auf und ist nicht derjenige, der reagiert, hier agiert er ausnahmsweise mal. Das Attentat auf den Sohn von Colonel Moon misslingt vorerst, aber nach einer spektakulären Verfolgungsjagd bringt er ihn scheinbar doch zur Strecke. Diese Verfolgungsjagd mit den Luftkissenfahrzeugen ist sehr gut inszeniert und es wird eine erste Kostprobe gegeben, was den Zuschauer in den nächsten 134 Minuten erwarten wird. Schon im Lager der Nordkoreaner kracht es gewaltig und das ganze Quartier ist hinterher ein Trümmerhaufen.

Nach diesen Szenen in denen sich Pierce Brosnan als James Bond als strahlender Held fühlen kann und sich richtig in Szene setzt, sieht man ihn dann, wie man wohl noch keinen Bond gesehen hat. Ungepflegt, mit einem langen Bart und total verwahrlost, außerdem von den 14 Monaten Folter gezeichnet. Dass Bond freikommt, dürfte jedem klar sein, wie es geschieht ist dann aber recht überraschend. Später ist Brosnan dann wieder der gut gestylte, gepflegte und allseits charmante James Bond, der allen Ganoven das Fürchten lehrt.

Die Story führt über die verschiedensten Orte der Welt. Bond reist vom asiatischen Raum (Nordkorea, Hongkong) ins sonnig-warme Kuba, wo er Jinx trifft. Später ist er dann im eisig-kalten Island, in dem ihn ein riesiger und beeindruckender Eispalast von Gustav Graves erwartet. Trotzdem vermochte mich die Story nicht übermäßig zu überzeugen, andere Bond Storys haben mir viel besser gefallen und wirkten wenigstens etwas ausgefeilter und kreativer. Die Geschichte bliebt die gesamten 134 Minuten interessant und man wird immer in Atem gehalten, trotzdem vermochte bei mir keine Spannung im eigentlichen Sinne aufkommen. Die brenzligsten Situationen wurden scheinbar ohne Probleme gelöst, außerdem verlief mir der Wechsel vom Tiefpunkt zurück zum strahlenden 007 etwas zu schnell, wahrscheinlich hätte eine Ausweitung dieses Themas aber auch den Zeitrahmen gesprengt, so dass ich diesen Faux Pas noch einmal verzeihen kann. Die verschiedenen Orte und Kulissen verstreuen dafür aber ein ganz besonderes Ambiente, das sommerliche Kuba mit seinen kleinen Hütten und Bars im Gegensatz zum kalten Island mit dem riesigen Eispalast zu sehen, war schon beeindruckend.

Die Special Effects waren, wie man es von Bond-Filmen kennt, grandios und wussten immer wieder zu überraschen. Auch die speziellen Gegenstände, die Bond bekommt, wirkten größtenteils interessant und zeugten von einer gewissen Kreativität, aber mit dem unsichtbaren Sportwagen hat man sich ganz klar übernommen, denn dieser wirkt schlichtweg lächerlich und absolut unpassend. Die „Eisracer“ hingegen haben mir sehr gut gefallen, hier kam sofort so eine Art „Drugster-Feeling“ aufkommen. Ein bisschen in der Seele weh, taten mir einige spektakuläre Explosionen von Sportwagen. Allerdings kann ich mich bisher nicht an einen so extrem unrealistischen Bond-Film erinnern, was ich „Stirb an einem anderen Tag“ allerdings nicht allzu übel nehmen will, aber streckenweise nervt es doch etwas und hier wird zu extrem das Image des unbesiegbaren Superhelden präsentiert.

Im Gegensatz zum relativ niedrigen Spannungsbogen stand in „Stirb an einem anderen Tag“ der hohe Grad an Witz und lustigen, teilweise sehr coolen Sprüchen, mit denen Pierce Brosnan so manche Situation quittiert oder kommentiert. Teilweise ist auch ein gewisser Grad an Situationskomik enthalten und bei einigen Szenen musste man doch manchmal an alte Bond-Filme zurückdenken.

Kommen wir also zu den Schauspielern:

Pierce Brosnan wirkt in seinem vierten James Bond-Film ziemlich souverän und bringt die charmant-coole Art des Agenten gut rüber. Die Coolheit und Gelassenheit bei seinen Sprüchen nimmt man ihm wirklich ab. Richtig herausragende Szenen hat er allerdings nicht, er spielt durchweg souverän, bis sehr gut, aber eine Szene, an die sich die Menschen auch noch in 20 Jahren erinnern werden, bringt er allerdings nicht und ganz gewiss kommt er nicht an die Leistungen von den beiden Vorzeige-Bonds Sean Connery und Roger Moore heran, wobei mir letzterer noch ein bisschen besser gefällt.

Als Bondgirl hat Brosnan dieses Mal eine richtig bekannte Schauspielerin an seiner Seite. Keine geringere als Oskargewinnerin Halle Berry hat die Rolle der Agentin Jinx übernommen und diese Rolle spielt sie überdurchschnittlich gut, ohne eine großartige Leistung abzuliefern, streckenweise ist sie mir etwas zu blass geblieben und auch die Synchronstimme nervt aus meiner Sicht ein bisschen.

Die anderen Darsteller können größtenteils überzeugen, allerdings hapert es an einer gewichtigen Stelle, der Bösewicht Gustav Graves wird von Toby Stevens nur durchschnittlich rübergebracht, irgendwie fehlt ihm die Ausstrahlung, um den richtigen Bösewicht zu mimen. Im Gegensatz zu ihm steht Rosamund Pike, die als seine Sekretärin Frost eine überzeugende Leistung abliefert und überzeugen kann.

Noch eine kleine Anmerkung zum Titel: Was sich die Synchronisationsfirma bei diesem wortwörtlich übersetzten Titel gedacht hat, wird wohl ihr Geheimnis bleiben. Außer dem peinlich fehlt mir fast jede Umschreibung. Das hätte man mit Sicherheit eleganter lösen können, auch eine Beibehaltung des Originaltitels „Die another day“ wäre besser gewesen.

Fast genauso peinlich finde ich den Titelsong, was sich Madonna da leistet ist unfassbar, ihre eigentliche Stimme ist kaum noch erkennbar, besonders im Refrain ist es schlimm, allerdings hört man den Song nur ganz am Anfang und beim Abspann.

4.Fazit

Der 20. Bond Film behält den Zuschauer 134 Minuten in seinem Bann, mich stören allerdings die extreme Übertreibung während des ganzen Filmes. Zudem konnte mich Toby Stevens als Bösewicht nicht wirklich überzeugen, Pierce Brosnan hingegen liefert eine überdurchschnittlich gute Leistung ab und wirkt ziemlich glaubhaft. Von Oskarpreisträgerin Halle Berry hätte ich mir mehr versprochen, trotzdem kann ich ihr guten Gewissens eine solide Leistung attestieren. Sehr gut gefallen haben mir die großartigen Special Effects und die vielen lustigen Situationen. So bleibt ein guter Film, der allerdings nicht an die besten Bond Filme heranragt, so dass ich hier ein "gut" und eine Empfehlung vergebe.

Danke für das Lesen meines Berichtes. Über Kommentare und Gästebucheinträge freue ich mich immer.

Gruss, euer Stefan.



Geschrieben am: 09. Feb 2003, 20:17   von: ackerbauer



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