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Übersicht > Telekommunikation > Handys > Siemens > Siemens SL45

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
WAP, 9 Kurzwahlrufnummern, 500 Rufnummernspeicher, vereinfachte Texteingabe beim SMS-Schreiben (T9), Vibrationsalarm, Infrarotschnittstelle, Konferenzschaltung möglich, Anklopffunktion, Sprachsteuerung, integriertes Modem

Nachteile:
Druckpunkt der Tasten nicht optimal, kein HSCSD, ewig dauernder Datenupload (zum Beispiel Mp3s), umständliche Menüführung, teurer Anschaffungspreis, externe Antenne




Bei DOOYOO gewonnen und für gut befunden
Bericht wurde 2356 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Gewinnspiele im Internet: Hier werden wahrscheinlich viele Personen sagen, das sei alles nur Lug und Trug, niemand könne bei diesen Online-Gewinnspielen wirklich gewinnen, vielmehr ginge es darumUser-Adressen zu sammeln. Ich gebe zu, auch ich habe so gedacht. Bis ich bei Dooyoo (!) im TestWin-Gewinnspiel das NOKIA 6210 gewonnen habe. Das NOKIA 6210? Ja, richtig gelesen, ursprünglich wollte der Sponsor des Gewinnspiels (seines namens JAMBA - www.jamba.de) ein NOKIA-Handy sponsern, doch aus einem mir nicht näher bekannten Grund kam es zu Lieferschwierigkeiten und letztlich wurde der Gewinn in das SIEMENS SL45 umgewandelt - ein Handy mit integriertem MP3-Player. Meine Begeisterung war riesengroß! Nun sollte ich nicht nur einen wahren Knaller des Handymarktes testen dürfen, nein, vielmehr war mir das ursprünglich als Gewinn geplante NOKIA 6210 schon recht gut bekannt und mit dem Gewinn des SL45 konnte ich endlich einmal die Funktionen eines SIEMENS-Handys für mich entdecken.

Mit dieser Meinung, diesem kleinen und doch umfangreichen Testbericht möchte ich Euch meine Eindrücke zum SL45 näher bringen, beziehe mich hierbei immer mal wieder auf das 6210 von NOKIA, welches mir innerhalb meiner Familie ebenfalls zur Verfügung steht.


*** INHALT ***

1. Einführung / Lieferumfang
2. Design
3. Empfang
4. Menüführung
5. Software

*** 1. Einführung / Lieferumfang ***

Zeitlich gesehen habe ich das SL45 etwa zwei Monate auf Herz und Nieren geprüft, nachdem es am 27.04.2001 per Postpaket an mich geliefert wurde. Zunächst möchte ich Euch den Lieferumfang des SL45-Pakets auflisten, denn dieser hat mich persönlich besonders überrascht. So durfte ich in dem recht großen und komplett aus Kunststoff hergestellten Packset neben dem Handy selbst, einige interessante zusätzliche "Beilagen" an Zubehör entnehmen, die übrigens alle in kleinen Pappschachteln separat verpackt waren.

- ein Akku (540 mAh Lithium-Ionen - sehr flach und leicht)
- ein Steckernetzteil
- eine aufstellbare Ladestation (!)
- ein Datenkabel (z.B. zur MP3-Übertragung auf den 32MB-Speicherchip des Handys)
- eine CD-ROM (mit Software zur MP3-Übertragung)
- ein Stereokopfhörer (mit Mikrofon und Klemme --] quasi eine Freisprecheinrichtung!!!)
- Bedienungsanleitungen in deutscher, englischer, türkischer und französischer Sprache

Was mich an dieser Zusammensetzung des Handypakets besonders gefreut hat, war die Ladestation. Es ist nicht etwa nötig das Handy irgendwo unkontrolliert auf einem Tisch liegend aufzuladen, nein, man verbindet das Steckernetzteil einfach mit der Ladestation, stellt das Handy in die Ladevorrichtung, drückt es leicht nach unten und der Ladevorgang beginnt. Gleichzeitig erscheint im Display des Handys eine entsprechende Anzeige, die auf den Ladevorgang hinweist. Nachdem man die SIM-Karte und den Akku am Handy angesetzt hat, ist man übrigens dazu gezwungen den Akku zunächst aufzuladen, denn wie üblich wird der Akku in leerem Zustand geliefert; Ein unmittelbares Telefonieren ist also nicht möglich. Sollte allerdings kein Problem sein, denn es dauert nur etwa drei Stunden bis der Akku seine volle Kapazität erreicht hat. Nun sind (laut Hersteller) bis zu 170 Stunden Standby-Zeit oder alternativ bis zu 4 Stunden Gesprächszeit möglich. Diese Zeiten werden jedoch kaum erreicht, denn durch die zahlreichen Zusatzfunktionen ist der Stromverbrauch des Handys recht hoch. So verringert jede Minute des Musikabspielens über den MP3-Player die Standby-Zeit um eine ganze Stunde. Eine halbe Minute beleuchtetes Display bedeutet einen Verlust von 30 Minuten Standby-Zeit. Wie oftmals richtig behauptet wird, ist auch die Netzsuche beim Einschaltvorgang ein kleiner Stromfresser. Bis zu 10 Minuten der Bereitschaftszeit werden pro Netzsuche über den Jordan geschickt. Wie man sieht, ist es also schwer möglich die maximale Standby-Zeit zu erreichen.

*** 2. Design ***

Vom Handling her war ich indes ein wenig enttäuscht, denn hier muß ich gleich mehrfach Abzüge verteilen. Dass der Handymarkt ständig in Bewegung ist, dürfte jedem klar sein und dass die kleinen Mobilfunktelefone immer kleiner werden, ist auch kein Geheimnis mehr, doch langsam dürfte echt ein Punkt erreicht sein an dem in letzter Konsequenz Schluß ist mit den Verkleinerungen. Das in silber-grauer Farbe gelieferte Siemens-Handy ist mir persönlich schon fast einen Tick zu klein und im Vergleich zum Nokia 6210 liegt es nicht so schön in der Hand. Betrachtet man sich allein einmal die Länge von 10,5 cm so fällt auf, dass über die Hälfte (in etwa 5,5 cm) für das Display aufgebraucht werden und gerade einmal knappe 5 cm ausreichen sollen um die Menü- und Zahlentasten komfortabel zu bedienen. Weit gefehlt, denn neben der knappen Bemessung kommt noch hinzu, dass der Druckpunkt der Tasten in keinster Weise als optimal angesehen werden kann. Insbesondere die beiden Menütasten (oder auch in der Beschreibung als "Display-Tasten" beschrieben) erweisen sich als nicht gerade komfortabel. Allzu oft drückt man statt auf eine dieser beiden Tasten auf die direkt anschließende Verbindungs- bzw. Ein/Austaste. Genau wie die Menütasten, liegen auch die Zahlentasten viel zu dicht beieinander und sind zudem auch viel zu glatt designt. Ein Abrutschen auf eine nebenliegende Ziffer ist immer wieder möglich. Gerade einmal 2 mm trennen die einzelnen Ziffern, das Nokia 6210 bietet immerhin knappe 5 mm. Lobenswert ist das geringe Gewicht von gerade einmal 88 Gramm und mit gerade einmal 42 cm Breite verschwindet es leicht in jeder Hemd- oder Hosentasche. Störend erweist sich beim ansonsten stimmigen Design auch die Antenne des Geräts. Anders als bei den Siemens-Vorgängern oder dem Nokia 6210, ist diese nämlich nicht mehr in das Handy integriert, sondern ragt etwa 2 cm heraus. Trübt meiner Meinung nach ein bißchen das Gesamterscheinungsbild.

Positiv möchte ich allerdings das Display hervorheben. Die Maße habe ich oben ja bereits erwähnt, aber was letztlich zählt ist die grafische Darstellungskraft und hier überzeugt mich das SL45 auf jeder Ebene. Das bernsteinfarbene (fast schon orangefarbene) Display ist kontrastreich gehalten und bietet Platz für 7 Zeilen, also Raum satt, möchte man das Handy beispielsweise für die Internetnutzung (WAP-tauglich) nutzen. Besonders gelungen erscheint mir auch die neue Technik des Dimmlichtes. So schaltet sich das Display nicht von hier auf jetzt komplett ab, sondern dimmt sich in mehreren Stufen langsam auf 0 herunter. Im Display selber lassen sich zudem Datum (!) und Uhrzeit anzeigen. Normalerweise beschränken sich Displayanzeigen nur auf die Uhrzeit, aber gerade die Datumsanzeige ist in meinen Augen ein sehr guter Zusatz.

*** 3. Empfang ***

Da es sich bei diesem Handy um ein Gerät der neuesten Generation handelt funkt es natürlich auf beiden in Deutschland gängigen GSM-Frequenzen. Sowohl im 900er Frequenzbereich der D-Netze (D1 und D2) als auch im 1800er-Bereich der E-Netze von E Plus und Viag Interkom kann das Siemens SL45 eingesetzt werden. (--] Dual Band) Nicht möglich ist es hingegen mit diesem Handy in den USA zu telefonieren. Zwar ist das Netz in den USA auch ein GSM-Netz, jedoch liegt die Frequenz hier bei 1900 Mhz und dieser Frequenzbereich wird vom SL45 nicht unterstützt. Wer ein Triband-Handy wie das Motorola Timeport besitzt, der braucht sich darüber keine Sorgen zu machen. Das funktioniert überall, wo es GSM-Netze gibt. Und wo wir gerade beim Empfang sind: Es ist bekannt, dass sich Nokia-Handys in Gebieten wo die Funkversorgung schlecht ist, nur sehr schwer in das gewünschte Funknetz einbuchen - so auch in meinem Kellerzimmer. Äußerst überrascht war ich dann, als ich mit dem SL45 plötzlich Empfang hatte. Zwar nicht gut und zum telefonieren reicht es auch nicht, aber immerhin ist der SMS-Empfang und auch der SMS-Versandt möglich. Pluspunkt Siemens!

*** 4. Menüführung ***

Überrascht wird man als Nutzer dieses Handys auch, wenn man eine bereits in einem anderen Handy benutzte SIM-Karte in den im SL45 vorgesehenen Steckplatz unter dem Akku steckt. Schaltet man das Handy anschließend erstmals ein, wird man gefragt, ob man die auf der SIM-Karte abgespeicherten Namen (und Nummern) nicht auf dem Speicherchip des Siemenshandys speichern wolle. Stimmt man zu, werden die auf der SIM-Karte vorhandenen Nummern auf den Speicherchip des Handys übertragen; Bei etwa 40 Nummern dauert dieser Vorgang etwa 1 1/2 Minuten.

Die Menüführung selbst ist in sich schlüssig aufgebaut und eine Navigation durch die einzelnen Menüpunkte wohl auch für jeden leicht verständlich jedoch muß ich eines feststellen: Ist man die einzigartig leichte Menüführung von Nokia-Handys gewohnt, kommt man beim SL45 leicht ins straucheln. Ich persönlich mußte mich erst über einen längeren Zeitraum mit der Führung auseinandersetzen, bis ich den Durchblick hatte - gewöhnungsbedürftig! Perfekt umgesetzt und schön zeitgemäß ist die Tatsache, dass man auf die linke Menütaste selbst ein Schnellwahlverfahren programmieren kann. Soll heißen, man kann selber auswählen, was für ein Menü erscheint, wenn man die linke Menütaste drückt. So hat man die Wahl mit einem Knopfdruck entweder direkt ins Internet einzusteigen oder aber mit einem Druck die Erstellung einer SMS zu starten oder aber man startet den integrierten Taschenrechner, den Währungsumrechneer, die Spiele, das Diktiergerät, den MP3-Player oder, oder, oder... aus insgesamt 20 Punkten kann man auswählen und diese als Schnell(aus)wahlverfahren einstellen. Klasse!!! Für mich als leidenschaftlichen SMS-Tipper ist klar, was auf der Taste programmiert wurde. Um eine SMS zu schreiben, benötige ich nur zwei Tastendrücke auf die linke Menütaste statt sechs Drücke über das Menü.

Das Hauptmenü, durch welches man mit einer joypadartigen Steuertaste navigiert ist in 10 Menüpunkte eingeteilt. Einzeln möchte ich diese (jedoch kurz) vorstellen.

1. ORGANIZER

Hier findet man alles was man für ein kleines, mobiles Büro benötigt. Zwar ist das SL45 kein Ersatz für ein Palm oder einen anderen mobilen Organizer, aber es kann durchaus als Ergänzung angesehen werde. Neben Adressbuch der auf dem Multimediachip gespeicherten Namen und Kalender findet man in diesem Menüpunkt auch die Menüauswahl zum Kalender, zum Diktiergerät, zum Taschenrechner und zur Sprachsteuerung des Handys.

2. Surf/Fun

Jeder kennt es: Man sitzt in der Bahn, im Terminal am Flughafen oder aber im Bus und weiß nicht, was man tun soll. Dieser Menüpunkt schafft Abhilfe. Von hier aus ist es möglich ins Internet zu starten (WAP), den MP3-Player zu aktivieren, den Chronometer (Stoppuhr bzw. Timer) zu starten, mit dem Währungsumrechner zu arbeiten oder aber eines der Spiele zu beginnen.

3. Meldungen

Es dürfte schon vom Namen her klar sein um was es sich hier dreht: In erster Linie natürlich um SMS. Posteingang, Postausgang, vorbereitete Textmeldungen, SMS-Archiv, SMS-Einstellungen... all das kann hier eingerichtet werden. Zusätzliches Schmankerl: Das Verfassen von Sprachmeldungen - auch das ist hier möglich.

4. Ruflisten

Genau wie bei den Nokia-Handys findet man in diesem Menüpunkt alles rund um die auf dem Handy getätigten Anrufe. Ob es nun die entgangenen Anrufe sind, die angezeigt werden sollen, oder aber die angenommenen Anrufe oder die gewählten Rufnummern, hier findet man, was man sucht. Zusätzlich ist es hier auch möglich möglicherweise entgangene Termine einzusehen. Praktisch!

5. Profile

Herzlich Willkommen in der Unübersichtlichkeit!!! Wenn es einen Menüpunkt im SL45 gibt, den ich absolut schrecklich finde, dann diesen. Schrecklich nicht, weil ich ihn überflüssig finde, nein, vielmehr fehlt es gewaltig an Übersichtlichkeit. Es soll hier möglich sein (ähnlich wie bei Nokia-Produkten) neben dem standardmäßigen Profil sechs weitere Profile einzurichten. Ohne einen Blick in die Bedienungsanleitung zu werfen war ICH hier allerdings hoffnungslos verloren. Insbesondere die Einstellung eines anderen Ruftons wollte mir einfach nicht gelingen. Ich bin quasi verzweifelt, weil ich mir einfach nicht vorstellen konnte, dass ich wirklich einen Blick in die Bedienungsanleitung werfen mußte. So schwer kann das doch nicht sein!? Tja, weit gefehlt: Nach etwa 30 Minuten des wilden hin und her Drückens gab ich leicht entnervt auf. Um ganz ehrlich zu sein: Noch immer bin ich frustriert über die miese Menüführung in diesem Menüpunkt. Das Einrichten der eigenen Profile sollte im Handumdrehen klappen und nicht einem Labyrinth gleichen. Minuspunkt!!! Wie auch immer, möglich ist auch hier einiges: Ruftonauswahl, Lautstärkeregelung, Regelung des Vibrationsalarms sowie Auswahl der Tasten- und Hinweistöne.

6. Audio

Neben wichtigen Einstellungen, wie der Wahl des ertönenden Klingeltons (Auswahl zwischen 42 Tönen ist möglich) bei einem eingehenden Anruf oder der Einstellung der Ruftonlautstärke, ist diese Menüfunktion auch etwas für Spielkinder. So ist es hier nämlich möglich über die Tasten des SL45 einen eigenen Klingelton zu komponieren. Endet meist in einem ziemlich konfusen Mix aus Tonfolgen, kann aber auch lustig sein. Ebenfalls kann in diesem Menüpunkt der Vibrationsalarm (de)aktiviert werden.

7. Zeit/Kosten

Für mich eine Funktion, die ich am wenigsten benötige. Die Zeitanzeigen über das letzte Gespräch, alle eingehenden und abgehenden Anrufe sind ja noch ganz nett, aber was soll ich mit der Kostenfunktion? Sicher, will man sich ein Limit setzen was die Gesprächskosten angeht, so ist diese Funktion ganz nett, doch was hilft sie mir, wenn sie mir seitens der Mobilfunkbetreiber Deutschlands überhaupt nicht zur Verfügung gestellt wird - zumindest nicht kostenlos!? Ich denke, jeder sollte sich und sein Telefonverhalten soweit im Griff haben, dass diese Funktion gar nicht erst benötigt wird.

8. Umleitung

Wer seine Mailbox nutzen will, für den ist dieser Menüpunkt unumgänglich und sehr wichtig. Hier werden nämlich die Rufumleitungen näher programmiert. So hat man die Möglichkeit entweder alle Anrufe auf die Mailbox umzuleiten (kommt ungefähr genauso gut, wenn man das Handy ganz ausschaltet) oder aber, man aktiviert die Unterpunkte: Unbeantwortete Anrufe umleiten (man nimmt das ankommende Gespräch nicht an), umleiten wenn besetzt oder aber umleiten, wenn nicht erreichbar (Handy ausgeschaltet oder nicht ins Netz eingebucht). Per Statusabfrage kann man in diesem Menüpunkt ganz bequem ermitteln inwiefern eine Umleitung gesetzt ist.

9. Einstellungen

Last but not least der wohl wichtigste Menüpunkt des Handys. Über "Einstellungen" gelangt man in das Herz des Technikwunders, hier ist es möglich Sprache der Software, Anzeige, Uhr, die PIN-Benutzung, Netzeinstellungen (besonders für Roaming interessant) und viele anderer Dinge einzustellen. Es macht mehr als Sinn sich hier einmal ein paar Minuten mit all den Einstellungen zu beschäftigen. Auch die Aktivierung der Infrarotschnittstelle ist hier möglich. Ebenso kann man in diesem Menüpunkt einen Minutenton aktivieren. Soll bedeuten: Nach jeder vollen Minute, die man telefoniert ertönt ein leiser Signalton - Insbesondere zur Kostenkontrolle sehr sinnvoll. Wer viele Gespräche erwartet, kann an dieser Stelle auch die Anklopf-Funktion aktivieren und so gegebenenfalls ein zweites Gespräch annehmen.

*** 5. mitgelieferte Software ***

Wie eingangs erwähnt, liegt dem Handy auch noch eine Software in Form einer CD ROM bei ohne die es nicht möglich wäre Dateien, wie etwa MP3s auf die Multimediacard zu überspielen. Doch die CD ROM hat neben der "Data Exchange Software" auch noch einige andere interessante Dinge zu bieten. So wird auch die "Siemens Quick Synch" mitgeliefert. Eine besonders hilfreiche Software für all diejenigen, die den Terminkalender des SL45 mit ihrem Microsoft Outlook-Kalender abgleichen möchten. Die auf der CD ROM befindlichen Versionen kann man zwar bedenkenlos nutzen und es kommt auch zu keinen Konflikten, die neuesten Versionen kann man aber trotzdem am besten unter www.siemens.com/sl45 herunterladen. Zusätzlich wird der Acrobat Reader und die "RealJukebox" (zur Verwaltung von Audiodateien - auch MP3s können erstellt werden) mitgeliefert, insbesondere die Jukebox hat es mir hierbei angetan. Übersichtlich gegliedert und auch als Player ideal einsetzbar.

Doch kommen wir zurück zur Data Exchange Software. Für alle, die dieses Handy nutzen ist es wohl am interessantesten zu erfahren, wie es mit dem MP3-Upload bestellt ist. Nun, hier habe ich keine guten Erfahrungen machen können. Startet man die Software zum ersten Mal, fragt man sich was man sich dort nun eigentlich installiert hat. Es öffnet sich ein Fenster, welches verwechselnd dem Windows-Explorer ähnelt. Einen Button Marke "MP3-Upload" oder "Dateitransfer" sucht man vergeblich und steht zunächst einmal wie ein begossener Pudel im Regen. Bis ich auf die Idee gekommen bin, dass ich die MP3-Dateien einfach per drag and drop in die entsprechenden Ordner ziehen kann, vergingen schon einige Minuten. Aber gut, war ich also dahintergekommen, die MP3-Datei einfach in den Ordner zu ziehen. Doch was war das? Wo schließe ich jetzt das Datenkabel an? Das passt ja gar nichts ans Handy!? Bedienungsanleitung aus der Verpackung gefischt und siehe da: Das Handy muß zum Datentransfer in die Ladestation gestellt und das Datenkabel an eben diese gekoppelt werden. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht, denkt man sich da. Nun konnte der Datenupload endlich losgehen. Voller Freude zog ich eine 5MB große Datei in den MP3-Ordner und schon der nächste "Schock". Man lese und staune: 31 Minuten dauert es, bis eine einzige MP3 dieser Grüße auf die Multimediacard übertragen ist. Oder anders: Es vergehen Jahre, bis man seine ohnehin begrenze Auswahl an MP3s auf das Handy überspielt hat. Eine wahre Geduldsprobe!!! Wer seine MP3s also regelmäßig ändern will, für den empfiehlt sich dieser in das Handy integrierte MP3-Player auf keinen Fall. Er ist übrigens im ursprünglichen Zustand mit zwei Stücken vorprogrammiert, die jedoch jederzeit gelöscht werden können. Besonders vorteilhaft übrigens die Funktion, dass sich der Player bei einem eingehenden Anruf automatisch abschaltet und man den eingehenden Anruf entgegennehmen kann.

Last but not least kann man über die Software noch alle möglichen technischen Daten über das Handy abfragen und sich über das Zubehörsangebot des SL45 informieren. Auch die Bedienungsanleitung befindet sich nochmals in digitalisierter Form auf dieser CD ROM.

*** FAZIT ***

Ein echtes Businesshandy oder ein Handy, das nicht Welt nicht braucht, das ist hier die Frage. Eine Frage, die ich nicht wirklich beantworten möchte und auch nicht beantworten kann, da ich viele der Funktionen des SL45 wohl kaum nutzen werde. Beispielsweise das neben dem MP3 Player ebenfalls integrierte Diktiergerät: Im Auslieferungszustand ist auf diesem Diktiergerät ein Stadtführer für London programmiert, löscht man diesen jedoch, kann man jede Menge Sparchmemos aufnehmen oder sogar Anrufe aufzeichnen. Alles ja schön und gut, aber ich brauche sowas ehrlich gesagt weniger. Die Sprachwahl - man spricht einen Namen und das Handy stellt automatisch eine Verbindung zum gewünschten Gesprächspartner her - erweist sich als ausgereift, es ist jedoch schade, dass man nur etwa 20 Sprachbefehle programmieren kann. Einige Personen dürften das Handy insbesondere des MP3-Players wegen als besonders attraktiv einstufen, doch spätestens beim Upload hört der Spaß dann auf und man ist mehr oder weniger nur noch genervt. Trotzdem: Die umfangreichen Funktionen und interessanten Zusatztools machen das SIEMENS SL45 zu einem Stern am Handyhimmel. Bei der Benutzung muß man jedoch fast schon Angst haben. Bei einem Preis von netto ~ 1200,- Mark (mit Vertrag um 600,- Mark) ist es wahrlich eines der teuersten Handys auf dem Markt und fast schon ein Mercedes und den Businessmodellen - dreister Diebstahl nicht ausgeschlossen.

Für Privatpersonen ist es jedoch a) kaum finanzierbar und b) ob der aufgezählten Schwächen ohnehin nicht zu empfehlen. Negativ auch: Das Handy unterstützt NICHT den HSCSD (High Speed Circuit Switched Data) Standard für schnelle Datenübertragung. Durch Zufall habe ich auch entdeckt, dass die Anschlüsse des SL45 nicht vollkommen identisch mit den Anschlüssen des s25 und/oder s35i sind. Auch mechanische Halterungen der Vorgängermodelle passen nicht immer für das SL45. Abschließend noch ein Tipp an alle, die interessiert, ob ihr SL45 SIM-Lock unterliegt. Mit dem Code * # 06 06 # kann man sich anzeigen lassen, ob das eigene SL45 aktiviertes SIM-Lock hat oder nicht.


Geschrieben am: 06. Mar 2002, 13:50   von: Qantas



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