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Übersicht > Genuss > Biere > Weizenbier > Falkenhaus Weizenbier

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
schmeckt mir einfach, günstiger Preis

Nachteile:
bisher nur in der Dose, momentan leider nicht mehr im Angebot




Schmeckt einfach spritzig frisch
Bericht wurde 1864 mal gelesen Produktbewertung:  gut
Bericht wurde 3 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Heute möchte ich euch einmal etwas über mein bevorzugtes Weizenbier berichten.

Bei sommerlich heißen Temperaturen und lauen Abenden trinke ich nämlich ab und an einmal sehr gerne ein erfrischendes Weizenbier. Ich war bisher nie auf eine spezielle Sorte fixiert und habe schon so manche ausprobiert, immer wieder komme ich aber zu dem Weizenbier Falkenhaus aus dem Hause Aldi Süd zurück, denn es schmeckt mir einfach sehr gut und kann mit jeder anderen Sorte Weizenbier mithalten, bzw. manch andere Sorte schmeckt mir nicht so gut.

Ich glaube kaum, daß Aldi dieses Bier selber braut, aber leider ist über die Herkunft nichts herauszubekommen und sogar im Internet bei diversen Bierseiten findet sich nur der Name Falkenhaus Hersteller Aldi Süd. Auf der Weißblechdose findet sich lediglich der diskrete Hinweis: abgefüllt für Aldi Süd, na wenn ich das nicht schon geahnt hätte ;-)

Die 0,5 Liter fassende Weißblechdose kostet übrigens momentan 0,29€ und somit zählt dieses Weißbier zu den günstigsten auf dem deutschen Markt. Beim Einkaufen in unserem Aldi fällt das aufgetürmte Regal sofort ins Auge, denn die Dosen sind markant bedruckt mit der typischen blau-weißen Flagge aus unserem Freistaat Bayern ;-) was darauf schließen läßt, daß das Bier dort auch in einer der zahlreichen Brauereien gebraut wurde. Na merkt ihr was? Klar Luzie stellt sich langsam aber sicher auf bayrische Verhältnisse um ;-)) Außerdem steht noch in der etwas verschnörkelten schwarzen Schrift obergärige Spezialität gebraut nach deutschem Reinheitsgebot drauf.

Nun kommt der Test. Man muß nur den Nippel durch die Lasche zieht ;-) und schon ist die Büchse offen. Also ehrlich gesagt, nach Banane riecht dieses Weizen nicht, wie ich schon auf einer gewissen Internetseite gelesen habe ;-) dazu aber später mehr. Es riecht einfach nach normalem Hefeweizen oder ich bin eben ein Banause und kann die diversen Gerüche nicht unterscheiden.

Das Weizenbier ist recht hell und hat eine leicht gelblich-trübe Färbung. Sein Geschmack ist sehr schwierig zu beschreiben. Ich persönlich empfinde ihn als würzig-spritzig und es erfrischt sehr gut. Es ist nicht zu herb aber auch nicht fad und ich empfinde es einfach ideal für den Sommerabend auf Balkonien, während Steaks und Würstchen auf dem Grill brutzeln ;-)

Dieses Weizen hat einen Alkoholgehalt von 5,2% Vol. und enthält 11,7 Stammwürze für die Statistiker unter euch ;-)

Nun was ist aber in dem spritzigen Feierabendsgebräu so drin:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hefe und Hopfen und aus diesen paar Zutaten wird das Weizenbier gebraut.

Angeblich soll ja Bierbrauen ganz einfach sein, aber ehrlich gesagt hab ich das noch nie probiert. Außer den oben beschriebenen Zutaten braucht man nur noch ein paar Behälter und Geduld.

Gerste und Weizen sind mir ja ein Begriff aber wie entsteht eigentlich Malz? Dies ist ganz interessant und ich möchte es euch deshalb nicht vorenthalten. Das Getreide wird zuerst einmal befeuchtet und keimen gelassen. Bei diesem Vorgang wird ein Teil der enthaltenen Stärke des Getreides in Zucker umgewandelt und es entsteht das sogenannte Grünmalz. Dieser Vorgang ist ja noch sehr einfach und der gleiche wie beim Herstellen von Getreidesprossen. Anschließend wird das Getreide getrocknet und hier kommt bereits der springende Punkt. Trocknet man es nämlich bei ca. 80°C, ergibt es ein helles Bier. Trocknet man es bei Temperaturen um 105°C entsteht das dunkle Bier. Wenn euch beim Biertrinken einmal ein rauchig schmeckendes Gebräu unterkommt, dann ist das ein Zeichen dafür, daß das Getreide über offenem Feuer getrocknet wurde.

Nun wird das gedarrte Getreide geschrotet ( zerkleinert) und die Maische angesetzt. Was ihr kennt den Begriff Maische nicht? Das ist ganz einfach. In einem Bottich wird der Malzschrot mit dem Wasser vermischt und auf ca. 55°C erwärmt. Das schimpft man dann Maische. Ihr könnt euch denken, daß es einen beträchtlichen Geschmacksunterschied gibt, je nach dem was für Wasser dazu verwendet wird, deshalb schmecken die Biere auch so unterschiedlich. Zudem hat natürlich jede Brauerei noch so ihr ureigenes und streng gehütetes Geheimrezeptchen ;-)

Bei der Maische passiert nun folgendes: Es wird noch mehr Stärke in Zucker umgewandelt und beim anschließenden Filtern entsteht die Würze. Kommt das nun darauf an ob die Melitta-Filtertüten mir Aromaporen oder Billigprodukte verwenden? Keine Ahnung aber es hört sich zumindest mal so an. Stimmt aber nicht, denn das gefilterte Wässerchen bekommt nun ein anderer Name und schimpft sich fortan Würze ;-)

Diese Würze kommt nun wieder in einen anderen Kessel zusammen mit dem Hopfen ( wißt ihr nun was der alte Spruch Hopfen und Malz, Gott erhalt’s bedeutet?). Dieses Gemisch wird nun erhitzt und bei 100°C gekocht, anschließend gefiltert und abgekühlt. Hopfen braucht man übrigens da dadurch ein typischer Biergeschmack entsteht und zur verbesserten Haltbarkeit. Wenn man also viel Hopfen verwendet, entsteht der herbe Geschmack von Pils.

Nun kommt noch die Hefe ins Spiel. Hefe gährt, das weiß ja wohl fast jedes Kind und diese Hefe wandelt nun einen Teil des Zuckers in Alkohol und Kohlensäure um. Bei normalem Bier wird diese Hefe übrigens wieder herausgefiltert und es entstehen klare Biere. Bei Hefeweizen jedoch wird die belassen, was zu der leichten Trübung führt. Die Gärdauer beträgt übrigens ca. 5-7 Tage bei 7-10°. Das finde ich bemerkenswert, denn normalerweise benötigt doch Hefe Wärme. Aber es handelt sich bei der Bierherstellung ja nicht um Hefeteig und es wird schon seinen Grund dafür haben ;-)

3-4 Wochen muß das fertig abgefüllte Bier dann noch lagern bzw. ausreifen und dann heißts nur noch „PROST“

Wenn ich mir das so überlege, ist die Herstellung von Bier wirklich nicht so schwierig aber ob mein eigenes Bier so spritzig schmecken würde, wage ich dennoch zu bezweifeln.

Haltbar ist das Bier übrigens gut 1 Jahr, aber so lange hat bei mit noch keines überlebt.

Nun aber nochmals zurück zu dem Aldi Falkenhaus Weizenbier. Mir persönlich schmeckt es einfach und kann meiner Meinung nach mit jedem anderen Weizenbier mithalten.

Einziger Kritikpunkt ist die Tatsache, daß es dieses Bier nur in den Weißblechdosen zu kaufen gibt und nicht in Flaschenabfüllung.

Wer sich übrigens für das Thema Bier interessiert, findet unter www.bierforum.de eine Unmenge Informationsmaterial. Mein Wissen über das Brauverfahren habe ich mir auf dieser Webseite übrigens auch angeeignet, aber nicht abgeschrieben!

Unter www.bier-test.de findet ihr übrigens eine riesige Menge an getesteten Bieren. Was für einen Geschmack der oder die Tester an Bier hatten, bzw. deren Kriterien sind mir allerdings recht schleierhaft, denn sie kommen zu sehr merkwürdigen Ergebnissen. Zum Glück ist Bier reine Geschmackssache und ich muß scheinbar einen ganz anderen haben wie die Herren Tester. Als Belustigung ist diese Webseite aber auf jeden Fall empfehlenswert und ich habe mich königlich amüsiert über die teilweise eigenartig anmutenden Definitionen. Die Beurteilung der Tester für das Aldi-Falkenhaus-Bier ist übrigens die Note 4 ( bei 6 ) was so viel bedeutet wie: schmeckt nach Bier und ist genießbar ;-))

Also nach so kompetenter Feststellung braucht ihr in Zukunft keine Hemmungen zu haben und könnt ruhig bei eurem nächsten Aldi-Besuch ein paar Dosen mitnehmen, aber wehe ihr kauft mir alle weg.

FAZIT:
°°°°°°°

Für meinen Geschmack ist dieses Weizenbier genau richtig und das Preis-Leistungsverhältnis ist auch o.k. Über Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten und es muß schon jeder von euch sein Weizenbier-Favorit selbst herausfinden.

Weil dieses Weizenbier nicht auch in Flaschenabfüllung angeboten wird, ziehe ich bei der Bewertung trotzdem einen Stern ab. Übrigens schmeckt Weizenbier am besten aus dem Kühlschrank. Dann entfaltet es erst das richtig spritzige Aroma.

Nun werde ich mir noch zur Belohnung eine Dose gönnen und denkt daran: immer den Nippel durch die Lasche ziehn, ist gar nicht so schwierig.

PS: Nach dem 1. Januar 03 ist das Weizenbier leider aus den Regalen bei Aldi verschwunden im Zuge des Dosenpfandes. Vielleicht kommt es ja im Sommer wieder im Tetrapack ;-)


Geschrieben am: 24. Feb 2003, 22:03   von: luzi42



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