| KONTAKT | | HILFE | | HOMEPAGE |
 MyReise   MyTickets   MyShopping 
 
    STARTSEITE
Suche in
  Auswahl

Kategorie:

Aktuelles
Was ist Q-Test.de
Geld verdienen
Mitglied werden
Kontakt

  User Login
Username

Passwort



Passwort vergessen ?
 

Übersicht > Genuss > Spirituosen > JIM BEAM

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
kann man für Alkohol ein Pro geben???

Nachteile:
schon wieder ein Problem




Ob er wohl jemals wiederkommt?
Bericht wurde 2298 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 4 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Grüüüß Euch,

wer kann sich noch an den supertollen Typen aus der Werbung erinnern, der an den Bartresen kommt, einen Jim Beam verlangt und dann mit der erotischsten Stimme des Jahrhunderts und einem unglaublichen Blick ganz cool sagt: „Das ist kein Jim Beam!“?? Oder hätte ich besser fragen sollen, ob es eine Frau gibt, die sich nicht erinnert? Hach, da bekommt die schwupsy verträumte Augen....aua viertel, war ja nur im Fernsehen. Brauchst also keine Angst zu haben. Brauchst du sowieso nicht zu haben, menno. Hach, aber der Typ aus der Jim Beam Werbung.....* schmacht* Ob er wohl jemals wiederkommt?

Ich weiß nicht, welche Zielgruppe die Werbeagentur von diesem Whiskey auf dem Kieker hatte – mich haben sie jedenfalls voll erwischt. Und das ist auch der Grund, warum ich sehr gerne Jim Beam trinke, allerdings nicht pur (so cool bin ich nun auch wieder nicht und man soll ja nicht alles nachmachen, was in der Werbung kommt), sondern mit Eis und Cola. Und zwar nur mit Coca Cola. Und bei Coke ist mir die Werbung wurscht, Coke schmeckt mir besser.

Aber zurück zum Bourbon. Da der Artikel wohl doch etwas länger geraten ist, stelle ich mal eine Gliederung auf:

1. Wo die Idee und der Name „Bourbon“ herkommen
2. Die nächsten hundert Jahre ging es bergauf
3. Jim schafft es auch in schweren Zeiten
4. Und das Rezept?
5. Was ich über den Whiskey sagen möchte


1. Wo die Idee und der Name „Bourbon“ herkommen

1788 zog ein Mann namens Jacob Beam in Nordamerika gen Westen, um ein besseres Leben zu finden. Das mit dem besseren Leben erwies sich (wie so oft) als längst nicht so einfach wie erträumt. Jacob war Farmer und siedelte sich in Bourbon County, einem Gebiet in Kentucky an. Kentucky war damals übrigens noch eigenständig, erst 1792 wurde es 15. Mitgliedsland der Vereinigten Staaten von Amerika. Jacob baute bald eine Wassermühle und begann, den Mais der umliegenden Farmen gegen eine Provision in Naturalien zu mahlen.

Da stand der Jacob dann mit seinem Provisionsmais – das Zeug ließ sich schlecht aufbewahren und in einem Maisanbaugebiet erst recht nicht verkaufen. Was konnte man damit anstellen, damit es nicht schimmelte, über lange Strecken transportiert werden konnte und möglichst noch was wert war? Whiskey heißt das Zauberwort. (An dieser Stelle kam ich beim Recherchieren ins Grübeln, keine Ahnung, dass man Whiskey aus Mais macht!)

Aber Jacob Beam hatte den richtigen Riecher. Aus einem Brei aus Mais, Roggen und Gerstenmalz fabrizierte er einen gelben Whiskey, den er eben „Bourbon“ nannte nach seiner neuen Heimat – der Mais-Whiskey (mindestens 51 % der Ausgangsstoffe müssen Mais sein) aus Kentucky. 1795 wurde das erste Faß verkauft.


2. Die nächsten hundert Jahre ging es bergauf

Die Siedler des Westens, die Goldgräber von Kalifornien und die Einwanderer – alle waren potentielle Kunden für die Whiskey-Fässer aus Kentucky. Der Sohn des Bourbon-Gründers David Beam nutzte die Erfolge der industriellen Entwicklung wie Telegraf und Eisenbahn zur Vermarktung des hochprozentigen Getränks, dessen Sohn David M. Beam wiederum übernahm die Destille und zog 1854 innerhalb von Kentucky nach Nelson County um – dort war er dichter an der ersten Eisenbahnstrecke der Staaten. Der Name „Bourbon“ blieb erhalten.

Erst jetzt kommt der legendäre James „ Jim“ B. Beam ins Spiel – der Sohn von David M. Jim arbeitete seit seinem 16. Lebensjahr im Familienbetrieb und übernahm ihn 1894, da war er 30 Jahre alt. Die nächsten 52 Jahre sollte er die Geschicke des traditionsreichen Familienunternehmens führen.


3. Jim schafft es auch in schweren Zeiten

Und zwar in sehr schweren. 1919 wurde Alkohol in den Staaten verboten. Jim verkaufte den Whiskey-Betrieb und begann Citrusplantagen in Florida zu bewirtschaften, dann Kohlebergbau zu betreiben und schließlich einen Kalkstein-Steinbruch zu führen. 1933 wurde das Verbot aufgehoben und der bereits 70jährige Jim Beam wandte sich sofort wieder dem goldgelben Whiskey zu. Das wichtigste war die von ihm gehütete Hefe zum Gären des Whiskeys. Man erzählt, er habe den kostbaren Hefekrug jedes Wochenende in seinem schwarzen Cadillac von der Firma mit nach Haus genommen – falls was passiert. Jetzt erst erhielt dieser Bourbon auch den zusätzlichen Namen „Jim Beam“. Und so übergab er 1946, ein Jahr vor seinem Tod, eine gut florierende „James B. Beam Distilling Co.“ in Clermont an seinen Sohn T. Jeremiah Beam.

Der führte die Tradition weiter und fand seinen Nachfolger im Sohn seiner Schwester. Sein Neffe F. Booker Noe hatte wohl die „Whiskey-Gene“ der Beam`s geerbt. Nunmehr liegen die Geschicke der Whiskey-Fässer in seiner Hand. Die Rezeptur ist seit über 200 Jahren unverändert und der Name Jim Beam erinnert an den Wiederbegründer, der durch alle widrigen Zeiten sein Hausrezept bewahrt hat.


4. Und das Rezept?

Was ist nun das Besondere an diesem Whiskey??? Die Hersteller formulieren es so: „Er unterscheidet sich nicht dadurch, dass er anders ist, sondern dadurch, dass er perfekt ist.“ Na, was soll man dazu sagen. Vielleicht, wie er gemacht wird? So richtig lassen sich die Herren natürlich nicht in die Töpfe gucken, ist ja auch logisch.

Alles fängt mit dem Mahlen an. Maiskörner, Roggen und Gerstenmalz werden zu einem feinen Mehl gemahlen – der Maisanteil muß mindestens 51 % betragen, damit das Resultat als Maiswhiskey und damit als Bourbon zählt! Dann wird dieses Mehl mit eisenfreiem Quellwasser aus Kentucky´s Kalksteinfelsen gekocht, um die Stärke in Zucker aufzuspalten. Das besondere Jim-Beam-Aroma kommt dadurch, dass bei niedrigen Temperaturen „gekocht“ wird. Das dauert zwar länger, lässt aber ein natürliches Kornaroma entstehen, das nicht zu streng, sondern immer weich und mild schmeckt.

Dann kommt das Gären. Die jetzt zugefügte Hefe (die aus dem schwarzen Cadillac) verwandelt den Zucker in Alkohol und CO2. Das Ganze dauert 3 bis 4 Tage. Das Geheimnis ist in der Hefe zu suchen – das Herz des Gärungsprozesses. Moderne Produkte beschleunigen zwar den Gärungsprozess, aber würden nicht das typische Beam-Aroma geben. Also warten wir halt.

Was machen wir nun mit dem gegorenen Whiskey-Brei? Dem Brei wird jetzt das Wasser entzogen. Und zwar in Form von Dampf. Trotzdem aber bei nicht so hohen Temperaturen – je schonender, desto „Beam-iger“. Der Whiskey-Dampf wird abgekühlt und diese „Brühe“ bekommt den schönen Namen „low wine“ – darf aber noch nicht als Whiskey verwendet werden. Das war die erste Distillation. Beim zweiten Durchgang heißt das Kondensat schon „high wine“. Wird aber immer noch kein Whiskey. Und aller guten Dinge sind drei: das Kondensat vom dritten Mal distillieren kommt gleich in die Fässer – ohne gefiltert zu werden und ohne Zusätze zu bekommen.

Jetzt kommt das, was gaaaaaanz lange dauert. Nun muß das Kondensat im Faß liegen und zu richtigem Jim-Beam-Whiskey werden. Die US-Gesetze sagen heute, nach mindestens zwei Jahren Lagerung darf man Mais-Whiskey als „Bourbon“ bezeichnen. Ein Jim Beam hat sich aber mindestens vier volle Jahre lang in einem blitzblanken hellen Eichenfaß geräkelt. Die Eichenfässer sind in extra luftigen Lagerhäusern aufbewahrt. Auf der Holzoberfläche im Faß bildet sich eine dünne Zuckerschicht. Die starken natürlichen Temperaturschwankungen in Kentucky bewirken ein sich zusammenziehen und sich ausdehnen der Flüssigkeit in den Fässern. Dadurch dringt der Bourbon durch die dünne abgelagerte Zuckerschicht in das Holz ein bzw. zieht sich wieder daraus zurück. Diese Art der Lagerung gibt dem Whiskey den typischen tiefgelben Farbton und den rauchigen Geschmack. (Billige nachgemachte Whiskeysorten erhalten die Farbe über die Zugabe von caramellisiertem Zucker.)


5. Was ich über den Whiskey sagen möchte

Wenn man nun heute in Deutschland einen „Jim Beam Kentucky Straight Bourbon Whiskey“ kaufen möchte, kann man das in fast jedem normalen Supermarkt tun. Die Flaschen bergen jeweils 0,7 l des goldbraunen Getränks und sind nicht rund, sondern quaderförmig. Meist liegt der Preis so um Euro 10. Mir gefällt das etwas süßlich-milde Aroma über dem rauchigen Geschmack. Und wie gesagt, mit Eiswürfeln und Coke schmeckt es ganz ausgezeichnet. Das Getränk ist auch gut geeignet, um an bestimmte Personen aus Werbespots zu denken..... Ob er wohl jemals wiederkommt?

Tschüüüß - Eure schlürfende schwupsy




Geschrieben am: 04. Mar 2003, 15:57   von: schwupsy



Bewertungen   Übersicht


Weitere Infos? Versuchen Sie doch mal folgende Suchen bei Google:

Alle evtl. aufgeführten Marken gehören ihren jeweiligen Inhabern und unterliegen den jeweiligen Bestimmungen.


Was ist Q-Test.de | Impressum | Werbung | Geld verdienen | Banner | Counter | Preisvergleich | Download