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Übersicht > Essen > Pasta

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
ist lecker

Nachteile:
gibt's nicht virtuell




schon wieder ein langweiliges Rezept?
Bericht wurde 1645 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 2 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Vor ein paar Tagen ist überraschend die beste Freundin meiner Sonne pamelap bei uns vorbeigekommen. Nachdem wir eine Weile gequatscht hatten, und uns bei der neuesten Folge von Wer wird Millionär wieder mit den Studiokandidaten gemessen hatten, verspürten wir alle drei Hunger, und ich dachte mir, ich könnte mal wieder meine Lieblingsspaghetti machen, die eigentlich alle bisher geliebt haben. Nein, nicht alle, eine Freundin von mir verschmähte einst meine Soße und bat um Ketchup. Unser Verhältnis ist bis heute zerrüttet, und immer kommen meinerseits starke Komplexe zu Tage, die ich aber einigermaßen im Griff habe. Meine hierdurch verursachten Depressionen habe ich auch wieder im Griff.


Ich verzog mich in die Küche, in der einen Hand meine Schachtel John Player, in der anderen die CD „Human Being“ von Seal und in der dritten ein Glas meines Merlots aus Uruguay, den ich bei rougeblanc.com (ein schrecklicher Shop, doch hierzu ein anderes Mal) bestellt hatte.

In ausgewählten Momenten macht mir das Kochen Spaß, so etwa ein Mal pro Quartal, und an diesem Tag war es soweit.

Als ich den Kühlschrank öffnete, traf mich der Schlag. Es war nicht genug Mischhack im Hause. Vielleicht gibt es für Mischhack ja einen anderen Ausdruck außerhalb Berlins, daher : Mischhack ist gemischtes Hack aus zwei gleichen Teilen Schweine- und Rinderhack. Also musste ich mein allseits beliebtes Rezept abwandeln; ein riskantes Unterfangen. Würde es allen schmecken? Würde alles funktionieren? Angespannt machte ich mich an diese schier unlösbare Aufgabe, und eine Stunde später präsentierte ich meine „Notlösung“.

Schon mal vorab : bei allen Angaben handelt es sich um „Über-den-Daumen-Schätzungen“, da weder mein Ursprungsrezept noch das adaptierte aus einem Kochbuch stammen.

Für die Spaghetti „Ranch meets Ocean“ (ja, so heißen die ab sofort, Markenrechte liegen bei mir zu Hause und werden bald bei ebay versteigert) braucht Ihr folgendes:

500 g Spaghetti
1 Packung Knorr al Gusto Kräuter
1 Packung Knorr al Gusto Basilikum
1 halber Becher Schlagsahne
2 mittelgroße Zwiebeln
1 Packung Tiefkühlshrimps
350 g Mischhack
6 mittelgroße Knoblauchzehen
1 halbe Fleischtomate
Öl
Salz
Pfeffer
Basilikum
Oregano
1 Glas uruguayanischen Merlot
3 Zigaretten Marke John Player Special
1 Mini-Stereo-Anlage
1 CD Seal Human Being

Okay, los geht es. Das wichtigste zuerst : eine Zigarette der Marke John Player anzünden. Dann die CD Human Being von Seal gleichmäßig in die Mini-Stereo-Anlage einlegen. Einen Schluck des Merlots nehmen. Dieses positive Lebensgefühl für fünf Minuten genießen.

So, nun zum wesentlichen. Pfanne auf den Herd und das Hackfleisch reinschmeißen und ein wenig zerkleinern. Ja, natürlich, vorher muß Öl in die Pfanne, sonst gibt es Schwierigkeiten. Ein bisschen Salz und Pfeffer draufgeben. In der Zeit, in der das Fleisch leicht anbrät, die beiden Zwiebeln schälen und in mittelgroße Würfel schneiden.

Nachdem ich jetzt fertiggeheult habe, (nein, nicht wegen Seal, sondern wegen der Zwiebel), schmeiße ich die Zwiebeln in die Pfanne, zum Fleisch. Dann die Packung Shrimps aufschneiden und ebenfalls dazuschmeißen. Zum Abschluß vier der sechs Knoblauchzehen in hauchdünne Scheiben schneiden und auch in die Pfanne schmeißen.

Das ganze so lange braten lassen, bis es lecker aussieht. In der Zeit, in der es in der Pfanne heftig brutzelt, Wasser in einen Kochtopf, Salz und Öl dazu.

Jetzt die zweite John Player Special anzünden und einen weiteren Schluck Merlot nehmen.

Etwa zeitgleich müssten zwei Dinge eintreffen. 1. Das Wasser kocht und 2. die Pfanne signalisiert, dass sie fertig ist.

Zu 1. Spaghetti in den Topf hauen. Zu 2. Einen weiteren Topf aus dem Schrank holen und die beiden Al Gustos reinkippen. Dann das „Bratwerk“ dazugeben. Das ganze gleichmäßig erhitzen. Die letzten beiden Knoblauchzehen schälen und ebenfalls in hauchdünnen Scheiben zur Soße geben. Jetzt einen halben Liter, äh, Becher Schlagsahne draufkippen. Wenn das ganze jetzt so ein bisschen komisch aussieht, irgendwie schon mal gegessen : nicht wegschmeißen, so muß es aussehen! So, jetzt noch die halbe Fleischtomate würfeln und in die Soße geben. Einkaufstipp : halbe Fleischtomaten gibt es nur bei Wertheim, nicht in anderen Supermärkten ;-D. So, jetzt noch Salz, Pfeffer, Oregano und Basilikum hinzugeben. Die beiden letzteren ruhig ordentlich draufkippen, es schmeckt nur, wenn man das Gefühl hat, ups, diesmal war es wirklich zu viel. Stimmt nicht. Zu viel ist genau richtig. Die Paste, äh, Pasta abgießen, weil, die müsste gerade al dente sein.

Das ganze auf tiefen Tellern servieren. Zum Essen empfehle ich einen guten Wein, sagen wir mal, einen Merlot, vielleicht aus Uruguay, und natürlich gute Musik, bspw. Von Seal, die CD Human Being. Nach dem Essen, für ganz besondere Genießer, eine gute Zigarette. Außer Du bist noch ein Kind. Dann nicht. Oder Nichtraucher. Die auch nicht. Aber allen anderen empfehle ich eine John Player Special, Jahrgang 2001.

Ich hoffe, der Bericht war mal ein etwas anderes Rezept, in jeder Hinsicht. Es hat allen geschmeckt, einschließlich mir, und ich habe an meinem eigenen Essen eigentlich immer was zu mäkeln.

Guten Appetit! Nachkochen ist gegen eine Schutzgebühr von DM 5,35 (Vorkasse erbeten) ausdrücklich erlaubt.


Geschrieben am: 24. Sep 2001, 10:32   von: TeaJay



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