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Übersicht > City-Guide > Bundesland > Thüringen

    >> Vor- und Nachteile / Bewertung
Vorteile:
Ein Besuch bedeutet geschichtliche Weiterbildung!

Nachteile:
Man geht in sich.




DIE Mahn- und Gedenkstätte in Thüringen - Weimar
Bericht wurde 2274 mal gelesen Produktbewertung:  sehr gut
Bericht wurde 1 mal kommentiert Berichtbewertung: 

Seit 1966 verfolge ich mit einer unglaublichen Leidenschaft die Errichtung und Weiterentwicklung einer der wohl bekanntesten Gedenkstätte Deutschlands. Die Geschichte der Gedenkstätte und das dort Gesehene, Gesprochene und Entstandene lassen mich einfach nicht mehr los. Ich spreche hier von der Gedenkstätte „Buchenwald“ auf dem Ettersberg bei Weimar (Thüringen). Mein erster Besuch fand 1966 im Rahmen einer Jugendfeierstunde statt. Ich war so tief beeindruckt, dass ich jede Gelegenheit nutzte um wieder dort hinzufahren. Sei es alleine oder in Gruppen gewesen. Nach der Wende war ich inzwischen auch schon wieder 4 Mal dort. Die Änderungen haben mir allerdings nicht so gefallen. Zu DDR-Zeiten wurde diese „Mahn- und Gedenkstätte“, wie sie noch damals hieß, von staatlicher Seite finanziell unterstützt. Heute sind die Gelder leider für solche Stätten gekürzt und leben meist nur noch von Spenden.

Einen Besuch dieser Gedenkstätte möchte ich hier doch sehr empfehlen. Wer sie noch nicht besucht hat, für den wird es ein unvergeßliches Erlebnis. Man erfährt alles über dieses Konzentrationslager, über das Entstehen, bis hin zur Befreiung durch die Russen.

Das interessanteste Denkmal auf diesem Gelände ist das Krematorium, an dessen Eingangstor der damalige Reichstagsabgeordnete und Vorsitzender der KPD Ernst Thälmann in der Nacht zwischen dem 17. und 18. August 1944 von der SS erschossen wurde. In diesem Krematorium läuft ein Video ab, wo ehemalige Häftlinge sich zu Wort melden. Auch Otto Grotewohl und Wilhelm Pieck waren kurzzeitig in diesem Lager. In diesem Krematorium sind im Keller die Öfen und Anlagen zu besichtigen, in denen die Häftlinge verbrannt wurden, nachdem die Massenerschießungen 1941 begannen. Des weiteren befindet sich im Obergeschoß die sogenannte „Genickschußanlage“. Die Häftlinge wurden hier zum angeblichen Messen der Körpergröße in diese Zelle geführt, wo sich an der Wand ein ganz schmaler Schlitz befindet, durch die dann geschossen wurde, ohne dass die Häftlinge vorher davon erfuhren. So auch gibt es eine Arrestzelle, in der Original-Folterungsgegenstände zu besichtigen sind, außerdem ein Original-Laborraum, in denen die Ärzte der SS ihre Versuche an den Menschen unternahmen.

Auf dem Gelände ist auch ein ehemaliger Zoo zu besichtigen, den sich die SS-Leute angelegt hatten, um sich von den „schmutzigen und verlausten“ Häftlingen zu erholen. Auch ein großes Museum ist auf dem Gelände, wo alles ausgestellt ist, was die Häftlinge für Kleidung trugen, wie groß eine Essensration war, Orginalbetten und Originaldokumente in Wort und Bild und welches Geschirr die Häftlinge benutzen durften. Als fesselnd sind auch das zerschossene Kinderherz und der Lampenschirm aus gegerbter Menschenhaut zu besichtigen. Weitere Gegenstände aus menschlichen Rückständen, wie z. B. aus Knochen oder Zähnen sind ebenfalls zu besichtigen

Über dem großen Eingangstor sind die Worte: „Jedem das seine“ aus geschmiedetem Eisen angebracht, die schon damals während der Kriegszeit ihren Platz dort fanden. Errichtet wurde das Lager 1937 und war zuerst für politische Gegner des Naziregimes, vorbestrafte Kriminelle, sogenannte Asiozale, Juden und Homosexuelle bestimmt. 28.000 Häftlinge befanden sich auf dem Todesmarsch dorthin. Davon waren 21.000 Kinder und Jugendliche. Insgesamt waren 250.000 Häftlinge inhaftiert und 50.000 fanden dort den Tot.

Heute wurde die Gedenkstätte einer Jugendbegegnungsstätte angeschlossen. Konkret: Auf dem Ettersberg sind zwei Häuser für die Unterkunft vorhanden. Ein neues und ein älteres Gebäude, die als Wohnstätten der SS-Leute dienten. Im Alten Gebäude kostet die Übernachtung 20 DM/Tag und Nacht und im neueren Gebäude 30 DM/Tag und Nacht. Die Preise für das Essen sind: Frühstück, und Abendbrot je 8 DM, Mittagessen 12 DM und für die Vesper 6 DM.

Die Öffnungszeiten sind wie folgt: Vom 1. Mai bis 31. Oktober 9:45 Uhr bis 18:00 Uhr, Montag ist geschlossen. In der Zeit vom 1. Nov. bis 30. Apr. 8:45 Uhr bis 17:00 Uhr, Montag ist geschlossen.

Die Anfahrt ist folgender Maßen: Mit dem Stadtbus Linie 6
mit dem Auto auf der A 4 Autobahn Weimar oder über die B 7.
Ein Besuch ist sehr empfehlenswert, es bereichtert das geschichtliche Wissen ungemein und es wird auch mit Sicherheit ein unvergessenes Erlebnis. Der Ettersberg liegt 8 km nördlich von Weimar.
Danke fürs Lesen – eure rosi


Geschrieben am: 12. Nov 2001, 16:48   von: powerfrau



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